Krankschreibung im Ref

  • Danke euch, ich arbeite jetzt einfach so weit es geht den Unterricht vor, bis Montag ist alles geschickt und ich versuche jetzt morgen bzw am Wochenende dann den Rest noch so weit vorzubereiten. Ich warte jetzt einfach auch mal Dienstag mit dem MRT ab, was da rauskommt. Und entscheide dann, wie und ob ich in die Schule kann.


    Meine Mentoren reagieren auch nicht mehr wirklich, aber naja, vielleicht ist es auch das Zeichen von "alles okay soweit", ich schreib ihnen immer wenn was Neues geschickt hab.


    Es handelt sich nicht um den eigenverantwortlichen, bin in der Verlängerung und deswegen übernehme ich eben einzelne Stunden.


    Das Einzige wovor ich ein bisschen Bammel hab, ist die Reaktion von der Schule, wenn ich wieder komme.

  • Wenn ich da Mentorin wäre, hätte ich die Vorbereitung selbst übernommen. Finde das arg überzogen, innerhalb eines Tages bis nächste Woche alles fertig hinzuschicken, besonders, wenn man Anfänger/in ist. Warum werden Referendare oft so schikaniert?

    Warum denkst du, dass die TE schikaniert wird? Was ich hier lese, ist Chaos, unklare Aussagen, Und Vorbeireden am Problem. Den UB (nach Wiederholung) hat die TE. Ich hab schon eine Ahnung, warum sich die Mentor*innen schützen und abgrenzen.

  • Warum denkst du, dass die TE schikaniert wird? Was ich hier lese, ist Chaos, unklare Aussagen, Und Vorbeireden am Problem. Den UB (nach Wiederholung) hat die TE. Ich hab schon eine Ahnung, warum sich die Mentor*innen schützen und abgrenzen.

    Sonst gilt doch hier bei den meisten die Devise: Krank ist krank und man schickt nichts!


    Und hier soll sie gleich über die Maßen hinaus (innerhalb eines Tages für die Tage und die nächste ganze Woche, weil der Server kaputt ist) Material schicken!

  • Ich hab jetzt schon gerade auf Flugmodus gestellt, weil ich keine Lust hab, dass gleich 10 000 Nachrichten und Anrufe von denen reinflattern, wie ich mir das vorstelle.


    Meine Mentoren reagieren auch nicht mehr wirklich, aber naja, vielleicht ist es auch das Zeichen von "alles okay soweit", ich schreib ihnen immer wenn was Neues geschickt hab.

    Was denn nun, schreiben sie dich übermäßig viel an oder antworten sie nicht?


    Danke euch, ich arbeite jetzt einfach so weit es geht den Unterricht vor, bis Montag ist alles geschickt und ich versuche jetzt morgen bzw am Wochenende dann den Rest noch so weit vorzubereiten.

    Die meisten hier haben geschrieben, dass du vor allem kommunizieren solltest. Niemand schrieb, dass du dich verrückt machen sollst.

    Ich hatte drei Wochen vor einem UB nicht den Hauch einer Idee, oft erst 2 oder 3 Tage vorher. Auch die UPP stand erst mit 3 Tagen Vorlauf und der Entwurf war am Prüfungsmorgen um halb 6 fertig.

    Wir mussten den Plan, was in der Stunde grob drankommt, Monate vorher einreichen, damit eine Stunde ausgewählt werden kann und den Prüfungsentwurf 3 Tage vorher dreifach kopiert abgeben.


    Das ist sicher in jedem Bundesland etwas anders. Ich finde es aber erst mal nicht außergewöhnlich, dass Mentoren fragen, wie der Plan bis zur Prüfung aussieht, wenn diese denn trotz Erkrankung angetreten werden soll. Ob das so herzlos ablief, wie mancher sich das auszumalen scheint, sei mal dahingestellt.

