Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist

  • Deutsch ist immer im Klassenverband, Englisch eigentlich auch. Es macht überhaupt keinen Sinn.

    Für mich klingt das nach einer Teilungsstunde, in der du die halbe Klasse hast und jemand mit Englisch die andere Hälfte,

    am Tag darauf wird getauscht.

    Du könntest die Inhalte oder Übungen also am Di und Mi gleich gestalten.

    Allerdings haben dann beide Gruppen an einem Tag Englisch statt Deutsch, was du vermutlich damit meintest, dass es nicht zur Stundentafel passt.

  • Was anderes zum meckern:

    Jetzt endlich durch den Entwurf des FM in NRW zur vermeintl. amtsangemessenen Alimentation (a.A.) gearbeitet, die inzwischen veröffentlichten Prognoserechner bemüht, lauthals gelacht, mit der Realisierung der a.A. in Brandenburg (das eine rechtlich und besoldungstechnisch recht äquivalente Ausgangslage hatte) verglichen und das Lachen zu einem hysterischen Lachkrampf verzerrt, der nicht enden will.........

    Nettogehaltsunterschied in meiner Gehalts- ind Erfahrungsstufe:

    413,17 €

    Ab März 2027 (wenn der Entwurf des FM so umgesetzt werden sollte und sogar noch wenn die zuvor ausgehandelte 'reguläre' Teilerhöhung eingetreten ist):

    286,42 €

    ... letztlich habe ich für die nächste Landtagswahl zumindest bereits eine Negativwahlentscheidung getroffen.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    I'm back! 😎

    "Du wirst diesen Diskurs nicht gewinnen" (Magellan).

  • Wir drehen uns im Kreis, es könnte auch ein Indikator dafür sein, dass Schulen nicht konsequent genug die Leistungsbewertung ausreizen. Weil hier auch immer wieder zu lesen ist, dass die Grundschulen Schuld sind an irgendwas hnd dass die Kollegen Schuld sind, die immer gerade noch eine vier geben und man deswegen selbst keine 5 geben könnte, weil man dann der einzige Böse sei oder Nachprüfungen, Förderpläne etc.pp. kurz: Zusatzarbeit habe.

    Und zum Wahrhaben wollen: das Problem ist hier auch die anekdotische Evidenz. Immer hat jemand irgendwas von irgendwem gehört und sich irgendwie geärgert und weiß das halt. Bringt doch mal ein paar Vergleichszahlen, wenn echtes Interesse an Ursachen für Probleme besteht.

    Aber vielleicht ist das im Meckerforum auch nicht notwendig 😊

    Was für Zahlen stellst du dir da vor? Und nein, ich lese hier nirgends pauschale Kritik an Grundschulkollegen, sondern die hängen halt auch in den Zwängen eines dysfunktionalen Systems fest.

    Dass man sich unter den Voraussetzungen fehlender Arbeitszeiterfassung und Mehrarbeitskompensation nicht endlos viel Mehrarbeit und Konflikte aufhalst, kann man auch keinem vorwerfen. Der Grundschulkollege, der 2/3 seiner Klasse wiederholen lässt, steht vermutlich von allen Seiten unter Beschuss und findet keine ruhige Minute mehr, insofern kann ich das pragmatische Durchschieben ja durchaus nachvollziehen. Ist ja systemisch auch gewollt, solange man in der Politik lieber auf Abschlussquoten als auf tatsächliche Kompetenzstände schaut.

  • Für mich klingt das nach einer Teilungsstunde, in der du die halbe Klasse hast und jemand mit Englisch die andere Hälfte,

    am Tag darauf wird getauscht.

    Du könntest die Inhalte oder Übungen also am Di und Mi gleich gestalten.

    Allerdings haben dann beide Gruppen an einem Tag Englisch statt Deutsch, was du vermutlich damit meintest, dass es nicht zur Stundentafel passt.

