Frage an AZ-Tracker: Was pflegt ihr bei Klassenfahrten ein?

  • Dass wir eigentlich eine Versorgung von 105% bräuchten, sehe ich auch so. Aber Palim schrieb davon, dass keine Klassenfahrten stattfinden können, weil der reguläre kaum erteilt werden können, Kollegen zwei Klassen übernehmen müssen und die Schule mehr oder minder kurz vor dem Zusammenbruch steht. Das ist keineswegs der Normalfall.

    Beispielsweise bei uns. Jetzt gab es gerade aktuell für viele Schulen zusätzliche Stunden vom Land (die nicht in der Statistik erfasst wurden) also das Beispiel vorher:

    Wir waren irgendwo zwischen 96-98%. Also noch unter dem Landesdurchschnitt. In Stunden fehlten uns 6 oder 7 Stunden.
    Wir bekommen Zusatzbedarfe für 4 Sachen, an denen wir teilnehmen. Wenn wir diese Stunden nicht haben, finden die einfach nicht statt. Beispielsweise gibt es Stunden für zusätzliche Angebote im Bereich Plattdeutsch. Wenn wir dafür keine Stunden haben, gibt es diese halt einfach nicht. Oder im Bereich Begabungsförderung. Wenn wir 3 h statt 7 h nehmen, gibt es nur 1-2 Zusatzangebote. Andere Schulen haben gar keine. Oder Sportförderunterricht. Wenn die Sportlehrkraft mal eine Zusatzausbildung gemacht hat, bekommt man Stunden für einen zusätzlichen Sportförderunterricht. Wenn nicht genug Stunden da sind, gibt es den halt nicht.
    Die meisten Stunden stecken im DaZ und im Ganztag. Dann gibt es halt statt 15 Stunden DaZ nur 13. Natürlich ist beides zu wenig.
    Offiziell soll zuerst am Ganztag gekürzt werden. Eine normale Schule hat so 20-30 Stunden im Ganztag. Wenn ich jetzt zu wenig Lehrerstunden habe, machen die Lehrkräfte weniger Angebote und wir geben entweder mehr an die Pädagogischen Mitarbeiter ab oder in die externen. Im Zweifel darf ich auch den Ganztag kürzen, um Stunden zu sparen. Dann gibt es z.B. nur 2 statt 4 Tagen Ganztag und dann habe ich bereits 15 Stunden eingespart.

    Bei uns war es so, dass wir überall ein bisschen gekürzt haben. Das ist nicht schön aber es hat auch keine riesigen Auswirkungen, dass es nun wirklich schlechter geht. Im Ganztag haben wir 2 h gespart, weil eine PM an 2 Tagen ein Angebot macht. Ob sie das nun wirklich schlechter macht als eine Lehrkraft?
    Dann haben wir noch 2-3 Stunden bei den Zusatzbedarfen gekürzt. Alle bekommen etwas für ihre Projekte aber halt nicht die volle Zahl. Und eine Kollegin hat noch um eine Stunde erhöht. Nicht wegen der fehlenden Stunden, sondern weil sie sonst eine Deutsch oder Mathematikstunde in ihre Klasse hätte abgeben müssen.

    Das ist alles doof und ich wünsche es mir anders. Aber es weit davon entfernt, dass wir keine Klassenfahrten mehr machen können oder wir jetzt auf den Zahnfleisch gehen. Da gibt es ganz andere Probleme. Haben wir genug Lehrkräfte für Religion? Wer macht den Schwimmunterricht? Wer kommt als weitere Begleitperson mit? ...

    Der ganze Beitrag ergibt null Sinn.

  • Der ganze Beitrag ergibt null Sinn.

    Das Thema mit dem sinnentnehmenden Lesen hatten wir doch schon.... Mich wundert es nicht wirklich, dass Du das nicht nachvollziehen kannst. Seien wir ehrlich. Es ist auch relativ egal, was ich schreibe, oder? Deine Reaktion wird doch jedes Mal gleich sein.

  • Das Thema mit dem sinnentnehmenden Lesen hatten wir doch schon.... Mich wundert es nicht wirklich, dass Du das nicht nachvollziehen kannst. Seien wir ehrlich. Es ist auch relativ egal, was ich schreibe, oder? Deine Reaktion wird doch jedes Mal gleich sein.

