Corona - Homeschooling

  • Ich würde gerne mal ein paar Ideen sammeln, wie ihr an euren Schulen verfahrt, damit die Schüler zuhause was zu tun haben und nicht einfach nur fünf Wochen schulfrei. Unser offizielles Prozedere sind Wochenpläne die per Mail verschickt werden, aber ich überlege gerade ob es (Datenschutz hin oder her, ich schreib sowieso die Eltern an) sinnvoll wäre auf feste Sprachchat-Sprechzeiten (Discord) zu setzen.


    Ich wäre sehr denkbar wenn auf das "ich würde nie private IT-Infrastruktur einsetzen" verzichtet werden könnte, ich eigentlich auch nicht, aber eigentlich werden auch keine Schulen einfach geschlossen.

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Wir nutzen OneNote und Teams aber diese Information ist für Dich wahrscheinlich nutzlos weil Datenschutz und so. Diese Woche sind für alle Klassen (auch die im Moment noch "analogen") Kursnotizbücher eingerichtet worden, es gab eine online-Evaluation um rauszufinden ob es einzelne SuS gibt, die keinen Zugriff auf ein Laptop haben. Wie da der Stand der Dinge ist, das weiss ich nicht, aber unser zuständiger Konrektor hat das sicher alles im Griff. In meinen 7 Kursen haben alle Zugriff auf die komplette digitale Infrastruktur und können auch alle von zu Hause aus digital arbeiten. Ich bereite jetzt Arbeitsaufträge bzw. neue Kapitel so vor, dass man alles komplett alleine mit Selbstkontrolle abarbeiten kann. Von einzelnen Kursen fehlt mir noch eine Note (zum Glück nicht mehr als eine!), da werde ich Arbeitsaufträge dann halt digital korrigieren und bewerten. Verzerrt ein bisschen das Notenbild, aber das kümmert jetzt niemanden mehr. Eher doof wird es für unsere Drittklässler, die sollten nämlich jetzt mit der Matuarbeit beginnen und darunter gibt es eben auch experimentelle Arbeiten. Die Viertis sind zurecht pissed weil natürlich auch in den Sternen steht, was aus den Maturprüfungen wird. Aber für all das werden sich Lösungen finden, wenn's Problem konkret wird. Wir bereiten uns seit dieser Woche mit Hochdruck auf die möglichsten Szenarien so gut es geht vor.

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    Noch schlimmer? Was kann denn noch schlimmer sein? Jehova! Jehova! Jehova!

  • Ich finde die Idee des Homeschooling toll.

    Habe auch schon bei uns an der Schule oft über den "digitalen Ausbau" angefragt.

    Leider haben wir weder eigenen SchulEmailAdressen noch sonstige schulinterne Netzwerke (Moodle etc.)

    Ich hoffe, dass der Covid Fall einigen Schulleitungen den Anstoß zum Umdenken gibt.


    Generell könnte ich mir aber auch vorstellen, dass man Skype, Microsoft Team und Moodle nutzt. Auch wenn man sich dann nich tafle to face sieht, dass die SuS und LuL wenigstens eine (online)Plattform haben, in der sie sich austauschen können und Materialien zur Verfügung gestellt bekommen.


    Ich gehe davon aus, dass es ebenfalls nochmal einen Unterschied zwischen SEKI SEKII also Gymnasium, Gesamtschule, Grundschule und Berufskolleg gibt.

  • Microsoft stellt aktuell Teams kostenlos für die Schulen zur Verfügung. Vielleicht hilft euch das etwas weiter.

    Kennst du dich mit Microsoft Team aus?

    Ich hatte dazu gestern im allgemeinen Bereich eine Frage bzw. einen Thread erstellt :). Vllt kannst du mal reinschauen :)

  • Kennst du dich mit Microsoft Team aus?

    Bei uns stellt ja der Kanton die ganze Plattform zur Verfügung, die Teams werden zentral von der ITSBL eingerichtet. Da wir ohnehin in spätestens zwei Jahren flächendeckend auf BYOD umstellen hat seit August 2019 jede Klasse (auch die analogen) ein eigenes Team. Das ist im Regelbetrieb relativ nutzlos, wenn wir jetzt wirklich Homeschooling machen (wovon ich ausgehe), werden wir es aber sicher gut gebrauchen können, da es ja eine Chatfunktion gibt. Ich werde meinen Klassen mitteilen, dass ich dann einfach zu gewissen Zeiten für Fragen via Chat zur Verfügung stehe.



