• Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, den Plan aus Prinzip zurückzuhalten. Warum auch? Wenn sich jemand so verhält, wäre das doch mal ein Thema für eine Personalversammlung. Wenn das Ding fertig ist, sollte man es auch verteilen.

    Es gab angeblich Kollegen, die wie Nihilist sagten, sie wollen ihre Ferien genießen. Früher erhielten wir unsere Stundenpläne vor den Ferien.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • ist ja keine*r gezwungen, die Mail mit dem Stundenplan zu eröffnen (es sei denn, sie ist mit einem Bestätigungs-/Korrekturauftrag begleitet)

  • ist ja keine*r gezwungen, die Mail mit dem Stundenplan zu eröffnen (es sei denn, sie ist mit einem Bestätigungs-/Korrekturauftrag begleitet)

    Genau das habe ich auch gesagt.

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  • Ich hab weiter oben schon geschrieben, dass das bei uns sowohl vom Stundenplaner (der sitzt direkt neben mir im Büro, so ganz wenig bekommt man dabei mit) und von der Personalabteilung (Ersatzschule) gut läuft. Er schafft es jedes Jahr zuverlässig vor dem Sommerferien. Es ist möglich und es gab bisher nicht einen Fall wo der ganze Plan neu gemacht werden müsste, trotz Beschäftigungsverboten/Krankheit/etc.

    Bei uns sind aber auch schon in die UV die Fachschaftsvorsitzenden und der Lehrerrat eingebunden, um Fehler zu finden oder zu gucken wo noch geschoben werden sollte und die Fachschaften werden auch bei jedem Ausfall angesprochen, ob es Ideen gäbe wie man das lösen kann. Maximale Transparenz und wie gesagt: auch bei uns sind nachher Leute unzufrieden, du machst nie alle glücklich, aber ich sehe immer noch keinen Grund für späte Pläne, außer Probleme im Personalmanagement und Unwillen bei den Planenden. Jede Lehrerkonferenz bekommt die Leitungsebene, die sie sich selbst erzieht.

    Wie soll den eine Leko Planer dazu erziehen die Pläne asap zu veröffentlichen?

    Qui legere potest, plane praevalet

  • Ich kann der anekdotischen Evidenz von Valerianus meine eigene anekdotische Evidenz entgegenstellen. Und das nach nur zwei Jahren in der entsprechenden Position. Da kann man dann nüchtern feststellen, dass beides (und vermutlich noch mehr) vorkommt und die Gründe dafür in den unterschiedlichen Bedingungen vor Ort zu suchen (und zu finden) sind.

    Daraus sollten wir keine Deutungshoheit darüber, "wie es geht", ableiten.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Wie schaffen das eigentlich die 40 Millionen Arbeitnehmer*innen in diesem Land den Alltag zu überleben ohne das sie ihre Arbeitszeiten nach der erstmaligen Bekanntgabe für ein halbes Jahr fest haben?

    Weil sie oft ihren Urlaub selbst legen können, wenn sie einen privaten, für sie wichtigen Termin haben

    Du musst an jedem Unterrichtstag von 7:30 bis 17:15 in der Schule anwesend sein?

    Was fällt den in deiner Schule so kurzfristig um 16:30 Uhr noch an?

    Nein, man muss nicht anwesend sein, aber eben abrufbar in diesem Zeitraum. Wenn ich z.B. einen Termin für in zwei Wochen ausmache, dann aber eben doch zu einer Konferenz geladen wird, muss ich den Termin verschieben bzw kann ihn nicht wahrnehmen. Und dann erneut: als Lehrer kannst du dir dafür keinen Urlaub nehmen

  • Wie soll den eine Leko Planer dazu erziehen die Pläne asap zu veröffentlichen?

    §68 Absatz 3 Satz 1 SchulG NRW Beschlussvorlage zur Abstimmung:

    "Die Unterrichtsverteilung wird in der Regel x Wochen vor den Sommerferien den Fachschaftsvorsitzenden zur Kontrolle übersandt und dann innerhalb von 2 Wochen im Kollegium bekanntgegeben. Die Stundenpläne sind vor den Sommerferien fertig zu stellen und auszugeben."

    Dann kann der Stundenplaner jammern, dass es aber doch immer Änderungen geben kann (die darf es auch geben), aber erst einmal ist das einzuhalten. Das ist auch einer der wenigen Sätze wo nicht steht "auf Vorschlag des Schulleiters", d.h. das kann jede Lehrkraft problemlos zur Abstimmung bringen. Wie gesagt, jede Lehrerkonferenz bekommt die Leitungsebene die sie sich erzieht.

