Private KV zum Höchstsatz oder in der Gesetzlichen KV bleiben?

  • Das ist in Baden-Württemberg aber nicht anders, gerade bei der online Terminvergabe gibt man die Vericherungsart mit als erstes an.

    Baden-Württemberg ist groß, online buchen wurde mir noch nie angeboten. Bisher habe ich entweder angerufen oder bin hingegangen.

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  • Baden-Württemberg ist groß, online buchen wurde mir noch nie angeboten. Bisher habe ich entweder angerufen oder bin hingegangen.

    Okay, das mag natürlich sein, aber deine Erfahrungen sind eben auch speziell für bestimmte Praxen und nicht für ein ganzes Bundesland.

    Oder ist eure gesamte Region frei von Privatsprechstunden/ -praxen?

  • Okay, das mag natürlich sein, aber deine Erfahrungen sind eben auch speziell für bestimmte Praxen und nicht für ein ganzes Bundesland.

    Oder ist eure gesamte Region frei von Privatsprechstunden/ -praxen?

    In meiner Stadt kenne ich tatsächlich keine, in meiner Region kenne ich auch keine, aber ich kenne natürlich nicht alle Ärzte.

    Ich habe nie für das ganze Bundesland geschrieben, da gibt es natürlich einige Regionen mit reichen Menschen.

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  • Vermutlich, weil es Corona nur in Mehrfach-Dosen gibt und die Abrechnung dann mit den Privatpatienten schwierig ist.

    Den Grippeimpfstoff muss ich auch selber kaufen und mitbringen. Das ist mit einer Sechsfachdosis Corona nicht möglich .

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  • Ich glaube, einerseits ist es Zufall (wo ruft man beim ersten Mal und bleibt stehen oder sucht lange?), hat mit der Stadt zu tun (ich wohne auch in einer Arbeiterstadt) und wie man selbst so drauf ist. Abgesehen davon, dass ich vor ca. einem Jahr hier im Forum erfahren habe, dass ich Privatärzte besuchen darf, habe ich weder in meinem Umfeld Leute, die mir genau sowas (schnellere Termine bei einigen Ärzten / Privatärzte) empfehlen, noch frage ich sowas. Es gehört zu den Privilegien, die ich oft vergesse und nie aktiv gesucht habe.
    Bei jedem Umzug habe ich einfach so gefragt ... und erst seit meinem letzten Umzug bin ich privat versichert.

  • Den Grippeimpfstoff muss ich auch selber kaufen und mitbringen. Das ist mit einer Sechsfachdosis Corona nicht möglich .

    Ich hol mir die Grippeimpfung nur noch in den Apotheken. Das läuft reibungslos und es ist weniger hektisch als in den Arztpraxen.

  • Ich hol mir die Grippeimpfung nur noch in den Apotheken. Das läuft reibungslos und es ist weniger hektisch als in den Arztpraxen.

    Das hatte ich auch vor, aber die nächste impfende Apotheke ist 30 km weg wie ich gerade feststellen musste.

    (Deshalb gab es wohl vor 2 Jahren nirgends hier Impfstoff, ich wollte schon den Termin absagen, dann half die Sprechstundenhilfe und wurde in der Nachbarstadt gut 10 km entfernt fündig.)

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  • Das hatte ich auch vor, aber die nächste impfende Apotheke ist 30 km weg wie ich gerade feststellen musste.

    (Deshalb gab es wohl vor 2 Jahren nirgends hier Impfstoff, ich wollte schon den Termin absagen, dann half die Sprechstundenhilfe und wurde in der Nachbarstadt gut 10 km entfernt fündig.)

    Ist ja irgendwie eine interessante Gegend, in der Du lebst. Ist das denn regional so unterschiedlich? Lässt sich da keiner Grippe impfen? Ist das eher städtisch? Oder ländlich? Wir sind hier auch eher ländlich, aber die meisten Ärzte haben ein Online-Buchungs-Tool und machen Unterschiede bei Privatpatienten. Und warum findest Du keinen Hausarzt? Lass Dich auf eine Warteliste setzen und nach einem Jahr bist Du doch drin. Lässt Du nie einen Check-Up machen oder so?

    Ist wirkliches Interesse.

    Aber vielleicht bewerten wir auch Entfernungen anders. Ich fahre oft 10 km zur Apotheke. Und auch 20 bzw. 30km zum Arzt. Finde ich nicht ungewöhnlich, da die Facharzt-Auswahl zB hier echt dürftig ist.

  • Ist ja irgendwie eine interessante Gegend, in der Du lebst. Ist das denn regional so unterschiedlich? Lässt sich da keiner Grippe impfen? Ist das eher städtisch? Oder ländlich? Wir sind hier auch eher ländlich, aber die meisten Ärzte haben ein Online-Buchungs-Tool und machen Unterschiede bei Privatpatienten. Und warum findest Du keinen Hausarzt? Lass Dich auf eine Warteliste setzen und nach einem Jahr bist Du doch drin. Lässt Du nie einen Check-Up machen oder so?

