Threema zur schnellen Kommunikation im Kollegium? Erfahrungen?

  • Alle anderen Informationen (die etwas mehr Zeit haben würden weiterhin über die Kanäle Mail und WU-Messenger laufen.

    Also habt ihr dann einen Kommunikationskanal mehr als jetzt.

    Threema wäre ausschließlich für kurzfristige / eilige / dringende Informationen:

    Wer entscheidet denn, was sooo wichtig und sooo dringend ist? Wer verschickt die Informationen? Es kann halt passieren, dass der Messenger nicht „clean“ bleibt und jemand unwichtiges Zeug postet, das sie für wichtig hält, z. B.:

    "Telefonanlage im Schulhaus ausgefallen; Sekretariat/SL telefonisch nicht erreichbar"

    Und dann? Ich merke doch, dass ich da nicht anrufen kann, wenn ich es versuche. Und überhaupt, wenn die Telefonanlage ausgefallen ist, könnt ihr keinen Notruf absetzen. Das wäre ein Problem. Aber nicht, dass die SL nicht erreichbar ist.

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

  • Grundsätzlich frage ich mich bei manchen Usern hier:

    Wenn ihr im Sportverein seid und dort ein Ehrenamt übernehmt (z.B. Vorstand, Trainer, ...), verlangt ihr dann auch für alles Dienstgeräte vom Verein? Nutzt ihr dann auch kein privates Gerät für die Kommunikation?

    Verlangt ihr auch Wasserflaschen vom Arbeitgeber, damit ihr an heißen Tagen genügend trinken könnt? Oder nehmt ihr auch mal eine private Flasche für dienstliche Zwecke mit in die Schule?

    Geht ihr für jeden Radiergummi ins Sekretariat und holt ihn euch dort ab?

    Verlangt ihr von eurem Arbeitgeber eine Internetleitung zu Hause, damit ihr auch zu Hause Mails abrufen könnt? Oder erlaubt ihr es, dass auch mal eine private Mail durch euch private Internetleitung übertragen wird?


    Ich bin absolut einverstanden, dass man nicht gezwungen wird, seine privaten Geräte für dienstliche Zwecke zu nutzen. Ich bin auch absolut einverstanden, dass man versuchen sollte "Privatleben" und "Schulleben" zu trennen.
    Aber manche übertreiben es doch ziemlich.

    Ich genieße es, dass wir in unserem Beruf X% Präsenzzeit haben (z.B. Unterricht oder sonstige Tätigkeiten) und Y% auf Vertrauensbasis im HomeOffice arbeiten dürfen (z.B. Korrekturen, U-Vorbereitungen, ...). Wie das Verhältnis der beiden Bereiche aussieht, entscheidet jeder selbst (bzw. hängt auch teilweise von den Möglichkeiten/Vorgaben vor Ort ab). Wir müssen keine Arbeitszeit erfassen, müssen nicht in den Ferien Stunden nacharbeiten, weil hier und da mal eine Stunde Entfall hatten. Alles auf Vertrauensbasis. Genau das gefällt mir an meinem Beruf.
    So viele in meinem Bekanntenkreis müssen exakt Stunden stempeln ... und wehe da sind mal 30 Minuten zu wenig.

  • Und dann? Ich merke doch, dass ich da nicht anrufen kann, wenn ich es versuche. Und überhaupt, wenn die Telefonanlage ausgefallen ist, könnt ihr keinen Notruf absetzen. Das wäre ein Problem. Aber nicht, dass die SL nicht erreichbar ist.

    Das geht bei uns leider nicht. Wir haben eine Schülerschaft, bei der die Schulleitung gelegentlich sehr dringend ins Klassenzimmer kommen muss. Die Anforderung der SL geht da via Telefon am schnellsten.

  • Wie machen es die Finanzbeamten? (rhetorische Frage)

    Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis. (B. Brecht)

    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

  • Wenn ihr im Sportverein seid und dort ein Ehrenamt übernehmt (z.B. Vorstand, Trainer, ...), verlangt ihr dann auch für alles Dienstgeräte vom Verein? Nutzt ihr dann auch kein privates Gerät für die Kommunikation?

    Verlangt ihr auch Wasserflaschen vom Arbeitgeber, damit ihr an heißen Tagen genügend trinken könnt? Oder nehmt ihr auch mal eine private Flasche für dienstliche Zwecke mit in die Schule?

    Unabhängig von meiner Ansicht zu diesem Thema: diese Vergleiche hinken.