    "Wir kürzen hier und dort, streichen den Ganztag, müssen rumjonglieren um Religion irgendwie abgedeckt zu bekommen, Kollegen machen unbezahlte Mehrarbeiten um wenigstens ein paar Angebote machen zu können." Klar, das klingt danach als liefe bei euch stundenmäßig alles rund. Du redest dir die Mangellage schön. So mags die Politik.

  • "Wir kürzen hier und dort, streichen den Ganztag, müssen rumjonglieren um Religion irgendwie abgedeckt zu bekommen, Kollegen machen unbezahlte Mehrarbeiten um wenigstens ein paar Angebote machen zu können." Klar, das klingt danach als liefe bei euch stundenmäßig alles rund. Du redest dir die Mangellage schön. So mags die Politik.

    Du interpretierst etwas darein, was da nicht steht.
    Kein Kollege macht unbezahlte Mehrarbeit. Warum sollten sie auch? Wenn ich beispielsweise 3 h für plattdeutsche Angebote bekomme, mache ich 2-3 Angebote. Wenn ich nur 1h bekomme, mache ich z.B. nur eine AG.
    Und im Zweifel sagt das Land ganz klar, dass der Ganztag gekürzt werden soll. Dann gibt es halt weniger Ganztage. Auch dadurch leistet keine Lehrkraft Mehrarbeit.

    Palim schreibt davon, dass der reguläre Unterricht gekürzt werden muss, Lehrkräfte mehre Klassenlehrerschaften haben, etc.
    Davon sind wir weit entfernt. Und wir sind auch weit davon entfernt, dass man nicht auf Klassenfahrt fahren kann, weil so viele Stunden fehlen.
    Das heißt nicht, dass alles wunderbar ist. Aber es halt auch nicht alles eine riesige Katastrophe. Insbesondere wenn man bedenkt, dass es in den letzten Jahren immer mehr zusätzliche Stunden sind. Würde man die zusätzlichen Stunden der letzten Jahre rausrechnen, hätten wir natürlich eine viel bessere Versorgung.

    Natürlich ist nicht alles gut, was die Politik machen. Aber gerade wenn es aufwärts geht, darf man das auch durchaus positiv erwähnen.

  • Keine Klassenfahrten.

    Bei uns sind sie Teil des Schulprogramms, man kann nicht einfach nicht fahren.

    Du bist echt einer, der streng Dienst nach Vorschrift macht und bloß kein Engagement zeigt in jeglicher Hinsicht, was? Ich stelle mir dich so vor, wie es dem gängigen Klischee der Bevölkerung von uns entspricht.

  • Wer Dienst nach Vorschrift macht, macht mehr als die meisten Kolleg*innen. Das wird immer so negativ dargestellt. Dienst nach Vorschrift bedeutet sämtliche Aufgaben des Aufgabenkatalogs vorschriftsmäßig zu erledigen. Das ist einiges.

    Es gibt genug Selbstdarsteller, die meinen sie machen viel (unnötiges Zeug), aber eben keinen Dienst "nach Vorschrift".

  • und dazu gehören die Klassenfahrten in unserem BL.

    ja das ist leider so, ich beneide die BL in denen Klassenfahrten freiwillig sind. Sowohl für LK als auch für SuS-

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Wobei es auch in Bundesländern, in denen Klassenfahrten zur Dienstpflicht gehören, nicht verpflichtend ist, diese Dienstreise privat zu finanzieren oder Ruhezeiten zu ignorieren.

    O. Meier wehrt sich nicht gegen Dienstreisen an sich.


    In BW werden gerade die Gelder für Reisekosten so stark reduziert, dass wir unser Fahrtenkonzept so nicht mehr durchführen können. Für nächstes Schuljahr müssen wir neue Fördergelder auftun oder Fahrten streichen.

    LG DFU

    Einmal editiert, zuletzt von DFU (18. September 2026 14:28) aus folgendem Grund: Korrektur Schreibfehler

  • Wer Dienst nach Vorschrift macht, macht mehr als die meisten Kolleg*innen. Das wird immer so negativ dargestellt. Dienst nach Vorschrift bedeutet sämtliche Aufgaben des Aufgabenkatalogs vorschriftsmäßig zu erledigen. Das ist einiges.