    Ja, so dachte ich mir das auch erst. Aber dann ist Mittwochs die Klasse nicht nur zwei- sondern dreigeteilt. Wie soll ich denn da die Gruppen aufteilen? Es ergibt überhaupt keinen Sinn.

  • ...wieder mehr Russisch unterrichtet, garantiert ohne Regenbogenthemen. Das spricht den einen oder anderen sicher an und wir können alle voneinander lernen.

    Was bitte ist dein dein Problem mit der russischen Sprache? Bissel Rassismus ausleben oder so?

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :P

    8) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.

  • Mit Ausnahme des Saarlands wird das Fach Russisch an mindestens einer Hochschule pro Bundesland für das Lehramt angeboten. Infolgedessen ist anzunehmen, dass Russischunterricht an deutschen, staatlichen Schulen bereits stattfindet.

    Einmal editiert, zuletzt von Gymshark (11. September 2026 23:22)

  • Eine neue Klasse (+Raum, +Lehrer) mal eben aus dem Hut zaubern, weil 30 Schüler eines Jahrgangs wiederholen? Prima, wenn das so einfach ist, haben wir ja kein Problem. Stelle ich mir aber schon spannend vor, so eine Wiederholerklasse.

    Am Gymnasium bleiben vielleicht 2 pro Klasse pro Jahrgang durchschnittlich sitzen, beim 2. Mal in aufeinander folgenden Klassenstufen müssen sie das Gymnasium verlassen.

    Also wiederholen ca. 10 pro Jahrgang (5 Klassen ), in der darunter liegenden Klasse aber auch, die Gesamtzahl bleibt pro Jahrgang also gleich oder wird geringer, weil SuS gehen müssen. Nur in Klasse 5 gleicht es sich nicht aus, dann können wir entweder weniger aufnehmen oder bekommen tatsächlich eine zusätzliche Klasse. Und ja, das passiert regelmäßig, weil auch die Anmeldungen bei den 3 Gymnasien schwanken.

    Zusätzliche Klassen müssen tatsächlich an der Realschule in den Jahrgangstufen 7 - 9 eingerichtet werden, deshalb sollen wir die Zahlen an Abgängen bis April nennen, deshalb empfehlen wir Eltern dringend, sich rechtzeitig zu bemühen. Sonst klappt es vielleicht nicht mit der Wunschschule.

    Aber es war noch nie (!) Thema, dass ein Kind bei uns bleibt, weil es keinen Platz gibt, es wurde noch nie aus diesem Grund bei uns versetzt. Bei uns schwankt die Klassenzahl in jedem Jahr. Ich lese, was ihr schreibt, aber ich habe es in über 25 Jahren in baden-württembergischen Gymnasien (2 RPs) noch nie erlebt. Wir Lehrer lassen uns nicht in unsere Noten herein reden, das geschieht auch nicht.

    Und ja, es werden Klassen neu eingerichtet, wenn der Klassenteiler überschritten wird (neue Schüler müssen evtl. auch an ein anderes Gymnasium bis alle voll sind).

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Das ist die Frage, die ich mir auch stelle. Im Stundenplan steht zum Beispiel Dienstag, 5./6. Deutsch Gruppe 1 / Englisch Gruppe 2, dafür dann Mittwoch 1./2. Deutsch Gruppe 2, Englisch Gruppe 1, Fachbereich Gruppe 1. Keine Ahnung ob die Stundenplaner gesoffen oder einen Schlaganfall erlitten haben, aber dass das nicht funktionieren kann, dürfte klar sein.

    Deutsch ist immer im Klassenverband, Englisch eigentlich auch. Es macht überhaupt keinen Sinn.

    Das haben wir auch, die Klasse wird geteilt, es sind 2 Lehrer zugeordnet, die ihr Fach unterrichten, dann wird gewechselt. Allerdings zählt die Anzahl der Stunden aus Schülersicht.

