Wie merkt man, dass ein Fachwechsel angebracht ist?

  • Ich finde es super, dass du, @tabularasa, uns vertraust und bereit bist, uns an deinem inneren Seelenleben teilnehmen zu lassen.

    Na, ja es ist ja die einzige Möglichkeit mal irgendwem von den Problemen zu berichten.


    Viele Wege führen nach Rom und ich bin mir sicher, dass es hier Leute gibt, die dir, @tabularasa, auf deinem Weg helfen wollen, weil sich der Eine oder Andere vlt. in deiner Situation wiedergespiegelt fühlt

    Dankeschön. Ich hab hier sehr gute Tipps und Hilfestellungen bekommen und bekomme sie immer wieder.
    Ich glaube, mir fehlt im realen Leben ein Ansprechpartner. Den habe ich derzeit nicht und solange muss ich mich damit arrangieren.

  • Klasse, danke Onkel Willy für diesen vorhersehbaren Trainingslauf. Du kennst seine typischen Fragen, überleg dir, welche Antworten du in der Vergangenheit schon gegeben hast die nicht hilfreich waren deinem Empfinden nach und versuch etwas Neues, vielleicht auch Unerwartetes. Wenn es schief geht: Das nächste Gänsebratenfuttern kommt zuverlässig im nächsten Jahr, wenn es besser läuft als bislang, finde heraus, was dich erfolgreicher gemacht hat und baue diesen Strang aus.


    In jedem Fall lautet die korrekte Antwort selbstredend: "Ja, ich habe sogar drei Jobs gefunden: Mutter, Studentin und Pflegefachkraft (oder was du letztlich in deinem Job machst) mit der Aussicht auf eine gesicherte berufliche Zukunft dank meiner kontinuierlichen Weiterqualifizierung. Frau zu sein hilft ja angeblich, um multitaskingfähig zu sein oder wie siehst du das Onkel Willy?" (Frage beantwortet, deine Stärken ausgespielt, ihm eine Frage mit dir genehmerem Thema zurückgespielt, soll er mal nachdenken, wie deine Fragen zu beantworten sind. Du bist nicht Onkel Willys Spielball und lässt dich nicht von ihm vor sich hertreiben mit seinen Fragen, sondern änderst das Spiel zu deinen Gunsten ohne deshalb fies werden zu müssen zu Onkel Willy. Der wird womöglich ein wenig sprachloser werden, weil er das so nicht kennt von dir, aber vermutlich dennoch weiter mit dir reden, bis du weißt, wie weit deine Grenze im Umgang mit ihm gehen muss. Manche Menschen muss man irgendwann ausklammern aus dem eigenen Leben- solche Verwandte habe ich auch, dürften viele nicht nur im Forum, sondern generell haben- bei anderen einfach nur herausfinden, welche Grenze für einen selbst gesund und richtig ist und wie diese funktionieren kann mit dem jeweiligen Gegenüber.)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    2 Mal editiert, zuletzt von CDL () aus folgendem Grund: -t+n

  • Kann´s mit dem Thema weiter gehen, oder wird da auch Hilfe benötigt?

    Bolzbold #5

    Gutmensch und Spaß dabei (= das GG und der Diensteid sind schon 'ne gute Sache 😉)

    "Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt." (T. Pratchett)

  • Es können auch ganze threads weggeräumt werden, wenn sie zu viel Moderationsarbeit bedeuten. 15 Meldungen innerhalb eines Tages geht halt nicht.


    Sachaussagen zum Thema Fachwechsel ab hier bitte. Und ausschließlich solche.


