Ist die AfD eine demokratische Partei?

  • Nein, du bildest dir das nicht ein.
    In der Unterstufe am Gym "abzuschulen" (was für ein bescheuertes Wort) ist kaum noch möglich. In Englisch kommt immer eine 4 raus, in Deutsch sowieso, eher die 3. Weil eine Einleitung oder was auch immer immer noch für genug Punkte reicht.
    Ja, ich kann versuchen, die absolute A.-Karte zu ziehen, aber die gesetzlichen Vorgaben werden mich einholen. An meiner (echt nicht bürgerlichen-innenstadt-gymnasial) Schule hat sich letztens eine Mutter beklagt, dass ihre Tochter eine HA hatte, die sie nicht in der Lernzeit zu ENde geschafft hat. Wir haben eine Erinnerung erhalten, dass die HA maximal 2 oder 3 mal 45 Minuten nicht übersteigen dürfen. In der Woche. Für alle Fächer.
    Jetzt überlegt mal, wie viel ÜBUNGszeit in ca. 90 Minuten pro Woche für 10 Fächer klappt. Also Aufsätze üben. Und die "Hauptfächer" haben Priorität, aber wie soll ein Kind in Wirtschaft und Politik eine kriterienorientierte Urteilsfindung üben, wenn das ausschließlich im Unterricht stattfinden muss. und zwar immer.

    Das ist doch das Problem der Mutter. Dann gibt's halt weniger Aufgaben auf und die Konsequenz sieht man in der Arbeit.

    Ich verstehe ja das Gefühl, wenn man persönlich verantwortlich gemacht wird und nicht der einzige Arsch sein will. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es möglich ist, reihenweise 3en und 4en zu bekommen, wenn man nicht in der Lage ist, den Anforderungen zu genügen.

    Wer legt denn fest, wie viele Punkte eine Einleitung gibt? Pädagogische Freiheit der Lehrkräfte? Lehrplanziele? Man kann doch Klassenarbeiten fast beliebig schwer gestalten.

  • ...
    Ein Kind hat an in der Sek 1 nur in 3 (Orientierungsstufe) bzw. 4 (Mittelstufe) Fächern Klassenarbeiten. ...

    Und es ist euch untersagt, schriftliche Leistungskontrollen zu schreiben und sie anders zu nennen?

    Davon abgesehen, wer in den Hauptfächern auf 4 steht, scheint ja "ausreichend" mitzukommen.

  • Wir haben eine Erinnerung erhalten, dass die HA maximal 2 oder 3 mal 45 Minuten nicht übersteigen dürfen. In der Woche. Für alle Fächer.

    Das verwundert mich gerade etwas. 45 Minuten ist die Maximalgrenze in der 3./4. Klasse. Aber pro Tag (also 4- bis 5-mal die Woche).

    In Klasse 5 - 7 müsste es meines Wissens bei 60 Minuten pro Tag liegen.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Das verwundert mich gerade etwas. 45 Minuten ist die Maximalgrenze in der 3./4. Klasse. Aber pro Tag (also 4- bis 5-mal die Woche).

    In Klasse 5 - 7 müsste es meines Wissens bei 60 Minuten pro Tag liegen.

    Wir sind im Ganztag und dürfen nur die Lernzeiten (die wir anbieten und wir bieten aus Personalressourcengründen nur das Minimum, also 2 oder 3 je nach Profil, trotzdem Unterricht bis 15 Uhr) nutzen.

  • Und es ist euch untersagt, schriftliche Leistungskontrollen zu schreiben und sie anders zu nennen?

    Maximale Dauer von 20 Minuten und zählt maximal den Wert einer Unterrichtsstunde.
    Also natürlich schreibe ich Tests. Sie sind aber nur ein kleiner Teil von allen Leistungen.

  • Davon abgesehen, wer in den Hauptfächern auf 4 steht, scheint ja "ausreichend" mitzukommen.

    Wir haben doch schon erklärt, die Bewertungsraster ... Und ja, es ist (zumindest für die Oberstufe) vorgegeben. In der Sek1 mache ich den Schritt bei 50% und nicht 39% (im Einklang mit dem Fachschaftsbeschluss), trotzdem reicht oft das Verstehen vom Text und Wiedergeben aus... (Ist ja der Sinn vom AFB I.)

  • Das ist doch das Problem der Mutter. Dann gibt's halt weniger Aufgaben auf und die Konsequenz sieht man in der Arbeit.

    Nein, eben nicht. Die Schulleitung hat eben daran erinnert, dass WIR keine weiteren Aufgaben geben dürfen.
    Und die Arbeit richtet sich nach dem Unterricht und nicht nach dem, was eine andere Schule, vll sogar in einem anderen BL, gemacht hat.
    Es hat schon einen Grund, dass sich meine Erfahrungen stark von deinen unterscheiden und es "zufällig" so ist, dass du in einem der in den Bildungsstudien top platzierten BL lebst und mein BL sich durch seine Breite (NRW ist ja sehr groß und hat sehr unterschiedliche Standorte) vermutlich rettet.

  • Du hast dich ja schon mal gewundert, welche Texte in Sachsen in Klasse 5 Englisch bis zu den Weihnachtsferien verstanden werden. Vielleicht kann man ja mit anderen Schulbüchern mehr regulieren? Aber letztendlich müssen die Kollegien sich einig sein.

    Ich finde es halt schade, wenn es doch euch Lehrkräften den riesen Frust bereitet. Den Eltern scheint es Recht zu sein, bzw. die können ja überhaupt nicht beurteilen, was ihr Kind eigentlich schaffen müsste, um die Hochschulreife zu bestehen.

