Hoher Stundenlohn, minimaler Aufwand – wie realistisch ist das als Lehrer in Österreich?

  • Ich habe mal gegoogelt und angeblich gibt es relativ viele in der Nähe. U.A. mein Lieblingsrestaurant.

    Bei zölliakie reicht es nicht, dass die Speise glutenfrei ist. Sie darf auch nicht zusammen mit nicht-glutenfreien Lebensmitteln zubereitet werden. Solche Restaurants gibt’s nicht ganz so häufig.

  • Du bist aber nicht darauf angewiesen und hast entsprechend wenig Erfahrung, wie oft aus „Ich denke“ leider „ich weiß es jetzt besser“ wird.

    Da nutzt es auch nicht, wenn du den Kolleg:innen unterstellst, sie hätten nicht das besonders gute Restaurant ausgewählt, das ist keine Garantie.

    Wo habe ich das geschrieben? Ja, ich bin auch nicht darauf angewiesen. Aber ein Restaurant ist eine private freiwillige Sache. Und wenn ich z.B. in ein Restaurant gehen möchte, wo viel mit Erdnüssen gekocht wird, ist das einfach für mich Tabu. Das ist blöd für die betroffene Person aber letztlich ist es so. Aus meiner Sicht kann man nicht ein privates Restaurant zwingen, dass es alle Wünsche erfüllt. Jemand mit der falschen Körpergröße, darf vielleicht nicht Achterbahn fahren oder passt nicht in einen Supersportwagen. Ein anderer hat eine Chlorallergie und kann nicht ins örtliche Schwimmbad. Alles doof. Aber machbar. Natürlich ist es schrecklich, wenn ich nicht im Restaurant essen kann. Aber es ist kein muss. In der Schule ist es aber ein muss. Also müssen wir dort Rücksicht nehmen. Ich kann nicht sagen, dass ich nicht in die Schule gehen, wenn ich hochgradig allergisch bin und mein Sitznachbar jeden Morgen seine Erdnüsse mitbringen. Deswegen muss die Schule dort Vorgaben machen, damit alle gleichermaßen teilnehmen können.

  • Da muss die Allergikerin eben eigenverantwortlich und dankend (!) ablehnen. Sonst stirbt sie halt. Selber Schuld. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Mitschüler sich Gedanken machen muss, ob jemand in der Klasse eine Allergie hat.

    1. Ich habe es nur erklärt und keine Anweisungen gegeben.
    2. Doch, selbst ich als Lehrerin an einer weiterführenden Schule (!) würde schon aufpassen, wenn ein Kind in der Unterstufe eine Allergie hat. Und wie im Thread geschrieben wurde, bei starken Allergien kann auch eine Kreuzkontamination / Nähe auch gefährlich sein, so dass es durchaus sein kann, dass zum Beispiel Nüsse in einem Klassenraum gänzlich verboten sind.

    Ein anderer ist dann auch noch Moslem oder was? Nee, da bringt man Nuss-Sahne-Torte mit Gelatine mit, dann kann nur noch die halbe Klasse mitessen und für die gibt es dann sogar zwei Stücke.


    Ich bin ob der Radikalität und des Inhalts, den ich bei dir nicht erwartet hätte, ziemlich irritiert und frage mich, ob ich eine versteckte Ironie übersehen habe.
    Wie Mitschüler*innen in meinen Klassen handeln, kann ich nur schwer beeinflussen, aber ja, ich passe auf, was ICH mitbringe.
    Und weder bringe ich Süssigkeiten während des Ramadans, noch während der restlichen christlichen Fastenzeit, nachdem ich gefragt habe, ob in der Klasse einige auf Süsses verzichten. Bricht mir keinen Zacken und ich bringe nach den Osterferien was.
    Im Kollegium habe ich aufgepasst, es noch rechtzeitig vor dem Ramadan zu bringen, weil mindestens 3 KuK Muslime sind. Unter den Kolleg*innen im Büro war eine mit Unverträglichkeit auf ziemlich alles, womit ich mich ernähre oder backe. Mal habe ich extra Bonbons gekauft, mal habe ich einen zweiten Kuchen gebacken, usw.. es war die liebste Kollegin und es war mir das wert.
    Ich richte nicht mein Leben nach den Unverträglichkeiten von KuK, aber es tut auch nicht weh, Sachen aufzuschreiben oder zu gucken, ob es andere Rezepte gibt, die allen passen.
    Ich kann auch Leute zu mir einladen, die vegetarisch leben, und Fleisch servieren. "Fleisch einfach nur rausnehmen". Oder Schweinefleisch als Pute deklarieren. Oder so. Aber dann wäre ich ein Arsch.