    Noch ein Wort an Tabularasa: du kommst hier in eine community, wo Menschen einer Profession sich in ihrer Freizeit gegenseitig informieren, beraten, aber auch kontrovers diskutieren. Großzügigerweise auch Menschen, die noch nicht mal in dem Berufsfeld angekommen sind.
    Ab dem Moment, wo du deine Frage/dein Anliegen hier in die Öffentlichkeit gestellt hast, hast du kein Recht auf einen thread frei von Teilen dieser Öffentlichkeit und auch keine Meinungshoheit. Wer öffentlich fragt, kriegt öffentlich Antwort, auch missliebige. Wenn du damit nicht umgehen kannst, musst du Menschen unter vier Augen oder in einer geschützen Form (email, Brief, Gespräch, Telefonat) fragen.


    Gerne entfernen wir auf deinen Wunsch alle deine threads aus dem sichtbaren Bereich, wenn du dich entscheidest, dass du mit diversen und auch unbequemen Antworten nicht umgehen möchtest.


    Wir bitten insgesamt um weniger meldewürdiges Verhalten und dadurch bedingt um weniger / keine Meldungen.

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

  • Also kann hier Anarchie ausbrechen und ihr macht nichts. Gut, dass ich das weiß.

    Das ist jetzt aber ordentlich überzogen, tabularasa.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Noch ein Wort an Tabularasa: du kommst hier in eine community, wo Menschen einer Profession sich in ihrer Freizeit gegenseitig informieren, beraten, aber auch kontrovers diskutieren. Großzügigerweise auch Menschen, die noch nicht mal in dem Berufsfeld angekommen sind.
    Ab dem Moment, wo du deine Frage/dein Anliegen hier in die Öffentlichkeit gestellt hast, hast du kein Recht auf einen thread frei von Teilen dieser Öffentlichkeit und auch keine Meinungshoheit. Wer öffentlich fragt, kriegt öffentlich Antwort, auch missliebige. Wenn du damit nicht umgehen kannst, musst du Menschen unter vier Augen oder in einer geschützen Form (email, Brief, Gespräch, Telefonat) fragen.


    Liebe tabularasa,


    was gibt es an dieser Aussage eigentlich misszuverstehen? Was hat das mit der von Dir unterstellten Anarchie zu tun?


    Hätten wir das Kindergartenkind, das neu in die Gruppe kommt und sich auf Anhieb nicht so gut mit den anderen versteht, an die Hand nehmen sollen und mit den Worten in die Gruppe zurückbringen sollen: "So, jetzt seid mal alle nett zu tabularasa und seid doch auch mal ihrer Meinung. Ihr könnt doch nicht alle immer nur Eure eigene Meinung gelten lassen - das wäre ja Anarchie." ???


    Sorry, aber dann ist dieses Forum wirklich nicht die richtige Adresse für Dich. Das Geisterfahrersyndrom treffen wir hier zwar regelmäßig an, aber therapieren können und wollen wir es hier nicht.

  • Ich dachte, dass du dein Studium so schnell wie möglich durchziehen möchtest (Aussage vor ein paar Wochen).
    Bereits da wurdest du darauf hingewiesen, dass dieser Zeitplan eher ambitioniert ist.
    Nun möchtest du ggf. das Studienfach wechseln, wodurch dein Zeitplan noch ambitionierter wird.
    Zudem möchstet du am liebsten Berufsschulllehrerin werden, würdest aber ggf. auch an die Realschule gehen.
    Hast du dich schon darüber informiert, ob ein solcher "Wechsel" überhaupt möglich ist? Nicht, dass du dann feststellst, dass Realschule doch besser ist als Berufsschule und du nicht so ohne weiteres wechseln kannst und wieder von vorne anfangen musst bzw. noch länger brauchst.
    Und dass es ggf. schwierig ist mit deiner Fächerkombi einen Job zu bekommen, hättest du auch vor dem Studium schon merken können (wobei es immer besser ist, nach seinen Interessen zu studieren und nicht nach der Marktlage, die sich eh schnell ändern kann. Als ich noch studiert habe, war das Grundschullehramt derart überlaufen, dass auf eine Stelle zig hunderte Bewerber kamen. Bekannte sind mit ihrem abgeschlossenen Studium / Referendariat in andere Bundesländer ausgewichen ... Heute suchen Grundschulen (zumindest in einigen Regionen) händeringend nach Grundschullehrern, Stellen bleiben magenls (qualifizierten) Bewerbungen frei und es werden teils schon Gymnasiallehrer "abgeworben" bzw. ihnen wird gesagt: "Unterrichte 2 Jahre an einer Grundschule und wir sagen dir schon heute eine feste Stelle als Gymnasiallehrer zu"

  • Ich dachte, dass du dein Studium so schnell wie möglich durchziehen möchtest (Aussage vor ein paar Wochen).

