Schwanger

  • Natürlich kann sie das, mir war nur nicht ganz klar, was mit "noch keine Bestätigung vom Arzt" gemeint ist.

    Was damit gemeint ist, ist doch egal. Sie braucht keine. Wenn sie meint, sie ist schwanger, dann reicht ihre Aussage. Ich hatte in der ganzen letzten Schwangerschaft keine Bestätigung vom Arzt.

  • Das mit der bloßen Mitteilung wusste ich noch nicht.

    Ich habe bisher nur den at-home-Test, keine Blutuntersuchung bzw. Ultraschall beim Arzt, ob alles so ist, wie es sein sollte.

    Das würde ich allerdings schon gerne haben, ich hoffe, ich bekomme schnell einen Termin...

  • Das mit der bloßen Mitteilung wusste ich noch nicht.

    Ich habe bisher nur den at-home-Test, keine Blutuntersuchung bzw. Ultraschall beim Arzt, ob alles so ist, wie es sein sollte.

    Das würde ich allerdings schon gerne haben, ich hoffe, ich bekomme schnell einen Termin...

    Wie gesagt, das reicht eigentlich aus. Wenn du also nicht schnell einen Termin bekommst (übrigens können die Bescheinigungen auch Hebammen ausstellen), dann kannst du immer noch kurzfristig vor Ort in der Schule entscheiden den SL darüber zu informieren.

  • Wie gesagt, das reicht eigentlich aus. Wenn du also nicht schnell einen Termin bekommst (übrigens können die Bescheinigungen auch Hebammen ausstellen), dann kannst du immer noch kurzfristig vor Ort in der Schule entscheiden den SL darüber zu informieren.

    Danke, das beruhigt mich schonmal ein bisschen.

  • Es ist in den BL immer unterschiedlich, aber letztlich muss die Schulleitung ja ohnehin eine Gefährdungsbeurteilung schreiben.

    Bei uns ist man dann ohnehin raus, weil es auch andere Krankheiten gibt, die Schwangere gefährden können und die an Schulen vertreten sein können.

  • Wenn du doch Risikopatientin bist (ich nehme mal an, mit Attest, der bestätigt, dass bei dir mit einem schweren Verlauf von Covid-19 zu rechnen ist) und vor den Sommerferien gefehlt hast, dann denken doch eh alle, dass du deswegen fehlst, oder nicht?


    Ich würde an deiner Stelle der SL die Schwangerschaft trotzdem mitteilen, die darf das ja nicht einfach rumerzählen. Wenn du dann eine Fehlgeburt haben sollstest, teilst du auch das der SL mit. Ich denke, in 98% der Fälle wird die SL (egal, ob Mann oder Frau) dir wohl sagen, dass ihnen das sehr leid tut und dich fragen, ob sie etwas für dich machen können.


    Für den Fall einer Fehlgeburt und duseliger Nachfragen von Kolleg*innen kommen, sag doch einfach, du hättest Kreislaufprobleme, einen schwereren Magen-Darm-Infekt oder sonst was gehabt.


    Die Sorgen bzgl. der Rückkehrer aus dem Heimaturlaub habe ich übrigens auch. Bei uns verbringt ein nicht unerheblicher Teil der SuS ihre Ferien in "unser Dorf". "Unser Dorf" ist im Normalfall irgendwo in Anatolien. Ich glaube leider nicht, dass sich alle Rückkehrer, die nicht fliegen, nach der Rückkehr testen lassen oder sich in Quarantäne begeben. Viele unserer SuS fahren mit dem Auto in die Türkei. Auch auf den Balkan kommt man mit dem Auto. (Oder nach Spanien und viele weitere Ländern, das waren jetzt nur Beispiele, die sich auf unserer Schülerschaft beziehen)

    Ich überlege, ob ich mir ein paar FFP2 Masken kaufe und die ersten zwei Wochen nur mit diesen Masken unterrichte.

  • Hallo,

    Ich würde gerne euer Schwarmwissen zu Niedersachsen nutzen. Bin in der 10. Ssw und werde es wohl bald der Schulleitung mitteilen. Soweit ich weiß, muss ich dann mit Schulbeginn als Schwangere in den Präsenzunterricht. Das bereitet mir nun aber tatsächlich schlaflose Nächte (die Hormone?), weil schon vor den Sommerferien an meiner Schule hygienetechnisch so viel schief lief und kaum organisiert war. Parallel habe ich an einer Grundschule gearbeitet, die ihre Schüler und ihr Personal wesentlich besser geschützt haben, daher habe ich den direkten Vergleich.