    P.S.: ich möchte nochmal sagen (wie Bolzbold auch schon schrieb): es kann Schulen geben, bei denen das anders läuft, bzw. nicht möglich ist, weil die Bedingungen unterschiedlich sind. Aber bisher ist die einzige Bedingung die ich finden kann eine unfähige Personalverwaltung (Krankheit/Schwangerschaft geschenkt, aber alles andere kann man vorab ordentlich planen).

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Ich glaube schon, dass die Rahmenbedingungen an Ersatzschulen da für die Stundenplanung etwas besser sind, da man mehr Stellschrauben selbst in der Hand hat.

    Hatte ja schon geschrieben, dass es da bei uns eigentlich auch immer gut läuft. Hier schauen auch, die Fachbereich vorher über die Stundenverteilungen und erst danach geht diese an alle. Und erst danach gibt es die erste Version des Stundenplans, dann darf man nochmal Anmerkungen bis zu einem bestimmten Datum schicken und dann gibt es die finale Version.

    Anmerkungen dürfen auch Wünsche sein, ob die dann realisiert werden können sieht man dann. Dinge wie, ich brauche am Mittwoch nach der 6. frei, weil ich da immer einen gesundheitlichen Termin habe, sind eigentlich im Vorfeld gemeldet und werden eigentlich immer berücksichtigt. Wenn das irgendwie nicht möglich ist, geht man vorher ins Gespräch und schaut nach Lösungen.

  • §68 Absatz 3 Satz 1 SchulG NRW Beschlussvorlage zur Abstimmung:

    "Die Unterrichtsverteilung wird in der Regel x Wochen vor den Sommerferien den Fachschaftsvorsitzenden zur Kontrolle übersandt und dann innerhalb von 2 Wochen im Kollegium bekanntgegeben. Die Stundenpläne sind vor den Sommerferien fertig zu stellen und auszugeben."

    Dann kann der Stundenplaner jammern, dass es aber doch immer Änderungen geben kann (die darf es auch geben), aber erst einmal ist das einzuhalten. Das ist auch einer der wenigen Sätze wo nicht steht "auf Vorschlag des Schulleiters", d.h. das kann jede Lehrkraft problemlos zur Abstimmung bringen. Wie gesagt, jede Lehrerkonferenz bekommt die Leitungsebene die sie sich erzieht.

    . P.S.: ich möchte nochmal sagen (wie Bolzbold auch schon schrieb): es kann Schulen geben, bei denen das anders läuft, bzw. nicht möglich ist, weil die Bedingungen unterschiedlich sind. Aber bisher ist die einzige Bedingung die ich finden kann eine unfähige Personalverwaltung (Krankheit/Schwangerschaft geschenkt, aber alles andere kann man vorab ordentlich planen).

    Einigen wir uns doch auf Folgendes, wenn sich gar nichts ändert, niemand kurzfristig mitteilt, dass sie schwanger ist, niemand seine Befristung auslaufen lässt und keiner krank wird, kann ich den Stundenplan auch schon 2 Wochen vor den Ferien fertig haben.

    Weil sie oft ihren Urlaub selbst legen können, wenn sie einen privaten, für sie wichtigen Termin haben

    Nein, man muss nicht anwesend sein, aber eben abrufbar in diesem Zeitraum. Wenn ich z.B. einen Termin für in zwei Wochen ausmache, dann aber eben doch zu einer Konferenz geladen wird, muss ich den Termin verschieben bzw kann ihn nicht wahrnehmen. Und dann erneut: als Lehrer kannst du dir dafür keinen Urlaub nehmen

    Geh mal heute Nachmittag an einen beliebigen Ort in deiner Gemeinde und beklage dein Leid als Lehrer*in aufgrund deiner festgelegten Ferien und der wenigen freien Nachmittage keine Arzttermine legen zu können.

    Ich würde mir ordentlich Material zum Malen von Protestplakaten einpacken. Die Anteilnahme, die du erfahren wirst, wird gewaltig sein. Wahrscheinlich werden Viele mit dir zu einem Protestmarsch zum Bildungsministerium aufbrechen wollen. Polier besser deine Wanderschuhe!

    Die wenigen, die milde lächelnd weiterziehen, ignorier einfach.