    Arbeit und Freizeit sind ganz unterschiedliche Wirkungskreise. Im Verein bekomme ich gar kein Geld für meine Arbeit. Da bin ich absolut freiwillig und stelle meine Arbeitskraft gerne auch ohne konkrete Gegenleistung zur Verfügung. In der Schule tausche ich Lebenszeit und Arbeitskraft gegen Geld (auch, um mir leisten zu können, im Verein ohne Geld zu arbeiten). Erwerbsarbeit ist kein Ehrenamt.

    Wassertrinken ist kein dienstlicher Zweck. Wassertrinken ist notwendig um zu überleben, egal ob ich auf der Arbeit bin oder nicht.


    Was der Rest deines Posts mit der dienstlichen Nutzung des privaten Smartphones zu tun hat, verstehe ich allerdings nicht.

  • Wenn ihr im Sportverein seid und dort ein Ehrenamt übernehmt (z.B. Vorstand, Trainer, ...), verlangt ihr dann auch für alles Dienstgeräte vom Verein? Nutzt ihr dann auch kein privates Gerät für die Kommunikation?

    Verlangt ihr auch Wasserflaschen vom Arbeitgeber, damit ihr an heißen Tagen genügend trinken könnt? Oder nehmt ihr auch mal eine private Flasche für dienstliche Zwecke mit in die Schule?

    Geht ihr für jeden Radiergummi ins Sekretariat und holt ihn euch dort ab?

    Das Beispiel mit dem Sportverein ist nicht passend, denn das ist eine private Entscheidung. Bei Ehrenämtern, zu denen man verpflichtet wird, zum Beispiel als Schöffe, trägt natürlich jemand die Auslagen.

    Trinkwasser zur Verfügung zu stellen ist tatsächlich eine Hitzeschutzmaßnahme. Die Flasche ist aber auch etwas privates, da sehe ich auch gar keinen dienstlichen Zweck.

    Aber ja, ich gehe für jeden Rotstift ins Sekretariat. Ich benutze kein privates Schreibgerät. Wenn ich schreiben soll, dann wird mir das entweder zur Verfügung gestellt oder meine Auslagen ersetzt oder es wird nicht geschrieben. Ich habe in den letzten Wochen ohne Kopien gearbeitet, weil es eben keine Kopiermöglichkeit abseits von Klassenarbeiten, Informationsschreiben und Zeugnissen mehr gibt. Das fange ich auch nicht privat auf. Ist es scheiße, eine Kurzgeschichte über die Projektionsfläche lesen und analysieren zu lassen? Ja, aber so ist es eben gewollt. Habe ich Zeugnisse dieses Jahr in Rot unterschrieben, weil uns nur Rot-, Grün- und Braunstifte ausgegeben werden? Ja, auch. Das muss alles nicht sein, aber so wird es eben gemacht.

  • Wenn ihr im Sportverein seid und dort ein Ehrenamt übernehmt (z.B. Vorstand, Trainer, ...),

    Ja.

    verlangt ihr dann auch für alles Dienstgeräte vom Verein?

    Nein. Die meiste Kommunikation im Verein erfolgt persönlich. Die hauptamtlichen Beschäftigten im Verein (Betriebsleiterin der vereinseigenen Sportstätte, Bürokraft in der Geschäftsstelle) arbeiten selbstverständlich an dienstlichen Computern und telefonieren über Dienst-Handys. Nur, falls du einen Vergleich ziehen möchtest, der nicht hinkt.

    Verlangt ihr auch Wasserflaschen vom Arbeitgeber, damit ihr an heißen Tagen genügend trinken könnt?

    Tassen und Gläser stehen in der Teeküche.

    Oder nehmt ihr auch mal eine private Flasche für dienstliche Zwecke mit in die Schule?

    Ich glaube nicht, dass „trinken“ eine dienstliche Tätigkeit ist.

    Geht ihr für jeden Radiergummi ins Sekretariat und holt ihn euch dort ab?

    Ja.

    Verlangt ihr von eurem Arbeitgeber eine Internetleitung zu Hause, damit ihr auch zu Hause Mails abrufen könnt?

    Nein.

    Oder erlaubt ihr es, dass auch mal eine private Mail durch euch private Internetleitung übertragen wird?

    Meinst du „dienstliche Mail durch private Leitung"? Dann: Nein.

    HomeOffice

    Das brauchen wir, weil die Dienstherrin uns keine entsprechenden Arbeitsplätze einrichtet.

