Wenn du die Position vertrittst, dass "Unverträglichkeit" in Bezug auf Zöliakie der falsche Begriff ist, legitimer Einwand, welchen passenderen Überbegriff würdest du für alle negativen körperlichen Erscheinungen als Reaktion auf Lebensmittelkonsum wählen?
Klar freut sich jeder und jede, wenn auf Vorlieben sowie gesundheitliche Aspekte geachtet wird. Innerhalb der Familie und gegenüber engen Freunden (m/w/d) sollte das auch Berücksichtigung finden. In anderen sozialen Kontexten ist das schlichtweg unverhältnismäßig. Bevor jemand eine glutenfreie, eine laktosefreie, eine vegane, eine omnivore, eine soja- oder erdnussfreie, eine besonders proteinhaltige, eine zucker- oder salzarme und eine halal oder koschere Option anbietet, um möglichst alle Ernährungsformen (inklusive negativer körperlicher Erscheinungen als Reaktion auf Lebensmittelkonsum), die in sehr heterogenen Konstellationen durchaus vorkommen können, zu beachten, wäre die Konsequenz eher, dass die Person gar nichts mitbringt, weil sie diesen Aufwand nicht betreiben möchte. Davon wiederum hätte am Ende auch keiner was, auch wenn dann zumindest alle gleichermaßen verzichten müssen, was wohl auch eine Form von Chancengleichheit wäre.
Daher mein Vorschlag, dass jeder und jede eigenverantwortlich entscheidet, ob er oder sie zugreift, und wenn jemand nicht möchte oder darf, ist das auch OK.
Ich gehöre zu denjenigen, die nichts mehr mitbringt. Und genau aus diesen Gründen, die du nennst. Es wurde mir zu aufwändig und empfinde diese Forderungen sehr undankbar.
Hab früher oft etwas mitgebracht, zu Festen im Jahreskreis, inkl. Ramadan, Geburtstagen, mal so zwischendurch. Mein letzter Versuch war, mit der Klasse etwas zu bestellen und es auszugeben. Aber auch da wurde gemeckert, weil es in dem italienisch-türkischen Restaurant keine Frühlingsrollen gab. Jetzt gibt es halt gar nix mehr.