    Wenn ich z.B. einen Termin für in zwei Wochen ausmache, dann aber eben doch zu einer Konferenz geladen wird, muss ich den Termin verschieben bzw kann ihn nicht wahrnehmen. Und dann erneut: als Lehrer kannst du dir dafür keinen Urlaub nehmen

    Ich bin seit 17 Jahren im Schuldienst und brauch nichtmal eine ganze Hand um abzuzählen wie häufig das der Fall war.

    Qui legere potest, plane praevalet

  • Geh mal heute Nachmittag an einen beliebigen Ort in deiner Gemeinde und beklage dein Leid als Lehrer*in aufgrund deiner festgelegten Ferien und der wenigen freien Nachmittage keine Arzttermine legen zu können.

    Ich würde mir ordentlich Material zum Malen von Protestplakaten einpacken. Die Anteilnahme, die du erfahren wirst, wird gewaltig sein. Wahrscheinlich werden Viele mit dir zu einem Protestmarsch zum Bildungsministerium aufbrechen wollen. Polier besser deine Wanderschuhe!

    Die wenigen, die milde lächelnd weiterziehen, ignorier einfach.

    Stimmt, Lehrer haben morgens recht und mittags frei und zusätzlich 12 Wochen Ferien. Das weiß doch jeder Michel auf der Straße.

    Ich bin seit 17 Jahren im Schuldienst und brauch nichtmal eine ganze Hand um abzuzählen wie häufig das der Fall war.

    Ich bin seit 32 Jahren im Schuldienst und konnte weder zu Beerdigungen von meinem Vater (dank sehr weiter Wege hätte ich 3 Tage benötigt, ich erhielt nur 2, ich saß im Zug, als mein Vater beigesetzt wurde, war dann der Auslöser für den Wechsel zurück nach Baden-Württemberg) und von meinem Onkel, da erhielt ich keinen Tag (auch für Geschwister gibt es nicht frei, meine leben zum Glück) und musste bestimmt jeden 2. Arzttermin verschieben, manche mehrfach.

    Ganz extrem war die Lieferung einer Waschmaschine, Hermes bestand darauf werktags zwischen 7 und 11 Uhr zu kommen, ich konnte an 2 Tagen vor 9 Uhr und einmal ab 9.45 Uhr anbieten. Keine Chance, drei Wochen rief jeden Tag die Dame von Hermes an, um mir mitzuteilen, dass sie zwischen 7 und 11 Uhr kämen. Sie schlug vor, entweder Urlaub zu nehmen oder später anzufangen. Verstanden hat sie es drei Wochen lang nicht, dass dies nicht geht, es war immer dieselbe Dame. Wahrscheinlich war sie auch eine von den Michels auf der Straße, natürlich kann jeder frei nehmen, wenn er wirklich eine Waschmaschine benötigt. Ich hoffe, meine nächste geht Anfang der Ferien kaputt.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich bin seit 17 Jahren im Schuldienst und brauch nichtmal eine ganze Hand um abzuzählen wie häufig das der Fall war.

    Also bei uns war das alleine im letzten Schuljahr so, dass die Hand nicht ausreicht. Aber vielleicht habe ich auch einfach zu viele Termine und Kinder usw.

  • Geh mal heute Nachmittag an einen beliebigen Ort in deiner Gemeinde und beklage dein Leid als Lehrer*in aufgrund deiner festgelegten Ferien und der wenigen freien Nachmittage keine Arzttermine legen zu können.

    Ich würde mir ordentlich Material zum Malen von Protestplakaten einpacken. Die Anteilnahme, die du erfahren wirst, wird gewaltig sein. Wahrscheinlich werden Viele mit dir zu einem Protestmarsch zum Bildungsministerium aufbrechen wollen. Polier besser deine Wanderschuhe!

    Die wenigen, die milde lächelnd weiterziehen, ignorier einfach.

    Du vermischst hier absichtlich zwei verschiedene Bedingungen. Ja, die Anzahl der Ferientage ist höher als Urlaubstage der meisten AN. Warum das so ist und dass Ferien ungleich Urlaubstage sind, brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Das ist aber eben das, was die meisten Menschen außerhalb der Schulrealität kritisieren.

    Die mangelnde Flexibilität und deren Konsequenzen ist aber vielen gar nicht bewusst. Kris24 hat mitunter ein sehr trauriges Beispiel genannt. Ich konnte z.B. auch schon nicht bei der Beerdigung eines Freundes teilnehmen, was sehr frustrierend war.

