Bin ich "altmodisch" (Forderung von Einhaltung von Regeln - Konferenzbeschlüssen)?

  • Mir fehlt nach wie vor eine Aussage über den Mehrwert, Menschen nur in durch den Stundenplan vorgegebenen zeitlichen Intervallen trinken zu lassen. Ist das für irgendetwas wichtig?

    Jain. Es gibt Schulen, die sich wirklich von dem Stundenraster trennen. Die haben dann den ganzen Tag "Garten" oder ... Absolut keine Taktung.

    Hat schon was. Das Konzept ist zugegebenermaßen gar nicht so schlecht, aber die meisten Schulen möchten lieber takten. Den meisten Menschen fällt es offensichtlich leichter, wenn sie Regeln haben. Macht ja oft auch Sinn. Der Busfahrer im Linienverkehr "muss" sich auch an seine Taktung halten. Der hält nicht plötzlich an und geht auf Klo. Der hat in der Regel auf seiner Strecke auch nur eine Möglichkeit aufs Klo zu gehen.

  • Jain. Es gibt Schulen, die sich wirklich von dem Stundenraster trennen. Die haben dann den ganzen Tag "Garten" oder ... Absolut keine Taktung.

    Hat schon was. Das Konzept ist zugegebenermaßen nicht gar nicht so schlecht, aber die meisten Schulen möchten lieber takten. Den meisten Menschen fällt es offensichtlich leichter, wenn sie Regeln haben. Macht ja oft auch Sinn. Der Busfahrer im Linienverkehr "muss" sich auch an seine Taktung halten. Der hält nicht plötzlich an und geht auf Klo. Der hat in der Regel auf seiner Strecke auch nur eine Möglichkeit aufs Klo zu gehen.

    In Eurer Urinus-Diskussion bin ich noch gar nicht angekommen. Es geht mir ums Trinken.

    Der Busfahrer kann zwischendurch trinken. Wie nahezu alle anderen Berufsgruppen auch. Ein Mehrwert dieser Regel ist nach wie vor nicht in Sicht.

  • Und schon wieder liegt Volker_D beim Gish Gallop in unerreichbarer Führung. Sensationellllllll!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ein Mehrwert dieser Regel ist nach wie vor nicht in Sicht.

    Der Mehrwert ist, dass man in Ruhe Arbeiten kann. Im "Besten" fall ist es doch dann so, dass jemand da sitzt und eine Mangelerscheinung verspürt, aufhört zu schreiben seinen Stift weglegen, trinkt, den Stift wieder in die Hand nimmt und nochmal kurz überlegt an welcher Stelle er nochmal was schreiben wollte, dann verschwendet das einfach unnötig Zeit. Wir haben uns getroffen um zu arbeiten. Nicht zum Essen und trinken. Dafür trifft man sich (auch) in den Pausen.

    Im schlechtesten Fall... weiß jeder selbst.


    Wenn das jemand nicht so sieht. Ich stelle mich auch gerne auf die andere Seite:

    Dann bitte die Pausen und die Mittagszeit kürzen (nicht komplett aufzuheben).

    Ich kann es ganz konkret von meiner Schule sagen:

    Die ganze Klasse fand im letzten Jahr die Mittagspause zu lang. Die Schüler standen gelangweilt herum und fingen in der Mittagspause an Unsinn zu machen. Also haben wir uns und darauf geeignet 5 Minuten eher anzufangen und dafür 5 Minuten eher aufzuhören. Dadurch konnte 1 Schüler sogar seinen Zug eine Stunde eher bekommen.

    Ergebnis: Ich habe Ärger von der Schulleitung bekommen, weil die Schüler die Mittagspause zum Essen und Trinken brauchen. Ergo: Die Mittagspause bleibt so wie sie ist. Der Schüler muss auf seinen Zug knapp 1 Stunde länger warten.

  • Und er baut seine Führung i-m-m-e-r weiter aus… Hüüüüüüüüüüüüüüüüh!!!!!! :essen:

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Wenn ich es mal so sagen darf:

    Ich habe zwar keine Ahnung, was dieses Gish-Galopp ist, aber es wirkt auf mich nicht so, als ob der Hinweis darauf ein Diskussions-Beitrag wäre. Oder?

