Leiter einer Stuttgarter Schule über Helikopter-Eltern

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    :) https://www.youtube.com/watch?v=eyPwdJwWmUc


    "Das Handy ist zur verlängerten Nabelschnur geworden"... ;)


    "Wir schämen uns, weil wir Angst haben vor der erhobenen Augenbraue dieser Alpha-Mutter auf dem Spielplatz"

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

    Einmal editiert, zuletzt von Meike. ()

  • ich musste mich grad richtig aufregen: Auf stern.de hat so ein Schreiberling eine m.E. völlig polemische Replik auf den o.g. Brandbrief geschrieben.


    Dort wird der Brandbrief in meinen Augen absichtlich verdreht und falsch intepretiert (wenn er überhaupt richtig gelesen wurde). So regt der Autor sich sätzelang darüber auf, dass sich der Stuttgarter Rektor über den Fahrdienst beschwert hat, dabei war das nur ein minimaler Nebenaspekt dieses Brandbriefes. Unglaublich was einem im Internet heute alles so als "Journailmus" begegnet. Wenn sogar ein Hilfeschrei mittlerweile für Lehrer-Bashing hinhalten muss, wird sich nie was ändern.


    http://www.stern.de/familie/ki…huldirektors-2159608.html

    »...Aus Mettwurst machste kein Marzipan! «
    Bernd Stromberg

    • Offizieller Beitrag

    Iss ein paar Vanillekipferl und beruhige dich, Modal, das ist Teil des Jobprofils, immer mal wieder absolute gequirlte Scheiße über den Lehrerberuf/die Lehrer/die Schule/... zu lesen. Irgendein minderbegabter Journalistendulli glaubt, das sei themenmäßig eine safe bank und er habe dann keine Anwaltsklagen am Hals. Und so ist es ja denn auch.
    Da rein - da raus....

  • So regt der Autor sich sätzelang darüber auf, dass sich der Stuttgarter Rektor über den Fahrdienst beschwert hat, dabei war das nur ein minimaler Nebenaspekt dieses Brandbriefes.


    Der Schulbetrieb sollte durch die Eltern natürlich nicht gestört werden. Elterngespräche während der Unterrichtszeit können nicht geführt werden. Punkt. Das kann man den Eltern auch höflich mitteilen. Wenn diesbezüglich an der Schule eine solche Unklarheit herrscht, sollte der Direktor vielleicht mal verbindliche Regeln für Elterngespräche kommunizieren, damit es nicht ständig zu solchen Missverständnissen kommt und die Eltern sich dann künftig in den dafür vorgesehenen Zeiten an die Lehrer wenden, wenn sie Gesprächsbedarf haben. Das dürfte doch wohl kein Problem sein.


    Ansonsten geht es den Direktor absolut nichts an, wie die Schüler morgens zur Schule kommen. Ob die Schüler zu Fuß gehen, mit dem Rad oder dem Bus fahren oder von der Mutter gebracht werden ist die Privatsache der Familien. Und wenn die eine oder andere Mutter ihrem Sprössling den - möglicherweise recht schweren - Schulranzen zum Schulgebäude schleppt, sehe ich darin ebenfalls kein relevantes Problem, welches den Direktor oder die Schule irgendetwas angehen würde. Und wenn Eltern ausserhalb des Schulgeländes auf ihre Kinder warten und in der Zwischenzeit mal eine Zigarette rauchen, geht das ebenfalls niemanden etwas an. Solange die Eltern nicht vor den Fenstern des Klassenraumes stehen und den Unterricht durch Winken und Rufen stören, ist es keine Angelegenheit der Schule.

  • Solange sich die Eltern beim Bringen der Kinder an Verkehrsregeln und ggf. vorhandene Parkregeln halten ... und ich habe den Brief so verstanden, dass sie auch das nicht tun (und das erlebe ich auch jeden Tag vor unserer Schule).

  • Und wenn die eine oder andere Mutter ihrem Sprössling den - möglicherweise recht schweren - Schulranzen zum Schulgebäude schleppt, sehe ich darin ebenfalls kein relevantes Problem, welches den Direktor oder die Schule irgendetwas angehen würde.


    Wenn die Schulranzen "recht schwer" sind, dass sie von Erwachsenen getragen werden müssen, ist das durchaus ein relevantes Problem, welches den Rektor und die Schule etwas angeht. Am Ende heißt es sonst noch, das sei so gefordert gewesen. :whistling:

    "A lack of planing on your side does not constitute an emergency on my side."

  • Die Diskussion über zu schwere Schulranzen wurde doch schon in den 80ern geführt. Trotzdem sind wir damals alle zu Fuß zur Grundschule gegangen. Eltern auf dem Schulgelände gab es nur zu Festen und Sprechtagen.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

    • Offizieller Beitrag

    Solange sich die Eltern beim Bringen der Kinder an Verkehrsregeln und ggf. vorhandene Parkregeln halten ... und ich habe den Brief so verstanden, dass sie auch das nicht tun (und das erlebe ich auch jeden Tag vor unserer Schule).

    Wir hatten da mal so eine Kooperation mit der zuständigen Polizeiwache. 2 oder 3 Wochen lang standen jeden Morgen 2 Polizisten auf der Straße vor der Schule. Seither geht es.