    Wir müssen keine Arbeitszeit erfassen,

    Haha. Die Länder wehren sich seit Jahren gegen die Arbeitszeiterfassung, weil sie wissen, was dabei 'rauskommt.

    müssen nicht in den Ferien Stunden nacharbeiten, weil hier und da mal eine Stunde Entfall hatten.

    Andersherum: wir haben nur in den Ferien die Möglichkeit Überstunden abzubauen.

    Alles auf Vertrauensbasis.

    Und das Vertrauen missbraucht die Dienstherrin gründlich.

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier (12. Juli 2026 14:45)

  • Threema wäre ausschließlich für kurzfristige / eilige / dringende Informationen:
    "Heute Sporthalle 2 gesperrt - Fenster geplatzt; Glasscherben überall"
    "Telefonanlage im Schulhaus ausgefallen; Sekretariat/SL telefonisch nicht erreichbar"
    "Schwertransporter kommt nicht durch Straße; bitte den roten Lamborghini und den gelben Porsche auf dem Lehrerparkplatz umparken".


    Alle anderen Informationen (die etwas mehr Zeit haben würden weiterhin über die Kanäle Mail und WU-Messenger laufen.

    Mir ist unklar, warum ihr den Messenger von WebUntis für diese Nachrichten (Sporthalle 2, Telefonanlage) für ungeeignet haltet.

    Wenn jemand umparken muss, gibt es bei uns dagegen immer Durchsagen über die Sprechanlage, weil (fast) alle Kollegen während des Unterrichts keine Textnachrichten mitbekommen, egal welcher Kanal.

    LG DFU

    Einmal editiert, zuletzt von DFU (12. Juli 2026 17:30)

  • Es wird ziemlich offensichtlich, dass die hypothetischen Anwendungsfälle, bei denen Trema, WhatsApp und co. unbedingt notwendig und im Vorteil gegenüber einer Email wären, ziemlich an den Haaren herbei gezogen sind.

  • SteffenW , du hast nach Erfahrungen gefragt, die hast du bekommen. Wenn ihr es probieren wollt: wieso macht ihr das nicht einfach? Es werden nie alle sagen, dass sie Messenger-Gruppen für das Nonplusultra halten, das muss dich doch nicht daran hindern, eine Gruppe zu eröffnen.

  • und im Vorteil gegenüber einer Email wären

    Bei Emails kannst du zwar auch auf einen Nachricht (eine Email) antworten, auch an alle.

    Aber wenn zwei Personen auf die gleiche Email an alle antworten, spaltet sich der Faden auf.

    Da ist ein Messenger (ob nun in Edupage oder Untis oder Threema) definitiv im Vorteil.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Dass sich der Faden aufspaltet und es dann zwei verschiedene Diskussionen zum gleichen Thema gibt? Hm.

    Okay, wenn sich dadurch auch das Thema in 2 unterschiedlich Unterthenen aufspaltet, magst du richtig liegen.

    Aber wie war das doch gleich mit den "An den Haaren herbeigezogenen Vorteilen". ;)

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Alternative? D. h. ihr nutzt dann Mail und den WebUntis Messenger nicht mehr? Oder in dem Sinn, dass alle drei Dienste zur Verfügung stehen und man sich jeweils überlegt, worüber man kommuniziert? Das hieße dann, dass man nur erreichbar ist, wenn man alle drei Kommunikationskanäle überwacht?

    Mails wurden bei uns nach Einführung vom Messenger von Edupage immer seltener und schulintern inzwischen überhaupt nicht mehr verwendet. Als ich neulich mal meine Dienstemailadresse benötigte, wusste ich sie nicht mehr. Warum sollte ich ein Mailprogramm verwenden, wenn ich nicht gerade mit dem RP kommunizieren?

    WebUntisMessenger haben wir nicht.

    Bei uns läuft wirklich alles über Edupage (Stundenplan, Kommunikation können mit dringend und Lesebestätigung ergänzt werden, Listen und Bemerkungen aller Art, VK, bei manchen auch Notenverwaltung, Pinnwand, ...). Wenn ich etwas nachlesen will, reicht ein Stichwort. Deshalb hat Threema u.a. keine Chance.

    Diese Zeitersparnis möchte ich nicht mehr missen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Es wird ziemlich offensichtlich, dass die hypothetischen Anwendungsfälle, bei denen Trema, WhatsApp und co. unbedingt notwendig und im Vorteil gegenüber einer Email wären, ziemlich an den Haaren herbei gezogen sind.

