Schüler schreien Name von Lehrkräften durchs Schulhaus

  • ... und es wird faktisch nur bei den Kolleginnen und Kollegen gemacht, wo man weiß, dass sie Autoritätsprobleme haben.

    Die möglicherweise auch noch durch Kolleginnen/Kollegen verstärkt werden, die die betreffende Kollegin/Kollegen bei den Schülern vorführen und konterkarieren! Meine ich jetzt nicht konkret auf Deine Schule bezogen, Karl-Dieter.8)

  • Forumsnutzer

    Du schreibst, dass das auch bei anderen Kollegen und Kolleginnen passiert. Ich würde mit anderen Betroffenen reden und fragen, wie sie darauf reagieren. Vielleicht muss man einmal in einer konzertierten Aktion mit der Klassenlehrkraft die Krakeeler zur Rede stellen.

    Bei einem Referendar probieren sie es wahrscheinlich verstärkt. Das kenne ich auch von meiner Referendarszeit vor x- Jahren. Als Referendar würde ich es erstmal ignorieren, dann ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Betroffenen überlegen. Bevor du mit demjenigen sprichst, der dich beurteilt, bespreche doch erst einmal das Problem mit jemandem von der Schule, der dein Vertrauen hat.

    Grundsätzlich meine ich schon, dass das abgestellt gehört, wenn das nicht von alleine aufhört.

  • Bei einem Referendar probieren sie es wahrscheinlich verstärkt. Das kenne ich auch von meiner Referendarszeit vor x- Jahren. Als Referendar würde ich es erstmal ignorieren, dann ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Betroffenen überlegen. Bevor du mit demjenigen sprichst, der dich beurteilt, bespreche doch erst einmal das Problem mit jemandem von der Schule, der dein Vertrauen hat.

    Ich weiß von einer anderen Referendarin, bei der die das auch gemacht haben. Die hat das dann aber schnell ignoriert, und dann war es abgeklungen. Ich hab leider den Fehler gemacht, mit denen das Gespräch zu suchen, so dass denen klar war: oh seht mal, das nervt den ja wirklich! Und damit hatte ich deren unersättlichen Trollappetit geweckt. Und jetzt komme ich aus der Nummer nicht mehr raus, merke ich.

    "Bleib souverän und ignorier das. Du hast Besseres zu tun", würde jedenfalls ich sagen.

    Wäre ich kein Refi, der vom Seminarlehrer eine Beurteilung erhält, um die ich mir Gedanken machen muss, wäre es mir egaler.

    Aber gut, ein Gespräch mit der Klassenleitung halte ich für eine gute Idee, Danke!

  • Ich weise genau einmal darauf hin, dass ich mich nicht wie ein Hund irgendwohin rufen lasse und ich das als respektlos empfinde. Da respektloses Verhalten gegen die Schulregeln verstößt und sanktioniert werden kann, dreht das dem Verhalten meist sehr schnell den Hahn zu.

  • Beitrag von Plattenspieler (18. Januar 2026 22:13)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (18. Januar 2026 22:13).
  • Wenn es ein grundsätzliches Problem an deiner Schule ist, sollte man gerade auch die nichtbetroffenen Kollegen ins Boot holen.

    Wenn ich in der Nähe einen Schüler etwas durch das Schulhaus krakeelen höre, würde ich ihn sowieso auffordern sich dem Adressaten mehr zu nähern und vernünftig mit ihm zu sprechen. Oder, wenn es dazu keinen Grund gibt, das Geschrei einfach zu unterlassen.

    Das wäre bei uns normales Lehrerverhalten. Sowie wir sie auch bei anderem Fehlverhalten dazu auffordern das zu unterlassen. Und sie ansonsten freundlich grüßen.

  • Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Ich darf die Klasse morgen vertreten...

    Wie hat es geklappt heute?

    Manchmal sind sie ja im Unterricht anders als in Pausen.

    Hast du eigentlich irgendwo die Klassenstufe angegeben? Mit nem 5 Klässler würde ich ganz anders reden wie mit einem 10 Klässler.

  • Hast du eigentlich irgendwo die Klassenstufe angegeben? Mit nem 5 Klässler würde ich ganz anders reden wie mit einem 10 Klässler.

    Das sind Neuntklässler.

    Wie hat es geklappt heute?

    Manchmal sind sie ja im Unterricht anders als in Pausen.

