Rückzahlung der Stornokosten an Schüler

  • Ok, danke. Ist das nicht im Endeffekt das Gleiche?

    Letztendlich in dem Sinne, das auf jeden Fall nicht der Lehrer, der unterschreibt, der Vertragspartner ist. Wer es in deinem Land genau ist, muss irgendwo stehen. In NRW steht's im sog. "Wandererlass".


    Es scheinen aber alle immer ignorieren zu wollen. Hier wollte die Schulleitung nebst Bezirksregierung einem Kollegen einreden, er habe den Vertrag geschlossen und müsse auch zusehen, wo die Kohle herkomme, die die Schüler nicht zahlen wollten (komplizierte Vorgeschichte). Sein Anwalt sagte ihm dann, er solle sich entspannen. Die Reiseveranstalter neigen auch dazu ihre Formulare so aufzubauen, dass da der einzelne Lehrer als Vertragspartner drinsteht. Muss man entsprechend anpassen.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Würdest du uns bitte auf dem Laufenden halten, wie die Geschichte weiter geht? Danke.

    Es wurde eine Lösung gefunden... Das Ganze wird jetzt über das Konto des Fördervereins abgewickelt...

    Die Weisung(?) das Privatkonto zu benutzen kam vom Schulleiter? In welcher Form? Mündlich? Schriftlich? Hat schon jemand nach deiner Kontonummer gefragt? Oder hat "die Schule" die irgendwoher? Wurde vielleicht mal ein Geldbetrag erstattet, den du ausgelegt hast?

    Naja, ob ich das Weisung nennen will... Der Vorschlag kam aber vom Schulleiter. Mündlich. Meine Kontonummer haben sie wohl vorliegen. Keine Ahnung woher. Etwas ausgelegt hatte ich mal, ja. Ich hatte etwas (spontan) für die Fachschaft besorgt und mir dann im Nachhinein erstatten lassen durch den Schulträger. Hätte ich wohl bar machen sollen... Aber das wäre bestimmt nicht gegangen. :autsch:


    Man lernt auf jeden Fall immer dazu. :engel:

  • Die Lösung finde ich auch gut. Gut, dass du so hartnäckig geblieben bist. Ich könnte dir bei uns mehrere KollegInnen nennen, die eingeknickt wären.

  • Es wurde eine Lösung gefunden... Das Ganze wird jetzt über das Konto des Fördervereins abgewickelt...

    Ohje, das ist rechtlich nicht weit weg von der Eltern-Konten-Lösung. Auf dem Konto des Fördervereins hat das Geld IMHO nicht verloren. Und der Kassenwart des Fördervereins hat dann die Arbeit? Der wird sich freuen. Aber womöglich ist es ihm auch wichtig, dass die dafür zuständige Verwaltung das nicht machen muss.


    Alternativ würde ich noch vorschlagen, dass ihr das Geld in bar in einen große Schüssel in der Eingangshalle packt. Dann kann sich jeder seinen Teil 'rausnehmen. Woher das Bestreben kommt, möglichst viele Umwege zu gehen, anstatt den einfachen Weg (Schulträger überweist Geld an die Berechtigten) zu nehmen, verstehe ich nicht.


    Was mich noch interessieren würde, wären die Details der Abwicklung, insofern du davon Kenntnis hast. Wie kommt der Förderverein an die Bankverbindungen? Etc?


    Gute Lösung.

    Äh, nee. Letztendlich kann es MrsPace (und damit auch uns) egal sein, wie es nun läuft, so lange sie nicht belästigt wird. Insofern, ja, ist's OK. Insgesamt halte ich es aber für genau so ein Gemurkse, wie jedes andere Umwegkonto. Wer haftet denn im Zweifelsfall? Usw. Wie gesagt, gerade mal OK, gut ist was anderes.


    Naja, ob ich das Weisung nennen will... Der Vorschlag kam aber vom Schulleiter. Mündlich.

    So lange es eindeutig als Vorschlag zu erkennen ist, ist ja alles OK. Einen solchen kann man annehmen oder ablehnen. Auch wenn mancher SL mit letzterer Variante nicht gut umgehen kann.


    Meine Kontonummer haben sie wohl vorliegen. Keine Ahnung woher. Etwas ausgelegt hatte ich mal, ja. Ich hatte etwas (spontan) für die Fachschaft besorgt und mir dann im Nachhinein erstatten lassen durch den Schulträger.