    Ich gehe davon aus, dass es ebenfalls nochmal einen Unterschied zwischen SEKI SEKII also Gymnasium, Gesamtschule, Grundschule und Berufskolleg gibt.

    Das ist sicher so. Wir sind eine reine Sek II und haben ohnehin schon Erfahrung mit Selbstlern-Phasen sowie BYOD. Die Vorstellung, dass wir eine zeit lang Unterricht von zu Hause aus machen, stresst bei uns eigentlich keinen besonders.

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    Noch schlimmer? Was kann denn noch schlimmer sein? Jehova! Jehova! Jehova!

  • Ich möchte ein paar kurze Videos zu den Aufgaben mit meinem Handy filmen. Die Tafelanschriebe habe ich eh digital. Ich muss dann nur ABs und Buchseiten einscannen (meine Klasse ist bis heute im Praktikum und die ganzen Bücher leider in der Schule). Das ganze schicke ich über unser iServe.

  • Ich melde mich in letzter Zeit ja relativ wenig zu Wort, verfolge aber gespannt die Diskussion zu Corona und seine Auswirkungen auf unser Schulsystem:


    Auf der einen Seite bin ich von euerm Einsatz für die SuS begeistert: Lernvideos, Discord (das benutze ich, wenn ich mit meinen Kumpels Battlefield zocke!) Wochenpläne per Mail und vieles mehr. Dafür alle Daumen hoch, ABER:


    Auf der anderen Seite sehe ich die Krise aber auch als Chance, auf die, de facto, nicht vorhande IT Infrastruktur in einigen Bereichen aufmerksam zu machen.

    Ich finde es unfassbar, dass gerade jetzt, wo es dem Dienstherren gut in den Kram passt, der Datenschutz auf einmal kein Problem mehr darstellen soll.
    Vom privaten PC zuhause E-Mails an SuS versenden? Wie passt das zu dem Aufriss, der um die DSGVO veranstaltet wurde? Ich habe jedenfalls nie diesen Wisch unterschrieben, dass ich an meinem privaten Endgerät personenbezogene Daten verarbeite.


    Von daher vielleicht einmal die Erinnerung daran, dass diese Krise auch eine Chance für uns ist, auf die Missstände in unserem System hinzuweisen. Mit dienstlichen Endgeräten für Lehrer, z.B. iPads für die SuS und zentral zur Verfügung gestellten Servern wäre homeschooling problemlos möglich gewesen. Dies wurde aus den ewig bekannten Gründen aber nie eingeführt, dann soll der Dienstherr halt jetzt mit den Konsequenzen leben.

  • Wir haben eine dstenschutzkonforme Schulcloudlösung mit Möglichkeiten für Daten, Mail etc Austausch inkl. Videokonferenzen.


    Die Kollegen laden entsprechend ihres Stundenplans für die jeweilige Klasse Arbeitsaufträge hoch. Schulische Infrastruktur konnten wir bereit stellen, kein Kollege hat das Angebot angenommen.


    Wir sind leidlich vorbereitet (war aber auch eine scheiss Arbeit, nicht nur in den letzen Tagen).

  • Ich überlege, ob ich meinem Mathekurs eine live-online Stunde mit http://www.twitch.de geben soll. Die Infrastruktur dafür ist quasi perfekt ausgebaut, man muss die App nur installieren. Außerdem können die Schüler aktiv im Chat Fragen stellen... Nachteil: Das wäre quasi nur Vortrag, aber ich kann mir ja z.B. auch Schülerprodukte als Foto senden lassen und die mit einbauen.

  • Ich habe meiner siebten Klasse gerade über Iserv die erste Sammelmail geschrieben, Aufgaben erläutert (teils analog, weil sie noch einen Stapel Aufgaben heute bekommen haben, teils digital über Link), Link vom Ministerium und unserer Schulhomepage gegeben.

    Zusätzlich haben wir vor, die Iserv-Infrastruktur stärker zu nutzen, also testen wir gerade das Klassenforum. Wenn das funktioniert, werde ich später durchaus auch kleine Videos dort ablegen und wir schauen mal, was wir damit alles anstellen können.


    Generell halten sich meine Mäuse für die Helden der Technik, können aber nicht viel mehr als bei Tiktok herumwischen. Also wollte ich die nächsten zwei Wochen dazu nutzen, alle ein bisschen näher an die PC-Nutzung zu bringen, Dateien speichern und als Anlagen versenden, Foren nutzen, Dokumente formatieren und so weiter. Mal sehen, vielleicht klappt es.


    Diese erste Infomail ging auch noch sicherheitshalber an die Elternvertreterin, die in in der Klassen-Eltern-WA-Gruppe verteilt, damit alle Eltern wissen, dass nicht nur Ferien sind.