  • Ich komme ja aus einem anderen BL und kann nur aus hessischer Perspektive berichten.

    Wie bei Quittengelee mussten UBs und deren Entwürfe min 3 Tage vorher eingereicht werden, die ExamensUBs noch deutlich früher eingereicht werden. Krankmeldungen müssen sowohl beim Studienseminar als auch bei der Schule eingereicht werden. Mussten krankheitsbedingt UBs abgesagt und Termine neu gefunden werden, war das ein großer Aufwand, da die Seminarausbilder ja einen recht umfangreichen Terminplan hatten.


    In Hessen hat man nach 3 Monaten Hospitationsphase ausschließlich eigenen Unterricht, d.h. man steht alleine vor der Klasse und ist eingesetzt wie ein ganz normaler Lehrer mit autarker Unterrichtsplanung, Klassenarbeiten, Noten geben etc.

    Das scheint in deinem Fall nicht zu sein. Umso weniger verstehe ich, warum die Mentoren nun Unterrichtsplanung von dir verlangen, denn soweit ich das System bei euch verstehe, sind sie 1) die "eigentlichen" Lehrer und 2) eh immer anwesend, auch wenn du unterrichtest.


    Wenn deine Mentoren nicht selbst erst seit kurzem Lehrer sind, kann es meiner Meinung nach nicht daran liegen, dass sie "zu faul" sind und selbst keinen Unterricht planen wollen. Ab einer gewissen Berufsdauer ist die Unterrichtsplanung nebensächlicher, weil entweder schon vorhanden, effizienter etc. Ich tippe also darauf, dass es nicht daran liegt.


    Ich kenne deine Historie, dein Verhältnis zu den Mentoren nicht. Wäre mein aktueller Ref krank, gäbe es für mich 2 Gründe, ihn bei Krankheit um weitere Infos zu bitten: 1) Ich will, dass der UB nach seinen Planungen verlaufen kann und durch meine Vertretung nicht vorgreifen 2) er war in der Vergangenheit mehrfach unzuverlässig und geht wichtigen Terminen und Prüfungen aus dem Weg

  • Ein solches Ref mit UB 3 Tage vorher einreichen hätte ich nicht geschafft. Ich habe mit Glück 3 Tage vorher eine grobe Themenidee gehabt. So funktioniere ich nicht und bin froh, dass es in NRW nicht so läuft.

    • Offizieller Beitrag

    Auch wenn es zwischen Theorie und Praxis Unterschiede gibt (und auch viele Gründe für Verständnis und so weiter), bin ich ziemlich schockiert über die Haltung vieler Lehrkräfte zu der Unterrichtsplanung: Wenn wir es als so selbstverständlich halten (tue ich nicht!), dass die Stundenplanung 5 Stunden vor dem UB fertig ist, wie sieht es denn bitte mit der Reihenplanung, den Zielen, den zu fördernden Kompetenzen und dem progressiven Aufbau aus? Oder haben alle ihre UBs und Examensstunden in Einstiegsstunden gemacht?
    Ich spreche doch nicht davon, dass 3 Wochen vorher die Planung und didaktischer Kommentar schon stehen, sondern dass Thema und idealerweise Methoden sowie Ziele in einer Art Stoffverteilungsplan stehen.

    Und ob ich im 8maligen Durchgang des 2. Lernjahres in der Lage bin, morgen spontan eine UB-quasireife Stunde zum passé composé (oder Buchstabeneinführung in der Grundschule) zu halten, ist doch was Anderes, als bei einer Person in der Ausbildung, die in der Vergangenheit schon Probleme hatte oder viel Zeit verpasst hat (hier aufgrund der Erwähnung der Verlängerung, aber das erwarte ich von meinen Reffis von Anfang an, um eben diese Einsicht zu einem sinnvollen Aufbau zu schulen).