    Der Vorgang dürfte abgeschlossen sein. Die sollen deine Kontonummer wieder löschen. Verlange das explizit. Man weiß nie, auf welche schräge Idee welcher rotnasige Clown mal kommt. Im Sinne der Datensparsamkeit gibt es keinen Grund, deine Kontonummer weiter zu speichern.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

    2 Mal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • O. Meier, ich gebe dir da recht, dass es auch.... komisch ist. Ich hatte den Vorschlag schon vor ein paar Seiten in Kopf, habe ihn aber nicht gemacht, da ich mich als Förderverein auch bedankt hätte.


    Aber zumindest ist MrsPace außen vor.

    (Wobei ich mich frage, wie das Datenschutzrechtlich aussieht. Warum sollte ich (falls ich nicht in Förderverein bin) dem Förderverein meine Kontonummer geben. :) Stinken tut irgendwie alles.)


    Kl.gr.Frosch

  • Kontonummern sind jetzt aber auch nicht soooo geheime Daten, dass ich sie nicht an einen Förderverein geben würde.


    Bei wem von euch überweist denn tatsächlich der Schulträger an einzelne Eltern? Das dürften doch hunderte, wenn nicht tausende Einzelüberweisungen sein? Allein die 4. Klassen mit ihren Abschlussfahrten...

  • Ohje, das ist rechtlich nicht weit weg von der Eltern-Konten-Lösung. Auf dem Konto des Fördervereins hat das Geld IMHO nicht verloren.

    Auf dem Fördervereinskonto hat es auch meines Erachtens nichts zu suchen: Der Förderverein darf seine Mittel nur zweckgebunden vergeben; der Zweck ist in der Satzung hinterlegt, beim Finanzamt wird aufgrunddessen die Gemeinnützigkeit des Vereins beantragt. Wie der Kassenwart wahllose Ausgaben an Eltern mit dem Vereinszweck begründen will, dürfte interessant werden.

    Weist der Veranstalter, der die Gelder zurückzahlt, das dann in seiner Steuererklärung als Spende aus, damit er steuerlich auch etwas davon hat? :dollar:

  • Weist der Veranstalter, der die Gelder zurückzahlt, das dann in seiner Steuererklärung als Spende aus, damit er steuerlich auch etwas davon hat?

    Naja, das Geld kam ja vom Land, das die Stornokosten übernommen hat. Interessant wird es aber, wenn das Land vom Schulträger wissen will, wo das gwld hin ist. Vielleicht kommt ja mal der Rechnungshof vorbei und macht 'ne Stichprobe. Dann möchte ich nicht derjenige sein, der sagen muss, das Geld hätte man bunt zwischen Lehrern und Förderverein aufgeteilt.


    Als Kassen- oder Rechnungsprüfer des Fördervereins hätte ich da auch so meine Anmerkung. Kannst eigentlich nicht machen, so'n Schmu. Da müssen so viele Leute ein bis drei Augen zudrücken, das geht echt nicht.

    Bei wem von euch überweist denn tatsächlich der Schulträger an einzelne Eltern? Das dürften doch hunderte, wenn nicht tausende Einzelüberweisungen sein?

    Es werden ja nicht weniger, wenn das Geld über falsche Konten fließt. Wenn das viel Arbeit macht, muss man wohl Überstunden machen.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • So, hallo nochmal. :) Ich finde die Lösung in sofern gut als dass es nun nicht mehr mein Problem ist! Daher werde ich an diesem Vorschlag der SL jetzt auch nicht mehr rum mäkeln... Das es suboptimal ist, ist klar.


    An meiner neuen Schule werde ich mich bezüglich Klassenfahrten nun eher zurückhalten. Es sei denn es gibt da eine praktikable Lösung. Meine neue Schule befindet sich ja in einem anderen Landkreis. Also ein anderer Schulträger.

  • Zur Info über die Praxis in BW:

    Vertragspartner des Reiseunternehmens ist tatsächlich das Land, der Schulträger hat normalerweise nichts damit zu tun, sofern es nicht über sein Konto abgewickelt wird mangels Schulkonto.

    Das Land hält es für zulässig, Fahrten über Privatkonten von Lehrkräften abzuwickeln, sofern es nicht näher definierte “zweckgebundene Treuhandkonten” sind. Ist ja die günstige Lösung *Ironie off. Theoretisch müsste es dann auch bei Problemen dafür aufkommen. Ob das praktisch auch so ist, sei mal dahingestellt.

  • Das Land hält es für zulässig, Fahrten über Privatkonten von Lehrkräften abzuwickeln,...