    Konkret, Klasse 10 je 4 Stunden Mathe und Deutsch, ich unterrichte 3 im Klassenverband, zweimal eine halbe Klasse , SuS haben 4 Stunden, ich insgesamt 5. Dasselbe gibt es auch mit Kombi Englisch und Französisch .

    Ergänzung, ich habe weiter gelesen und sehe, dass du den Gedanken auch hattest, es aber nicht passt. Dann würde ich nachfragen. Fehler passieren.

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  • Mit Ausnahme des Saarlands wird das Fach Russisch an mindestens einer Hochschule pro Bundesland für das Lehramt angeboten. Infolgedessen ist anzunehmen, dass Russischunterricht an deutschen, staatlichen Schulen bereits staatfindet.

    Oder man lernt die Sprache an der Uni neu. In Baden-Württemberg gibt es noch 19 Gymnasien mit ca. 1200 SuS, die es lernen (über alle Jahrgänge). Und sicher studieren nicht alle Russisch.


    (Da in Baden-Württemberg 750 000 Russlanddeutsche wohnen, vermute ich, dass manche, wenn vor Ort möglich, Russisch wählen.)

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  • Eines der Ziele des deutschen Fremdsprachenunterrichts ist ja die Stärkung des europäischen Zusammenhalts. Dass sich Spanisch in den letzten Jahren so ein bisschen als dritte Fremdsprache (hinter Englisch und Französisch) im deutschen Bildungssystem etabliert hat, macht zwar mit Blick auf globale Entwicklungen Sinn (wobei, selbst da - Arabisch? Mandarin?), aber innerhalb Europas ist es lediglich die siebthäufigst gesprochene Sprache. Und Russisch noch vor Deutsch auf Platz 1 (Quelle).

  • nein, aber das System als Ganzes ist nicht auf Förderung und Forderung angelegt, wie das vielleicht andere BL geschafft haben. Wer glaubt, dass ein Kind (im Sinne von "alle Kinder") ohne Klassenarbeit lernt und zusätzlich freiwillig Textanalysen übt ...

    Ich denke auch, das dies ein Grund ist.

    2 Wochen nach Beginn der 5. Klasse werden Diagnosearbeiten in Mathe und Deutsch geschrieben, danach erhalten besonders leistungsschwache Kinder Förderunterricht. Klassenarbeiten gibt es in allen Fächern, in allen Klassenstufen. Und die Notenskala wird komplett vergeben, wer zu schlecht ist, muss wiederholen und beim 2. Mal in aufeinanderfolgenden Jahrgängen das Gymnasium verlassen. Der Lehrer erteilt die Note, niemand redet herein, schon gar nicht, weil es keinen anderen Platz gibt.

    Ich bin immer noch irritiert, dass es hier Kollegen aus NRW gibt, die sich das nicht vorstellen können.

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  • Aber es war noch nie (!) Thema, dass ein Kind bei uns bleibt, weil es keinen Platz gibt, es wurde noch nie aus diesem Grund bei uns versetzt. Bei uns schwankt die Klassenzahl in jedem Jahr.

    Und ja, es werden Klassen neu eingerichtet, wenn der Klassenteiler überschritten wird (neue Schüler müssen evtl. auch an ein anderes Gymnasium bis alle voll sind).

    Hier schon.

    Hier nicht.

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  • Am Gymnasium bleiben vielleicht 2 pro Klasse pro Jahrgang durchschnittlich sitzen, beim 2. Mal in aufeinander folgenden Klassenstufen müssen sie das Gymnasium verlassen.

    Also wiederholen ca. 10 pro Jahrgang (5 Klassen ), in der darunter liegenden Klasse aber auch, die Gesamtzahl bleibt pro Jahrgang also gleich oder wird geringer, weil SuS gehen müssen. Nur in Klasse 5 gleicht es sich nicht aus, dann können wir entweder weniger aufnehmen oder bekommen tatsächlich eine zusätzliche Klasse. Und ja, das passiert regelmäßig, weil auch die Anmeldungen bei den 3 Gymnasien schwanken.