    Ich konnte ebenfalls bereits keine Trauzeugin sein, weil ich mir den Tag nicht freinehmen durfte. Viel häufiger sind aber sicher Fälle, die auch von Kris24 angesprochen wurden: Liefertermine bzw. Anwesenheiten zu Hause, die dank mangelnder Flexibilität nicht einhaltbar sind. Ebenso würde ich mir z.B. gern am Geburtstag der Tochter frei nehmen, um die Party in Ruhe vorzubereiten. Für meinen Mann als "normaler" AN ist das kein Problem, deshalb übernimmt er sowas dann.

    Übrigens: Von "Leid beklagen" war meine Antwort weit entfernt. Ich mag es aber eben nicht, wenn unser Job so verklärt wird bzw. jegliche kritische Stimme als undankbares Gelaber abgetan wird.

  • Ich konnte ebenfalls bereits keine Trauzeugin sein, weil ich mir den Tag nicht freinehmen durfte. Viel häufiger sind aber sicher Fälle, die auch von Kris24 angesprochen wurden: Liefertermine bzw. Anwesenheiten zu Hause, die dank mangelnder Flexibilität nicht einhaltbar sind. Ebenso würde ich mir z.B. gern am Geburtstag der Tochter frei nehmen, um die Party in Ruhe vorzubereiten. Für meinen Mann als "normaler" AN ist das kein Problem, deshalb übernimmt er sowas dann.

    Also irgendwann wird es lächerlich.
    Als Trauzeuge wirst du oft freigestellt. Ansonsten werden solche Feiern in der Regel auch am Wochenende durchgeführt, wenn Du immer frei hast.

    Wie glaubt ihr denn, dass das in der freien Wirtschaft ist? Ich kann mir jederzeit freinehmen? Meine Eltern waren täglich von 7 bis 17 Uhr außer Haus. Arbeitszeit, Fahrtzeiten, Mittagspause. Da lobe ich mir meine 2-3 Tage, wo ich nachmittags zuhause bin.

    Zur Waschmaschine:
    a) Ich tausche das Gerät in den Ferien.
    b) Ich bitte Freunde / Nachbarn / Verwandte die Lieferung anzunehmen.
    c) Ich frage in der Schule, ob es eine Möglichkeit gibt, mich freizustellen.
    d) Ich bestelle einfach bei einer örtlichen Firma, die passende Lieferzeiten anbieten kann.
    e) Ich bezahle einen Studenten/Hilfskraft etc., um das Gerät anzunehmen.

    Und der Geburtstag der Tochter. Welche Probleme haben wohl Menschen, die in den Ferien arbeiten müssen und ihre Kinder betreut haben wollen? Ich kenne im Freundeskreis kaum Eltern, die den Geburtstag ihres Kindes oder den Vortag mal eben freimachen können. Vieles müssen ihren Urlaub auch langfristig einreichen. Und dann gibt es manchmal auch kein Urlaub, weil bereits 5 Leute weg sind. Außerdem 30 Tage Urlaub im Jahr sind auch nicht so viel, dass man mal eben für alles einen Tag Uraub nehmen kann. Letztlich stehen wir als Lehrkräfte da doch deutlich besser da.

  • Also bei dringenden persönlichen Anlässen - die genannten Anlässe wie Trauzeuge oder Beerdigung - müsste bei uns schon die Hütte lichterloh brennen, dass ich da "nein" bzw. im Nachhinein "nein" sage.

    Frage an die anderen Verantwortlichen: Warum würdet Ihr solche Anträge auf Sonderurlaub ablehnen? Denkbar wäre ja auch die Organisation einer kollegialen Vertretung (vorbehaltlich der sonstigen Vertretungssituation). Das muss an sich gehen, denn - und das meine ich jetzt nicht missbräuchlich! - der Kollege oder die Kollegin könnte ja auch aus anderen Gründen an dem Tag ausfallen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Stimmt, Lehrer haben morgens recht und mittags frei und zusätzlich 12 Wochen Ferien. Das weiß doch jeder Michel auf der Straße.

    Und kriegen dazu ein Schweinegeld !

  • Lieber Tom, lieber Bolzbold, ich habe immer nachgefragt. Die Beisetzng meines Vaters ohne mich, war dann der Ausschlag NRW zu verlassen. Mir wurde gesagt, dass ich höchstens 2 Tags frei erhalte und halt 1500 km hin und zurück mit dem Auto fahren soll. Dazu war ich nicht in der Lage. Zwei meiner Geschwister haben einfach Urlaub genommen, die 3. war noch im Mutterschutz.

