Immerhin, der TV endet im Januar 2028. Da kann man dann vielleicht mal Abschlussprüfungen im Frühjahr 2028 bestreiken.
Tarifrunde eingeläutet
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Mich verwundert das Ergebnis leider nicht allzu sehr. Ich persönlich bin auch enttäuscht und desillusioniert darüber, dass sich unsere angestellten Lehrkräfte lieber von "wichtigen anstehenden Klausuren" oder "dem schlechten Wetter" vom Streiken, also einer Verbesserung ihrer beruflichen Situation, haben abhalten lassen. An meiner Schule haben ganze zwei Lehrkräfte gestreikt. Viele finden also das System gut, so wie es ist oder denken sich vielleicht "lass mal andere machen.".
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Bei uns haben gar keine Lehrkräfte mehr gestreikt, während ich von einer Schule weiß, dass alles ausfiel bei denen und nur die Staatsexamensprüfung stattfand, das finde ich bitter. Aber immerhin haben fast alle Erzieher gestreikt, das kam bei den Eltern auch an, weil kein Hort stattfand und die Teilungsstunden usw. an den Tagen entfielen.
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Artikel:
ZitatGEW-Tarifexpertin Annett Lindner das Tarifergebnis mit Blick auf den Abschluss für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen im vergangenen Jahr. "Das war ein wichtiges Ziel, auch wenn wir gerne mehr durchgesetzt hätten. Trotz einer starken Streikbewegung haben die Arbeitgeber bei weiteren Forderungen wie der Paralleltabelle für Lehrkräfte und der stufengleichen Höhergruppierung komplett gemauert."
Ähh, nach übereinstimmenden Medienberichte (GEW hat das auch bestätigt, hab ich in Erinnerung) haben die Arbeitgeber die stufengleiche Höhergruppierung selbst vorgeschlagen.
Tja, die GEW als ohnmächtiges Beiboot von Verdi....
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Mich verwundert das Ergebnis leider nicht allzu sehr. Ich persönlich bin auch enttäuscht und desillusioniert darüber, dass sich unsere angestellten Lehrkräfte lieber von "wichtigen anstehenden Klausuren" oder "dem schlechten Wetter" vom Streiken, also einer Verbesserung ihrer beruflichen Situation, haben abhalten lassen. An meiner Schule haben ganze zwei Lehrkräfte gestreikt. Viele finden also das System gut, so wie es ist oder denken sich vielleicht "lass mal andere machen.".
Das ist blöd. Bei uns waren wir ungefähr 10 (haben aber auch viele angestellte Kollegen). Und vor allem: die beamteten Kollegen haben nicht vertreten.
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Keine stufengleiche Höhergruppierung (wie von Arbeitgebern vorgeschlagen als Verhandlungsmasse), Überhaupt: keinerlei strukturelle Verbesserungen im TVL
Vor allem auch: Anders als bei der jüngsten Runde im TVÖD keine Anpassung der Jahressonderzahlung.
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Das ist blöd. Bei uns waren wir ungefähr 10 (haben aber auch viele angestellte Kollegen). Und vor allem: die beamteten Kollegen haben nicht vertreten.
Da haben wir vom Lehrkräfte-Rat auch klare Worte gegenüber der SL geäußert und interveniert, als das Thema angesprochen wurde.
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Angesichts z.B. der massiven Ausweitung der Beitragsbemessungsgrenze für die GKV bedeutet das Verhandlungsergebnis für tarifbeschäftigte Lehrkräfte i.d.R. einen Nettoverlust.
Bei Beamten ist die Tarifrunde ja nicht mehr so wichtig, sondern eine 'Basiserhöhung' - in den nächsten Wochen wird der Bundesinnenminister ja seine Erhöhungen zum Erreichen der amtsangemessenen Besoldung präsentieren, die Länder werden sicher weiter nachziehen...
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Und vor allem: die beamteten Kollegen haben nicht vertreten.
Na das ist doch aber keine Leistung, die Schulleitung darf sie doch gar nicht zur Vertretung auffordern.
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Na das ist doch aber keine Leistung, die Schulleitung darf sie doch gar nicht zur Vertretung auffordern.
Klar, aber um 7:30 stand für jede Stunde noch eine Vertretung drin. Da muss erstmal jeder zum Schulleiter gehen und sagen, dass er das nicht will. Und das klappt besser, wenn alle zusammenstehen. Was ein Schulleiter darf und was ein Schulleiter tut sind unterschiedliche Sachen, gerade an meiner Schule.
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Klar stehen bei uns da auch Namen, aber alle wissen, die Kinder werden nur beaufsichtigt.
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Klar stehen bei uns da auch Namen, aber alle wissen, die Kinder werden nur beaufsichtigt.
Solange die Kinder beaufsichtigt sind, ist doch alles klar. Die wenigsten Eltern werden überhaupt mitbekommen, dass statt Unterricht Beaufsichtigung stattfindet. Wirklich treffen würde es erst, wenn Unterricht ausfällt und Kinder nach Hause geschickt werden. Aber ich habe das die Hoffnung aufgegeben. Die Mehrheit der Lehrkräfte ist mit der Situation zufrieden und freut sich, dass es Ihnen so gut geht. Im Einzelhandel verdienen die Leute ja viel weniger ...
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Klar stehen bei uns da auch Namen, aber alle wissen, die Kinder werden nur beaufsichtigt.