    Zusätzliche Klassen müssen tatsächlich an der Realschule in den Jahrgangstufen 7 - 9 eingerichtet werden, deshalb sollen wir die Zahlen an Abgängen bis April nennen, deshalb empfehlen wir Eltern dringend, sich rechtzeitig zu bemühen. Sonst klappt es vielleicht nicht mit der Wunschschule.

    Aber es war noch nie (!) Thema, dass ein Kind bei uns bleibt, weil es keinen Platz gibt, es wurde noch nie aus diesem Grund bei uns versetzt. Bei uns schwankt die Klassenzahl in jedem Jahr. Ich lese, was ihr schreibt, aber ich habe es in über 25 Jahren in baden-württembergischen Gymnasien (2 RPs) noch nie erlebt. Wir Lehrer lassen uns nicht in unsere Noten herein reden, das geschieht auch nicht.

    Und ja, es werden Klassen neu eingerichtet, wenn der Klassenteiler überschritten wird (neue Schüler müssen evtl. auch an ein anderes Gymnasium bis alle voll sind).

    Das halte ich auch für normal und logisch. Es wiederholt im Schnitt immer derselbe Anteil. Da im folgenden Jahrgang jemand wiederholt, geht es rein rechnerisch auch auf. Wenn Klassenteiler überschritten werden, müssen irgendwo Klassen eröffnet werden. Normal halt.

    Aber ich verstehe auch das bis zu einem gewissen Grad:

    Dass man sich unter den Voraussetzungen fehlender Arbeitszeiterfassung und Mehrarbeitskompensation nicht endlos viel Mehrarbeit und Konflikte aufhalst, kann man auch keinem vorwerfen.

    Wenn die Voraussetzungen so schwierig sind, dass der Kampf zum persönlichen jedes Einzelnen wird, dass man dann nicht mehr kann oder ggf. auch gar nicht mehr mitbekommt, dass es woanders anders ist. Erkenntnisse daraus muss halt am Ende jeder selbst ziehen.

  • SteffdA

    Ich zitiere deine Forumssignaturen. Was du mir mit der russischen Sprache sagen willst, weißt nur du allein, aber vielleicht erklären die Zitate irgendwas.

    "8) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen."

  • Am Gymnasium bleiben vielleicht 2 pro Klasse pro Jahrgang durchschnittlich sitzen, beim 2. Mal in aufeinander folgenden Klassenstufen müssen sie das Gymnasium verlassen.

    Also wiederholen ca. 10 pro Jahrgang (5 Klassen ), in der darunter liegenden Klasse aber auch, die Gesamtzahl bleibt pro Jahrgang also gleich oder wird geringer, weil SuS gehen müssen. Nur in Klasse 5 gleicht es sich nicht aus, dann können wir entweder weniger aufnehmen oder bekommen tatsächlich eine zusätzliche Klasse. Und ja, das passiert regelmäßig, weil auch die Anmeldungen bei den 3 Gymnasien schwanken.

    Zusätzliche Klassen müssen tatsächlich an der Realschule in den Jahrgangstufen 7 - 9 eingerichtet werden, deshalb sollen wir die Zahlen an Abgängen bis April nennen, deshalb empfehlen wir Eltern dringend, sich rechtzeitig zu bemühen. Sonst klappt es vielleicht nicht mit der Wunschschule.

    Aber es war noch nie (!) Thema, dass ein Kind bei uns bleibt, weil es keinen Platz gibt, es wurde noch nie aus diesem Grund bei uns versetzt. Bei uns schwankt die Klassenzahl in jedem Jahr. Ich lese, was ihr schreibt, aber ich habe es in über 25 Jahren in baden-württembergischen Gymnasien (2 RPs) noch nie erlebt. Wir Lehrer lassen uns nicht in unsere Noten herein reden, das geschieht auch nicht.