    Ist wirkliches Interesse.

    Aber vielleicht bewerten wir auch Entfernungen anders. Ich fahre oft 10 km zur Apotheke. Und auch 20 bzw. 30km zum Arzt. Finde ich nicht ungewöhnlich, da die Facharzt-Auswahl zB hier echt dürftig ist.

    Ich wohne mitten in einer Kleinstadt, einige Apotheken, wenig Reiche, Hausärzte erhalten Impfstoff von den gesetzlichen Kassen nur für gesetzlich Versicherte. Damals kam der Impfstoff z. B. von der AOK, er darf aber an alle gesetzlich Versicherten verimpft werden, wie mir erklärt wurde, aber nur an diese. Die hiesigen Apotheken haben also nur wenig Impfstoff parat und der war damals bereits verkauft.

    Insgesamt gibt es viel zu wenig Ärzte hier, wie geschrieben, im Krankheitsfall bekam ich sofort einen Termin, Vorsorge hatte ich außer Hautarzt und Zahnarzt noch nie. Da ich bisher gesund war, habe ich es akzeptiert, dass keine neuen Patienten angenommen werden. Eine neues Ärztin bei der ich mich gleich am 1. Tag gemeldet habe, hat z. B. 2 Praxen von Ärzten übernommen, die aus Altersgründen aufgehört haben. Sie hat von beiden Ärzten nur die dringenden Fälle übernommen und war ausgelastet. Warteliste gibt es nicht.

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  • Uff, krass, was du beschreibst! Wie sich Lebenssituationen unterscheiden... Ich habe das Glück (und das empfinde ich genau so), dass Hausärztin, Hautarzt, Kinderarzt, Urologe, Zahnarzt, Kardiologe und zwei Krankenhäuser in einem 3km-Radius sind. Eine Teilmenge von diesen ist sogar in ca. 5 Minuten mit dem Rad zu erreichen (die fett markierten). In dem Radius befindet sich auch der Wohnort des (befreundeten) Orthopäden, nur seine Praxis ist tatsächlich 6km entfernt. Das alles ist Luxus und Glück.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • Ich wohne mitten in einer Kleinstadt, einige Apotheken, wenig Reiche, Hausärzte erhalten Impfstoff von den gesetzlichen Kassen nur für gesetzlich Versicherte. Damals kam der Impfstoff z. B. von der AOK, er darf aber an alle gesetzlich Versicherten verimpft werden, wie mir erklärt wurde, aber nur an diese. Die hiesigen Apotheken haben also nur wenig Impfstoff parat und der war damals bereits verkauft.

    Insgesamt gibt es viel zu wenig Ärzte hier, wie geschrieben, im Krankheitsfall bekam ich sofort einen Termin, Vorsorge hatte ich außer Hautarzt und Zahnarzt noch nie. Da ich bisher gesund war, habe ich es akzeptiert, dass keine neuen Patienten angenommen werden. Eine neues Ärztin bei der ich mich gleich am 1. Tag gemeldet habe, hat z. B. 2 Praxen von Ärzten übernommen, die aus Altersgründen aufgehört haben. Sie hat von beiden Ärzten nur die dringenden Fälle übernommen und war ausgelastet. Warteliste gibt es nicht.

    Privat Versicherte müssen den Impfstoff in der Apotheke kaufen, das ist normal. Die Apotheke liefert in die Praxis und man geht hinterher oder vorher rüber mit seinem Rezept und löst das ein oder holt den Impfstoff vorher ab und lagert ihn im eigenen Kühlschrank.

    Und was für eine Vorsorge außer Zahnarzt und Hausarzt soll man sonst machen? Gynäkologie fiele mir noch ein.

    Also mich würde es echt wundern, wenn es einer hohen Millionärsdichte bedürfte für "Privatsprechstunden" (Als Begriff, ist ja auch nicht so, dass man dann jedes Mal ein Glas Champagner gereicht bekommt...)

    Aber vielleicht liegt's an der Größe der Ortschaft, wenn der Umgang mit Privatpatient*innen so ungewohnt ist.

  • Vorsorgeuntersuchungen bieten viele, wenn du sie fragst: Augenarzt (z.B. Augeninnendruck), Hautarzt, Zahnarzt, Hausarzt, Gynäkologe/Urologe, Hals-Nasen-Ohrenarzt (Hörtests im Alter) usw.

    LG DFU

  • Privat Versicherte müssen den Impfstoff in der Apotheke kaufen, das ist normal. Die Apotheke liefert in die Praxis und man geht hinterher oder vorher rüber mit seinem Rezept und löst das ein oder holt den Impfstoff vorher ab und lagert ihn im eigenen Kühlschrank.

    Und was für eine Vorsorge außer Zahnarzt und Hausarzt soll man sonst machen? Gynäkologie fiele mir noch ein.

    Also mich würde es echt wundern, wenn es einer hohen Millionärsdichte bedürfte für "Privatsprechstunden" (Als Begriff, ist ja auch nicht so, dass man dann jedes Mal ein Glas Champagner gereicht bekommt...)