    Ich bemühe wieder das Bild des Kochs/Bäckers: Als erfahrene Bäckerin schaffe ich die mehrstöckige Torte auch im Stress mit weniger Zutaten... Die Azubi-Bäckerin sollte aber einen Plan haben und nicht vergessen, die unterschiedlichen Stockwerke zu backen, bevor sie mit der Füllung und Glasur kommt. Die Zuckerdeko und Früchte am Ende schmecken nur gut, wenn die Torte überhaupt steht und nicht aus verbranntem Joghurtkuchen besteht.

    • Offizieller Beitrag

    und trotzdem Ergänzung: liebe TE, kommuniziere einfach, was du machen kannst, realistisch (sowohl das, was du leisten kannst, als auch was du leisten solltest (also im Hinblick auf die Schmerzen)), mach dir nicht unnötig Stress, aber verliere nicht den Anschluss (ich vermute, dass die Prüfung so zeitnah wie möglich nach der Krankschreibung nachgeholt wird, und dann noch der UB)
    Viel Erfolg!

  • Wie bei Quittengelee mussten UBs und deren Entwürfe min 3 Tage vorher eingereicht werden, die ExamensUBs noch deutlich früher eingereicht werden.

    Bei mir waren es - wenn ich mich nicht irre - bei einem "kleinen" UB zwei, bei einem "großen" UB vier Tage (zur Erläuterung: "kleiner" UB: Unterrichtsbesuch in einem Unterrichtsfach oder der beruflichen Fachrichtung, wo nur der/die entsprechende Fachleiter/in in den Unterricht kam und evtl. der/die Mentor/in anwesend war; "großer" UB: Teilnahme des/der entsprechenden Fachleiters/leiterin, des Leiters/der Leiterin des Pädagogik-Seminars, eines Mitglieds der SL und evtl. des/der Mentors/Mentorin).

    Die Unterrichtsentwürfe für die Examens-UB mussten wir mind. eine Woche vor den Prüfungen einreichen.

    In Hessen hat man nach 3 Monaten Hospitationsphase ausschließlich eigenen Unterricht

    In NDS sind es an den BBS acht Unterrichtsstunden (i. d. R. vier Doppelstunden) "eigenverantwortlicher Unterricht" und mind. vier Stunden "betreuter Unterricht".


    In welchem Bundesland machst du eigentlich dein Ref Himmel96 ? Habe ich das überlesen?

    Ein solches Ref mit UB 3 Tage vorher einreichen hätte ich nicht geschafft. Ich habe mit Glück 3 Tage vorher eine grobe Themenidee gehabt. So funktioniere ich nicht und bin froh, dass es in NRW nicht so läuft.

    So ist mal wieder jeder Jeck anders (oh, 11:11 Uhr verpasst, fällt mir da auf...). Meine Art zu arbeiten ist es recht weit im Voraus zu planen, also zumindest die Grobplanung Wochen im Voraus "stehen" zu haben Das mache ich auch heute noch so. Von daher fiel es mir als Refi überhaupt nicht schwer, meine Unterrichtsentwürfe Tage vorher fertig zu haben und bei den Fachleiter*innen einzureichen. Im Gegenteil: Ich wäre durchgedreht, wenn ich ein bis zwei Tage vor einem UB noch nicht genau gewusst hätte, wie die Unterrichtsstunde ablaufen soll...

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ich hab bisher alle Termine etc. immer eingehalten und auch Deadlines. Dass das jetzt genau vor der Prüfung passiert, ist halt doof, aber passiert. Ich hab jetzt so gut es geht meinen Unterricht vorbereitet, werde jetzt dann auch mit der Planung von meinem UB anfangen (ich hab ja sehr viel Zeit jetzt durch das Rumsitzen) und so gut es geht, mein Zeug erledigen. Wie gesagt, am Dienstag weiß ich mehr, dass hab ich auch meinen Mentoren so kommuniziert, vielleicht kann ich auch am Mittwoch wieder in die Schule gehen (momentan gehen halt länger laufen als ein paar Minuten gar nicht).