    Und ja, es werden Klassen neu eingerichtet, wenn der Klassenteiler überschritten wird (neue Schüler müssen evtl. auch an ein anderes Gymnasium bis alle voll sind).

    Ich schrieb von Grundschulen. Von der Grundschule wechseln nur absolute Härtefälle mit einsichtigen Eltern weiter an eine Förderschule. Der Schultyp wurde wegen der toll funktionierenden Inklusion jahrelang abgewickelt, und an den Grundschulen läuft das ja auch so super, einfach in derselben Klasse zieldifferent beschulen. Die Kolleginnen schaffen das schon. Mittlerweile sind allerdings wieder neue Förderschulen in Planung.

    Die wenigen Kinder, die an der Grundschule wiederholen bzw. die Schuleingangsphase verlängern, werden sowieso nicht am Gymnasium angemeldet. Das versuchen nur die allerdümmsten Eltern. Aber auch die gibt es. Die zu guten Grundschulnoten schaden vor allem den mittelmäßigen Schülern, die eigentlich gute Realschüler wären. Wenn sich einer in Klasse 3 und 4 mit einer 3 in Deutsch und Mathe durchknapst, reicht das ja vielleicht fürs Gymmi? Und in Englisch hatte der sogar eine 2! Tja.

    Am Gymnasium in NRW schulen wir nach der sechsten Klasse ab und in den höheren Klassenstufen fallen Wiederholer kaum ins Gewicht. Die gehen in der 7 und 8 nach einer Klassenwiederholung und weiterhin ausbleibendem Erfolg an die nächste Schulform. Also, wenn die überhaupt Plätze hat, die staatliche Realschule eröffnet hier nämlich nicht einfach so neue Klassen, nur weil Kinder wechseln möchten. Letzter Ausweg wäre die private Realschule (wenn die noch Plätze hat), aber in der Regel müssen die Kinder dann an die Gesamtschule.

    Da sich ein jeder am Gymnasium anmelden kann (OT: "Noten sagen ja nicht so viel aus"), sind die Klassen 5 und 6 gespickt mit Kindern, die dort ihre Zeit vergeuden. Die Ursache sind idiotische Eltern, aber auch das Blendwerk der Grundschulen in Form zu guter Zeugnisse.

    Den Grundschullehrern wird ganz sicher nicht in die Noten reingeredet. Ein gewisser Mitforist würde das glaube ich ein Strohmannargument nennen, vielleicht gibt es auch einen lateinischen Begriff.

  • Am Gymnasium in NRW schulen wir nach der sechsten Klasse ab und in den höheren Klassenstufen fallen Wiederholer kaum ins Gewicht. Die gehen in der 7 und 8 nach einer Klassenwiederholung und weiterhin ausbleibendem Erfolg an die nächste Schulform. Also, wenn die überhaupt Plätze hat, die staatliche Realschule eröffnet hier nämlich nicht einfach so neue Klassen, nur weil Kinder wechseln möchten. Letzter Ausweg wäre die private Realschule (wenn die noch Plätze hat), aber in der Regel müssen die Kinder dann an die Gesamtschule.

    GENAUSO bei uns (außer, dass nach der 6. Klasse nicht mehr "abgeschult" wird; seitdem die 2. FS nicht mehr in der 6 startet, hat die 6. Klasse keine besondere Rolle mehr.
    Und dass wir keine Realschule mehr und die Gesamtschule auch nicht aufnimmt, weil sie keinen Platz hat.
    Freiwillige Wechsel sind absolut unmöglich, geschehen also in der Regel erst, wenn ein Schüler zwei Mal nacheinander sitzen bleiben würde. Also quasi nie.
    Gefährlich wird ab der 9. Klasse, wo es um Schulabschlüsse geht, der Wechsel nicht mehr möglich ist (rechtlich) und einige SuS somiit in Sackgassen gelandet sind.
    und dann die 10. Klasse mit dem einfachen mittleren Schulabschluss / Hauptschulabschluss verlassen.