    Aber vielleicht liegt's an der Größe der Ortschaft, wenn der Umgang mit Privatpatient*innen so ungewohnt ist.

    Ja, ich weiß, dass ich Impfstoff kaufe und in meinen Kühlschrank lege. Nur wenn alle 4 aufgesuchten Apotheken keinen haben...

    Wie geschrieben ich hatte noch nie eine Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt, weil ich eben keinen habe, ich schrieb Hautarzt, weil ich bereits 3x Basaliome hatte. Das ist der einzige Arzt, der mich regelmäßig sieht.

    Spezielle Stunden hatte ein Hausarzt für AOK-Versicherte Mittwochnachmittag, sonst weiß ich von keinen, wurde mir auch in insgesamt 27 Jahren Privatversicherung nie angeboten.

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  • Bei der langen Nacht des Inpfens am 12. November kann man sich gegebenenfalls niedrigschwellig impfen lassen.

    Viele private Versicherungen bieten zudem einen Vermittlungsservice an und suchen in deiner Umgebung nach einem Arzt für dich. Beispiel dafür:

    https://www.sdk.de/versicherungen…ndheitsberatung

    Kris24: bietet das deine Versicherung vielleicht auch an?

  • Bei der langen Nacht des Inpfens am 12. November kann man sich gegebenenfalls niedrigschwellig impfen lassen.

    Viele private Versicherungen bieten zudem einen Vermittlungsservice an und suchen in deiner Umgebung nach einem Arzt für dich. Beispiel dafür:

    https://www.sdk.de/versicherungen…ndheitsberatung

    Kris24: bietet das deine Versicherung vielleicht auch an?

    Danke, gerade ausprobiert und ja, es gibt eine Seite. Nur, obwohl ich Hausarzt eingetragen habe, wurden mir 5 Augenärzte, 4 Zahnärzte und ein Urologe angeboten, aber kein Hausarzt.

    Mit meinem Zahnarzt bin ich zufrieden, Augenarzt sollte ich vielleicht mal aufsuchen, aber Hausarzt suche ich am dringendsten.

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  • Ja, ich weiß, dass ich Impfstoff kaufe und in meinen Kühlschrank lege. Nur wenn alle 4 aufgesuchten Apotheken keinen haben...

    Wie geschrieben ich hatte noch nie eine Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt, weil ich eben keinen habe, ich schrieb Hautarzt, weil ich bereits 3x Basaliome hatte. Das ist der einzige Arzt, der mich regelmäßig sieht.

    Ich hatte mich vertippt, ich meinte Hautarzt. Es klang so, als ob alle Patient*innen der AOK ständig Vorsorge in allen Fachrichtungen wahrnähmen. Das wunderte mich, weil mir außer Hautarzt und Zahnarzt auch niemand einfiele, wo man regelmäßig beschwerdefrei auftaucht...

    Dass man in der Apotheke keinen Impfstoff bestellen kann, kenne ich auch nicht, verrückt.

    (Ich liebäugele ja manches Mal mit der Mecklenburgischen Seenplatte, aber die Ärzteversorgung auf dem Land scheint mir ein großer Punkt dagegen zu sein...)

  • Sehr schwierig. Mit der Privaten kann man sich ganz schön rumzanken, wenn die sich weigern, etwas zu erstatten. Dann geht das hin und her und dauert manchmal ewig. Wenn man chronisch krank oder schon sehr alt ist, kann das sehr belastend sein. Da kenne ich üble Geschichten.

    Das mit den längeren Wartezeiten versucht der Gesetzgeber ja gerade zu ändern. Man weiß es nicht. Und es hängt ja offenbar auch von den einzelnen Arztpraxen ab.

    Von Preissteigerungen sind sowohl gesetzliche als auch private Versicherungen betroffen. Irgendwie ist das auch kein Argument für irgendwas.

    Ich weiß nicht, warum ich als privatversicherte Angestellte manchmal gefragt werde, ob ich Beihilfe beziehe. Bei einigen Ärzten sehe ich Dollarzeichen in den Augen. Bei anderen wird einfach kein Unterschied gemacht. Interessant ist jedenfalls, besonders bei Zahnärzten, wie unterschiedlich die Rechnungen ausfallen. Meine Zahnärztin ist billig. Andere sind teuer, auch für einfache Vorsorge. Ich habe deshalb auch andere Ärzte schon öfter gewechselt. Orthopäden, die gerne operieren, andere, die sagen: Das entscheiden Ihre Beschwerden, nicht das MRT.

    Ich glaube, jedes "mach es so" wäre fahrlässig. Ich weiß einfach nicht, welche Entscheidung für mich die richtige gewesen wäre. Jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Das ist ja ohnehin ein zweifelhaftes Modell mit der "Zweiklassenmedizin" - ebenso wie die "Zweiklassenlehrer", das kann man ja hier oft genug nachlesen (nur eben so: "Ohne Verbeamtung wäre ich nicht Lehrer geworden" - wie sich das für angestellte Lehrkräfte anfühlt, wird gar nicht erst erwogen).

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