Und die expliziten und impliziten Regeln einer Schule, müssen die auch erst dann respektiert werden, wenn sie sich den Respekt verdient haben?
Verletzende Inhalte Abizeitung
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Aber Valerianus hat das denn auch einer in der Abizeitung so pauschal über dich geschrieben?
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a) man das was ich lehre im Leben nicht braucht
b) ich unfair bin
c) ich den Schüler nicht leiden kann
d) man einfach nix versteht bei mir
Ranking Ende, 2 Jahre Zusammenarbeit mit dir abgewickelt.
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Und dazu schrieb ich, was "zurecht" meint, kommt doch auf den Kontext an. Sich als Klasse bei einem Lehrer über den anderen zu beschweren halte ich jedenfalls selten für gerechtfertigt, es gibt Beschwerdewege und die sollten transparent sein und eingefordert werden. Wenn einzelne kommen und ein Problem haben, ist das ja kein lästern.
Selbstverständlich dürfen sich Schüler bei einem anderen Lehrkraft über Lehrkräfte beschweren. Es liegt dann an dieser Lehrkraft den Schülern den richtigen Weg aufzuzeigen. Dazu kann es gehören, dass man die Schüler auf den offiziellen Dienstweg verweist. Aber gerade als Klassenlehrkraft kann man auch mit den Schülern Möglichkeiten erarbeiten, wie man das Problem löst. Das geht auch ohne sich auf die Seite der Schüler zu stellen oder einen Kollegen zu diffamieren. Beispielsweise einfach: Habt ihr denn einmal mit XY darüber gesprochen? Im Zweifel ist es dann auch an der Lehrkraft eine Beschwerde an die SL weiterzuleiten. Im Zweifel ist meine Fürsorgepflicht gegenüber den Schülern wichtiger als die kollegiale Loyalität.
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"Herr Moebius ist unpünktlich und unfähig, er labert nur rum und sollte besser nicht als Lehrer arbeiten" würdest du als Kritik bezeichnen?
Wo ist das Problem? Wenn die Meinung einen wahren Kern hat, dran arbeiten. Wenn die Kritik einfach nur daher gesagt ist, um Luft abzulassen, was soll's. Ich verstehe nach wie vor nicht, was genau das Problem sein soll. Das sind Schüler, keine Kollegen. Da gelten andere Maßstäbe.
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Bis sich SchülerInnen wirklich nachhaltig und konsequent bei der Schulleitung beschweren, muss in der Tat einiges passiert sein. Ich habe das in dieser Form in 23 Jahren im Schuldienst noch nicht erlebt.
Die Erwachsenen Schüler bei uns machen das, das passiert manchmal. Das kommt alle paar Jahre. Aber ja davor muss schon einiges passieren
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Und die expliziten und impliziten Regeln einer Schule, müssen die auch erst dann respektiert werden, wenn sie sich den Respekt verdient haben?
Regeln sind keine Menschen.
Was sollen eigentlich die ganzen sachfremden Konstruktionen? Schüler sind weder Beamte im Interview noch sind Regeln Menschen.
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Ach naja, vielleicht stelle ich es mir auch dramatischer vor als es ist oder man legt die Abizeitung nach 20 Dienstjahren sowieso nur ungelesen beiseite. Kritik ist es für mich trotzdem nicht, die ist m.E. kriterienbezogen, sondern nachträgliches Abrechnen und schade ist es schon, wenn das Verhältnis offenbar so verkorkst ist.
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Und wie sieht es mit einem Recht auf Respekt aus?
Dieses Recht gibt es nicht.
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Ach naja, vielleicht stelle ich es mir auch dramatischer vor als es ist oder man legt die Abizeitung nach 20 Dienstjahren sowieso nur ungelesen beiseite. Kritik ist es für mich trotzdem nicht, die ist m.E. kriterienbezogen, sondern nachträgliches Abrechnen und schade ist es schon, wenn das Verhältnis offenbar so verkorkst ist.
So dramatisch ist das wirklich nicht. Es ist auch nicht zwangsläufig ein Indikator für ein generell verkorkstes Verhältnis.
Seit wann müssen kritische Meinungsäußerungen kriteriengeleitet sein? Für die Äußerung einer Meinung gibt es keine Regeln, das kann jeder individuell machen. Darüber, wie andere ihre Meinung äußern, hat man keine Kontrolle. Über seine eigene Reaktion und die Bedeutung, die man der Meinungsäußerung anderer zumisst, hingegen schon.
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Ach naja, vielleicht stelle ich es mir auch dramatischer vor als es ist oder man legt die Abizeitung nach 20 Dienstjahren sowieso nur ungelesen beiseite. Kritik ist es für mich trotzdem nicht, die ist m.E. kriterienbezogen, sondern nachträgliches Abrechnen und schade ist es schon, wenn das Verhältnis offenbar so verkorkst ist.
Ja, es ist schade, dass Kritik auf diesem Weg geäußert wird.
Ja, es wäre schöner, wenn man solche Dinge auf anderen Weg besprochen hätte.
(Allerdings liegt es auch an beiden Seiten eine solche Kultur in der Schule zu installieren)Aber: Es ist das Recht der Schüler sich zu äußern. Wenn sich ein Schüler im Unterricht hinstellt und sagt, dass er die AfD toll findet, ist das auch sein Recht. Ich muss das persönlich nicht gut finden.
