Bevor ein Kind sitzen bleibt, hat es zuvor längst Gespräche zum freiwilligen Rücktritt gegeben und davor Gespräche über die Fördermöglichkeiten, Förderung im Rahmen der Möglichkeiten - also knapp an zieldifferent vorbei als Binnendifferenzierung, manchmal auch über Fördergruppen, Leseförderung durch Ehrenamtliche oder Programme etc., Gespräche über Mindeststandards und den Weg dahin/ das Aufholen sowie Beratung hinsichtlich außerschulischer Förderung und Ursachenforschung.
Wenn das alles verpufft oder nicht ausreicht und die Eltern den freiwilligen Rücktritt ausschlagen, manchmal auch, weil sie meinen, dass das Kind doch noch aufholt und versetzt wird, dann kommt es dazu, dass das Kind die Klasse wiederholt.
In NDS braucht es am Ende von Klasse 2 dafür keine schlechten Noten, da es Berichtszeugnisse gibt.
Wenn eine Verbesserung durch Wiederholung völlig aussichtslos erscheint, wird ab Mitte Klasse 2 ein Gutachten LE geschrieben (ab Klasse 3 bei entsprechenden Noten und Arbeitsverhalten), zuvor geht auch GE, dann muss aber wirklich eine sehr deutliche Beeinträchtigung bestehen und extrem gut nachgewiesen werden, welche Förderung bereits erfolgt ist.
Von „Durchwinken“ kann da keine Rede sein.