    Übrigens noch ganz am Rande bemerkt: eine Geisteswissenschaft gut und gründlich zu erlernen, so dass man im Lehramt mehr tun kann, als Kochrezepte und "Stoff" zu vermitteln, und ein "Studium so schnell wie möglich durchziehen" ist nicht vereinbar.

  • ine Geisteswissenschaft gut und gründlich zu erlernen, so dass man im Lehramt mehr tun kann, als Kochrezepte und "Stoff" zu vermitteln, und ein "Studium so schnell wie möglich durchziehen" ist nicht vereinbar.

    Dem stimme ich zu 100 % zu. Das Deutschstudium empfand ich damals (im direkten Vergleich mit meiner Naturwissenschaft) weniger lernintensiv (außer natürlich Faktenwissen, Grammatik, Literaturgeschichte etc.), aber eben dennoch sehr zeitintensiv (lesen, rezensieren, reflektieren, vergleichen etc).
    Ich bin ja gebürtige Gym, unterrichte aber eben an einer Berufsschule. Mich stört, wenn das allgemeine Fach von Berufsschulllehrämtlern wie ein Stiefkind behandelt wird. Am Ende erlangt man nämlich die Fakulta für beide Fächer und kann z.B. einen Deutsch-Leistungskurs zum Abi bringen. Und ja, ich habe leider schon erleben müssen, dass es zum Desaster führen kann.

  • - wobei man der fairness halber, glaube ich, schon auch sehen sollte, dass in - fast immer sozioökonomisch bedingten - belastungssituationen das ein bildungsbürgerlicher luxus ist, vor allem in teureren unistädten. viele müssen schnell durchs studium, weil sie ausführliches reflektieren und humanistische bildung einfach nicht wirklich finanzieren oder anderweitig alleine leisten können sondern so schnell wie möglich wieder geld verdienen müssen.


    (wir haben auch im studium mal die sprichwörtliche woche von ner packung haferflocken gelebt, da leider geld zu ende, monat aber noch nicht, aber das war jugendliche sturheit; ein anruf bei frau mama oder herrn papa hätte das sofort (!) gefixt, mit fresspaket und einem fünfzig-mark-schein obendrauf oder einem "komm heim, jetzt, ich koch dir was, bring deine wäsche mit". die blöße wollte man sich halt nicht geben als selbstständige studierende, aber im kopf wusste man immer, dass dieses back-up da ist, das einem den rücken stärkt, mit geld, aber auch mit wissen - eltern selber akademiker -, kontakten und v.a. ideeller unterstützung etc.. wenn das alles fehlt, ist die herausforderung studium noch mal eine andere größenordnung, als sie es eh schon ist.)

  • - wobei man der fairness halber, glaube ich, schon auch sehen sollte, dass in - fast immer sozioökonomisch bedingten - belastungssituationen das ein bildungsbürgerlicher luxus ist, vor allem in teureren unistädten. viele müssen schnell durchs studium, weil sie ausführliches reflektieren und humanistische bildung einfach nicht wirklich finanzieren oder anderweitig alleine leisten können sondern so schnell wie möglich wieder geld verdienen müssen.