    Es gibt genug Selbstdarsteller, die meinen sie machen viel (unnötiges Zeug), aber eben keinen Dienst "nach Vorschrift".

    Das hatten wir doch schon einmal: Der Begriff "Dienst nach Vorschrift" bedeutet heutzutage gerade nicht, dass sämtliche Aufgaben vorschriftsmäßig und in mittlerer zu erwartender Güte erledigt werden, sondern er wird für ein Verhalten genutzt, bei dem die Arbeitsintensität und/oder die Arbeitsleistung auf ein Maß vermindert wird, welches gerade so noch keine offenkundige (!) Pflichtverletzung darstellt. Ein solches Verhalten ist aber dennoch gerade pflichtverletzend.


    Der "Dienst nach Vorschrift" ist letztlich eine verdeckte Arbeitskampfmaßnahme und als solche klar unzulässig. Beamte verstoßen insofern auch regelmäßig gegen ihr sich aus §34 BeamtStG (bevor damit jemand wieder vom Inhalt ablenken möchte: oder den entsprechenden länderspezifischen Äquivalenten) ergebende Pflichten.

  • Wenn doch aber das Urteil besagt, dass der SL mit der Zeit auskommen soll und sonst hätte Aufgaben weglassen müssen, ist „Dienst nach Vorschrift“ dann doch die angesetzte Arbeitszeit.

    Wenn die Klassenfahrt das nicht abbilden kann, muss man sie wohl weglassen.

  • Der "Dienst nach Vorschrift" ist letztlich eine verdeckte Arbeitskampfmaßnahme und als solche klar unzulässig. Beamte verstoßen insofern auch regelmäßig gegen ihr sich aus §34 BeamtStG (bevor damit jemand wieder vom Inhalt ablenken möchte: oder den entsprechenden länderspezifischen Äquivalenten) ergebende Pflichten.

    Das ist deine Interpretation. § 34 BeamtStG ist auch eine Vorschrift, nach der man sich beim "Dienst nach Vorschrift" natürlich richtet. Über die konkrete Ausgestaltung lässt sich so oder so streiten.

  • Das sind zwei verschiedene Punkte. Wenn der SL merkt, dass er seine Aufgaben nicht in der vorgesehenen Zeit erledigen kann, muss er das beispielsweise durch eine Überlastungsanzeige melden und dann mit seinem Vorgesetzen klären, wie weiter zu verfahren ist. Die Kritik im Urteil ist doch gerade, dass er eigenmächtig Überstunden geleistet hat ohne dass sie angeordnet waren.

    Genauso eigenmächtig wäre es bestimmte Pflichtaufgaben einfach wegzulassen. Auch hier müsste die klare Absprache oder Ansage an den Dienstvorgesetzten erfolgen. Nach dem Motto: Ich kann Aufgabe xy nicht erledigen, wie sollen wir fortfahren.

    Andererseits ist auch die Frage, ob unbedingt die Schulleitung mit auf Klassenfahrt fahren sollte. Da gibt es vielleicht bessere Lösungen.

  • Das ist deine Interpretation. § 34 BeamtStG ist auch eine Vorschrift, nach der man sich beim "Dienst nach Vorschrift" natürlich richtet. Über die konkrete Ausgestaltung lässt sich so oder so streiten.

    Das ist doch keine Interpretation sondern die allgemeine Vorstellung von Dienst nach Vorschrift. Wenn jemand im Frust sagt, dass er nur noch Dienst nach Vorschrift macht, meint er genau das Verhalten, das Seph darstellt.

  • Das ist doch keine Interpretation sondern die allgemeine Vorstellung von Dienst nach Vorschrift. Wenn jemand im Frust sagt, dass er nur noch Dienst nach Vorschrift macht, meint er genau das Verhalten, das Seph darstellt.

    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er/sie mache jetzt aus Frust nur noch Dienst nach Vorschrift. Ich leiste meinen Dienst nach Vorschrift und fordere auch ein, dass insbesondere unsere Schulleitung das auch tut.

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