• Gymshark

    Manche Kämpfe muss man nicht persönlich führen, da sind dann andere in ihrer Expertise gefragt. Zumindest bezüglich dieser Aussage. Über die kognitiven Fähigkeiten der Nachbarin fälle ich kein Urteil, steht mir ebenfalls nicht zu.

  • Weißt du, ich habe mehrfach dargelegt, was eine gesellschaftliche Erwartung ist, die sich von einem einklagbaren Anspruch unterscheidet. Ich mag mich nicht im Kreis drehen. Danke für dein Verständnis.

    Du verwechselst deine Anspruchshaltung mit gesellschaftlichen Erwartungen. Ganz offensichtlich sehen es ja sowohl die Eltern deiner Klassen als auch teilweise User hier im Forum anders als du. Wirklich niemand schuldet dir Dankbatkeit für deine Arbeit. Warum auch? Wenn du möchtest, dass dir Menschen dankbar sind, musst du das äußern. Dass du das nicht willst, zeigt eher, dass du selbst weißt, wie absurd diese Forderung ist. Aber so ist das. Manche Menschen haben eine merkwürdige Anspruchshaltung und missverstehen ihre Aufgaben.

  • Schmidt

    Früher hatte man auch eine falsche Vorstellung von der Form der Erde und da waren viele der gleichen Meinung. Das ist aber kein Garant dafür, dass etwas tatsächlich richtig ist. 😉

    Du lieferst auch keine neuen Gedanken, sondern wiederholst immer nur alte Aspekte, auf die ich längst eingegangen bin. Auch das wirkt wie ein funktionales Missverstehen auf mich. 😉

  • Das hast du falsch verstanden. Mir ist komplett egal, wann E-Mails bei mir eingehen. Und auch, ob Kollegen nachts arbeiten.

    Ich wäre aber dafür, dass unsere dienstlichen Mail- und Nachrichtenprogramme nachts geschriebene E-Mails automatisch erst morgens abschicken, damit bei den Eltern keine falsche Erwartung über unsere Erreichbarkeit geweckt wird.

    Das finde ich auch gut. Also zu mindestens als Option, sodass man selbst entscheiden kann, wenn die Mail rausgeht.
    Mir ging es um die Diskussion vorher, was man da rein interpretiert wenn Eltern nachts eine Mail schreiben (oder nicht). Ich würde mir da gar keine Gedanken machen.

  • Schmidt

    Früher hatte man auch eine falsche Vorstellung von der Form der Erde und da waren viele der gleichen Meinung. Das ist aber kein Garant dafür, dass etwas tatsächlich richtig ist. 😉

    Du lieferst auch keine neuen Gedanken, sondern wiederholst immer nur alte Aspekte, auf die ich längst eingegangen bin. Auch das wirkt wie ein funktionales Missverstehen auf mich. 😉

    Ok, du hältst deine Ansicht für die einzig richtige, willst das aber nicht kommunizieren und regst dich lieber über die doofen Eltern auf, die alles falsch machen. Ja gut, da bei dieser Arroganz wundert es mich um ehrlich zu sein nicht, dass sich bei dir niemand bedankt. Anstrengend, solche KuK

  • LadyBlondi1989

    Ich fasse zusammen: du kennst deine Schülerschaft und Elternschaft.

    ALLEN anderen zeigen sie Wertschätzung und Dankbarkeit.

    Nur dir nicht.

    Zum zweiten Mal in Folge.



    Dann würde ich sagen, dein Gefühl, besonders viel geleistet zu haben, dich besonders bemüht zu haben, ist genau das: ‚hat sich stets bemüht‘. Die Eltern haben keinen pädagogischen Motivationsauftrag und möglicherweise (!) gibt es nichts zu bedanken? Mal darüber nachgedacht, statt sich über die Undankbarkeit ausgerechnet DEINER Klasse zu beklagen?!

  • Unser Fokus liegt auf der Vermittlung fachlicher Kompetenzen. Wenn das erreicht ist, können wir immer noch darüber nachdenken, an welcher Stelle wir ggf. Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag unterstützen können.