    Es hat ein Kollege die Stunde übernommen, ich war bloß mit zur Aufsicht dabei. Die Situation war vielschichtig, aber es lief im Großen und Ganzen nicht schlecht. Ob dadurch nun eine Änderung eintritt, ist kaum absehbar.

    Ein Gespräch mit dem Klassenleiter hatte ich im Voraus auch, aber da wussten wir aber auch keinen wirklichen Rat, denn das Verhalten scheint bekannt. Er hatte dann angeboten, dass er nochmal mit ihnen spricht, was ich aber abgelehnt habe, weil ich der Ansicht war, dass das wenn überhaupt nur einen kurzfristigen Effekt haben und zweitens meine Autorität untergraben würde.

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    Ein Gespräch mit dem Klassenleiter hatte ich im Voraus auch, aber da wussten wir aber auch keinen wirklichen Rat, denn das Verhalten scheint bekannt. Er hatte dann angeboten, dass er nochmal mit ihnen spricht, was ich aber abgelehnt habe, weil ich der Ansicht war, dass das wenn überhaupt nur einen kurzfristigen Effekt haben und zweitens meine Autorität untergraben würde.

    Gerade wenn das Verhalten bekannt ist, kann der Klassenlehrer das Problem allgemein ansprechen. Aber auch wenn es nur dich betreffen sollte, wäre es möglich, das in Ruhe zu besprechen und sie einzeln zu dir zu schicken, dass sie sich entschuldigen.

    Das muss natürlich nicht sein. Wenn du Referendar bist, bist du ja noch nicht lange da und wenn du die Klasse nicht unterrichtest, gibt sich das wahrscheinlich sowieso von allein. Es darf grundsätzlich aber sein, das Kollegium sollte immer geschlossen gegen problematisches Verhalten von SuS vorgehen.

  • Gerade wenn das Verhalten bekannt ist, kann der Klassenlehrer das Problem allgemein ansprechen. Aber auch wenn es nur dich betreffen sollte, wäre es möglich, das in Ruhe zu besprechen und sie einzeln zu dir zu schicken, dass sie sich entschuldigen.

    Es betrifft nicht nur mich allein. Aber wenn er es anspricht, werden sie ahnen, woher das kommt. Und werden es weitermachen, denn das füttert ihren Trollhunger. Oder sie entschuldigen sich einmalig (ohne wirklich Reue zu empfinden), beginnen dann aber später wieder in leicht abgewandelter Form.

    Das muss natürlich nicht sein. Wenn du Referendar bist, bist du ja noch nicht lange da und wenn du die Klasse nicht unterrichtest, gibt sich das wahrscheinlich sowieso von allein. Es darf grundsätzlich aber sein, das Kollegium sollte immer geschlossen gegen problematisches Verhalten von SuS vorgehen.

    Klar sollte das nicht sein. Aber die sind ein bisschen wie Trump oder Putin. Sie interessieren sich nicht für eine regelbasierte Ordnung, sie verstehen nur die Sprache der Stärke. Und sie halten sich an der Schule für die Kings, entsprechend laufen sie durch den Gang. Auch einige andere Refis machen schlechte Erfahrungen mit ihnen. Jeder, der in ihren Augen eben als nicht stark genug oder nicht ganz ihren Vorstellungen gemäß kallibriert wahrgenommen wird, gehört verarscht.
    Da ich aber die Sprache der Stärke schwer ausüben kann, da ich keine wirkliche Handhabe habe, sehe ich keine Handlungsoptionen.

    Es ist aktuell aber auch nicht so das riesen Drama. Interessant wäre aber eigentlich die Frage, ob ich meine Beziehung zu denen wirklich ernsthaft verbessern könnte. Dafür sehe ich aber wenig Potenzial, aus genannten Gründen...

  • Was heißt denn endgültig. Ich sage: wenig Potenzial. Der Klassenlehrer mit jeder Menge Berufserfahrung hat da jetzt auch nicht besonder viel mehr Änderungspotenzial erkennen können. Ich kann ja auch nicht innerhalb von ein paar Monaten meine Persönlichkeit ändern.

    Und: ich erwähnte, dass ich das schon an einer anderen Schule erlebt habe. Und da erzählte mir ein Lehrer (deren Klassenlehrer, und auch Opfer), dass er mit der Gruppe alles versucht habe: Humor, Selbstironie, Zuneigung, Ignorieren, Bestrafung (soweit Vergehen nachweisbar)...

    Nichts davon hatte seiner Aussage nach eine Wirkung. Er sagte: "man muss sich klar sein, dass man denen da in gewisser Weise unterlegen ist".

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