Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist

  • Nur fürs Protokoll: Man darf in NRW auch in den Nebenfächern schriftliche Leistungen einfordern und die bei der Notenbildung berücksichtigen.

    Bisher hatte ich nur selten Beschwerden über Zeugniszensuren in meinen Fächern und konnte auch Fünfen immer problemlos begründen.

  • Und dann fällt die Klausur schlecht aus, hätte ich jetzt vermutet. Aber nein, denn in NRW gibt man der AFB III-Aufgabe einfach nur einen VP, damit sie nicht so doll ins Gewicht fällt und kein Kind traurig ist kein Vater klagt.

    Was soll der Scheiß und die Provokation?!

  • Nur fürs Protokoll: Man darf in NRW auch in den Nebenfächern schriftliche Leistungen einfordern und die bei der Notenbildung berücksichtigen.

    Bisher hatte ich nur selten Beschwerden über Zeugniszensuren in meinen Fächern und konnte auch Fünfen immer problemlos begründen.

    Ja, aaaaabet: die Note darf nicht mehr als die Einzelstunde zählen.
    Ich habe schon mal die 5 gegeben, und das OBWOHL meine allererste 5 im ersten Halbjahr von der Schulleitung schmunzelnd ‚nachgefragt‘ wurde… „Können Sie auch nachweisen, dass Sie alles gemacht haben und wann und so weiter?“.
    Ich hatte gute Argumente aber ein ‚blabla-Fach‘, also wurde es eine 4.

    Im selben Halbjahr wurde eine 5 wegen nach 6 Monaten akzeptierten nachgereichten Entschuldigungen auch geändert.


    es ist vermutlich eindeutig einfacher in den nawi-fächern als im gesellschaftwissenschaftlichen Bereich, wo der AFB3 in den 20-Minuten-Tests nicht genug zu Trage kommen kann.

  • Ich nehme an, in Physik hat man auch weniger Diskussionen, als in den Gesellschaftswissenschaften. Leider haben die Schüler in der Sek I ja keine Bringschuld und irgendeinen halbgaren Stuss kriegen die meisten auf Aufforderung dann doch wieder zusammengestammelt. Das ist dann zumindet schonmal nicht nichts und muss irgendwie berücksichtigt werden.

  • Im selben Halbjahr wurde eine 5 wegen nach 6 Monaten akzeptierten nachgereichten Entschuldigungen auch geändert.

    Auch das ist bei uns nicht möglich, früher Anruf oder Email innerhalb von 2 Tagen, dann 3 Tage schriftlich, heute innerhalb von 2 Tagen Anruf, Mail, Edupage, ...

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  • chilipaprika , du schriebst doch, dass im Unterricht mehr Zeit für AFB I benötigt wird. Ich verstehe auch nicht, warum du dich persönlich ärgerst, du hast dargelegt, dass die Bewertung relativ strikt vorgegeben ist und nicht in deiner Macht liegt.

    Aber ich schweige nun.

  • NRW ist sehr schülerfreundlich. Es gibt meine Wissens keine rechtlich bindenden Pflichten für das Einreichen von Attesten. Wir hatten mal den Fall, dass jemand unentschuldigt und ohne Bescheid zu geben nicht zum Abitur aufkreuzte, dann in der Folgewoche mit einem Attest um die Ecke kam und nachschreiben wollte. Eigentlich ist eindeutig geregelt, dass das NICHT geht. Die Schülerin wandte sich an die Bezirksregierung und es kam die Weisung "bitte Nachklausuren entwerfen" (Herbstabitur, gab keine zentral gestellten Nachschreibklausuren). Sehr ärgerlich, Arsch voll Arbeit, explizit nicht so vorgesehen, aber im Zweifel fallen die Entscheidungen hier halt für den Schüler.

  • Nur fürs Protokoll: Man darf in NRW auch in den Nebenfächern schriftliche Leistungen einfordern und die bei der Notenbildung berücksichtigen.

    Bisher hatte ich nur selten Beschwerden über Zeugniszensuren in meinen Fächern und konnte auch Fünfen immer problemlos begründen.

    Und wieviel zählt es? Nur wie eine Einzelstunde wie Chilipaprika schreibt?

    Ich kenne niemanden hier, der eine schriftliche Leistung weniger als 50 % wertet, die meisten sind bei 2/3, ich habe in Mathe bisher mit 75% gewertet. Ändert sich gerade.