    Das mag am Gymnasium so sein.

    An der Realschule hat sich der Fokus definitiv in Richtung Erziehung verschoben - und diesen Erziehungsauftrag muss ich wahrnehmen, sonst ist in manchen Klassen an den Bildungsauftrag gar nicht zu denken.

    Die erzieherischen Defizite sind mir erst nach Corona so richtig aufgefallen, Stichwort Niesetikette (um mal ein harmloses Beispiel zu nennen). Was ich da erlebt habe, fing bei "unangenehm" an und hörte erst bei "echt ekelhaft" auf. Ab dann sind mir auch die anderen Dinge aufgefallen, angefangen beim Umgangston untereinander, dem Verhalten KuK gegenüber, dem Auftreten ganz allgemein in der Gruppe.

    Seitdem beobachte ich eine Gleichgültigkeit der Schule gegenüber und vor allem eine unerträgliche Opfer-Täter-Umkehr. Du hast beim Wurf deiner halbleeren und deshalb schlingernden Cola-Flasche einen Mitschüler am Kopf getroffen? "Kann ich doch nichts dafür, dass der da so rumsteht!" Dein Deutsch-Heft ist seit Wochen voll? "Kann ich doch nichts dafür, dass meine Mutter nicht dran denkt!" Deine Mitschülerin weint, weil du ihr Wasser über den Rock gegossen hast? "Mein Gott, sooo kalt ist es nun auch wieder nicht!"

    Irgendwoher müssen es diese Kinder doch haben - und deshalb vermute ich ganz stark, dass sie es von den Eltern vorgelebt bekommen. Der andere ist immer schuld und der andere soll mich gefälligst in Ruhe lassen.

    Deshalb habe ich jetzt mit Interesse LadyBlondis Beobachtungen gelesen und kann ihr nur zustimmen. Auch ich kannte es so, dass man am Schuljahresende eine kleine Aufmerksamkeit bekommt. Das ist aber schon lange nicht mehr so. Die Schule und die KuK darin sind mittlerweile nicht mehr als fester Tagesordnungspunkt in den Köpfen verankert, bestenfalls noch als vormittägliches Ärgernis, dass es durchzustehen gilt. Deshalb überreißt man auch nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt und dass die meisten LuL eben nicht nur Dienst nach Vorschrift machen, sondern immer eine Prise mehr geben.

    Ich finde es eher mutig, hier offen darüber zu sprechen, dass man enttäuscht ist von diesem gedankenlosen Verhalten. :thumbup:

  • Förderschulen diagnostizieren, erziehen, unterrichten, beraten und fördern Kinder und Jugendliche, die der sonderpädagogischen Förderung bedürfen.


    Quelle: km bayern

  • Schmidt

    Früher hatte man auch eine falsche Vorstellung von der Form der Erde und da waren viele der gleichen Meinung. Das ist aber kein Garant dafür, dass etwas tatsächlich richtig ist. 😉

    Das ist ein ganz schlechtes Beispiel, weil es ja gerade um Wertvorstellungen geht, die keinen Anspruch auf Wahrheit und Überprüfbarkeit haben.

    Passend wäre hier folgende Analogie:

    Früher fanden es viele Menschen richtig, Kinder zum Aufessen zu zwingen. Sie waren 100% überzeugt davon, dass es gute Erziehung wäre und sie hätten überzeugend darlegen können, dass es gute Werte sind und dass man Kindern das vorleben muss.

    Oder aktueller: manche Moslems schütteln Frauen keine Hände. Finden sie respektvoll und lehren das Verhalten ihre Kinder Diese Männer können 100x sagen, dass sie es höflich finden, dadurch wird es aber nicht höflicher, es ist kein Wert an sich sondern Interpretation.

    Ich kann also auf Rundmails nie antworten und das normal finden und trotzdem dem Hausmeister was zu Weihnachten schenken oder beim Arzt bedanken oder bei einer Lehrkraft, deren besonderen Einsatz ich wahrnehme.

    Es gibt einfach kein "ist halt so" beim Thema Höflichkeit sondern nur ein "mir persönlich ist das wichtig, weil..."

