Vertretungsstunden - Mehrarbeit - Regelungen S-H (und Erfahrungen aus anderen Bundesländern)

  • Was sind "reguläre Dienstzeiten"?

    Wenn ich an der Schule bin. Aber ziemlich sicher nicht abends oder nachts. Und schon gar nicht zu Hause.


    Nein, die „gibt“ es in NRW auch nicht. Die muss man sich backen.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Unsere Vertretungsplaner'innen machen den teilweise auch von zuhause aus. Aber dass sich jemand nachts krankgemeldet hat und daraufhin der Vertretungsplan "angepasst" wurde, ist meines Wissens noch nie vorgekommen. Auch Vertretungsplaner*innen müssen ja mal schlafen und sollen nicht mitten in der Nacht arbeiten! ;-)

    Ich melde mich fast immer nachts krank. (Dann, wenn ich merke, es geht nicht. Auch die Krankmeldung geht über Edupage. Dann muss ich keinen Wecker stellen, wenn ich endlich eingeschlafen bin.) Ich war aber auch oft überrascht, wann die Vertretung eingetragen wird (es steht die Uhrzeit dabe z. B. 23.17 Uhr ).


    Die Vertretungsplaner haben es gerne weg, unsere Eltern mit kleinen Kindern wissen es gerne so früh wie möglich. Es ist aber kein Muss.

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  • Ich kann nur aus NRW berichten, hier ist es erlaubt, Lehrkräfte vor und nach ihrem eigentlichen Unterricht einzusetzen, Hohl/Springstunden sind ebenfalls erlaubt.

    Aber es kann nicht erwartet werden, dass Kollegy früher als normalerweise nötig zur Schule kommt, wenn er nicht spätestens am Vortag über die Vertretungsstunde informiert ist.

  • Wenn ich an der Schule bin. Aber ziemlich sicher nicht abends oder nachts. Und schon gar nicht zu Hause.

    Wie lange bleibst du denn jeden Tag in der Schule, dass du auf deine Wochenstunden kommst, für die du bezahlt wirst?

    Ich meine, Ferien sind ja Ferien, da arbeitet man nichts. Abends - nein, da habe ich Feierabend, da schaue ich doch nicht nach E-Mails! Und um 14 Uhr bin ich Zuhause, und von Zuhause aus mach ich ja schon mal gar nichts, also wirklich!

  • Ich meine, Ferien sind ja Ferien, da arbeitet man nichts. Abends - nein, da habe ich Feierabend, da schaue ich doch nicht nach E-Mails! Und um 14 Uhr bin ich Zuhause, und von Zuhause aus mach ich ja schon mal gar nichts, also wirklich!

    So machst du das? Ok.

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  • Aber es kann nicht erwartet werden, dass Kollegy früher als normalerweise nötig zur Schule kommt, wenn er nicht spätestens am Vortag über die Vertretungsstunde informiert ist.

    Was mich nun interessieren würde: Wenn an einer Schule kein BD vorgesehen ist, gleichzeitig aber die oben zitierte Regelung gilt - wie wird denn dann damit umgegangen, wenn es morgens Krankmeldungen gibt und Klassen ansonsten in der 1. Stunde unbeaufsichtigt sind? Wohlgemerkt: Bezogen auf minderjährige Schüler*innen, die man nicht alleine arbeiten lassen oder einfach wieder heimschicken kann. Es soll ja vorkommen, dass man morgens als Lehrkraft krank aufwacht und das eben nicht bis zum Vortag 16 Uhr schon melden konnte.

  • ich habs ja gesagt: ihr hattet schon vorher schlechte Pläne Kris

    diese Vertretungsgeschichte mit Informieren bis 17 Uhr kommt mir auch wirklich übertrieben vor. da sieht man wieder den Vorteil der Bereitschaften.

  • diese Vertretungsgeschichte mit Informieren bis 17 Uhr kommt mir auch wirklich übertrieben vor. da sieht man wieder den Vorteil der Bereitschaften.

    Was ist daran "übertrieben"? Mir ist das so definitv lieber, als wenn ich Bereitschaftsstunden hätte, wo ich dann gar keine Vertretung 'reinbekomme. Allerdings ist es bei uns an der Schule - bedingt durch die ältere Schülerklientel - ja auch oftmals so, dass die SuS gar keine Vertretungslehrkraft bekommen, sondern in Stillarbeit Arbeitsaufträge erledigen oder Stunden auch mal ausfallen (dürfen).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Eben, deswegen würde mich interessieren, wie es gehandhabt wird, wenn die Stunden vertreten werden müssen und keine Bereitschaft existiert, aber auch das Kollegium sagt "wenn ich am Vortag nicht vor xy Uhr informiert werde, dann vertrete ich ganz sicher nicht".

  • Eben, deswegen würde mich interessieren, wie es gehandhabt wird, wenn die Stunden vertreten werden müssen und keine Bereitschaft existiert, aber auch das Kollegium sagt "wenn ich am Vortag nicht vor xy Uhr informiert werde, dann vertrete ich ganz sicher nicht".