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  • Obwohl ich wie Kris24 in BW unterrichte, haben wir auch schon ältere Atteste akzeptieren müssen, weil das Regierungspräsidium die Klage als aussichtsreich genug betrachtete . Da ging es um "nicht durch eigenes Verschulden" und so Situationen wie Schüler liegt im Krankenhaus und kann das Attest erst verspätet abgeben. Das sind aber absolute Ausnahmen. Wir müssen bei Fehlen und nicht (pünktlich) abgegebener Entschuldigung die Klassenarbeits-Leistung mit Note 6 bewerten. Da gibt es keinen Spielraum.

    Und auch der Klassenteiler wird heute nicht immer eingehalten, wenn während der Sommerferien noch eine Anmeldung kommt, können es auch mal 34 Schüler sein. Selbst wenn dann im Computerraum nicht genug Computerarbeitsplätze sind. Aber auch das sind dann Ausnahmen.

    LG DFU

  • Und auch der Klassenteiler wird heute nicht immer eingehalten, wenn während der Sommerferien noch eine Anmeldung kommt, können es auch mal 34 Schüler sein. Selbst wenn dann im Computerraum nicht genug Computerarbeitsplätze sind. Aber auch das sind dann Ausnahmen.

    Da müssen wir ablehnen und dürfen den neuen Schüler nicht annehmen, obwohl wir es schon wollten. Er muss auf eines der beiden anderen Gymnasien in der Nähe.

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  • Die zu guten Grundschulnoten schaden ...

    aber auch das Blendwerk der Grundschulen in Form zu guter Zeugnisse.

    Warum unterstellst du den Grundschullehrkräften, zu gute Noten zu geben?

    Es gibt aber Grundschulen, von denen strenggenommen niemand am Gymnasium landen dürfte, weil niemand die nötigen Kompetenzen erreicht. Anderswo könnten ganze Klassenverbände geschickt werden.

    Ja, dann ist das so. Man muss keine Quote erfüllen - und anders als bei dir, wird bei uns keiner ins Gespräch zitiert und vorgegeben, was man für Noten zu geben hätte oder wie der Schnitt sein müsste.

    Es passiert aber nicht, sondern die Empfehlungen orientieren sich an der sozialen Norm der jeweiligen Gruppe. Das kann logischerweise nicht richtig sein und gut gehen.

    Auch hier wieder: eine krasse Unterstellung!

    Verteilst du deine Noten nach sozialer Bezugsnorm? Unterstellt dir das jemand? Schönst du deine Noten, weil du Verwaltungsakte scheust oder die Arbeit mit Förderplänen etc.?

    Und wenn jedes Kind in der Klasse einen Förderplan benötigt, dann ist das so. Das ist Arbeit, stimmt, Arbeit, die nicht gemessen wird, stimmt, aber es belegt auch die Förderung/Herausforderung und an welchen Baustellen über Jahren mit oder ohne Erfolg gearbeitet wird. Es untermauert auch das Notenbild auf die eine oder andere Weise.

    Da dazu Gespräche erfolgen, wissen die Eltern bereits vor dem Zeugnis, wo die Baustellen sind, wo ein Förderplan existiert, welches die nächsten Teilziele sind. Aber stimmt, ich schaffe es nicht konsequent, jeden Neuauflage jedes Förderplanes mit jedem Elternteil zu besprechen.

    Den Grundschullehrern wird ganz sicher nicht in die Noten reingeredet.

    Offenbar ja doch oder was wolltest du mit deinen Aussagen bezwecken?

    Gut, dass das hier schon das Meckerforum ist, da muss mein Beitrag nicht verschoben werden.

  • Und wieviel zählt es? Nur wie eine Einzelstunde wie Chilipaprika schreibt?

    Ich antworte einfach mal: ja, das ist so.


    Am BK kommunizieren wir den Schülern auch strenge Attestregeln und später wird einfach nicht mehr angenommen. Auch wird bei Klausuren und Klassenarbeiten die 6 gesetzt, wenn morgens keine Krankmeldung erfolgt. Das klappt aber nur, weil diese Schülerklientel ihre Rechte nicht kennt und keine Lobby hat. Niemals würde man sich so etwas am Gymnasium trauen.

    Stößt meinem Gerechtigkeitsempfinden übrigens sehr auf, auch wenn es uns das Leben natürlich leichter macht.


    Palim
    Wenn du nicht so arbeitest und es bei euch korrekter abläuft, musst du dich nicht angesprochen fühlen und dir den Schuh nicht anziehen. Ich hatte genügend 5er, um beurteilen zu können, welche Herkunftsschulen in unserer Kommune aussagekräftige Noten vergeben und welche nicht. Und natürlich gibt es da Zusammenhänge mit dem Standort und Sozialindex.

