• Super! Danke für die Info.


    Jetzt bitte noch Logineo flächendeckend ausrollen, dann kann ich endlich datenschutzrechtlich sicher mit KuK kommunizieren?!

    Schöne Grüße,
    dzeneriffa



    Am Ende wird alles gut! Wenn´s noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende =)

  • Spätestens jetzt kann sich keiner mehr mit Unwissen herausreden.

    ..., weil er ja die BASS auf dem Diensthandy nachlesen kann.


    Habe ich schon erwähnt, wie praktisch ich die gedruckte Ausgabe fand?


    Sorry, Bolzbold, natürlich danke für den Hinweis, aber ich gerade im Digital-Kritik-Modus (und da komme ich auch nicht so schnell 'raus).

    "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."
    Matthäus 10.34

  • Danke!


    ...und erstaunlich praxisnah ist der Hinweis in der verlinkten Mitteilung:


    "Die App erweist sich als äußerst nützlich im Alltag, so ist sie beispielsweise offline nutzbar: W-LAN oder schnelles Internet sind nicht notwendig."


    Und wir behaupten immer, "die im Ministerium" wüssten nicht, wie es "an der Front" zugeht!

  • Also die App verweigert sich bei der Installation, da das Gerät nicht den Anforderungen entspricht?
    Ist da das neuste Android erforderlich?

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Bevor ihr euch freut, solltet ihr das Musterstück deutscher Softwarekunst auch einmal ausprobieren. Auf meinem Mittelklasse (~300€) Androidgerät ist es nämlich ziemlicher Murks.


    Es ist unglaublich zäh zu bedienen. Allein das Laden der App braucht mehrere Sekunden. Eine Volltextsuche dauert zwei bis drei Sekunden, das Auswählen eines Treffers führt zu sekundenlanger Wartezeit (Android meldet in der Zwischenzeit schon, dass die App nicht reagiert). Die Rückkehr vom Treffer zur Ergebnisliste erzeugt die gleiche Wartezeit - gelegentlich bleibt die App komplett hängen. Die Auswahl eines Treffers aus der Volltextsuche führt nicht direkt zum Abschnitt, in dem das Wort vorkommt, sondern springt auf den Anfang der teilweise seitenlangen Vorschriften. In der Anzeige des Textes lässt sich natürlich nicht mehr suchen - die Suche ist somit vollkommen unbrauchbar. Das Inhaltsverzeichnis jedes Gesetzes und jeder Vorschrift ist nicht anklickbar - ich suche also per Hand aus dem gesamten Text die Stelle, an der der Paragraph ist. Den gleichen Murks produziert das Ding beim Stichwortverzeichnis.


    Die App hat 78 MB zur Anzeige von ein paar Textdokumenten. Meine Motivation ist schon lange vorbei, so dass ich nicht mal prüfen konnte, ob Verwaltungsvorschriften zu den einzelnen Gesetzen in den Texten vorhanden sind (auf den ersten Blick sind sie es nicht).


    Wer mit so etwas arbeiten will, ist echt schmerzfrei. Da ist es um Welten effizienter, sich die wichtigsten Gesetze und Vorschriften aus dem Netz als durchsuchbare PDF zu speichern. Damit kann man dann wenigstens arbeiten.

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Habe ich schon erwähnt, wie praktisch ich die gedruckte Ausgabe fand?

    Mein Gott, allmählich kann ich es echt nicht mehr hören. Kein Mensch hindert dich, weiter Geld beim Ritter-Verlag auszugeben und die gedruckte Ausgabe zu kaufen...

  • 63 Euro nur für eine gedruckte Version von kostenlos verfügbaren Inhalten sind schon ein stattliches Sümmchen.

    Ich finde es nicht wirklich falsch, wenn Rückständigkeit mehr und mehr zum Luxus wird. Funktioniert ja auch in den Manufaktum-Läden...

  • Naja, die Verordnungen könnten längst kostenlos im Netz sein.


    Und @Digitalverweigerer: wir unterhalten uns ja alle gerade nicht mitm Schreibtelegrafen, aber jeder hat offenbar eine eigene (verschiebbare) Grenze, was er/sie für sinnvoll hält. Und so lange eine Technik anfällig/ miteinander inkompatibel oder sonstwie unbrauchbar ist, nutze ich zumindest das, was funktioniert. Schont Nerven.

  • 63 Euro nur für eine gedruckte Version von kostenlos verfügbaren Inhalten sind schon ein stattliches Sümmchen.