    Naja... aber die betreffenden Lehrer müssen das nicht für zulässig halten.

    ...und dann eben auch nicht zulassen.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P


    8_o_)Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

  • So, hallo nochmal. :) Ich finde die Lösung in sofern gut als dass es nun nicht mehr mein Problem ist! Daher werde ich an diesem Vorschlag der SL jetzt auch nicht mehr rum mäkeln...

    Es ist schon traurig, dass akademisch gebildenes Perosnal zusammen mit Verwaltungsfachleuten keine vernüftige Regelung auf die Kette kriegt. Man ist froh, dass man selbst an dem Schmu nicht beteiligt ist. Das ist alles, was wir in dem System hinkriegen. Ja, das muss man kucken, wo ma selbst bleibt.


    Aber das gleiche Personal soll junge Menschen zu gebildeten, selbstbewussten Persönlichkeiten erziehen.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Es ist schon traurig, dass akademisch gebildenes Perosnal zusammen mit Verwaltungsfachleuten keine vernüftige Regelung auf die Kette kriegt. Man ist froh, dass man selbst an dem Schmu nicht beteiligt ist. Das ist alles, was wir in dem System hinkriegen. Ja, das muss man kucken, wo ma selbst bleibt.


    Aber das gleiche Personal soll junge Menschen zu gebildeten, selbstbewussten Persönlichkeiten erziehen.

    Ich habe bestimmt drei oder vier unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten angeboten. Bei jeder einzelnen hieß es, "Das geht nicht weil..." Und ja, dann ist es halt tatsächlich nicht mehr mein Problem! Ich habe versucht zur Lösung beizutragen und wenn die andere Seite auf stur schaltet, kann ich auch nix zu...

  • Da kann ich dir nur absolut beipflichten.

    Meine Meinung ist, dass überhaupt viel zu viele Verwaltungsaufgaben auf Lehrer abgewälzt werden. Eigentlich müsste man noch in viel viel mehr Bereichen Aufgaben zurückweisen.

  • Das Land hält es für zulässig, Fahrten über Privatkonten von Lehrkräften abzuwickeln, sofern es nicht näher definierte “zweckgebundene Treuhandkonten” sind.

    Vor langer Zeit habe ich mal versucht, bei verschiedenen Kreditinstituten ein solches Treuhandkonto zu eröffnen. Keines der Institute konnte mir dabei weiter helfen, angeboten wurden immer private Girokonten, auch wenn sich diese "Klassenfahrtkonto" nannten. Seitdem bestehe ich darauf, Zahlungen ausschließlich über ein Schulkonto abzuwickeln oder alternativ gar nicht mehr.

  • Zur Info über die Praxis in BW:

    Vertragspartner des Reiseunternehmens ist tatsächlich das Land, der Schulträger hat normalerweise nichts damit zu tun, sofern es nicht über sein Konto abgewickelt wird mangels Schulkonto.

    Das Land hält es für zulässig, Fahrten über Privatkonten von Lehrkräften abzuwickeln, sofern es nicht näher definierte “zweckgebundene Treuhandkonten” sind. Ist ja die günstige Lösung *Ironie off. Theoretisch müsste es dann auch bei Problemen dafür aufkommen. Ob das praktisch auch so ist, sei mal dahingestellt.

    Und vielleicht noch als Nachtrag: An der Schule meines Vaters werden diese Rücküberweisungen komplett von der Schulsekretärin übernommen. Deren Aufgabe ist es offiziell zwar auch nicht (insofern weiß sie, dass sie nur Bescheid geben müsste, wenn das eine völlige Überlastung wäre), aber mein Vater möchte als SL seinen Lehrkräften möglichst den Rücken freihalten (prinzipiell und dieses Schuljahr noch mehr, angesichts der vielen Zusatzbelastungen). Seine Aussage zu deinem Fall MrsPace war, dass nachdem du sozusagen den Sonderfall darstellst bei der Buchung komplett ohne solch ein Treuhandkonto auf deinen Namen, was von der SL genehmigt worden war, die SL sich mit den Juristen im Staatlichen Schulamt bzw. RP in Verbindung setzen müsse, um eine Lösung zu finden, die auch bei der Rückabwicklung dein Privatkonto außen vor lässt.


    Gut für dich, dass es eine andere Lösung gab, auf die dein SL sich eingelassen hat, besser für dich, dass du die Schule bald verlässt und deine neue SL hoffentlich etwas weniger kompliziert veranlagt ist. In diesem Sinne: Guten Endspurt! ;)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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