„Dienstliche“ Telefonnummer

  • Vll ist es doch ein großer Unterschied, an welcher Schulform man arbeitet.

    Wer am Förderzentrum arbeitet, hat mehr im schulischen Kontext Kontakt zu Externen als ich am Gym.


    Über die dienstliche email bin ich bestens erreichbar.In 8 Jahren wurde ich genau zweimal um telephonischen Rückruf gebeten, jetzt innerhalb des Lockdowns.Das habe ich dann mit unterdrückter Nummer gemacht. Sonst rufe ich natürlich nur von der Schule aus zurück.

    Ob man wirllich immer von zu Hause aus erreichbar sein muss, ist wirklich zu überlegen. Möchte man erreichbar sein zu Zeiten, an denen man nicht mehr an der Schule sein möchte, z.B. nachmittags nach eigenem Schulschluss, dann ist das eigentlich unser Privatproblem. Ich könnte ja auch an der Schule verbleiben.


    Da ist wohl jeder von uns auch anders gepolt. Ich persönlich komme bestens damit klar, wenn ich mir strikte Erreichbarkeitszeiten bzw Erreichbarkeitsauszeiten nehme.


    Privat würde ich jedoch keine mail Adresse einrichten, wenn der Dienstherr das nicht vorsieht. Er wird schon seine Gründe haben:pfeif:

  • Also ich habe eine dienstliche Email-Adresse und die reicht. Zusätzlich noch eine IServ Adresse. Dort können die Eltern mich um Rückruf bitten. Dann bestimme ich aber über die Zeit.


    Ich würde auf keinen Fall angerufen werden, während ich gerade mit meiner Familie draußen im Wald bin. Oder beim Kochen. Oder wenn ich gerade das Bad putze. Oder wenn ich mit meinen Kindern spiele / Hausaufgaben mache etc.


    Außerdem sehe ich gar nicht ein, dafür extra was zu zahlen. Mit unterdrückter Nummer von meinem Handy aus anzurufen ist okay, da ich eine Flatrate habe. Aber extra eine eigene Sim Karte oder sogar ein Handy? Never.


    Ein Zweithandy ist mir viel zu umständlich, das wäre eh nie geladen oder würde in der Ecke /in der Schultasche liegen, wo ich es nie hören oder finden würde. Und wenn ich das sowieso nie mit zum Einkaufen oder spazieren oder wasweissich nehme, ist es eh nutzlos, dann bin ich ja doch nicht erreichbar und die Eltern können gleich eine Email schreiben.

  • Wir haben dienstliche Mailadressen, aber der Großteil der Eltern und Schüler/innen unserer Brennpunktschule ist nicht in der Lage -warum auch immer- Mails zu verschicken und haben keine Mailadressen. Darüber kann ich keinen einzigen meiner Förderschüler/innen und deren Eltern erreichen.


    Ich hab die Wahl, kommuniziere ich mit den Eltern und Förderschüler/innen auf den Wegen, die sie selbst nutzen, oder nicht. Ich rufe alle einmal pro Woche an, das mache ich meist von der Schule aus, wen ich nicht erreiche, rufe ich mit unterdrückter Nummer vom Handy zuhause aus an. Da ich zur Zeit nur ältere Schüler/innen unterrichte, die WhatsApp nutzen dürfen, bin ich froh, sie im Lockdown auch darüber erreichen zu können. Ich schicke ihnen Fotos von z.B. Arbeitsblättern, Links zu Erklärvideos und erinnere sie an Termine. Ich hab mir dazu WhatsApp auf ein älteres Tablet geladen, dass ich als Ebook-Reader benutze. Für mich ist das ganz praktisch so. Gruppen habe ich nicht eingerichtet, das soll kein Rumgequatsche sein, wo jeder seinen Senf zu einem Thema abgibt. Anrufen bei Fragen trauen sich die Schüler/innen nicht, aber Sprachnachrichten verschicken, tun sie bei Fragen. So bricht der Kontakt zu den Schüler/innen wenigstens nicht ab. Bisher habe ich damit keine schlechten Erfahrungen gemacht.