    Ich glaube nicht, dass die dort sehr viel Geld dran verdienen. Klar hören sich 63 Euro erstmal viel an, aber das Ding ist a) nicht gerade dünn, b) hat eine sehr geringe Auflage und c) ein "Verfallsdatum". Das legt man sich nicht mal eben so auf Lager. Die Bücher, die ich mir so privat kaufe, sind viel dünner/kleiner, haben nicht so ein extremes Verfallsdatum, liegen dann aber preislich auch ab und zu auch gerne mal doppelt so hoch. Und ich vermute auch damit werden die nicht wirklich reich (weil die Auflage einfach viel zu gering ist.)

  • Naja, die Verordnungen könnten längst kostenlos im Netz sein.


    Und @Digitalverweigerer: wir unterhalten uns ja alle gerade nicht mitm Schreibtelegrafen, aber jeder hat offenbar eine eigene (verschiebbare) Grenze, was er/sie für sinnvoll hält. Und so lange eine Technik anfällig/ miteinander inkompatibel oder sonstwie unbrauchbar ist, nutze ich zumindest das, was funktioniert. Schont Nerven.

    Sind sie doch.

  • Ich finde es nicht wirklich falsch, wenn Rückständigkeit mehr und mehr zum Luxus wird.

    Ich finde es falsch, wenn "neu" automatisch zu "besser" uminterpretiert wird. Wir können mal einen Blick zurückwerfen, wenn welchen technischen Entwicklungen die Menschheit schon meinte, dass sie alle Problem der Welt lösen werden. Und? Haben sich alle Hypes gelohnt?


    Was mein Privatleben betrifft, ja, da suche ich mir aus, was ich haben möchte, soweit es angeboten wird. Und ich bin auch bereit, dafür zu bezahlen, dass es weniger piepst und düdelt und blinkt, dass ich keinen Akku laden muss, dass es länger als drei Jahre hält etc.


    Was das Dienstliche anbetrifft, so muss der Dienstherr/Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass das notwendiege Arbeitsmaterial zur Verfügung steht. Das tut er aber nur sehr halbherzig. Wenn er es für angebracht hält, dass wir die Vorschriften am Handy lesen, müssen erst mal Diensthandys her. Dass er Druckkosten darüber sparen will, dass die Kollegen ihre private Unterhaltungselektronik einsetzen, ist schlicht eine Sauerei.


    Mal abgesehen davon, dass ich früher das Amtsblatt bei einer Tasse koffeinhaltigen Heißgetränks in 'ner Springstunde durchblätte konnte. So war ich dann immer informiert. Wenn ich mir dafür einen freien Computer suchen muss, wird's schon schwierig. Und ich finde es weniger praktisch.


    Jo, dann bin ich halt "rückständig", pfft. Der Begriff scheint mir aber nicht an einer sachlichen Erarbeitung des Thema orientiert, aber ok. Ich benutze seit Mitte der 80er des letzten Jahrhunderts (in einem längst vergangenen Jahrtausend) Computer. In der Zeit bin ich schon etwas ernüchtert. Ich halte mich durchaus auf dem Stand der Technik, aber deswegen benutze ich nicht alles, weil's neu, digital und schick ist. Ich schaue, ob's mir tatsächlich etwas bringt - und ob's sein Geld wert ist. Ich finde vielleicht andere Dinge praktisch, als das durchschnittliche digitale Spielkind. Oder ich bin einfach nur rückständig.


    Dass man über digitale Veröffentlichung Druckkosten und Papier spart, halte ich übrigens für ein Gerückt, wenn ich sehe, wie viele digitale Informationen eben nicht am Monitor gelesen, sondern zunächst gedruckt werden.

    "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."
    Matthäus 10.34

  • Ich finde es falsch, wenn "neu" automatisch zu "besser" uminterpretiert wird.

    Die Situation vorher: der Zugang zu den Rechtsgrundlagen wurde von einem privatwirtschaftlichen Verlag kontrolliert. Wenn Landesbeamte oder -bedienstete die für ihre Arbeit unverzichtbaren Gesetze und Vorschriften konsultieren wollten, mussten sie entweder die an Schulen begrenzt vorhandenen Exemplare einsehen oder sich privat eine Bass kaufen. Oder aber sich alles mühsam aus Amtsblättern zusammensuchen, was ohnehin niemand jemals getan hat. Otto Normalbürger hat sowieso in die Röhre geschaut.


    Das war, mit Verlaub, Scheiße.


    Die Situation jetzt: sämtliche Rechtsvorschriften in derBass sind online oder per kostenfreier App verfügbar. Kostenfrei und digital durchsuchbar. Und mit Stichwortverzeichnis.


    Das ist so, wie es sein soll. Sowohl für die Landesbediensteten als auch für den interessierten Bürger.


    Wenn du aus was weiß ich für sinnlichen Gründen unbedingt eine Papierbass haben willst, dann musst du sie dir eben ausdrucken oder kaufen. Es gibt keinen Grund, jedem unbeweglichen Geist aus der Vergangenheit seine Hobbys hinterherzutragen.

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