    Bei uns war es vor 7 Jahren offen, was verwendet wird. Dienstemailadressen hatten wir schon immer, wurden auch verwendet.

    Innerhalb eines Jahres verwendete niemand mehr schulintern Emails. Viel zu zeitaufwändig. Auch Telefonate mit Eltern zu. B. gibt es nicht mehr. Alles läuft über Edupage.

    Nur mit anderen Schulen und dem RP werden noch Mails getauscht, die allermeisten Kollegen schreiben also keine Mails mehr, ich auch seltener als einmal im Monat.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Warum sollte ich ein Mailprogramm verwenden, wenn ich nicht gerade mit dem RP kommunizieren?

    Bei uns läuft ein Großteil der Kommunikation weiterhin über Emails. Wir erhalten täglich Mails (verteilt über das Sekretariat und z. T. über die Schulleitung) mit Infos z. B. des Schulträgers, vom RLSB und dem MK, über Fortbildungsangebote etc pp. Zudem kommunizieren die KuK, die Klassenlehrkräfte in der Berufsschule sind, mit den Betrieben sehr häufig per Mail. Auch KuK und SL kommunizieren per Mail untereinander. Die Messenger von "Moodle" und "WebUntis" nutzen wir hingegen oft zur Kommunikation mit SuS.

    Innerhalb eines Jahres verwendete niemand mehr schulintern Emails. Viel zu zeitaufwändig.

    Ich sehe keinen Unterschied im Zeitaufwand, ob ich nun eine Mail schreibe oder eine Nachricht im "Moodle"- oder "WebUntis"-Messenger. Aufrufen/Öffnen muss ich doch alles - egal ob Mailprogramm, "WebUntis" oder "Moodle" - und das Tippen dauert eh immer gleich lange.

    Gerade wenn Nachrichten einen Anhang haben, finde ich die Darstellung im Mailprogramm viel übersichtlicher als in den o. g. Messengern.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Bei Emails kannst du zwar auch auf einen Nachricht (eine Email) antworten, auch an alle.

    Aber wenn zwei Personen auf die gleiche Email an alle antworten, spaltet sich der Faden auf.

    Da ist ein Messenger (ob nun in Edupage oder Untis oder Threema) definitiv im Vorteil.

    Wie meinst du das, dass sich "der Faden aufspaltet"? Wenn jemand eine Mail an verschiedene Personen schickt und eine dieser Personen schickt ihre Antwort an alle, ist das doch genau dasselbe, als wenn jemand in einem "Gruppenchat" allen Beteiligten antwortet!?

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Wie meinst du das, dass sich "der Faden aufspaltet"? Wenn jemand eine Mail an verschiedene Personen schickt und eine dieser Personen schickt ihre Antwort an alle, ist das doch genau dasselbe, als wenn jemand in einem "Gruppenchat" allen Beteiligten antwortet!?

    Das ist richtig, solange alle schön nacheinander "An alle" auf die Emails antworten.

    Aber wenn zwei Personen (B und C) auf die gleiche Email antworten, hat sich der Faden aufgespalten. Dann gibt es einen Email-Faden mit der Antwort von Person B und einen mit der Anwtort von Person C - und die beiden Fäden kommen nicht mehr zusammen.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Das ist richtig, solange alle schön nacheinander "An alle" auf die Emails antworten.

    Ok, das natürlich vorausgesetzt. Das klappt bei uns aber gut und wird i. d. R. von allen so praktiziert, es sei denn, die Antwort betrifft/interessiert tatsächlich nur den/die Absender*in.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Dass sich der Faden aufspaltet und es dann zwei verschiedene Diskussionen zum gleichen Thema gibt?

    Dass überhaupt angefangen wird, über Themen so zu diskutieren, weil das Medium das ermöglicht.

    Bei Dingen, über die das Kollegium digital informiert wird, erwarte ich, dass der Verantwortliche sich seine Mail vorher gut überlegt, vernünftig formuliert und es dann mit einem Informationsschreiben erledigt ist. Dass dann von verschiedenen Personen Antworten an den gesamten Empfängerkreis gehen und dann anschließend "diskutiert" wird, ob in mehreren Strängen oder in einer großen Quatschgruppe wäre für mich schon in einem 20Köpfigen Grundschulkollegium die Pest, an einem Gymnasium mit 100 Personen funktioniert so etwas einfach nicht.

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