    Bolzbold #5

    Gutmensch und Spaß dabei (= das GG und der Diensteid sind schon 'ne gute Sache 😉)

    "Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt." (T. Pratchett)

  • Bayern hat eine Online-Lernplattform namens Mebis.

    Ich kann dort einen "Kursraum" anlegen (für jede Klasse) und die betreffenden Schüler diesen Kursräumen zuordnen.

    Ich kann Materialien hochladen, Aufgaben dazu (sogar die "Abgabe" von Lösungen -z.B. Textdatei einfordern).

    Ich glaub, ich könnte sogar im Chat unterrichten?


    Ich habe vor, meine Tafelanschriebe, bestimmte Materialien und Arbeitsaufträge, mit denen ich gerne gearbeitet hätte usw. dort hochzuladen, aber es dann auch - zumindest in der Oberstufe - der Eigeninitiative der SuS zu überlassen, wann und wie ausführlich sie das abarbeiten. Manche sind mit Internetzugang / Internetzeit nicht so üppig ausgestattet, wie wir manchmal meinen.

  • Kennst du dich mit Microsoft Team aus?

    Ich hatte dazu gestern im allgemeinen Bereich eine Frage bzw. einen Thread erstellt :). Vllt kannst du mal reinschauen :)

    Leider nein, aber der, der dies tut und mir den Tipp auch gab kommt heute Abend wieder nach Hause, dann gucke ich. Evtl. schickst du mir die Frage noch mal.

  • Woah! Die Verlage sind schneller als meine Schulleitung. Ich bekomme schon Werbemails für Lernplattformen, die versprechen, dass man damit während der Corona-Ferien arbeiten könne.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Woah! Die Verlage sind schneller als meine Schulleitung. Ich bekomme schon Werbemails für Lernplattformen, die versprechen, dass man damit während der Corona-Ferien arbeiten könne.

    Nicht schlecht... ich hab Mails bekommen, dass die ausgefallenen Messen jetzt online stattfinden mit Link zu Rabattangeboten. Da sind echt welche schnell, um die Ausfälle zu kompensieren.


    Ich hoffe inständig, dass wir Aufgaben für die Kids bekommen. 4 Wochen vorm Computer gammeln und das Bett mit Pizza vollkrümeln is nich!


    Hoffe auch, dass unser Landes-System mit Cloud und Schnickschnack in Zukunft mehr genutzt wird. Fobis sollten schulweise durchgeführt werden und nicht nur alle Jubeljahre mal für einzelne Interessierte.

  • In NRW sind laut Ministerium die Schüler nicht verpflichtet, elektronisch erreichbar zu sein und der Stoff aus dieser Zeit darf nicht Gegenstand einer Arbeit sein.


    Ich habe eine Fallunterscheidung gemacht: Den Oberstufenkursen (Q1, Abischreiber) und denjenigen, deren Eltern unproblematisch sind, habe ich gesagt sie sollen Mitte nächster Woche mal auf moodle nachschauen. Das wollte ich für einige Unterrichtsreihen sowieso mal sauber aufsetzen (mit Abgaben, Lückentexten, Multiple-Choice und pipapo), da hab ich ja jetzt Zeit für.


    Die Kurse, in denen ich davon ausgehe, dass entweder die Schüler oder die Eltern sich darauf berufen, dass das ja alles voll ungerecht ist und ich das ja gar nicht dürfe und überhaupt.... habe ich Seiten aus dem Buch zur Wiederholung gegeben und den deutlichen Hinweis, dass die Übungsphasen bis Sommer eher kurz ausfallen werden. Wer möchte kann mich aber gerne für Material über moodle kontaktieren.

  • Woah! Die Verlage sind schneller als meine Schulleitung. Ich bekomme schon Werbemails für Lernplattformen, die versprechen, dass man damit während der Corona-Ferien arbeiten könne.

    Hihi, die hatte ich auch gerade.

  • Werbemails für Plattformen gab es vor Tagen schon.


    Leider kamen die offiziellen Ansagen der Landesregierung erst sehr spät und offenbar gibt es uneinheitlich Darstellungen oder Auffassungen hinsichtlich der Aufgabenerledigung.

    Bei uns gab es vorsorglich über Nacht entstandene Arbeitspläne, mit denen die Kinder für die kommenden 2 Wochen eingedeckt sind: Übendes Rechnen, Schreibübungen, Lesetagebuch bzw. Buchvorstellung, Arbeitspläne zu unterschiedlichen Themen.

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