    Und leider ging die Waschmaschine direkt nach den Pfingstferien kaputt, bis zu den Sommerferien waren es 8 Wochen, ich habe lokal bei einem kleinen Händler gekauft, für den halt Hermes günstiger ist, als ein eigener Lastwagen. Mir wurde gesagt, ich könne den Termin wählen. Stimmte halt nur für den Wochentag, nicht die Uhrzeit, nicht samstags. Und leider arbeiten meine Nachbarn auch und ich möchte die Wohnungstür auch nicht offen stehen lassen. MediaMarkt ist halt ein Stück weg, ob sie liefern oder auch Hermes weiß ich nicht, die Uni mit Studenten auch.

    Klar, wer das Problem nie hatte, kann es sich nicht vorstellen. Mir wurde durch die Beerdigung meines Vaters auch erst klar, wie sehr ich auf Kulanz angewiesen von. Es gab noch einige Beispiele mit Handwerkern, da zahle ich halt 50 Euro extra für extra Anfahrt, meine Nachbarn nehmen Urlaub für den kostenlosen Samneltermin. Das akzeptiere ich, habe ich Hermes auch angeboten, ging aber nicht.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

    2 Mal editiert, zuletzt von Kris24 (3. August 2026 10:57) aus folgendem Grund: Versehentlich im 1m Absatz unfertig abgeschickt.

  • 2 Tage bekommst du bezahlt frei beim Tod naher Angehöriger, du kannst auch mehr unbezahlte freie Tage beantragen, falls die Schulleitung das ablehnt: Arzt und Z63 oder F43.2, in dem Fall nimmt der Arzt dich dann zwei Wochen raus, herzlichen Glückwunsch an die Schulleitung die so dämlich ist.

    Trauzeuge sein würde bei uns auch durchgehen, da nervt man den Stundenplaner (nach Absprache mit der Schulleitung) und der blockt den Tag frei, dann arbeitet man das nach/gibt Aufgaben/das findet sich.

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  • Lieber Tom, lieber Bolzbold, ich habe immer nachgefragt. Die Beisetzng meines Vaters ohne mich, war dann der Ausschlag NRW zu verlassen. Mir wurde gesagt, dass ich höchstens 2 Tags frei erhalte und halt 1500 km hin und zurück mit dem Auto fahren soll. Dazu war ich nicht in der Lage.

    Formal gesehen war das sogar korrekt. Es gibt bei Tod eines Elternteils oder des eigenen Kindes nur zwei Tage Sonderurlaub. Gleichwohl hätte man sicherlich auch Mittel und Wege finden können, das anderweitig so zu regeln, dass diese Strecke nicht innerhalb von zwei Tagen zu fahren wäre. (Einmal vom Rheinland an den Bodensee und zurück mit einem Kleinstkind innerhalb von zwei Tagen fand ich auch knackig. Es war aber "nur" meine Großmutter und die Beerdigung war an einem Wochenende.)

    Im Ländle ist das tatsächlich dynamisch geregelt, d.h. es gibt keine festen Quoten aber eine Obergrenze an Sonderurlaub aus persönlichen Anlässen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Ich habe für meine Großmutter "großzügigerweise" einen Tag bekommen. Die Beisetzung war an einem Freitag (hat meine Mutter so organisiert und den Zeitraum ausgereizt, damit so viele wie möglich, auch ich, anreisen können). Ich bin an dem Donnerstag nach der Schule (Nachmittagsunterricht) gefahren, 8-9 Stunden später bei meinen Eltern angekommen, am nächsten Vormittag die Beerdigung und am Nachmittag wieder gefahren, weil am Samstag der Tag der offenen Schule war und ich unabkömmlich war (Ironie aus).
    Mein Mann hat übrigens den Donnerstag Nachmittag und den Freitag bekommen und musste nur die Stunden des Donnerstags irgendwann wieder ausgleichen.

    Ein paar Wochen später starb die Mutter meiner besten Freundin und ich konnte mir nicht frei nehmen ("nee, ein zweites Mal, das geht nicht") und ich bin bis heute sehr verärgert. Man geht auf Beerdigungen für die Überlebenden und wenn ich hätte wählen müssen, wäre ich für meine Freundin statt für meine Mutter da gewesen (don't judge, wenn ihr nicht das ganze Bild kennt).
    Ich frage mich allerdings, was gewesen wäre, wenn ich noch einen weiteren Großelternteil oder Familienmitglied verloren hätte.

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