    Gibt es hier Kolleginnen aus Niedersachsen, die nach den Ferien nur aus dem Homeoffice arbeiten (wie es vor den Ferien geregelt war), oder müssen alle wieder kommen?

    Viele Grüße

    Kakadu

  • Gibt es hier Kolleginnen aus Niedersachsen, die nach den Ferien nur aus dem Homeoffice arbeiten (wie es vor den Ferien geregelt war), oder müssen alle wieder kommen?

    Hallo,

    ich bin zwar keine Kollegin, verweise aber gerne auf eine Presseinformation des Niedersächsischen Kultusministers, in denen er die 3 Szenarien vorstellt, die Du wahrscheinlich auch schon kennst: https://www.mk.niedersachsen.d…ues-schuljahr-190409.html. Selbst im Bestfall (Szenario A) ist noch die Möglichkeit des Home-Offices gegeben. Dies wird durch einen Beschluss der Kultusministerkonferenz gedeckt: https://www.kmk.org/aktuelles/…-in-der-corona-krise.html. Ob Du zu einer Risikogruppe gehörst, weiß ich nicht, jedoch stellen manche Ärzte auch schon ein Attest aus, wenn Du durch Deine Schwangerschaft nicht arbeiten kannst. Weiterführende Informationen dazu kann Dir sicher Deine Schulleitung geben. Da könntest Du vielleicht mal fragen.

  • Haeschenhuepf Wo hast du denn die Info her, dass Schwangere immer noch nicht in den Präsenzunterricht dürfen? Die durften doch bereits 2 Wochen vor Ferienbeginn wieder arbeiten aber auf Wunsch und ohne Attest im Home Office bleiben . Seit dem habe ich keine neuen Aweisungen erhalten.

  • EducatedGuess,


    ich kann total verstehen, wie du dich fühlst, "so draußen" und nicht mehr Teil des Ganzen... Und vermutlich verblasst das Gefühl auch erstmal nicht... Aber denke jetzt an dich und dein Baby; und verglichen mit deiner Dienstzeit ist diese Zeit jetzt nur ein Wimpernschlag. Wenn du nach Mutterschutz/ Elternzeit zurück bist, bist du ganz schnell wieder Teil des Ganzen, wie als wärest du nie weg gewesen ;)


    Man munkelt, dass es heute noch einen Brief der Behörde aus Hamburg geben soll, wo der Punkt zu Schwangeren konkretisiert wird.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich mich fühlen soll und was ich mir eigentlich wünsche... Momentan kann ich mir beides nicht vorstellen, "normal" wieder zu arbeiten mit zahlreichen Kontakten oder "einfach draußen" zu sein...

    Susannea Bisher hab ich davon noch nichts gehört. Geht ja auch schon nächste Woche wieder los... Irgendetwas wird ihnen schon für mich einfallen, hoffe ich. Ein bisschen aussortiert fühle ich mich nämlich schon, so ganz ohne Kommunikation auf Plänen feststellen, dass man nicht mit drauf ist und der eigene Stundenplan einfach nur leer.

  • Haeschenhuepf Wo hast du denn die Info her, dass Schwangere immer noch nicht in den Präsenzunterricht dürfen? Die durften doch bereits 2 Wochen vor Ferienbeginn wieder arbeiten aber auf Wunsch und ohne Attest im Home Office bleiben . Seit dem habe ich keine neuen Aweisungen erhalten.

    Ich habe gesucht, aber die aktuellste Mail wo etwas über Schwangere geschrieben wurde, die ich gefunden habe war Nr. 15. Kennst du mir sagen, wo aktueller etwas zu finden ist?

  • Hallo,

    Ich würde gerne euer Schwarmwissen zu Niedersachsen nutzen. Bin in der 10. Ssw und werde es wohl bald der Schulleitung mitteilen. Soweit ich weiß, muss ich dann mit Schulbeginn als Schwangere in den Präsenzunterricht. Das bereitet mir nun aber tatsächlich schlaflose Nächte (die Hormone?), weil schon vor den Sommerferien an meiner Schule hygienetechnisch so viel schief lief und kaum organisiert war. Parallel habe ich an einer Grundschule gearbeitet, die ihre Schüler und ihr Personal wesentlich besser geschützt haben, daher habe ich den direkten Vergleich.

