Lehrerrat - Einfluss auf Schulstandortwechsel

  • Hallo,

    ich bin Lehrerratsmitglied.

    Da wir seit kurzem eine Schule mit zwei Standorten sind, hat unsere Schulleiterin vor,
    ein rollierendes System einzuführen, dass jede LehrerIn mal einen Durchgang lang

    zu dem kleineren Standort wechseln solle.
    Das ist den KollegInnen an dem größeren Standort natürlich zu stressig (Umzug aus dem
    lang "bewohnten" Klassenraum, etc)

    Mir geht es nicht darum zu erfragen , wie sinnvoll Ihr es findet (ich persönlich finde es

    sogar gut). Uns wurde aber in unserer Funktion als Lehrerrat zugetragen, der Rektorin die Bedenken

    des Kollegiums zu vermitteln und es wurde sogar angefragt, ob man dies sogar verhindern

    könne.


    Könnt Ihr mir da weiterhelfen?


    Grüße

  • Ich kann leider nicht helfen, bin aber gespannt auf Antworten! Wir haben auch zwei Standorte und quasi ein rollierendes System. Am einen Standort Klasse 1+2, am anderen Klasse 3+4. Zudem unterrichten viel Kollegen an beiden Standorten und müssen während des Schultages zum Teil auch mehrfach wechseln (ca. 5-7 Minuten Fußweg, fahren ist wegen fehlender Parkplätze keine Option). Das ist für alle höchst anstrengend und ich glaube, die meisten Kollegen würden es eher bevorzugen, nicht ständig wechseln zu müssen.

  • Ich kenne das mit den verschiedenen Standorten auch. 5zügige Grundschule, davon 2 Züge an Außenstellen, also in Summe 3 Schulhäuser. Ich fand es nicht schlecht, nur, dass man in so einer Minischule dauernd Aufsichten hat. Rotiert wurde auch, aber auf freiwilliger Basis und das ging sich irgendwie aus. Das mit dem Klassenzimmer räumen passiert an meiner aktuellen Schule (gleiches Schulhaus) aber auch oft, wir müssen meist nach 2 Jahren das Zimmer wechseln. Nur mit Glück bleiben wir länger, bzw. gleicher Klassengröße, denn die Zimmer sind unterschiedlich groß.


    Gibt es denn keine freiwilligen, die mal ins andere Schulhaus umziehen?

  • Zudem unterrichten viel Kollegen an beiden Standorten und müssen während des Schultages zum Teil auch mehrfach wechseln (ca. 5-7 Minuten Fußweg, fahren ist wegen fehlender Parkplätze keine Option). Das ist für alle höchst anstrengend und ich glaube, die meisten Kollegen würden es eher bevorzugen, nicht ständig wechseln zu müssen.

    Warum sind 5 Minuten Fußweg für alle höchst stressig?

  • Warum sind 5 Minuten Fußweg für alle höchst stressig?

    Weil wir hier von Grundschülern sprechen, die nicht unbeaufsichtigt gelassen werden können (Sozialstandort 7). Ich glaube nicht, dass man das mit großen weiterführenden Schulen oder BKs vergleichen kann.

    • Offizieller Beitrag

    Weil wir hier von Grundschülern sprechen, die nicht unbeaufsichtigt gelassen werden können (Sozialstandort 7). Ich glaube nicht, dass man das mit großen weiterführenden Schulen oder BKs vergleichen kann.

    Ich glaube, darum geht es gar nicht. So wie ich den TE verstehe, geht es darum, dass die KuK' rotierend mal an dem einen, mal an dem anderen Standort unterrichten - ohne dabei im Laufe des Tages den Standort zu wechseln. Das geht dann gegen die Gewohnheiten der jeweiligen Stammbesetzung.

  • Ich glaube, darum geht es gar nicht. So wie ich den TE verstehe, geht es darum, dass die KuK' rotierend mal an dem einen, mal an dem anderen Standort unterrichten - ohne dabei im Laufe des Tages den Standort zu wechseln. Das geht dann gegen die Gewohnheiten der jeweiligen Stammbesetzung.