  • Du kannst deine Meinung gerne praktizieren und durchsetzen. Das Risiko der Verurteilung bei einer Anzeige durch die Eltern ist SEHR hoch. Vermutlich erfolgt im Nachgang dann auch ein Verfahren wegen Dienstpflichtverletzung. Dein Bier. Aber stachle niemand dazu auf.
    Informiere dich einfach. Es gibt dazu einschlägige Urteile.

    Ich werde verklagt, weil dein Vergleich von Essen und Toilettengang hing? Wo ist das Urteil das Essen und Trinken im Unterricht genauso wie der Toilettengang zu behandeln ist?

    Zum Toilettengang: Ich habe geschrieben geschrieben, dass dein Absolutismus nicht gegeben ist. Stichwort Aufsichtsrechtverletzungen. Ich habe nicht geschrieben, dass man das grundsätzlich verbieten soll. Wir haben zum Beispiel Kinder mit Weglauftendenzen. Da muss immer jemand Erwachsenes mitgehen.

  • In der Schule ist es aber ein muss. Also müssen wir dort Rücksicht nehmen

    Dann hoffen wir, dass du da genug Verständnis und Sensibilität an den Tag legst, um es umfassend zu verstehen und Schüler:innen entsprechend zu begleiten.

    Danke, chilipaprika , ich denke, der Beitrag von Quittengelee war ironisch bzw. sarkastisch gemeint, aber nicht gekennzeichnet.

    Meine Erfahrung in der Schule ist weitestgehend gut, da nehmen sehr viele Menschen sehr viel Rücksicht und lernen dabei voneinander, wie es gehen kann, so wie Chili es auch beschreibt.
    Zwischendrin hat man leider doch wieder Vorfälle, wie z.B. Flips in der Brotdose. Da sollte das Kind einen schönen Tag haben, drei andere hatten das Nachsehen.

  • Danke, chilipaprika , ich denke, der Beitrag von Quittengelee war ironisch bzw. sarkastisch gemeint, aber nicht gekennzeichnet.

    Oh Danke.
    Ich mache einen Screenshot für den (zum Glück nicht relevanten) Arzt, der der Meinung ist, ich sei in der Lage, Witze zu machen und Lehrerin, Neurodivergenz sei bei mir ausgeschlossen :D

  • ja, zum Glück weiß ich es auch. Aber schlimm, wie viele Menschen so krasse feste Ideen haben.
    Zum Glück kein Amtsarzt, ich schließe aber nicht aus, dass es diese Position unter Amtsärzten auch mal gibt/gab. (Also umgekehrt: Neurodivergenz? dann kann man keine Lehrkraft werden. Auch hier von Lehrkräften zum Teil gelesen.. "abgeraten")

  • Wenn dem so wäre, würden dann die, die Lehrkraft werden, ihre Neurodivergenz verlieren?

    Wie soll das gehen? Man ändert auch nicht seine Schuhgröße durch eine Ausbildung.

  • Er sagt ganz offen, dass er Lehrer werden möchte, weil dieser Beruf den höchsten Stundenlohn bietet.

    Ich würde prüfen, ob ein Nachrichtensprecher nicht doch besser dasteht. :essen:

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!


  • Ich bin ob der Radikalität und des Inhalts, den ich bei dir nicht erwartet hätte, ziemlich irritiert und frage mich, ob ich eine versteckte Ironie übersehen habe.