  • LadyBlondi1989 : Die Vermittlung von Wertschätzung und Dankbarkeit ist in erster Linie die Aufgabe der Eltern, nicht unsere. Unser Fokus liegt auf der Vermittlung fachlicher Kompetenzen. Wenn das erreicht ist, können wir immer noch darüber nachdenken, an welcher Stelle wir ggf. Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag unterstützen können.

    Das ist falsch, denn die Schule hat einen Erziehungsauftrag.

    Es trifft aber wieder nicht den Kern der Debatte, der da wäre, was versteht "man" eigentlich unter Wertschätzung, wie vermittelt man sie und woran ist sie zu erkennen.

    Dankbarkeit ist noch schwieriger. Ganz schlimm: sei dankbar. "Gell, man ist dankbar für die kleinen Dinge im Leben" sagt der gesunde Mensch zum Krebskranken. Krieg ich wieder das große Brechen.

  • Gruenfink : Deine Beispiele kommen zwar an manchen Schulformen eher vor als an anderen, aber mir ist natürlich bewusst, dass sie im schulischen Alltag real stattfinden und dann auch irgendwie addressiert werden müssen. Das müssen sie aber auch in jedem anderen Setting, wo sich junge Menschen aufenthalten und daneben benehmen. Dass es zu solchem Fehlverhalten kommt, ist jedoch kein schulisches Versagen (Ein schulisches Versagen ist dann gegeben, wenn die Schüler (m/w/d) die Schule verlassen und nicht über die fachlichen Kompetenzen verfügen, die wir ihnen via (Abschluss-)Zeugnis bestätigen. - und das kommt leider zu oft vor!), sondern, wie du in meinen Augen korrekt vermutest, ein Versagen des Elternhauses. Das wiederum muss, nachdem die akute Situation (wie z.B. der Wurf mit der Colaflasche) im Klassensetting geklärt wurde, unbedingt Richtung Elternhaus/Erziehungsberechtiger weitergeleitet werden und wenn diese sich stur stellen und ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht wahrnehmen wollen, geht der Fall Richtung Jugendamt.

  • [...], um ihre elterlichen Pflichten nachlesen zu können. Sollte sie dies wiederum nicht einsehen wollen, dürfe sie dies doch gerne mit dem Jugendamt ausdiskutieren.

    Zitat

    [...], unbedingt Richtung Elternhaus/Erziehungsberechtiger weitergeleitet werden und wenn diese sich stur stellen und ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht wahrnehmen wollen, geht der Fall Richtung Jugendamt.

    Steht deine SL derartig hinter euch, dass sie auch nichts dagegen hat, das Jugendamt zu involvieren?

    Die Beispiele, die ich genannt habe, könnte man meinetwegen auch noch unter der Rubrik "pubertätsverblödet - wegen Umbau geschlossen" abheften, das ist halt unser täglich Brot. In diese Richtung geht ja auch Vandalismus in den Schultoiletten, sonstige Beschädigungen oder die ach so lustigen Raufereien während der Pause, bei denen es immer heißt "War doch nur Spaß!", wenn du als Pausenaufsicht dazukommst.

    Meine SL hatte aber aus irgendeinem Grund echte Berührungsängste mit dem Jugendamt, und Fälle von Verwahrlosung oder gar Kindswohlgefährdung wurden (sinngemäß) kommentiert mit den Worten: "Ach, lass mal, die können da auch nichts machen." Oder: "Die sind da schon dran, mehr können wir nicht tun."

    Deshalb bin ich jetzt aufmerksam geworden, weil du gleich 2x das Jugendamt erwähnst. Bei uns wäre es undenkbar, dass man das Jugendamt kontaktiert, bloß weil Eltern ihrer Erziehungsverpflichtung nicht nachkommen. :(

  • Ich bin froh, dass wir 2 Sozialarbeiter an der Schule haben, die quasi als Bindeglied zum Jugendamt arbeiten. Oftmals können sie im Vorfeld im Gespräch mit dem Kind oder aus ihrernErfahrung heraus Situationen genauer durchleuchten und besser einschätzen.

