Palim: Aber letztlich ist es genau so richtig. Ich würde mir auch nicht zutrauen nach 72h Dauereinsatz noch die Verantwortung für fremde Kinder zu übernehmen.
Wir sind auch schon mehrere Jahre unter 100%. Wir fahren trotzdem. Meine letzte Klassenfahrt war: 2 Klassenlehrkräfte, 1 Fachlehrkraft, 1 Schulhelferin, 2 ehemaliger Bufdi.
Das ganze lässt sich schulisch auch relativ gut umsetzen. Es fehlen zwei Klassen und die meisten Lehrkräfte haben keine Vollzeit. Entsprechend fehlte der Schule nur eine halbe Lehrkraft. Das wurde halt vertreten. Muss auch klappen, wenn mal eine Lehrkraft krank ist.
Schulhelferin ist extra und wird entsprechend auch über das Amt bezahlt. Darf aber offiziell auch nur 8h pro Tag arbeiten. Naja.
Unsere ehemaligen Bufdis kommen immer gerne mit zur Klassenfahrt. Teilweise kennen sie die Klassen schon aus ihrem Freiwilligendienst. Die kommen da gerne mit. Vorteil: Sie sind nicht im Landesdienst. Wenn die Eltern einverstanden sind, (was sie immer sind) dürfen die Freiplätze für ihre Finanzierung genutzt werden. Ansonsten hätten wir auch ein Finanzierungsproblem. Am Ende waren 6 Erwachsene für 2 Klassen. Wir sind auch eine relativ normale Schule. Wie haben normale Kinder aber sicherlich auch je nach Jahrgang 20-80% bildungsferne Familien.
Früher hatten wir statt den Bufdis oft eine vierte Lehrkraft mit. Oder andere Leute. Ich hatte schon eine Mutter mit, die wir aber vorher schon kannten, da sie beruflich auch an Schulen zu tun hat. Wir hatten unsere Sozialpädag:in mit. Wir hatten die Förderschullehrkraft mit. Und auch schon andere, die Lust haben. Die Tochter/Sohn des Kollegen, der gerade studiert usw.. Letztlich haben wir immer eine Lösung gefunden und notfalls ist eine PM mitgefahren. Weniger als 2 Personen pro Klasse plus Schulhelfer habe ich noch nie erlebt. Ich denke, dass es fast immer eine Lösung gibt. Frage ist halt auch was man will. Am Ende ist konsequent zu sagen ich fahre nicht, weil die Rahmenbedingungen nicht passen.