    (wir haben auch im studium mal die sprichwörtliche woche von ner packung haferflocken gelebt, da leider geld zu ende, monat aber noch nicht, aber das war jugendliche sturheit; ein anruf bei frau mama oder herrn papa hätte das sofort (!) gefixt, mit fresspaket und einem fünfzig-mark-schein obendrauf oder einem "komm heim, jetzt, ich koch dir was, bring deine wäsche mit". die blöße wollte man sich halt nicht geben als selbstständige studierende, aber im kopf wusste man immer, dass dieses back-up da ist, das einem den rücken stärkt, mit geld, aber auch mit wissen - eltern selber akademiker -, kontakten und v.a. ideeller unterstützung etc.. wenn das alles fehlt, ist die herausforderung studium noch mal eine andere größenordnung, als sie es eh schon ist.)


    meine eigene Erfahrung ist da, dass man sich dann selbst einfach sehr sicher sein muss, in dem was man möchte und tut. Dann ist man, war zumindest meine Erfahrung, auch eher bereit gewisse Opfer oder was auch immer zu bringen. Ich hatte dieses Backup und die finanzielle Unterstützung nicht, habe mein Studium irgendwie mit Jobs und Studienkredit finanziert. Es hat leider auch wegen der Jobs, aber auch wegen der Gesundheit länger gedauert, aber es hat geklappt, weil ich es immer durchziehen wollte und diesen Abschluss wollte. Ich habe auch gezweifelt, viel, aber irgendwo war immer der Wunsch genau dieses Studium nun zu machen. Und zumindest für mich, war das wohl der ausschlaggebende Punkt, alles unter den Bedingungen durchzuziehen.

  • Dass meine Pläne das Studium relativ schnell zu schaffen utopisch sind/waren, habe ich spätestens seit der letzten Woche auch begriffen.


    Ich halte es mittlerweile für sinnvoller mir nebenher einen neuen Job mit besseren Konditionen als in der Altenpflege zu suchen, um das Studium zu strecken (den Job hatte ich ja gekündigt und bin derzeit für wenige Stunden an einer Schule). Vielleicht studiere ich damit lange, aber ich halte es nicht für sinnvoll, wenn ich in einem Jahr ausgebrannt in der nächsten Klinik bin.


    Ja, ich kann problemlos wechseln, da sowohl an Realschulen und Berufsschulen händeringend Lehrer gesucht werden. Ich habe an den nötigen Stellen nachgefragt.
    Grundschullehrer wäre nicht meins und das möchte ich definitiv nicht. Ich komme besser mit älteren Schülern (ab Klasse 5) klar.


    Nehmt es mir nicht übel, aber das mit den Haferflocken kann man vielleicht mit Anfang 20 als Single und ohne Kind machen. Ich habe aber einen Sohn und daher auch einen anderen Lebensstandard, den ich mit einem Kind halten MUSS. Mein Sohn kann nicht über Wochen von Haferflocken leben und ich habe auch keine Eltern, die voll mein Studium finanzieren.
    Demzufolge muss ich einen Mittelweg finden und der Mittelweg sieht derzeit so aus, dass ich in Teilzeit studiere und nach einer 20 Stundenstelle suche.


    Nachdem ich in den ersten Wochen Auswirkungen krasser Überforderung gemerkt habe, schraube ich etwas zurück.

  • Nehmt es mir nicht übel, aber das mit den Haferflocken kann man vielleicht mit Anfang 20 als Single und ohne Kind machen. Ich habe aber einen Sohn und daher auch einen anderen Lebensstandard, den ich mit einem Kind halten MUSS. Mein Sohn kann nicht über Wochen von Haferflocken leben und ich habe auch keine Eltern, die voll mein Studium finanzieren.

    Das ist völlig klar. Kecks schrieb ja auch:

    ... wenn das alles fehlt, ist die herausforderung studium noch mal eine andere größenordnung, als sie es eh schon ist.)

  • Bist du dir sicher mit dem problemlosen Wechsel Realschule / Berufsschule? Das eine ist SEK I und das andere SEK II. Ich kann jedenfalls nicht einfach so an die Realschule, wenn ich das wollte.

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