Nein, bei uns ist es ausgefallen. Klar, BK und Grundschule macht hier sicherlich einen Unterschied, aber damit es wirkt, darf auch nicht betreut werden. Unterricht ist bei uns doch sowieso egal, es gilt nur die Statistik und der ist es egal, ob nun betreut oder unterrichtet wurde, ob 12 Schüler in der Klasse sind oder 33.
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Entspricht 2,5% pA, ich kann nicht sagen, dass ich wesentlich höhere Erwartungen hatte.
Ich auch nicht. Nun dauert noch eine Ewigkeit und weiter Verschiebungen bis es für die Beamten auch umgesetzt wird. Wenn es überhaupt in gleicher Form kommt.
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Da zu erwarten ist, dass zumindest in einigen Bundesländern die Übertragung des Tarifergebnisses im Zusammenhang mit der Umsetzung der BVerG-Rechtsprechung erfolgen wird, könnte das etwas dauern.
Zum Schaden der Beamtenschaft wird dies mit Sicherheit nicht sein,,,
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Das ist blöd. Bei uns waren wir ungefähr 10 (haben aber auch viele angestellte Kollegen). Und vor allem: die beamteten Kollegen haben nicht vertreten.
Die Beamten können sich das auch nicht aussuchen. Im beruflichen Bereich wird generell wenig bis gar nicht vertreten. Das kostet am Ende zu viel.
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Die Beamten können sich das auch nicht aussuchen.
Der Beamteneinsatz auf bestreikten Arbeitsplätzen ist rechtswidrig.
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Ent…1bvr121385.html
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... höhere Erwartungen hatte ich auch nicht, Hoffnung aber schon. Deprimierend, wie der Reallohn stetig sinkt. Muss man halt selber nach einer individuellen Lohnsteigerungslösung im Rahmen der rechtliche Diensterfüllung schauen. Sad but true.
Eben. Die 'Wertschätzung' meiner Arbeitskraft durch derartige Abschlüsse, die Versuche der Entgrenzung der Arbeitszeit (Stichwort: fehlende Arbeitszeiterfassung), nach Jahren immer noch ausbleibende amtsangenessene Alimentation und den Versuch, uns mit Verweis darauf, die Erhöhungen seien (knapp) über der (erwartbaren) Inflation zu - sorry, not sorry - verarschen (als ob der sog. Inflationswarenkorb hier relevant wäre und nicht z.B. die Inflation spezifischer Alltagsgüter, als ob wir nicht wüssten, dass n Prozent Inflation zum Vorjahr sich jeweils auf einen kumulativ gesteigerten Wert n Prozent zum Jahr davor und davor und... beziehen, der natürlich nie ausgeglichen wurde, so dass wir konstant einen erheblichen Kaufkraftverlust erleiden), hat direkten Einfluss auf die Anwendung derselben; s.o.:
D.n.V.; keine AG; stechuhrmäßige Präsenz, keine großartige Stundenvorbereitung (armchair pedagogy resp. Stundenplanung off the cuff, nur mit dem Lehrbuch etc. - funktioniert auch problemlos, wenn man flexibel und in der jeweiligen Materie versiert ist), entsprechend auch keine Nachbereitung; Förderpläne und Co. mittels AI und copy & paste; komfortabel korrigierbare KA (und keine fakultativen Tests); konsequent regelmäßige Kontrolle der Dienstmail (d.h. zwei Mal pro Woche in der Kerndienstzeit); Krankmeldung ist immer dem kranken Unterrichten vorzuziehen, unabhängig von der Erkrankung; keine Annahme von Eltersprechterminen über Extremfälle hinaus; keine Klassenfahrten etc. etc. etc.
Nur die unsäglichen Präsenzkonferenzen und Klausurzeiten lassen sich noch nicht umschiffen. Außerhalb derselben ist man so auch mit Vollzeitstelle nicht länger beschäftigt, als es das wöchentliche Unterrichtsstundendeputat erfordert.
Und wenn ich das hier lese...
ZitatDas war ein wichtiges Ziel, auch wenn wir gerne mehr durchgesetzt hätten. Trotz einer starken Streikbewegung haben die Arbeitgeber bei weiteren Forderungen wie der Paralleltabelle für Lehrkräfte und der stufengleichen Höhergruppierung komplett gemauert.
Verwwgene Idee: Die Forderungen nächstes Mal deutlich höher setzten, deutlich konfrontativer Auftreten und... Generalstreik?!
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Im beruflichen Bereich wird generell wenig bis gar nicht vertreten.
Auch hier wieder meine übliche Anmerkung: Kommt auf den Bildungsgang an.
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Wo war denn die starke Streikbewegung? Wenn mal 2 Wochen die Stadtverwaltungen, Bibliotheken, Kliniken lahmgelegt würden, sähe man davon evtl. auch mal was. Geschlossene Kindergärten tangieren halt überhaupt nur eine Minderheit der Bevölkerung, von streikenden Lehrer merken die meisten auch nichts. Ich finde gerade die Streikaktivitäten bei Ländern und Kommunen jedes Mal aufs Neue wieder extrem wenig beeindruckend.
Aber nun gut. Die fehlende Stufenübertragung zeigt, dass angestellte Lehrkräfte für diese Gewerkschaft auf der Prioliste offensichtlich sehr sehr weit hinten stehen.
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