  • Ich antworte einfach mal: ja, das ist so.


    Am BK kommunizieren wir den Schülern auch strenge Attestregeln und später wird einfach nicht mehr angenommen. Auch wird bei Klausuren und Klassenarbeiten die 6 gesetzt, wenn morgens keine Krankmeldung erfolgt. Das klappt aber nur, weil diese Schülerklientel ihre Rechte nicht kennt und keine Lobby hat. Niemals würde man sich so etwas am Gymnasium trauen.

    Das ist wirklich so. Ich erteile auch mittlerweile Attestpflicht bei hohen Abwesenheiten und zumindest vom Gefühl her erhöht das die Anwesenheit. Rechtlich handelt es sich aber natürlich um keine durchsetzbare Attestpflicht.

    Grundsätzlich überwache ich die Schulpflicht aber auch nur noch in dem Rahmen, in dem es Konsequenzen gibt. Ferienverlängerung, langen Krankheitszeiten und halben Schultagen gehe ich nicht mehr nach. Es bringt pädagogisch nichts und spätestens an der Bezirksregierung scheitert alles, etwa weil der Schüler in einer Wohngruppe lebt und deshalb nicht die finanziellen Mittel für eine Ferienverlängerung hat...

  • Wenn du nicht so arbeitest und es bei euch korrekter abläuft, musst du dich nicht angesprochen fühlen und dir den Schuh nicht anziehen. Ich hatte genügend 5er, um beurteilen zu können, welche Herkunftsschulen in unserer Kommune aussagekräftige Noten vergeben und welche nicht. Und natürlich gibt es da Zusammenhänge mit dem Standort und Sozialindex.

    Ihr differenziert beide nicht, ihr unterstellt zu gute Noten. Eine Einschränkung gibt es da erst einmal nicht, jetzt wird es auf den Sozialindex geschoben… also geben Lehrkräfte an allen diesen Schulen pauschal zu gute Noten?

    Ich fühle mich angesprochen, ihr sprecht über „die Grundschulen“. Ich gebe Noten und mache das auch in Klassen mit vielen Kindern mit besonderen Bedarfen.
    Ich berate Eltern und empfehle Schulformen, die Rückmeldung der weiterführenden Schulen Gymnasien erfolgt jährlich anonymisiert in Form von 3 Noten je Schüler:in, wenig, aber zumindest ein Anhaltspunkt. Zudem erfährt man schon, wer über längere Zeit an der Schule bleibt oder wechselt, aber Wechsel gibt es auch im Grundschulbereich und auch an anderen SekI-Schulen, wenn etwas nicht passt, wobei das nicht immer die Noten sein müssen.
    Aber nach weiteren 4 Jahren sehe ich nicht länger die Grundschule in der Pflicht, dann hatte doch die SekI ebenso viel Zeit zum Fördern und Fordern.

  • Ich fühle mich angesprochen, ihr sprecht über „die Grundschulen“.

    Deshalb ist eine Diskussion (nicht mit allen Usern und Userinnen) oft sinnlos. Es wird zu viel pauschalisiert.

    "Der Wohlfühlaspekt im Rektum Trumps ist unbezahlbar." (Gernot Döllner)

  • Ihr differenziert beide nicht, ihr unterstellt zu gute Noten. Eine Einschränkung gibt es da erst einmal nicht, jetzt wird es auf den Sozialindex geschoben… also geben Lehrkräfte an allen diesen Schulen pauschal zu gute Noten?

    Wer ist beide?

    Ich hab doch sofort die schulinterne Verteilung und den Sozialindex angesprochen, auch pro Klasse.

    Und natürlich sprechen Maylin und ich über die Misere in NRW und die liegt nicht an Grundschulen und deren Lehrkräfte sondern an den Regeln. Das größte Problem: Schriftlichkeit/Mündlichkeit.
    Versetzungsregeln.

    Bezirksregierungen und SL, die schon im Voraus alles gegen die eigenen Regeln durchwinken, weil ‚es könnte jemand klagen‘…

    Glaub mir/uns: wir sprechen über das System, in dem wir sind.

    Und weil ich auch in RLP und NDS unterrichtet habe, kann ich es wirklich wirklich unterscheiden. Genauso wie der Einfluss des Sozialindexes. Und der SL.

    Einmal editiert, zuletzt von chilipaprika (12. September 2026 18:29)

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