    Die Kollegen, die sich so äußern, unterrichten alle ältere Schüler. Von außen lässt sich "leicht" kommentieren.

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  • Die Kollegen, die sich so äußern, unterrichten alle ältere Schüler. Von außen lässt sich "leicht" kommentieren.

    Wenn es denn so ist, dass die jüngeren Schülerinnen eine engere Betreuung benötigen, dann müsste sich das im Personalschlüssel niederschlagen. Eure Dienstherrin müsste also mehr Lehrerinnen beschäftigen, so dass es eine ausreichende Vertretungsreserve gibt. Das tut sie nicht, so wie ich das verstanden habe. Da aber fängt die Schieflage an und schlägt in einen unfair hohen Vertretungsaufwand durch.


    Ich sage nicht, dass ihr es so machen sollt, wie wir am BK. Aber ich finde es auch nicht gut, dass von euch erwartet, dass ihr kucken könnt, wo ihr bleibt, weil die Dienstherrin sich nicht kümmert. Diese hat euch gegenüber eine Fürsorgepflicht, der sie nicht nachkommt.

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    3 Mal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Wenn ich in der Schule bin, kann ich draufkucken. Wenn ich früher kommen soll, muss man mir das schon zu den regulären Dienstzeiten sagen, sonst ist einfach zu spät.

    Hallo O. Meier,


    das interessiert mich jetzt genauer: Was sind denn für dich die regulären Dienstzeiten?


    LG DFU

  • Was sind denn für dich die regulären Dienstzeiten?

    In dem Kontext hier ging es darum, dass ich für dienstliche Zwecke in der Schule erreichbar bin. Also (unmittelbar) vor und nach meinem Unterricht, bei und nach Konferenzen, Sitzungen. Ich bin keine Leibeigene der Schulleitung oder der Vertretungsplanerin. Ich muss nicht ständig erreichbar sein und muss ch muss auch nicht alle sieben Minuten vor denen erscheinen, Männchen machen und mir ein Leckerchen abholen.


    Früher gab es einen Zettel ins Fach, wenn man vertreten sollte. Da kuckte man morgens 'rein, wenn man kam, und nachmittags noch mal, wenn man ging. Das läuft jetzt noch genau so, nur dass ich auf die unübersichtliche Anzeige auf einem Display im Lehrerinnenzimmer schaue.


    Das ging Jahrzehnte lag, ohne dass jemand abends(!) oder nachts(!) E-Mails abgerufen hat. Warum soll das nicht mehr gehen?


    Einen dienstlichen Internetzugang hat mir die Dienstherrin noch nicht nach Hause legen lassen. Das lehnte ich auch entschieden ab. Bei mir zu Hause kann ich so etwas entscheiden.

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  • Wenn es denn so ist, dass die jüngeren Schülerinnen eine engere Betreuung benötigen, dann müsste sich das im Personalschlüssel niederschlagen. Eure Dienstherrin müsste also mehr Lehrerinnen beschäftigen, so dass es eine ausreichende Vertretungsreserve gibt. Das tut sie nicht, so wie ich das verstanden habe. Da aber fängt die Schieflage an und schlägt in einen unfair hohen Vertretungsaufwand durch.


    Ich sage nicht, dass ihr es so machen sollt, wie wir am BK. Aber ich finde es auch nicht gut, dass von euch erwartet, dass ihr kucken könnt, wo ihr bleibt, weil die Dienstherrin sich nicht kümmert. Diese hat euch gegenüber eine Fürsorgepflicht, der sie nicht nachkommt.

    Ich gebe dir recht, hilft nur momentan nicht (vor allem ärgert mich das Verrechnen mit Minusstunden in anderen Monaten, dank 2 LKs kriege ich daher selten etwas bezahlt und da fühle ich mich schon ausgebeutet, wenn es wenigstens Geld für die Vertretungsstunden gäbe). Und ja, GEW und Philogenverband sind mit am diskutieren (es wurde dann mit noch schlechterer Regelung gedroht). Den aktuellen Stand der Diskussion kenne ich nicht (der Zeitraum der Verrechnung scheint kürzer geworden zu sein, war mal 12 Monate).


    Wir versuchen das Beste daraus zu machen.


    (Zur Betreuung von Jüngeren - meine 1. Schule wollte Randstunden anfangs nicht vertreten, es gab keine Bereitschaft für die 1. Stunde. Sechstklässler sind in ein leer stehendes Haus in der Nähe eingedrungen und haben großen Schaden angerichtet. Eltern wollten, dass die Schule zahlt. Zum Glück war der Ausfall der Stunde bereits am Vortag den Schülern bekannt (digitale Klassenbücher oder Schulmails gab es noch nicht), es hat schließlich gereicht. Danach musste auch die 1. Stunde vertreten werden. )


    Ich ärgere mich aber mehr über die zweimalige Erhöhung der Deputatsstunden und anderes. Auch da können wir nur begrenzt etwas ändern.

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