    Gibt es hier Kolleginnen aus Niedersachsen, die nach den Ferien nur aus dem Homeoffice arbeiten (wie es vor den Ferien geregelt war), oder müssen alle wieder kommen?

    Viele Grüße

    Kakadu

    Zwei Kolleginnen von mir, die beide im November Mama werden, wurden von unserem Schulleiter schon im Mai aus dem Präsenzunterricht "herausgenommen" (seine Begründung war, dass er es nicht verantworten könne und wolle, wenn ihnen etwas passiert), obwohl wir einen gut organisierten und funktionierenden Hygieneplan hatten. Es ist aber nicht so gewesen, wie du schreibst: vor den Sommerferien war es in Niedersachsen nicht generell vorgesehen, dass Schwangere hätten im Homeoffice bleiben dürfen; das war an meiner Schule eben eine "Sonderregelung" durch den Schulleiter. Von anderen Schwangeren weiß ich, dass sie trotzdem im Präsenzunterricht waren, weil sie halt nicht zur Risikogruppe zählten.

    Meine beiden o. g. Kolleginnen werden aber nun bis zum Beginn des Mutterschutzes im Homeoffice verbleiben.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Zwei Kolleginnen von mir, die beide im November Mama werden, wurden von unserem Schulleiter schon im Mai aus dem Präsenzunterricht "herausgenommen" (seine Begründung war, dass er es nicht verantworten könne und wolle, wenn ihnen etwas passiert), obwohl wir einen gut organisierten und funktionierenden Hygieneplan hatten. Es ist aber nicht so gewesen, wie du schreibst: vor den Sommerferien war es in Niedersachsen nicht generell vorgesehen, dass Schwangere hätten im Homeoffice bleiben dürfen; das war an meiner Schule eben eine "Sonderregelung" durch den Schulleiter. Von anderen Schwangeren weiß ich, dass sie trotzdem im Präsenzunterricht waren, weil sie halt nicht zur Risikogruppe zählten.

    Meine beiden o. g. Kolleginnen werden aber nun bis zum Beginn des Mutterschutzes im Homeoffice verbleiben.

    Ds ist sicherlich keine leichte Entscheidung für jede Schulleitung (bei eh schon knappen Ressourcen); ich finde das richtig stark von deinem Schulleiter!

    Die Datenlage ist ja auch wirklich mau... Hinzu verhärten sich ja leicht Hinweise, dass es doch eher zu "Problemen" kommen kann (Übertragung auf Kind, höhere Beatmungsrate von Schwangeren in USA, Einstufung als Risikogruppe in Großbritannien und USA)...

  • Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass diese beiden Kolleginnen eh in Teilzeit waren, da sie beide schon Kleinkinder zuhause haben (der Sohn der einen Kollegin ist zwei, der der anderen vier Jahre alt). Eine der Kolleginnen hatte zehn, die andere sogar nur fünf Unterrichtsstunden; das war und ist also gut zu vertreten (zumal wir eigentlich eine gute "Lehrkräfteversorgung" haben).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Aber auch 15 Stunden müssen ja erstmal vertreten werden.

    Ich habe auch "nur" diese 15 Stunden, was aber heißt, dass ein Nebenfach in der Mittelstufe nicht mehr unterrichtet werden kann.

    Deshalb verstehe ich gar nicht, warum nicht mehr zum Mittel des individuellen Beschäftigungsverbotes gegriffen wird, um die fehlenden Stunden sauber nachbesetzen zu können!? Den Arzt will ich sehen, der das momentan nicht ausstellt - wo doch schon in normalen Zeiten viele Ärzte dies von sich aus anbieten.

  • Aber auch 15 Stunden müssen ja erstmal vertreten werden.

    Ich habe auch "nur" diese 15 Stunden, was aber heißt, dass ein Nebenfach in der Mittelstufe nicht mehr unterrichtet werden kann.

    Deshalb verstehe ich gar nicht, warum nicht mehr zum Mittel des individuellen Beschäftigungsverbotes gegriffen wird, um die fehlenden Stunden sauber nachbesetzen zu können!? Den Arzt will ich sehen, der das momentan nicht ausstellt - wo doch schon in normalen Zeiten viele Ärzte dies von sich aus anbieten.