    Das stimmt, da ging es um meine Schule, nicht um die des TE

  • Mir geht es nicht darum zu erfragen , wie sinnvoll Ihr es findet (ich persönlich finde es

    sogar gut). Uns wurde aber in unserer Funktion als Lehrerrat zugetragen, der Rektorin die Bedenken

    des Kollegiums zu vermitteln und es wurde sogar angefragt, ob man dies sogar verhindern

    könne.

    Nein, verhindern lässt sich das nicht. Mehr als ein Gespräch mit der Schulleitung ist da nicht drin. Ihr könnt ja die Bedenken vortragen. Ist der andere Standort denn weit entfernt?

  • Weil wir hier von Grundschülern sprechen, die nicht unbeaufsichtigt gelassen werden können (Sozialstandort 7). Ich glaube nicht, dass man das mit großen weiterführenden Schulen oder BKs vergleichen kann.

    Das erklärt nicht, warum der Weg dann stressig ist. Offensichtlich können die Schüler unbeaufsichtigt gelassen werden, wenn ihr Wechselzeiten habt, in denen sie es sind.

  • Ich glaube, das ist eine gar nicht so seltene Situation für einen Lehrerrat. Es gibt immer Kolleg*innen, die herumnölen über dies und das. Und dann zum Lehrerrat rennen, der soll es bitteschön richten. Kenne ich.


    Wenn ihr die Aufgabe bekommen habt, das Unbehagen einiger an die SL heranzutragen, dass solltet ihr das machen. Es ist auch gut, Sinn und Zweck einer solchen Regelung zu diskutieren. Aber vielleicht fragt ihr vorher erst einmal herum, wie viele es denn überhaupt betrifft, bekanntermaßen sind ja die Meckerer immer am lautesten, da gibt es doch bestimmt auch einige, denen ist das wurscht oder sie finden es auch gut.


    Dass die SL über den Einsatz der Kolleg*innen entscheidet, ist ja klar. Von daher kann man nur irgendwie schauen, ob man Bedenken ausräumen kann, vielleicht die eine oder andere Zusatzregelung trifft oder auch die positiven Seiten findet.


    Also reden mit beiden Seiten und versuchen, alle glücklich zu machen - viel Spaß :pfeif:

  • Kleiner Tipp (aus dem heraus, was man so von den ÖPR-Kolleginnen und -Kollegen so hört):

    Manchmal verkauft eine SL es so, dass eine abschließende Entscheidung zusammen mit dem ÖPR getroffen wurde. Wenn ihr also mit der SL über diese Thematik sprecht, eure Meinung und Bedenken einbringt und diese in eine Entscheidung einfließen, macht deutlich, dass es abschließend die Entscheidung der SL ist und ihr nur die Kollegiumssicht und Bedenken geschildert habt! Nicht, dass die SL die Verantwortung und den potentiellen Unmut auch auf euren Schultern ablädt. Man weiß ja nie... Das Thema klingt kontrovers.

  • Kleiner Tipp (aus dem heraus, was man so von den ÖPR-Kolleginnen und -Kollegen so hört):

    Manchmal verkauft eine SL es so, dass eine abschließende Entscheidung zusammen mit dem ÖPR getroffen wurde.

    Oh wie gut ich das kenne ... "In Absprache mit dem ÖPR ..."

  • Das erklärt nicht, warum der Weg dann stressig ist. Offensichtlich können die Schüler unbeaufsichtigt gelassen werden, wenn ihr Wechselzeiten habt, in denen sie es sind.

    Stressig ist, dass man in allen Klassen die Aufsicht gewährleisten muss. In einer 5-Minuten -Pause ist halt ein Wechseln mit Fußweg von 5-7 Minuten nur schwer zu schaffen, so dass es überall zu Verspätungen kommt.

    Cool, wenn das für dich völlig stressfrei wäre.

  • 300 bis 800 Meter läuft man in dieser Zeit. Ist euer Gebäude wirklich so groß?

    Nicht, wenn viele Schüler im Weg stehen. Ich muss bis zu 600 Meter und 60 Stufen laufen (2 Gebäude, das Hauptgebäude ist sehr verwinkelt). Ich schaffe es auch nicht, ohne Schüler (nachmittags) schon.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Danke für die Antworten.

    Eine gute Idee ist es, im gesamten Kollegium zu erfragen, wie die Meinungen dazu sind.

    Es sind wirklich immer bei uns die Lautesten, die meinen, ein "allgemeines Meinungsbild" zu repräsentieren.

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