  • Ich finde es halt schade, wenn es doch euch Lehrkräften den riesen Frust bereitet. Den Eltern scheint es Recht zu sein, bzw. die können ja überhaupt nicht beurteilen, was ihr Kind eigentlich schaffen müsste, um die Hochschulreife [Ergänzung: in einem anderen BL] zu bestehen.

    Ich habe es ergänzt. Denn natürlich können die Eltern weder beurteilen noch verstehen, dass das, was wir machen, anders ist, als es in einem anderen BL wäre. Und die Anforderungen bauen aufeinander, es reicht also aus.

  • Dann wäre das aber ein anderes Thema. Das wäre dann eher das kaputte Schulsystem in NRW. Aber nur weil das System in NRW kaputt ist, wäre das für mich kein Grund deswegen die Schulpflicht aufzuheben. Die Frage wäre eher, wie man darauf reagieren sollte und was man machen könnte, um das System NRW zu retten. Wenn es denn wirklich flächendeckend so kaputt ist.

  • Thema ist ja hier sowieso die AfD und da waren wir bei Sachsen-Anhalt. Offenbar haben die andere Probleme als NRW, es ist also müßig, sich auszumalen, weswegen dort angeblich rechts gewählt werden muss, wenn sich in NRW das Dasein sinnlos anfühlt.

  • Ich hab keinerlei Illusionen, dass da noch irgendwas reparierbar ist. Besteht ja auch gar kein politischer Wille zu.

    Darf ich mal ganz doof fragen: Hast Du denn dann mal darüber nachgedacht was anderes zu machen? Ich stelle es mir im Schulsystem schwierig vor, wenn man das Gefühl hat, dass das System kaputt ist.

  • In Bayern schreibt man auch nur in Hauptfächern Klassenarbeiten und in Nebenfächern kleine schriftliche Tests von höchstens 30 Minuten Länge, üblich sind 20, und sonstige kleine Leistungsnachweise. Trotzdem wird in den Nebenfächern das Notenspektrum ausgereizt und es gibt durchaus Schüler, die in Geo, Geschichte oder Reli mit ner 5 am Ende des Schuljahres das Klassenziel nicht erreichen.

  • In Bayern schreibt man auch nur in Hauptfächern Klassenarbeiten und in Nebenfächern kleine schriftliche Tests von höchstens 30 Minuten Länge, üblich sind 20, und sonstige kleine Leistungsnachweise. Trotzdem wird in den Nebenfächern das Notenspektrum ausgereizt und es gibt durchaus Schüler, die in Geo, Geschichte oder Reli mit ner 5 am Ende des Schuljahres das Klassenziel nicht erreichen.

    Aber wie wird die Note im "Nebenfach" gebildet?
    Also: was ist die Gewichtung des Tests und der (spontanen, nicht angekündigten?) Abfragen (?)?

  • Es wird müßig, es alle drei Tage im Forum zu erklären:

    Oh, sorry, dass ich nachgefragt habe. Und nicht die Strukturen von NRW im Kopf hatte. Bevor ich mich das nächste mal beteilige, werde ich erst den ganzen Thread lesen, nicht, dass du alle 3 Tage das selbe erklären musst.

  • Aber wie wird die Note im "Nebenfach" gebildet?
    Also: was ist die Gewichtung des Tests und der (spontanen, nicht angekündigten?) Abfragen (?)?

    Bei uns zählt alles gleich.

    Viele Grüße aus dem Süden :wink_1:

  • Aber wie wird die Note im "Nebenfach" gebildet?
    Also: was ist die Gewichtung des Tests und der (spontanen, nicht angekündigten?) Abfragen (?)?

    Bei meinem Kind: Im Nebenfach werden alle Noten zusammengezählt, lediglich Mitarbeitsnoten zählen als halbe Noten.

    Bitte fürs Erklären ohne Gemaule.

  • Danke für die Antwort, die ich zu 90% sicher war zu kennen.
    Ein Test ist bei uns maximal die jeweilige Stunde.
    Also 1/18 des 2. Halbjahres zum Beispiel (und dabei würde ich die ganze Doppelstunde zählen, naja).
    Natürlich zählt es "mental" als Stütze für die Bildung der weiteren sonstigen Noten, aber trotzdem ist es nicht "hart auf hart".

  • Oh, sorry, dass ich nachgefragt habe. Und nicht die Strukturen von NRW im Kopf hatte. Bevor ich mich das nächste mal beteilige, werde ich erst den ganzen Thread lesen, nicht, dass du alle 3 Tage das selbe erklären musst.

    Sorry, es war nicht total unfreundlich gemeint. Es hatte schon jemand im Thread (glaube ich) auf NRW-Probleme verwiesen und da muss man die Rahmenbedingungen bedenken.
    Dass NRW eben "besonders" ist, ist im Forum so oft Thema, dass es eben für "uns" eben müssig ist zu erklären: Wir KÖNNEN es NICHT anders lösen.
    Ein NRW-Schüler darf nur zwei Arbeiten in der Woche schreiben, keine zwei Tests an einem Tag (ICH ignoriere die Regelung im Fremdsprachenunterricht, da ich da jede Woche 1-2 Tests von ca. 5-7 Minuten schreibe). seine Noten bestehen aus 50% Arbeiten/50% "Sonstige Mitarbeit" (alles andere oder in fast allen Fächern aus 100% "Sonstige Mitarbeit". Abfragen, Tests, usw.. sind weder vorgeschrieben noch gewichtet.

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