  • Da sich ein jeder am Gymnasium anmelden kann (OT: "Noten sagen ja nicht so viel aus"), sind die Klassen 5 und 6 gespickt mit Kindern, die dort ihre Zeit vergeuden. Die Ursache sind idiotische Eltern, aber auch das Blendwerk der Grundschulen in Form zu guter Zeugnisse.

    Ich sehe die Zeugnisse nicht, aber:
    - die Quote derjenigen, die sich ohne (vollständige) Gymnasialempfehlung anmelden, ist sehr hoch
    - eine gewisse Gaußglocke wird jede Grundschule auch haben
    - die Schulen "lernen" vielleicht auch: Wenn sie merken, dass einige SuS mit Empfehlung X an der Schule Y "weiterkommen", dann wird vielleicht entsprechend beraten.
    In meiner Stadt beraten einzelne (!!!) Grundschulen genauso "Wenn Sie auf das Gym A (konfessionell) wollen, kriegen Sie eine Realschulempfehlung, aber für Gym B (meins..) kriegen Sie eine eingeschränkte Gym-Empfehlung".
    Ein Teufelskreis.
    Unsere Glocke ist also eine andere Glocke als die Nachbarsglocke.

  • Ich schrieb von Grundschulen. Von der Grundschule wechseln nur absolute Härtefälle mit einsichtigen Eltern weiter an eine Förderschule. Der Schultyp wurde wegen der toll funktionierenden Inklusion jahrelang abgewickelt, und an den Grundschulen läuft das ja auch so super, einfach in derselben Klasse zieldifferent beschulen. Die Kolleginnen schaffen das schon. Mittlerweile sind allerdings wieder neue Förderschulen in Planung.

    Die wenigen Kinder, die an der Grundschule wiederholen bzw. die Schuleingangsphase verlängern, werden sowieso nicht am Gymnasium angemeldet. Das versuchen nur die allerdümmsten Eltern. Aber auch die gibt es. Die zu guten Grundschulnoten schaden vor allem den mittelmäßigen Schülern, die eigentlich gute Realschüler wären. Wenn sich einer in Klasse 3 und 4 mit einer 3 in Deutsch und Mathe durchknapst, reicht das ja vielleicht fürs Gymmi? Und in Englisch hatte der sogar eine 2! Tja.

    Am Gymnasium in NRW schulen wir nach der sechsten Klasse ab und in den höheren Klassenstufen fallen Wiederholer kaum ins Gewicht. Die gehen in der 7 und 8 nach einer Klassenwiederholung und weiterhin ausbleibendem Erfolg an die nächste Schulform. Also, wenn die überhaupt Plätze hat, die staatliche Realschule eröffnet hier nämlich nicht einfach so neue Klassen, nur weil Kinder wechseln möchten. Letzter Ausweg wäre die private Realschule (wenn die noch Plätze hat), aber in der Regel müssen die Kinder dann an die Gesamtschule.

    Da sich ein jeder am Gymnasium anmelden kann (OT: "Noten sagen ja nicht so viel aus"), sind die Klassen 5 und 6 gespickt mit Kindern, die dort ihre Zeit vergeuden. Die Ursache sind idiotische Eltern, aber auch das Blendwerk der Grundschulen in Form zu guter Zeugnisse.

    Den Grundschullehrern wird ganz sicher nicht in die Noten reingeredet. Ein gewisser Mitforist würde das glaube ich ein Strohmannargument nennen, vielleicht gibt es auch einen lateinischen Begriff.

    Eben.