    Lieber wäre mir ein Diensthandy, ein Dienstlaptop und vor allem endlich Geräte für meine Schüler/innen. Aber hab ich leider alles nicht. Und meine Förderschüler/innen brauchen trotzdem etwas mehr Unterstützung im Distanzlernen, die sie zuhause leider nicht kriegen (können).

  • Wie ich hier im Forum schon mehrfach schrieb, gebe ich seit Anbeginn meiner Klassenlehrerinnentätigkeit (Sommer 2003) jedes Schuljahr meine private Telefonnummer (Festnetznummer) an meine Klasse heraus und habe noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht; wobei ich natürlich als BBS-Lehrkraft sowieso nicht mehr allzuviel mit den Eltern meiner SuS zu tun habe. Ich sage und schreibe immer gleich dazu, dass ich nur Mo. bis Fr. bis 18 Uhr erreichbar bin und es hat mich in all den Jahren noch nicht einmal ein/e Schüler/in oder ein Elternteil am Wochenende oder abends angerufen. Auch hatte ich nur sehr selten Anrufe wegen irgendwelche Lappalien, sondern es waren wirklich fast immer wichtige Angelegenheiten, über die die SuS und Erziehungsberechtigten mit mir sprechen wollten.


    Sollte ich aber irgendwann mal schlechte Erfahrungen machen, würde ich es so handhaben, wie vom TE vorgeschlagen.


    Ansonsten kommuniziere ich mit SuS, Erziehungsberechtigten etc. über meine schulische E-Mail-Adresse.

    Dürft ihr mit Schülern via WhatsApp kommunizieren? Das ist doch datenschutzrechtlich sehr heikel ...

    Nein, das wurde uns von unserer SL explizit untersagt. Wir kommunizieren auch mit den KuK über schulische Angelegenheiten nur noch über "Signal" und die Klassenlehrkräfte, die mit ihren SuS eine "Gruppe" gründen, tun dies ebenfalls bei diesem Messenger.

  • Doch. Eins fürs ganze Kollegium und am anderen Ende der Schule...

    Hm, falls das in der Verwaltung noch keiner mitbekommen hat, dass das keine ausreichende Ausstattung ist, sollte man das mal melden.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Ob man wirllich immer von zu Hause aus erreichbar sein muss, ist wirklich zu überlegen.

    Nein, da gibt es nichts zu überlegen. Zu Hause muss man nicht erreichbar sein, insbesondere nicht für Schülerinnen und Eltern.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Dürft ihr mit Schülern via WhatsApp kommunizieren? Das ist doch datenschutzrechtlich sehr heikel ...

    Das ist der eine Punkt. Zum Anderen finde ich solche Messenger-Dienste furchtbar unpraktisch, da man immer den jeweiligen Client verwenden muss. Teilweise geht das wohl nur auf Mobilgeräten. Da lobe ich mir doch E-Mail als offenen Standard. Kannste problemlos von überall auch im Web-Interface abrufen. Und zu Hause hast du 'nen brauchbaren Client nach Wahl.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Was meinst du? Ein Zitat so zu verkürzen, dass nur noch drei Wörter übrig bleiben, ohne die Auslassungen zu kennzeichnen? Ja, kommt mir ziemlich albern vor.

    So wird doch offensichtlich, was ich meine?! Inwiefern wird durch den Zusammenhang mit dem anderen Text (dem ich inhaltlich zustimme) die feminine Form logischer?

  • Nein, da gibt es nichts zu überlegen. Zu Hause muss man nicht erreichbar sein, insbesondere nicht für Schülerinnen und Eltern.

    "Muss" man natürlich nicht, aber ich persönlich telefoniere gerade zu Zeiten des Homeschooling lieber mit meinen Schüler*inenn und auch Erziehungsberechtigten als ausschließlich schriftlich mit ihnen zu kommunizieren. Und auch zu "normalen" Schulzeiten finde ich es angenehmer, in Ruhe von zuhause aus mit SuS und Eltern zu telefonieren als von der Schule aus.