    Nicht nur Ironie, mindestens Sarkasmus.

    Ich habe mich über Gymsharks Beiträge geärgert, der wiederum "verwirrt" von meinem Beitrag war. Ich dachte, so ist es vielleicht verständlicher.

    Ich habe immer Süßigkeiten ohne Gelatine im Schrank und SuS mit lebensbedrohlichen Allergien bekommen selbstverständlich ebenfalls besondere Kleinigkeiten zu Festen.

    Dass das nicht immer alle anderen Familien wissen oder in der Lage sind, das zu berücksichtigen, ist ebenfalls klar, deswegen sind die Lehrkräfte ja vorbereitet.

  • Danke, ich bin beruhigt. Nicht nur über den Punkt, sondern, weil ich dich ganz anders eingeschätzt hatte (eben wie jetzt dargestellt).

  • Dann hoffen wir, dass du da genug Verständnis und Sensibilität an den Tag legst, um es umfassend zu verstehen und Schüler:innen entsprechend zu begleiten.

    Was sollen diese persönliche Angriffe? Übrigens heißt, dass nicht, dass die Lehrkraft eine Auswahl von Süßigkeiten haben muss. Wenn sie es macht, ist es nett. Aber es heißt z.B. das man den Verzehr von Erdnüssen im Klassenraum verbietet, wenn ein Kind eine entsprechend schlimmer Allergie hat.

  • öliakie ist keine Unverträglichkeit. Deshalb gibt es da auch absolut kein Spektrum. Wer Zöliakie hat, verträgt kleinste Mengen nicht und Punkt, diese Mengen schaden dem Körper enorm. Es ist nicht gleichzusetzen mit einer Glutenunverträglichkeit (die gibt es auch) oder einer Laktoseunverträglichkeit. Bei denen zerstört der Körper sich nicht quasi selbst, wenn man etwas Falsches isst, um es einfach auszudrücken.

    als Betroffene mit einem 5 jährigen Kind mit ausnehmend deutlicher Zöliakie kann ich dir nur danken für deinen Beitrag, Kathie.
    Selbst Mehlstaubreste im Handrührgerät können für Betroffene mega gefährlich werden. Das kann man sich als Laie vll nicht vorstellen, ist aber tatsächlich so, und nein, das ist kein "sich anstellen", keine Befindlichkeit. Das ist eine Krankheit, die übrigens auch für einen GdB sorgt.

    pingo, ergo sum

  • So weit ich weiß, ist das schon seit mehreren Jahren Pflicht.

    Ich habe mal gegoogelt und angeblich gibt es relativ viele in der Nähe. U.A. mein Lieblingsrestaurant. Auch wenn ich jetzt Minuspunkte sammle, ich finde aber auch das ein Restaurant das nicht muss. Ich bin eher der Typ, der in (sehr) gute Restaurants geht und auch bereit ist dafür entsprechend zu zahlen. Für mich gehören solche Sachen dort zum guten Service. Es gibt aber auch den Griechen/Dönerladen etc. um die Ecke, der einfach Essen zum kleinen Preis anbietet. Letztlich muss jeder Restaurantbesitzer selbst sehen, was er anbieten möchte und was nicht. Es gibt vegetarische Restaurants. Da kann sich keiner beschweren, dass es kein Fleisch gibt. Oder wir haben ein Fischrestaurant, die tatsächlich nur Fisch anbieten.

    Was natürlich wichtig ist, dass zu mindestens die wichtigsten Allergene angegeben werden müssen und das das auch stimmen muss.

    Das mit der Allergenkennzeichnung funktioniert leider in Deutschland immer noch eher schlecht als recht. Letztes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt zum Beispiel... Glühwein kann auch Gluten enthalten, ich muss also auch da immer fragen. Es wäre eigentlich Pflicht, eine Allergenliste zu haben und auf Nachfrage zeigen zu können. Ich war bei drei verschiedenen Glühweinständen. KEINER hatte Infos über die Allergene. Ein Standbetreiber oder am Stand arbeitender Mensch meinte zu mir "Nein, wir haben keine Allergenliste, es ist aber alles Bio". Ja, Danke auch. Bringt mir halt nichts.