    Es ist ein Hinweis auf einen Diskussionsstil, der durch Einbringen einer Flut wahlweise falscher Annahmen, Halbwahrheiten oder auch einfach nur lächerlicher Annahmen das Gegenüber quasi ersäufen möchte, das die Flut an Annahmen und Postulaten nicht mehr diskutieren oder gar widerlegen kann. Das führt, wie man auch hier wieder sieht, ernsthafte Debatten nur noch an absurdum.

    Meiner Ansicht nach trägt dieser Diskussionsstil mindestens ebenso wenig zu einer Debatte bei, wie der Hinweis selbst auf ihn es rein inhaltlich bezogen könnte. Das ist nicht der erste Thread, in dem Volker sich dieser Methode aus seinem Methodenkärtchenarsenal bedient. Für mich ist das Getrolle auf hohem Niveau.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Wo habe ich falsche Annahmen oder Halbwahrheiten gemacht?


    Eine lächerliche Annahmen kann man mir meinetwegen bei der Beispiel nach dem Trinken nach jedem Wort vorwerfen. Das musste ich aber so machen, weil aus meiner Sicht schon das Trinken nach 30 Minuten genau so lächerlich ist, andere Personen sehen es anders. Das ist eben relativ. Ab wann ist es denn "lächerlich"? Nach 30 Minuten? Nach 20 Minuten? Nach 10 Minuten? ... Wo ist bei dir die Grenze? Bei mir ist sie bei 45 Minuten schon deutlich erreicht.

  • Soll ich euch mal was ganz Krasses verraten: Ich achte überhaupt nicht drauf, wer wann trinkt. Essen fällt mir tatsächlich auf weil es die Wenigsten jemals während des Unterrichts tun. Ich habe im Moment eine Schülerin, die ist in jeder Pause so intensiv mit Tratschen beschäftigt, dass sie darüber nicht zum Essen kommt. Dann isst sie während der ersten 5 min im Unterricht schnell noch was. Das ist so spleenig, dass eigentlich alle drüber lachen. Meine Schülerinnen und Schüler stehen auch einfach so während des Unterrichts auf um sich ein Verlängerungskabel für den Laptop zu holen, ein Wischtuch zum Naseputzen oder um irgendwas zum Mistkübel zu bringen. Ui ... und es gilt tatsächlich eine Regel bei mir absolut streng: Niemals nicht fragen "Darf ich aufs WC gehen?" Ja, natürlich darf man aufs WC gehen, ich möchte nicht gefragt werden. Es reicht zu sagen "Ich gehe schnell aufs WC." und dann geht man einfach.

    • Offizieller Beitrag

    Meiner Ansicht nach trägt dieser Diskussionsstil mindestens ebenso wenig zu einer Debatte bei, wie der Hinweis selbst auf ihn es rein inhaltlich bezogen könnte. Das ist nicht der erste Thread, in dem Volker sich dieser Methode aus seinem Methodenkärtchenarsenal bedient. Für mich ist das Getrolle auf hohem Niveau.

    Vielleicht ist es sein Diskussions-Stil. Wenn er dich stört und du es für Getrolle hältst: einfach ignorieren.


    Aber dieser Gish-Galopp-Hinweis zum Diskreditieren ist ungefähr so sinnvoll, wie der Hinweis auf die Rechtschreibung oder das jemand ein Troll sei. Kann passieren - muss aber nicht.


    kl. gr. frosch


    P.S.: und da bin ich von dir definitiv einen besseren Diskussions-Stil gewohnt. Wenn ich das mal so sagen darf.

