Was hättest du dir als Schüler an deiner Schule anders gewünscht?

  • ... Es ist Samstag Abend, meine Familie liegt fiebernd und schlafend im Bett, ich habe Zeit...

    vielleicht fällt ja jemandem was ein zu meiner Frage.


    Ich hätte mir AGs gewünscht, da waren zu meiner Schulzeit irgendwie keine Stunden dafür da bzw vielleicht doch, aber für die falschen Sachen. ZB gab es Steno und Schreibmaschine als AG, ich hätte aber gerne Theater und irgendwas Kreatives wie Zeichnen gehabt (Chor und Orchester gab´s schon auch).

  • Ich hätte mir mehr Notentransparenz gewünscht. Meine Schüler können sich ihre Zeugnisnoten quasi selbst ausrechnen. Ich musste immer bis aufs Zeugnis warten bis ich definitiv Bescheid wusste. Außerdem fand ich es mega unangenehm wenn die mündlichen Noten vor der ganzen Klasse vorgelesen wurden.

  • Infos über Dinge, die man später im Leben braucht... Stichwort Rente und Versicherung.


    Und etwas zur mentalen Gesundheit, eine Glücks-AG oder Lach-Yoga. An meiner Schule ging es damals nur darum, das Kerncurriculum abzuarbeiten...

  • Meine damalige Schule:

    • AG-Angebote
    • Leistungsförderung
    • Leistungshonorierende Lernatmosphäre
    • Lehrer, die sich nicht nur als reine Fachlehrer verstehen.
    • Keine Diskriminierung von Schülern aus sozioökonomisch schwächeren oder bildungsfernen Familien.

    ... damals waren noch andere Zeiten....


    Meine jetzige Schule:

    • noch breiteres/vielfältigeres AG-Angebot
    • mehr Platz
    • mehr digitale Medien (Kommt...irgendwann...die Mühlen des Schulträgers mahlen langsam)
  • Genau, Notentransparenz ist ein wichtiger Stichpunkt. An meiner damaligen Schule war es nicht üblich, beim Lehrer nach den Noten zu fragen.


    Und, dass die Quantität der mündlichen Leistungen nicht so viel zählt. Ich weiß das Verhältnis nicht mehr genau, aber es war sehr wichtig, sich viel zu melden und ich war eher eine ruhige Schülerin und hatte in manchen Fächern allein deshalb schlechtere Noten. Das hat es mir eigentlich noch schwerer gemacht, weil ich nicht daran geglaubt habe, dass ich es besser kann.


    Zumindest hier in BY zählt die Qualität (auch wenn sich Quantität/Qualität ein bisschen bedingt, aber dennoch), das finde ich sehr gut.

  • Mehr Allgemeinbildung. Z.B. als Deutschlektüre Goethe anstatt einer Übersetzung von Dead Poets Society oder in Geschichte auch die Nachkriegszeit.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • An meiner Schule ging es damals nur darum, das Kerncurriculum abzuarbeiten...

    Ich fand Schule damals deutlich besser als heute. Wir haben in fünfstündigen Leistungskursen fachlich sehr viel gelernt und das Tempo war recht hoch. Damals hat man auch nicht jedes Kind ans Gymnasium gelassen. Außerdem lag der Schwerpunkt tatsächlich auf dem Unterricht, was ich damals sehr schön fand. Auch die Studienfahrt war eine wirkliche Studienfahrt zur Weiterbildung. Heute gibt es tausend Zusatztermine wie Schulfeste, Präventionsveranstaltungen in diverser Ausprägung, die "Studien"fahrten sind primär Urlaubsreisen zur Kinderbespaßung, soziale Tage und noch unzählige andere Neuerungen, die anscheinend alle wichtiger sind als Unterricht. Das hätte mich damals genauso aufgeregt, wie heute aus Lehrersicht. Aber ich gehörte damals auch zu denen, die neugierig waren auf neues Wissen.

  • Das fand ich doof: In vielen Fächern mussten wir in der Unter - und Oberstufe zu Beginn der Stunde vorne an die Tafel und wurden über den Unterrichtsinhalt der letzten Stunde oder Vokabeln ausgefragt. Das gab eine Note.

    Das war so in:

    Latein (Vokabeln)

    Musik (Volkslieder mit sämtlichen Strophen - ich hab das nicht gelernt und bekam nie besser als 4

    Biologie (die Kuh: Die Kuh ist ein Wiederkäuer usw... :doc:)

    Geschichte (was bedeuten eigentlich die ganzen Pfeile, o Mann!)

    Erdkunde (o Gott)

    Religion katholisch bei Fräulein irgendwas ....sie war mindestens 60 und für mich damals uralt (das war das Schlimmste was es auswendig zu lernen gab).


    Zum Glück hatte das in der Oberstufe ein Ende. Oberstufe und die Lehrer habe ich geliebt.

