Arbeitszeiterfassung und Präsenzpflicht

  • Genau das. Da wir im Homeoffice auf ungesunde(!) Art und Weise die Arbeit extrem effizient erledigen, würde in der Präsenz in der Schule die Effizienz leiden. Zum Einen, weil dort die Arbeitsverdichtung von über-verdichtet auf normal verringert würde und zum Anderen, da im Büro all die Dinge wie das kurze Schwätzchen auf dem Gang, im Büro und all die Reibungsverluste, die in Behörden und Unternehmen (im Verwaltungsbereich) entstehen, dann die effektiv genutzte Arbeitszeit verringern.

    Zu dem ersten Aspekt: Ich vergleiche da mal damit, wie ich früher in der Industrie und auch mal in einer Behörde gearbeitet hatte: Jetzt muss ich jede Mail, jede neue Information, Verordnung etc. pp. innerhalb kürzester Zeit aufnehmen, weil ich Zeit für meine anderen Tätigkeiten brauche. In Präsenz würde ich all dies - auch im Hinblick auf meine eigene Gesunderhaltung - nicht(!) trödelnd, aber eben in angemessener Geschwindigkeit und sorgfältig erledigen. Die Korrektur einer einfachen kleinen HÜ, die ich jetzt unter Raubbau an meiner Gesundheit in möglichst kurzer Zeit erledige, würde bei Präsenzpflicht mind. 50% mehr Zeit brauchen, weil ich nicht hetzen muss, sondern endlich angemessen Zeit habe. KAs, Kontrolle von Lerntagebüchern etc. würden genauso mehr Zeit kosten. Ohne Trödeln, nur eben dann normales Tempo. Vorbereitung und Nachbereitung von Unterricht erfolgt zur Zeit auch immer in sehr verdichteten Phasen. Bei geistiger Arbeit mit hoher Konzentration braucht es auch geistige Regenerationsphasen! In diesen Phasen mache ich zur Zeit die Spülmaschine, gehe einkaufen etc., bevor ich dann wieder verdichtet weiter arbeite. Im Büro war die geistige Regeneration in der Arbeitszeit (mit dann reduziertem Arbeitstempo) immer drin und wäre es auch bei mir bei Präsenzpflicht in der Schule.

    Die Situation: "Eure MINT-Prüfungen setzen wir ans Ende der Prüfungsphase, weil ihr ja die Korrektur schnell über's lange Wochenende erledigen könnt und der Zweitprüfer das am Montag braucht." würde auch nicht mehr funktionieren, da ich dann ganz sicher nicht am Samstag und Sonntag im Homeoffice weiter korrigiere und da gibt es viele andere konkrete Beispiele im Schulalltag - nicht nur in Prüfungsphasen.

    Dazu kommt: Um die Schulen zu einem angemessenen Arbeitsplatz zu machen, müssten die Schulträger (in RLP: die verarmten Kommunen) investieren. Diese hätten daran aber kein Interesse, im Gegenteil. Das Land als Dienstherr hätte ein Interesse an Arbeitsplätzen in der Schule, wäre aber erfahrungsgemäß nicht bereit, diese zu finanzieren.

    Ehrlich gesagt wäre ich gar nicht abgeneigt 😊 Feste Arbeitszeiten, geregelter Feierabend, freie Wochenenden und es würde sehr schnell klar werden, dass in Korrekturphasen an Schulen quasi nichts anderes mehr stattfinden kann bzw. die Belastungsspitzen ggf. sogar neu geregelt werden müssen. Wäre bestimmt ein gesünderer Rythmus als der, den vielen von uns leben.


    Schließe mich aber an, dass man die Aussage nicht wirklich ernst nehmen kann.

  • unsere schule ist so laut, ungemütlich und dreckig.. die kinder rennen wie irre durch die hellhörigen gänge, auch nachmittags. jeder denkt, man sei für alles erzieherische zuständig, wenn man nachmittags mal über den hof oder durch den gang geht. und keine infrastruktur wie imbissbude, restaurant o.ä. für mittagspause in der nähe. es kommt nicht einmal warmes wasser. wenn ich da nur eine stunde länger festgehalten werde, werde ich dauerkrank. nicht nur gespielt, sondern in echt!

  • unsere schule ist so laut, ungemütlich und dreckig.. die kinder rennen wie irre durch die hellhörigen gänge, auch nachmittags. jeder denkt, man sei für alles erzieherische zuständig, wenn man nachmittags mal über den hof oder durch den gang geht. und keine infrastruktur wie imbissbude, restaurant o.ä. für mittagspause in der nähe. es kommt nicht einmal warmes wasser. wenn ich da nur eine stunde länger festgehalten werde, werde ich dauerkrank. nicht nur gespielt, sondern in echt!

    Aber all das müsste ja verbessert werden, bevor die Präsenzpflicht kommt. S. Lärmschutz, Arbeitsstättenvorschriften etc. Bei mir zu Hause gibt es auch keine Imbissbude in der Nähe und ich war auch noch nie mittags in einer. Brauche ich nicht. Kiosk in der Mensa hingeben haben wir jetzt schon. Die verkaufen sehr leckere Brötchen, Bagels, Wraps und ganz viel anderes Gebäck. Und Mittagessen gibt es ja sowieso. Bei mir zu Hause nicht. Außer ich habe gekocht. ;)

  • Aber all das müsste ja verbessert werden, bevor die Präsenzpflicht kommt. S. Lärmschutz, Arbeitsstättenvorschriften etc. Bei mir zu Hause gibt es auch keine Imbissbude in der Nähe und ich war auch noch nie mittags in einer. Brauche ich nicht. Kiosk in der Mensa hingeben haben wir jetzt schon. Die verkaufen sehr leckere Brötchen, Bagels, Wraps und ganz viel anderes Gebäck. Und Mittagessen gibt es ja sowieso. Bei mir zu Hause nicht. Außer ich habe gekocht. ;)

    zu hause habe ich herd, kühlschrank, naschschrank, da gehe ich auch nirgends essen!

    mittagessen gäbe es an meiner schule höchstens eingepfercht zwischen vielen, vielen lauten kindern. sitzplätze so eng, dass man nur rauskann, wenn andere aufstehen (wie im theater).

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