  • Mir fiele auch durchaus noch jemand ein, der das schon sehr lange so macht. Den habe ich aber eben deshalb schon lange geplonkt. :)

  • Ich trinke, wenn mein Körper danach fragt und das kann auch während des Unterrichts sein. Da ich dieses Recht für mich beanspruche gestehe ich es auch meinen Schülern zu, auch wenn sie dafür Mal kurz vor die Tür gehen (Fachraum). Bei mir kommt es auch öfter vor, dass ich auf einmal einen Räusperzwang habe, den ich mit einem Schluck trinken ganz gut in den Griff kriege. Und wäre ich Schüler, wäre es auch meinem Lehrer wahrscheinlich lieber das ich einen Schluck trinke, als dass ich die nächsten 30 Minuten unruhig röchelnd auf meinem Platz sitze. Darüber hinaus bewirken manche meiner Medikamente, dass ich einen wahnsinnig trockenen Hals bekomme. Dies ist eine typische Nebenwirkung von Medikamenten mit anticholinerger Wirkung. Das ist wirklich heftig und erfordert , dass man zwischendurch immer Mal was trinkt.Falls Ihr Schüler mit ADHS habt, Ritalin und Co machen diese Nebenwirkung ganz gravierend. Auch da, kann ich das ganz gut nachvollziehen. Damit wäre ich dann auch am Ende meines Plädoyers für befreites trinken. In diesem Sinne Prost und gutes Nächtle.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Du scheinst noch immer nicht einsehen zu wollen, dass der Aufhänger gar nicht das Lagern von Chemikalien, sondern deren grundsätzlicher (und nicht nur akut in diesem Moment erfolgende) Einsatz im Raum ist.

    Um darauf noch mal zurückzukommen ... Ich bin gerade dabei, das relevante Infomaterial zusammenzutragen, weil wir wohl bezüglich Regeln im Labor und den Unterrichtsräumen tatsächlich mal wieder eine offizielle Fachschaftssitzung brauchen. Stein des Anstosses ist unser neuer Kollege, für den bis anhin eben auch die RISU das verordnete Heiligtum war. Jetzt kam es in nur 3 Wochen oft genug zu Verwirrungen und Missverständnissen, dass wir das gemeinsam mal anschauen müssen. Und siehe da, es steht in einer unserer verbindlichen Richtlinien sogar explizit der folgende Satz:


    "Esswaren und Getränke dürfen nicht in Labors mitgebracht, aufbewahrt

    oder dort eingenommen werden, wenn die Gefahr einer Kontamination mit
    gesundheitsgefährdenden Stoffen bzw. Proben besteht." (EKAS-Richtlinie "Labor")


    Es ist nicht nur nicht konkret irgendwo festgelegt, dass in den Arbeitsräumen der Chemie grundsätzlich nicht gegessen werden darf (steht im "Leitfaden zum sicheren Umgang mit Chemikalien an den Mittelschulen" wahrhaftig einfach gar nicht drin), es gibt an anderer Stelle sogar ein explizites Verbot nur unter bestimmten Bedingungen und das so konkret auch nur fürs Labor (was mein Unterrichtszimmer eben nicht ist). Dass für euch die RISU gilt, ist mir schon klar. Nur ... ich DARF in meinem Unterrichtszimmer essen.

  • Ich würde nochmal die Kleiderfrage stellen wollen. In meinem Unterricht darf man (solage ich das Gesicht sehen kann) eine Kopfbedeckung tragen, Trinken usw. Klamotten sind mir egal, ABER :D: ich fahre regelmäßig nach Berlin mit Klassen und wir besuchen dort das Reichstagsgebäude/ den Bundestag. Dort verlange ich "angemessene Kleidung" (keine Schlappen, keine Jogginghose usw.). Wie seht ihr das? Ist das zuviel der "Ehre" und bin ich zu kleinlich oder "gehört sich das"?

  • "gehört sich" gibt's nicht. Entweder etwas ist verpflichtend oder verboten oder von bestimmten Personen aus persönlichen Gründen gern gesehen, weil sie sich damit besser fühlen. Und so würde ich es handhaben: wenn dir etwas wichtig ist, dann erkläre das den SuS. Zu spät zur Führung kommen, weil ich meine, nochmal jemanden zum Umziehen schicken zu müssen, würde ich jedenfalls nicht.

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