    Nur dass bei uns nicht nur nicht genügemd Platz an der Realschule für die Vielzahl (die Mehrheit) an Schülern ist, die eigtl. passende Realschüler wären (die Realschiule betreibt hier entsprechend notenbasiertes cherry piicking, wen der abzuschulenden Schüler sie nimmt), sondern dass unsere Gesamtschule infolge einer 'geschlossenen' Konzeption gar keine Schüler (spätestens nach der 6ten) aufnimmt und nur noch die Hauptschule bliebe.

    Ein polit. Strukzur und auch trägerverortetes Problem, das bedingt, das regelmäßig nicht abgeschult, sondern (ggf. wiederholt und dann) versetzt wird, aus mangehakften Noten (man hörte schon von der Schulleitung, und Kollegen, dass ungenügende ja im Grunde gar bicht vergeben werden dürften, außer bei aktiver Totalverweigerung - ist oft was wahres dran) plötzlich ausreichende werden.

    Hinzu kommt die chronische Überlastung mit zu großen und zu vielen Lerngruppen pro Kollege, zu viel Dokumentation, Bürokrarie und außerunnterrichtlichen, i.d.R. redundanten oder sonstwie unnötigen Dienstpflichten (Prösenzkonferenzen etc.) und unzähligen Faktoren, die einfach enorme Mengen an Energie kosten. Eine z.T. uneinsichtige, stretbare Elternschaft, keinerlei Erforderlichkeit eines gewissen Begründungs- oder gar Belegniveaus bei Widersprüchen (und der Ausstrahlungswirkung von bereits diesbzgl. Einzelfällen auf das gesamte Kollegium), gleichzeitg im Ernstfsll vollkommen fehlende Rückendeckung der schulübergeordneten Dienstherren tun ihr Übriges, ebenso der Mehraufwand Förderpläne zu schreiben u./o. in den dringend benötigten Sommerferien evtl. eine Nachprüfung zu konzipieren und direkt mit entsprechender Prüfarbeit das neue Schiuljahr zu beginnen, während die Kollegen noch frei haben. Von evtl. Druckversuchen der Schulleitung ('die Zahlen müssen stimmen, wir können nicht jeden x-ten abschulen; 'dann liegt es wohl am Unterricht, dass so viele vermeintl. nichtmsmak die Mindeststandards erreichen' etc.) ganz zu schweigrn.

    Und ich habe deswegen Verständnis für die Kollegen.

    Auch das führt alles zum systematischen, durch Strukturen, die derartiges logisch bedingen (sollen), Beschreiten von Wegen geringsten Widerstands, zur Noteninflation.

    Der Druck ist umso höher, je mehr Schüler bei uns landen, die eigtl. für das Gylnasium ungee8gnet s8nd. Und seitdem Eltern über die weiterführende Schule entscheiden (was eine durch und durch dümmliche, jede Leistungsgerechtigkeit konterkarierende Idee ist), landet die Mehrheit aller Schüler überhaupt am Gynnasium und damit (normalverteilungsbedingt unter Voraussetzung der eigtl. gymnasialen Anforderungen) ist folglich eine Mehrheit der Gymnasiasten für diese DmSchulform ungeeignet.

    Das führt mithin auch durch die neuen 'Normzustände' i.V.m. entsprechenden Vorgaben aus den BerR und dem Ministerium zu einer zusätzlich allg. Niveauanpassung der Schulform an sich nach unten hin (mit entdprechender Ausstrahlungswirkung auf die anderen Schulformen), eine Kapitulation vor einer 'veränderten' Kindheit und Jugend (und damit eine Konterkarierung der eigtl. Funktion von Schule).

    Das ist nicht NRW-, gymnasium- oder stsndortbedingt, sondetn ein recht ubiquitäres Phänomen und sollte jedem im Beruf bekannt sein, der nicht erst seit Gestern dabei ist (insb. wenn man bsow. noch die Zustände vor und um die Jahrtausenwende kennt und nicht selbst Schüler der aktuelleren, dysfunktionalen Schulsysteme war).

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