    Und es ist ja schön für dich, Tom, dass du in sehr gute Restaurants gehst und bereit bist, das zu zahlen, aber das macht das Leben für uns hier nicht leichter, also weiß ich grad nicht so genau, was diese Info soll. ;) Wenn jetzt der Vorschlag kommt, einfach keinen Glühwein zu trinken, dann weiß ich eins: Du kannst es nicht wirklich nachvollziehen.

    Wo es übrigens auch oft schwierig ist: in Krankenhäusern, in Schullandheimen, in Mittagsbetreuungen, in Kindergärten. Friesin hat Recht, Zöliakie gibt einen GdB. Und im Sinne der Teilhabe sollte es zumindest an den eben von mir genannten Orten klappen. Und es wäre schön, zumindest nicht belächelt zu werden, wenn man nachfragt, ob etwas glutenfrei ist. Auch das klappt in Deutschland eher schlecht als recht, andere Länder sind da viiieeel weiter. Im Urlaub bin ich oft sehr überrascht, wie groß das Wissen, die Akzeptanz und auch die glutenfreien Möglichkeiten sind.

    Ich glaube, mehr sage ich jetzt nicht dazu, ich wollte einfach nur ein bisschen zum Nachdenken anregen und Bewusstsein schaffen. Bei einigen ist mir das gelungen, bei anderen nicht, aber zumindest habe ich alles gesagt, was ich wollte.

  • Und es ist ja schön für dich, Tom, dass du in sehr gute Restaurants gehst und bereit bist, das zu zahlen, aber das macht das Leben für uns hier nicht leichter, also weiß ich grad nicht so genau, was diese Info soll. ;) Wenn jetzt der Vorschlag kommt, einfach keinen Glühwein zu trinken, dann weiß ich eins: Du kannst es nicht wirklich nachvollziehen.

    Das liegt daran, dass Du vielleicht meine Aussage nicht verstanden hast. Ich bin der Meinung, dass es in einem guten Restaurant zum guten Service gehört, dass man auf Allergien Rücksicht nimmt und eine Alternative parat hat. Ich erwarte, dass aber nicht unbedingt von irgendwelchen preiswerten Läden, die sowieso nur mit Convience arbeiten. Da gibt es halt keine Alternativen.
    Bestes Beispiel Weihnachtsmarkt: Da stehen oft irgendwelche (studentische) Hilfskräfte. Dann haben sie oft auch nur einen Glühwein. Wenn ich irgendwo ins Restaurant gehe, würde ich erwarten, dass man mir eine Alternative anbietet. Aber letztlich muss es jedes Restaurant selbst wissen. Von einer kleinen (Döner)bude würde ich nicht erwarten, dass es Alternativen gibt.

  • Ich bin der Meinung, dass es in einem guten Restaurant zum guten Service gehört, dass man auf Allergien Rücksicht nimmt und eine Alternative parat hat.

    Ja, ich bin auch der Meinung, dass es in einem guten Restaurant dazu gehören sollte.

    Tut es aber meist nicht. Sehr viele verstehen nicht, worum es geht, bedenken nicht, dass Zusatzstoffe dann nirgendwo enthalten sein dürfen, machen sich gar nicht die Mühe, es wirklich zu überdenken.

    Es kommt gar nicht dazu, dass Alternativen überlegt werden, selbst wenn man bei der Bestellung gezielt nachfragt oder die Allergene diktiert.

    Ost es Buffet, kann man drumherum essen und wählen.
    Besonders nervig finde ich, wenn keine Gerichte in der Karte stehen, sondern einzelne Zutaten (Avocado-Shrimps-Vanille), man aber gar nicht erkennen kann, was es werden soll und gar nicht abschätzen kann, ob dann doch noch Soßen, Croutons etc. den Verzehr verhindern.

    Dann kommt das Gericht und man geht leer aus … oder isst nach den anderen.

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