    Zu meiner Prüfung: Ich habe heute tatsächlich den Nachholtermin gekriegt, der ist jetzt am 30.11. Das ist zwar natürlich zwischen meinen zwei UBs, aber ich werde wie gesagt jetzt auch die Zeit nutzen, um einfach schon mehr vorzuarbeiten. Das Problem ist/war oft, dass ich mich zu sehr in der Unterrichtsplanung verliere und zu viel Zeit in eine Stunde stecke. Ich mach mein Ref in BW, der Plan ist, dass ich bis zum Halbjahr auf die 13 Stunden komme und dann eben ab Februar eigenständig unterrichte (13h). Ich versuch halt einfach durchzukommen und hab echt Angst davor, es nicht zu schaffen. Da kommt das mit dem Fuß halt jetzt äußerst ungünstig.

  • Also bei den hier skizzierten Vorlaufzeiten hätte ich das Ref definitiv nicht geschafft. Ich bin bis heute jemand, der keine wirklichen Reihenplanungen hat (sondern die grobe Progression und die Ziele im Kopf, aber nirgends verschriftlicht und auch nicht unbedingt fix runtergebrochen auf Reihenfolge und Material) und Klausuren meistens erst in der Nacht vorm Klausurtermin fertigbastelt usw. Weit im Voraus zu arbeiten, funktioniert bei mir (leider) überhaupt gar nicht gut.


    Im Ref brauchte ich Reihenplanungen eigentlich nur für die Entwürfe, und was man da reinschreibt, kann man ja passend für die UB-Stunde zusammenstellen. Mentoren gab es an meiner Schule nicht und meine Ausbildungslehrer haben nie nach Reihenplanungen gefragt. Im Rückblick wohl ein Glücksfall.



    Himmel96

    Gute Besserung - vielleicht klappt es ja nächste Woche schon wieder!

  • Ich habe auch in NRW mein Ref gemacht und wusste im Normalfall 3 Wochen vor dem UB so ungefähr, was ich machen wollte. Im Prinzip so, wie chilipaprika das beschreibt.

    Es ist nicht schlimm, wenn das bei anderen Referendaren anders ist, aber in dem Fall der TE (Verlängerung) würde ich als Mentorin auch darauf bestehen, dass eine grobe Planung lange vorher steht. Von einer kranken Referendarin Unterrichtsentwürfe und Materialien verlangen würde ich nicht.

  • Bei uns hieß es im Ref (und/oder 1. Examen?), wer zu Prüfungen nicht kommen könne wegen Krankheit, bräuchte ein Attest vom Amtsarzt - kann das sein?

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • In meinem Fall dann "ich fange so gegen 14 Uhr an sie vorzubereiten". Los geht es dann um 17 Uhr 🤣

    Da würde ich durchdrehen 🤣, aber so ist jeder anders. Wochen vorher hab ich auch nie gemacht und Entwürfe sind auch schonmal knapp vorher fertig geworden (musste immer am Vorabend einreichen). Aber zumindest das was ich machen will stand lang genug vorher. Und heute hab ich zu Beginn einer Lernsituation zumindest den groben Fahrplan im Kopf. Ob es dann mal ne Stunde mehr oder weniger ist da ja nicht mehr so relevant ;)

    ich kann auch leider nicht wirklich schlafen, wenn ich nicht weiß, was ich am nächsten Tag im Unterricht mache. Buch S. x geht halt nicht...

  • Ich muss aber dazu sagen, dass ich selten noch revolutionär neue Klausuren erstelle, das wird meistens eine Mischung aus bereits gestellten mit mal ab und an einer neuen Aufgabe. Der Fundus ist mittlerweile recht groß.


    Wenn mal was ganz neues ansteht, bin ich ein wenig früher dran. Da würde ich mich dann morgens dran setzen 😋

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