    Wie immer ist aber auch dies natürlich Ansichtssache!

  • So wird doch offensichtlich, was ich meine?!

    Formuliere doch so, dass es klar wird. Was findest du denn nun albern?

    die feminine Form logischer?

    Logischer als was? Komperativ ohne Vergleichsobjekt finde ich schwierig. Also, nein, ich weiß nicht, was du meinst oder willst. Scheint aber auch nicht sonderlich wichtig zu sein. Vielleicht störst du den Thread lieber nicht weiter mit dem unklaren Off-Topic? Danke.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Zitat

    Nein, da gibt es nichts zu überlegen. Zu Hause muss man nicht erreichbar sein, insbesondere nicht für Schülerinnen und Eltern.

    wenn ich nur wenige Stunden am Tag an der Schule bin, ohne Freistunden Unterricht mache und danach gleich heimfahre, ist ja meine Arbeitszeit noch nicht beendet.

    An solchen Tagen kommuniziere ich natürlich mit Schülern/Schülerinnen und Eltern, aber nur per Dienstmail, zu den von mir festgelegten Zeiten und nicht per Telephon.

    Meine Dienstzeit ist an manchen Tagen nicht beendet mit den Stunden, die ich an der Schule verbringe. Habe ich von 7:45 Unterricht bis 15:45, dann rufe ich zu Hause keine dienstlichen Mails mehr ab.


    Whats app mit Schülern oder Eltern ist für mich ein NoGo, aus verschiedenen Gründen.

  • Dürft ihr mit Schülern via WhatsApp kommunizieren? Das ist doch datenschutzrechtlich sehr heikel ...

    Ich mache das erst seit dem Lockdown. Unsere Schulleitung macht es auch. Von der Seite her habe ich daher keine Probleme.


    Ich passe insofern auf, dass ich WhatsApp über ein Tablet nutze, da sind nur die Kontakte drauf, mit denen ich schulisch zu tun habe, nur mit 16 -jährigen und älteren Schülern kommuniziere und keine Gruppen, sondern nur Einzelchats habe.

  • Zu Hause muss man nicht erreichbar sein, insbesondere nicht für Schülerinnen und Eltern.

    Doch, im Moment muss ich! Ich bin nicht in der Schule, sondern unterrichte komplett von zu Hause aus. Das läuft in der Grundschule über Wochenpläne und Material, das ich bereitstelle (Unterricht nach Stundenplan per Videokonferenz ist da nicht drin). Und dazu gehört natürlich auch, für Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Aufgaben reinwerfen und dann abtauchen, geht bei Grundschülern nicht.


    Aber vielleicht meinst du ja nur die Erreichbarkeit in "normalen" Zeiten? Da gebe ich dir dann recht.

    "Die Wahrheit ist ein Zitronenbaiser!" Freitag O'Leary

  • Die Eltern meiner Klasse haben vor 5 Jahren meine Privatnummer bekommen - mit der Bitte, zu berücksichtigen, dass ich Familie habe, und nur anzurufen, wenn es richtig brennt.

    Ist in den 5 Jahren ganze 2x passiert, dass Eltern mich angerufen haben. Und ja, da hat es dann auch richtig gebrannt.


    War mit einem gewissen Risiko verbunden, denn ich kannte die Klasse ja noch nicht, aber der Vertrauensvorschuss hat sich gelohnt.

    Ob ich das nochmal mache, weiß ich aber noch nicht.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Logischer als was? Komperativ ohne Vergleichsobjekt finde ich schwierig. Also, nein, ich weiß nicht, was du meinst oder willst. Scheint aber auch nicht sonderlich wichtig zu sein. Vielleicht störst du den Thread lieber nicht weiter mit dem unklaren Off-Topic? Danke.

    Ok, dann sage ICH als Frau dir eben, dass ich die ständige Nutzung der weiblichen Form im höchsten Maße albern finde.

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