Angeblich können sie doch viel besser Englisch.
(Ich vermute: es trifft auf rezeptive Fähigkeiten in einzelnen Gebieten mehr zu als allgemein.)
Zweifel am Lehramtsstudium
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naja, ich weiß, wie es vor 20 jahren war. da hatte man weniger aufgaben, die nichts mit unterricht zu tun hatten. und die schulleitung hat einen damals mündlich oder durch zettel im fach an vieles erinnert. jetzt gab es irgendwann mal nen mailanhang unter vielen oder ne änderung in einem digitalen kalender, so dass ich dauernd auf der hut bin, nichts zu verschwitzen.
Ist bei mir anders. Ich bin nun seit rund 25 Jahren dabei (im November 2001 startete mein Ref.). Aufgaben, die nichts direkt mit dem Unterricht zu tun hatten, hatte ich 2003 - als ich an der Schule anfing, an der ich heute noch bin - genauso viele wie heutzutage. "Erinnerungszettel" von der SL ins Fach gab es bei uns nie (hat wahrscheinlich mit der Schulgröße zu tun). Ich bin froh, dass heute so viel über Mails läuft; das spart jede Menge Papier, man muss nicht mehr so vieles in Ordnern abheften und hat m. E. einen besseren Überblick. Mails, die mich nicht interessieren, kann ich ja direkt löschen. Dass ich irgendwas "verschwitzt" habe, war früher genauso selten der Fall wie heute.
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Was genau wäre denn das Gute?
Ich erlebe bspw. heute meine SuS selbstständiger und offener als vor 20 Jahren. Sie interessieren sich mehr für mMn wichtige Themen wie Klimawandel, Umweltschutz oder Gleichberechtigung. Was ich ebenfalls positiv finde, ist, dass wir weniger Raucher*innen unter den SuS haben und auch das "Komasaufen" an den Wochenenden, das eine Zeitlang "in" war, findet kaum noch statt.
Angeblich können sie doch viel besser Englisch.
Zumindest ist das Vokabular derjenigen, die Serien oder Filme im englischen Original schauen (und das sind wesentlich mehr SuS als früher), größer.
Ich mag übrigens diese Verallgemeinerung "sie" nicht. Natürlich gilt das nicht für alle jungen Menschen!
Alles in allem kann ich für mich sagen: Nein, die "heutige Jugend" ist nicht wirklich schlimmer als vor 20-25 Jahren, als ich in den Schuldienst eingestiegen bin!
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Ich bin froh, dass heute so viel über Mails läuft; das spart jede Menge Papier, man muss nicht mehr so vieles in Ordnern abheften und hat m. E. einen besseren Überblick. Mails, die mich nicht interessieren, kann ich ja direkt löschen. Dass ich irgendwas "verschwitzt" habe, war früher genauso selten der Fall wie heute.
Die Informationsflut hat durch die digitalen Möglichkeiten zugenommen. Wir bekamen zu den dienstlichen Sachen alles Interessante noch weitergeleitet.
Ich erinnere mich vor der Digitalisierung an eine Schule, wo wir jeden Morgen vor dem Unterricht im Lehrerzimmer ausliegende Mitteilungen lesen und abzeichnen mussten. Fast täglich kamen neue dazu und ältere wurden weggenommen. Dadurch, dass das mit Aufwand verbunden war, bekamen wir nur das Nötigste. Wahrscheinlich hätten wir digital viel mehr bekommen. Es ist jetzt die Frage, was mehr Zeit kostet. Der Gang zum Lehrerzimmer am Morgen vor dem Unterricht war wegen der weitläufigen Schule öfter mal lästig und kostete Zeit.
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genau, und dann kam nichts mehr, wenn man zu hause war.
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Die Informationsflut hat durch die digitalen Möglichkeiten zugenommen. Wir bekamen zu den dienstlichen Sachen alles Interessante noch weitergeleitet.
Ja, das mag sein. Aber ich kann doch - wie gesagt - Mails, die mich nicht interessieren (das merke ich ja teilweise schon am Betreff oder zumindest nach einem kurzen Anlesen/Überfliegen) gleich wieder löschen.
Ich erinnere mich vor der Digitalisierung an eine Schule, wo wir jeden Morgen vor dem Unterricht im Lehrerzimmer ausliegende Mitteilungen lesen und abzeichnen mussten.
Sowas habe ich weder an meiner Ref.-Schule noch an meiner jetzigen erlebt. Mitteilungen gab es zu meiner Anfangszeit als Lehrkraft als Zettel ins Fach, aber ob wir die nun wirklich gelesen oder in "Ablage P" verfrachtet haben, hat nie jemanden interessiert. Abzeichnen, dass ich etwas gelesen habe, musste ich nichts.
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genau, und dann kam nichts mehr, wenn man zu hause war.
Wenn ich nachmittags zuhause bin, rufe ich meine Mails evtl. noch einmal am Dienstlaptop ab, wenn ich Lust habe. Wenn nicht, kann ich das immer noch am nächsten Morgen in der Schule machen. Selten ist etwas so dringend, dass es nicht bis zum nächsten Tag warten kann.
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dass ich lieber auch mal mehr fachlich in die Tiefe gehen möchte mit den SuS.
Ich bin über diesen Satz gestolpert, weil hier immer wieder von Leuten berichtet wird, dass ihnen die Tiefe nicht ausreicht oder zu wenig erscheint.
Davon abgesehen hat man kein Abo auf LK, die Fächer beginnen doch weit eher und auch der Unterricht in Klasse 5-10 muss abgedeckt und übernommen werden.
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Danke! Ich wollte es nicht schreiben, aber - und ich rede aus Erfahrung ... - die fachliche Tiefe in der Oberstufe, auch im LK, wird dich nicht erfüllen. und wenn schon, dann hättest du dasselbe in der Sek1, mit anderen Themen.
Erst recht, wenn man einen Kurs zum 2. / 3. Mal macht, wird es öde.
Es wird spannend zu überlegen, wie man das macht, ob man etwas anpasst, welche neuen Texte aktueller sind, usw.. aber fachliche "Tiefe" ist es wirklich nicht. -
Sind die Schüler wirklich schlimmer geworden oder haben sich die Probleme nur gewandelt? Sind die Ansprüche an Lehrer heutzutage anders?
Ja, die Ansprüche sind andere, sie wandeln sich u.a. mit/wegen der technischen Möglichkeiten.
Die Schüler in meiner Schule sind … ja, zum Teil anders, die Schwierigkeiten sind mehr, aber mein Blick auch viel genauer als am Anfang. Die Vielfalt der Schwierigkeiten ist sichtbarer und es wird mehr darüber gesprochen.
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Die Eltern sind auf alle Fälle respektloser geworden und durch die Digitalisierung geht es leichter von der Hand, seinen Unmut mal eben mitzuteilen. ...Ist ja fast so wie whatsapp. Es gibt kaum noch "Abstand." Vieles hätte man früher gar nicht erfahren und jetzt ist viel Unnötiges dabei.
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