    Weil das nicht die Aufgabe des Arztes, sondern des AG ist, der kann ja auch ein BV ausstellen und sogar eines, womit man eben im HO weiter arbeiten kann/darf.

  • Wie gesagt, bei uns war und ist es kein Problem, dass andere KuK diese 15 Stunden übernehmen, inkl. einer neuen Kollegin, die im kommenden Schuljahr zu uns kommt. Die beiden o. g. Kolleginnen unterrichten zudem auch in unterschiedlichen Schulformen, wodurch solch' ein Unterrichtsausfall wie bei dir, Vogelbeere, nie hätte passieren können. Im kommenden Schuljahr hätten die beiden ja eh nur noch bis zu den Herbstferien unterrichten können. Unseren Stundenplaner*innen meinten, ihnen sei es von daher ganz lieb, dass sie sie nun nicht mehr für diese kurze Zeit irgendwo einplanen und dann nach den Herbstferien für sie Ersatz finden müssen ;) .

    Ansonsten kann ich zu dem Thema nicht viel sagen (weil ich mich mit "individuellem Beschäftigungsverbot" etc. nicht gut auskenne; ich habe keine Kinder), außer, dass beide Kolleginnen putzmunter sind, unter normalen Umständen gerne noch weiter unterrichtet hätten und vom SL auch erst ein wenig überredet werden mussten ins HO zu gehen.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Was auch noch von Interesse ist, ist, ob die Stunden in der Statistik geführt werden oder nicht und was es dann als Vertretungsmodell gibt.

    Bleibt die schwangere Kollegin im HO, zählt sie voll, d.h. Die Schule muss sehen, wie sie das vertritt und hat keinerlei Anspruch auf Ersatz der Stunden.

    Ist die Kollegin längerfristig raus, hat die Schule einen Mangel und kann Stunden beantragen. Bis diese bewilligt werden, dauert es ja auch noch eine Weile.


    Meine SL entscheidet bei Corona und bei anderen Krankheiten so wie die von Humblebee ,

    vor den Ferien konnten dann eben nur wenige Stunden an weniger Tagen erteilt werden.

    Das wird in den kommenden Jahren mit vielen jüngeren Lehrkräften häufiger so sein, wenn der Lehrkräftebedarf nicht ehrlich ermittelt und entsprechend eingestellt wird,

    aber bei Unterversorgung kann man eben nicht alle Stunden erteilen.

    Es kann doch nicht sein, dass Arbeits-, Gesundheits- oder Mutterschutz der schlechten Versorgung untergeordnet werden.

  • So wie Palim es sagt, ist es bei uns auch - auf dem Papier ist die Schwangere mit ihren Stunden da, in der Realität aber eben im Homeoffice - was es ja aber nicht gibt, weil es "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" gibt. Wir sind aktuell drei Schwangere, davon zwei mit vollem Deputat und eben ich mit 15 Stunden. Natürlich kann unser SL uns nicht zwingen ein individuelles Beschäftigungsverbot zu bringen - ich weiß ja aber, wer es kompensieren muss, wenn ich es nicht tue, nämlich die anderen Kollegen. Wenn das BV bis zum Mutterschutz da ist, darf bei uns sofort Ersatz angefordert werden.

    Vorletztes Schuljahr fiel bei uns ein Kollege wegen der Bandscheibe aus. Der brachte auch erstmal wochenlang nur kleckerweise Krankschreibungen und natürlich mussten wir anderen diese Stunden vertreten - was natürlich "klasse" ist, denn die meisten arbeiten ja aus Gründen in Teilzeit und da ist eine auch nur vorübergehende Erhöhung der Stunden um 20% oder mehr eben mindestens eine Herausforderung. Erst als der Kollege operiert wurde und auch das ärztliche Attest entsprechend länger ausfiel, bekamen wir binnen kürzester Zeit eine Krankheitsvertretung, was uns alle entlastet hat.


    Mir geht es auch ganz wunderbar und ich war auch bis nach dem Abi noch unterrichten (weil ich es nicht verkündet habe), aber irgendwann geht das halt nicht mehr und wenn die Entscheidung des Dienstherrn so ist, dass sie keinem nützt, finde ich das individuelle Beschäftigungsverbot im Moment die beste Lösung.

    (Und was wäre, wenn ich mich schwanger in der Schule mit Corona anstecken würde, steht auf einem ganz anderen Blatt.)

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