  • Du hast Recht, dass das weitere Vorgehen sehr von der Schulleitung abhängt. Es gibt leider einige Schulleitungen, die ihren Kopf in den Sand stecken, weil sie Angst haben, bei unbeliebten Entscheidungen auf Gegenwehr zu stoßen. Also ja, wenn die Schulleitung sich querstellt, besteht das Problem weiter - dem Kind kann nicht geholfen werden, wir sind als Lehrkräfte unzufrieden und die Eltern tun weiterhin alles, nur nicht das, wozu sie von Gesetzes wegen verpflichtet werden.

    Zum Vandalismus in den Schultoiletten: Hier kann nur interveniert werden, wenn die Täter (m/w/d) klar eingegrenzt werden können. Aber sollten die Täter (m/w/d) bekannt sein, dann nein, es ist nicht nur Spaß - es ist eine Sachbeschädigung und nur weil Täter (m/w/d) ggf. noch nicht strafmündig sind, macht es die Tat nicht weniger schlimm.

    Wenn Eltern wiederholt (!) ihrer Erziehungsverpflichtung nicht nachkommen, muss eine Konsequenz erfolgen und da Schule keine rechtliche Handhabe gegenüber Eltern hat, kann diese nur über das Jugendamt erfolgen. Und selbst da heißt es ja nicht direkt "Wir nehmen Ihnen die Kinder weg." - das ist der letzte Schritt, wenn Eltern jegliche Hilfsangebote seitens der Behörden verweigern und konkret eine Kindeswohlgefährdung besteht.

    Einmal editiert, zuletzt von Gymshark (19. Juli 2026 21:00)

  • Steht deine SL derartig hinter euch, dass sie auch nichts dagegen hat, das Jugendamt zu involvieren?

    Die Beispiele, die ich genannt habe, könnte man meinetwegen auch noch unter der Rubrik "pubertätsverblödet - wegen Umbau geschlossen" abheften, das ist halt unser täglich Brot. In diese Richtung geht ja auch Vandalismus in den Schultoiletten, sonstige Beschädigungen oder die ach so lustigen Raufereien während der Pause, bei denen es immer heißt "War doch nur Spaß!", wenn du als Pausenaufsicht dazukommst.

    Meine SL hatte aber aus irgendeinem Grund echte Berührungsängste mit dem Jugendamt, und Fälle von Verwahrlosung oder gar Kindswohlgefährdung wurden (sinngemäß) kommentiert mit den Worten: "Ach, lass mal, die können da auch nichts machen." Oder: "Die sind da schon dran, mehr können wir nicht tun."

    Deshalb bin ich jetzt aufmerksam geworden, weil du gleich 2x das Jugendamt erwähnst. Bei uns wäre es undenkbar, dass man das Jugendamt kontaktiert, bloß weil Eltern ihrer Erziehungsverpflichtung nicht nachkommen. :(

    An meinen Schulen wurde schon mehrfach das Jugendamt kontaktiert und eingeladen, beim 1. Mal anfangs mit Skepsis, aber im Laufe des Gesprächs wuchs das Vertrauen. Die Mitarbeiterin hörte ruhig zu, bevor sie sprach, sie riss nichts an sich, was einige befürchtet haben. Klar können die auch kein Paradies herzaubern, aber bereits die zusätzliche Expertenmeinung von außen war hilfreich. Und wir konnten teilweise das Problem in fachkundige Hände weiter geben.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich bin froh, dass wir 2 Sozialarbeiter an der Schule haben, die quasi als Bindeglied zum Jugendamt arbeiten. Oftmals können sie im Vorfeld im Gespräch mit dem Kind oder aus ihrernErfahrung heraus Situationen genauer durchleuchten und besser einschätzen.

    Die haben wir auch... und ich möchte bestimmt nichts Schlechtes über sie sagen... In Einzelfällen ist ihre Arbeit an unserer Schule sehr hilfreich, aber im regelmäßigen Dauerbetrieb haben wir schon öfter den Kopf geschüttelt.

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