  • Die Möglichkeit, nicht zwischen Kunst und Musik wählen zu müssen, sondern beides zu belegen, die hätte ich gerne gehabt.

    und vllt Psychologie als Schulfach, und von vorneherein die Möglichkeit zu Philosophie, nicht erst in der Oberstufe.

    Ansonsten fand ich meine Schule im Großen und Ganzen okay.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Schön - ging bei uns schon ab der differenzierten Mittelstufe (also ab Obertertia) nicht mehr. War gegeneinander geblockt.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
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  • Ich fand meine Schulzeit auch ganz gut, weniger wegen irgendwelcher Fächer als wegen mancher (jedenfalls für mich) guter LehrerInnen:

    Meine Englischlehrerin war top, habe deshalb Englisch LK gemacht,

    meine Philosophielehrerin war noch besser, habe deshalb Philosophie studiert,

    mein Physik Lk war prima und mit wenigen Leuten, deshalb kam’s zum Physikstudium.


    Generell erfahre ich von meinen SuS auch, dass sie die Fächer sehr stark nach KollegInnen mögen oder eben nicht. Das wollen wir zwar immer nicht und meinen, die sollen sich von dem Kriterium lösen, trotzdem haben wir solche Eindrücke ja selber bei Fortbildungen oder in Seminaren auch.

    Zum Angebot bin ich der Meinung, dass stärker praktisches und künstlerisches Berücksichtigung finden sollte. Ich hatte z.B. noch recht viel Handarbeiten.

    Neue Kopffächer braucht es m.E. nicht. Wer eine gute Grundbildung hat, schafft es auch, sich selbst Dinge zu erarbeiten.

    Als Profi bin ich gendermäßig wieder zufrieden oder sollte es Profitesse heißen?
    Für Conni: اسمي ماري

  • Notentransparenz fand ich hab es damals kaum. Unter meiner Klausur stand einfach eine Note. Fertig. Heute bekommt man (am beruflichen Gymnasium in NRW) in Englisch einen inhaltlichen Erwartungshorizont und den sprachlichen Rückmeldebogen. Das sagt doch wenigstens etwas aus.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • hatten wir.

    Aber wir waren ja auch sprachlich orientiert.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
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  • ich hätte mir differenzierte förderung für begabte und schwächere sus gewünscht und generell mehr freies arbeiten (gab es ab sekundarstufe gar nicht, 2x gruppenarbeit in 13 jahren schule, wochenplan nur in der gs an einem wochentag).


    und es wäre toll gewesen, wenn die schule gegen mobbing irgendwas unternommen oder es auch nur wahrgenommen hätte. damals gab es aber noch nicht mal einen allgemein bekannten namen dafür. an der uni bin ich fast umgefallen, als wir fragebögen als probanden für eine der ersten studien über "mobbing" ausfüllen sollten. da war doch was...und das hatte scheinbar sogar einen eigenen namen und wurde erforscht. wow!


    insgesamt waren meine beiden schulen aber eigentlich echt okay bis super. ich bin im wesentlichen immer gern hingegangen und habe ne menge gelernt.

  • Das fand ich doof: In vielen Fächern mussten wir in der Unter - und Oberstufe zu Beginn der Stunde vorne an die Tafel und wurden über den Unterrichtsinhalt der letzten Stunde oder Vokabeln ausgefragt. Das gab eine Note.

    So war es bei meinem damaligen Bio-Lehrer, den ich von der 7. bis zur 11. Klasse "genießen" durfte, leider auch! Ich habe es wirklich gehasst.


    Zudem hätte ich mir, zumindest während meiner Schulzeit am Gymnasium, gewünscht, dass die Lehrkräfte zugänglicher und offener uns Schülern gegenüber gewesen wären. Der Unterricht und das Drumherum waren ziemlich unpersönlich und meine Lehrer*innen kamen mir unglaublich distanziert vor. Wir haben selten mal ein persönliches Wort gewechselt. Über Privates hat man sich mit den Lehrkräften gar nicht unterhalten. Daher hätte ich mich bei Problemen auch niemals an einen meiner Lehrer gewandt.


    Natürlich wissen meine heutigen Schüler*innen auch nicht alles über mein Privatleben - ich will ja nicht der große "Schülerkumpel" sein-, aber ein wenig gebe ich doch preis, und ich interessiere mich auch für deren Privatleben. Das halte ich für unglaublich wichtig!

  • Ich hätte mir gewünscht,

    dass es nach meinem Wechsel von der Realschule in die Gymnasiale Oberstufe (gut, ist schon lange her...) mehr Unterstützung von den leider sehr elitär eingestellten "Leerkörpern" gekommen wäre. "Aufgestiegene" Haupt- und Realschüler wurden damals sehr herablassend behandelt.

  • Nichts, ich fand's ganz unkritisch richtig so, wie es war und bin gern gegangen. Im Rückblick würde ich auch sagen: mehr Transparenz wäre cool gewesen, ich habe Noten immer ein bisschen für gottgegeben gehalten, v.a. mündliche:zahnluecke:

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