  • Die Diskussion über zu schwere Schulranzen wurde doch schon in den 80ern geführt. Trotzdem sind wir damals alle zu Fuß zur Grundschule gegangen.


    Ja, aber es geht uns als Lehrer nichts an, wenn manche Mütter ihren Nachwuchs - aus welchen Gründen auch immer - mit dem Auto zur Schule fahren. Ebenso wie ich als Lehrer verlange, dass die Eltern meinen Unterricht nicht stören, verlange ich umgekehrt als Vater, dass die Schule sich nicht in private Angelegenheiten der Familie einmischt.


    Wenn es dem Direktor in Stuttgart um die Störung des Schulbetriebes durch manche Eltern geht, dann sollte er sich auf die Lösung dieses Problems konzentrieren und keine "Brandbriefe" über diverse andere Dinge verfassen, die ihn überhaupt nichts angehen.

  • Ja, aber es geht uns als Lehrer nichts an, wenn manche Mütter ihren Nachwuchs - aus welchen Gründen auch immer - mit dem Auto zur Schule fahren.


    Darum geht's doch gar nicht. Es geht um das gefährliche und rücksichtslose Parken direkt vor dem Schulgelände.

    »...Aus Mettwurst machste kein Marzipan! «
    Bernd Stromberg

  • Und um die Kinder, die keine Selbstständigkeit mehr erlernen dürfen, keine Risiken eingehen dürfen, noch nicht mal alleine von der Schultür zum Klassenzimmer laufen dürfen... (Himmel. Wir sind vor zwanzig Jahren alleine zur Schule gelaufen in der zweiten Schulwoche. Die toten Kinder im Straßenverkehr waren damals sehr viel zahlreicher als heute, und die Zahl der Straftaten Unbekannter/Fremder auf der Straße gegen Kinder ist ebenfalls rückläufig. Es besteht also kein objektiv größeres Risiko. Das ist alles Einbildung der Erwachsenen, die eine altersgerechte Verselbstständigung ihres überbehüteten Nachwuchses verhindern möchte.) Jaja, früher war alles besser ^^. Im Ernst, diese Grundschulen mit "Eltern müssen draußen bleiben"-Schldern am Eingang machen was richtig.

  • @ Claudius


    Es ist in dem Moment mein Problem, wenn ich auf einer Klassenfahrt Kinder habe, die nach wenigen Metern Blasen an den Füßen und Schmerzen in den Beinen haben. Wenn Kinder dabei sind, die nicht wissen, dass man bei Rot nicht über die Straße läuft und vor dem Überqueren einer Straße nach links und rechts guckt. Die nicht wissen, dass man andere Kinder nicht vom Bürgersteig auf die Straße schubsen sollte, usw.
    Es ist als Sek I-Lehrerin auch mein Problem, wenn die Hälfte meiner 5er-Klasse keine Verantwortung für sein pünktliches Erscheinen in der Schule und meinem Unterricht übernehmen kann oder will, wenn ein Drittel meiner Schüler meint, statt sich anzustrengen besser Mutti in die Schule zu schicken, damit sie um Notenaufwertung feilscht.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • @ Claudius


    Es ist in dem Moment mein Problem, wenn ich auf einer Klassenfahrt Kinder habe, die nach wenigen Metern Blasen an den Füßen und Schmerzen in den Beinen haben. Wenn Kinder dabei sind, die nicht wissen, dass man bei Rot nicht über die Straße läuft und vor dem Überqueren einer Straße nach links und rechts guckt. Die nicht wissen, dass man andere Kinder nicht vom Bürgersteig auf die Straße schubsen sollte, usw.


    Und diese Schüler sind Deiner Erfahrung nach häufig Kinder von "Helikoptereltern"?


    Natürlich sind wir als Lehrer häufig mit Schülern konfrontiert, deren Elternhäuser erzieherisch wohl nicht so wirklich ihre Pflichten erfüllen. Diese Schüler fallen dann durch diverse Defizite auf. Meiner Erfahrung nach handelt es sich dabei aber in der Regel nicht um "überengagierte" Eltern, sondern eher "minderengagierte" Eltern.

    • Offizieller Beitrag

    Kinder, die keinen Schritt zu Fuß gehen, weil sie überall hin-helikoptert werden, können gar keine Übung im Straßenverkehr haben. Woher denn?

  • @ Claudius (zitieren funktioniert irgendwie gerade nicht...


    Diese Kinder gibt es zwar auch, die sind in anderen Bereichen durchaus auffällig, dafür meistens aber in lebenspraktischen Bereichen fit...

  • Kinder, die keinen Schritt zu Fuß gehen, weil sie überall hin-helikoptert werden, können gar keine Übung im Straßenverkehr haben. Woher denn?


    Ja, das ist dann natürlich ein Problem, wenn dieses "Helicoptern" solche extremen Ausmaße annimmt. Trotzdem finde ich es problematisch, wenn Schule sich in allzu private Lebensbereche der Familie einmischt. Ich bin sicher kein "Helicopter-Vater", aber wenn ich meine Kinder gelegentlich zur Schule fahren würde, möchte ich diesbezüglich keine Vorschriften oder EInmischungen eines Direktors oder Lehrers haben.

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