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Dieses Recht gibt es nicht.
Auf diese Weise würde ich nicht leben wollen. JedeR hat ein Recht auf Respekt.
SuS bekommen von mir genau den Respekt, den sie mir entgegenbringen.
Natürlich bringt das die Diskussion bzgl. Abizeitung nicht unbedingt weiter. Sehe ich ein.
Da gilt für mich persönlich: Ich entscheide, wer mich ärgert.
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Auf diese Weise würde ich nicht leben wollen. JedeR hat ein Recht auf Respekt.
SuS bekommen von mir genau den Respekt, den sie mir entgegenbringen.
Das heißt, ein Schüler, der dir keinen Respekt entgegenbringt, kriegt auch von dir keinen Respekt? Merkst du selbst?
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Das heißt, ein Schüler, der dir keinen Respekt entgegenbringt, kriegt auch von dir keinen Respekt? Merkst du selbst?
Exakt das heißt es. Das hast Du gut erkannt. Meistens schmeiße ich die Person bei fortgeführter Unterrichtsstörung raus und/oder schicke sie in den Betrieb, wenn es sich um eineN BerufsschülerIn handelt. Beim nächsten Mal klappt es dann oft besser. Ist ja nicht mein Problem. Ich kann nur ein Lernangebot machen. Annehmen müssen sie es schon selbst. Respekt vor jedem Menschen ist bei uns in der Schulordnung und in den Klassenregeln festgeschrieben. Natürlich ist es jeder Person selbst überlassen, sich daran zu halten oder die Konsequenzen für Respektlosigkeit zu tragen.
Auch das hilft nicht beim ursprünglichen Thema. Tut mir leid.
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Man muss halt immer definieren, wovon man spricht, ob alle dasselbe meinen. Respekt ist ein großes Wort und mit Konsequenzen drückt man noch lange keine Respektlosigkeit aus, das kann wunderbar Hand in Hand gehen.
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Dieses Recht gibt es nicht.
Hast du keine Erwartungen an den Umgang von anderen mit dir? Auch nicht an das Verhalten deiner Kinder gegenüber dir, der Oma, der Lehrkraft oder dem Schaffner? "Recht" muss ja kein "Anrecht" im Sinne eines Paragraphen sein. Aber jeder, der erzieht, muss sich für irgend eine Art von Umgangsformen entscheiden.
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Ach naja, vielleicht stelle ich es mir auch dramatischer vor als es ist oder man legt die Abizeitung nach 20 Dienstjahren sowieso nur ungelesen beiseite. Kritik ist es für mich trotzdem nicht, die ist m.E. kriterienbezogen, sondern nachträgliches Abrechnen und schade ist es schon, wenn das Verhältnis offenbar so verkorkst ist.
Die Abizeitung wird bei uns erst nach den mündlichen Abiturprüfungen veröffentlicht, da dauert es noch maximal eine Woche bis sie entlassen werden. Es hilft einfach nicht, sich aufzuregen und noch großartig pädagogisch auf die Schüler einwirken zu wollen.
Man muss daher einfach für sich selbst abwägen, ob es sich noch lohnt gegen Respektlosigkeit vorzugehen. Wenn man strafrechtlich relevante Verleumdungen liest, ist das dann anders.
Als Schule kann man relativ einfach zumindest den Verkauf auf dem Schulgelände verbieten, wenn man sich einig ist, dass die Abizeitung als Ganzes nicht tragbar ist. Meist ist sie es als Ganzes aber doch.
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Und das entscheidest du? Jedem steht eine Meinungsäußerung zu, auch eine die dir nicht gefällt.
Ja. Denn dann bekommt derjenige auch meine Meinung, und die ist sogar begründet.
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Bis sich SchülerInnen wirklich nachhaltig und konsequent bei der Schulleitung beschweren, muss in der Tat einiges passiert sein. Ich habe das in dieser Form in 23 Jahren im Schuldienst noch nicht erlebt.
Ich erlebe das schon das ein oder andere Mal. Unsere SL hat den Draht zu den Schülern sehr gekürzt und kümmert sich auch direkt um das Anliegen.
Zum Thema: Am BK gibts ja sowas einfach nicht (Abi-Zeitung), deswegen ist es vielleicht auch leicht gesagt, aber:
Die SuS haben zT 8-9 Jahre hinter sich und wenn man an seine eigene Schulzeit zurückdenkt, war die auch manchmal nicht so toll. Ich hatte jedenfalls diverse Differenzen mit meinen Lehrern. Und habe eine gewisse Machtlosigkeit erlebt. Und an den eigenen Kindern hab ich auch gesehen, dass sich manche Dinge kaum geändert haben. Da ist es verständlich, dass am Ende der Schulzeit mal Dinge gesagt werden, die nicht ganz so nett sind. Da gibts echte Leidenswege bei den SuS.
Wäre ich die Betreffende: Ich würde überlegen, was da dran wäre, mein Verhalten ggf. anpassen oder auch sagen, geht nicht anders (ich bin zB ebenfalls oft unpünktlich, weil ich auf dem Weg zum Klassenzimmer 5 Mal angesprochen werden). Und wenn nichts dran ist: abhaken. Schüler sind weg. Die nächste Rutsche ist da.
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