Ungleiche Notenanzahl- Zur Fragestellung bei einer ähnlichen Situation beim nächsten Mal

  • Folgende Sachverhalte, für die ich gern eine sachliche Einschätzung hätte.


    Sachverhalt 1:

    Ich kündige kurz vor dem Halbjahr eine Leistungskontrolle an, bei der fünf Schülerinnen fehlen. Sie fehlen die gesamte Woche und können daher auch nicht zum Nachschreibetermin erscheinen.

    In der darauffolgenden Woche ist Notenschluss und dort erkranke ich.

    In der Klasse besteht dadurch nun ein Ungleichgewicht an Noten.

    Elf Schüler haben 5 Noten, die restlichen nur 4. Was nun?

    Kann man über den Notenschluss hinweg gehen oder lässt man das in diesem Fall dann einfach so stehen?


    Sachverhalt 2:

    Ich sammle im Schuljahr immer wieder Schülerarbeiten ein und vergebe Noten.

    In Klasse xy habe ich zuvor von 13 SuS eine Übung eingesammelt.

    Die anderen 12 sollten erfolgen, als ich unvorhergesehen erkrankte. Dann kommt der Notenschluss. Auch hier wieder ein Ungleichgewicht an Noten.

    Zwölf SuS haben 5 Noten, die anderen nur 4 (Stand zum Notenschluss)

    Eine Mutter bittet um ein Telefonat und merkt nun an, dass sie es unfair finde, dass ihr Sohn eine Note mehr als andere Mitschüler hätte, die aufgrund meines Krankheitsausfalls aber keine Arbeit mehr schrieben und nicht eingesammelt werden (Er gehörte zu den eingesammelten SuS)

    Gesetzt den Fall die Situation ergibt sich nochmal: Wie den Kopf aus der Schlinge ziehen?

    Den bisher 13 eingesammelten SuS freistellen die letzte Note einzutragen? Oder einfach erklären, dass es nicht zu ändern ist, dass manche 5, manche 4 Noten haben?

    Mir leuchtet vollkommen ein, dass dann mit dem Argument, es sei unfair argumentiert wird, aber wenn ich kurz vor Notenschluss erkranke und kein Kollege meine Arbeit schreibt, ist es ja nicht zu ändern.


    Sachverhalt 3:

    bezieht sich auf Sachverhalt 2.

    Gesetzt den Fall, eine Kollegin hat sich finden können, die mit den SuS meine Arbeit nachgeschrieben hat.

    Aus Unwissenheit sammelte sie statt der noch fehlenden 14 SuS aber alle ein, sodass ich dann die SuS habe, die schon einmal eingesammelt worden sind.

    Wie verfahren? Den überflüssig eingesammelten SuS freistellen, ob sie die Note haben wollen?


    Ich frage bewusst fürs nächste Mal, denn einen ähnlichen worst case hatte ich jetzt zum Halbjahr.

    Zuerst waren die Schüler krank, dann ich und zum Nachschreiben kam es nicht mehr.

  • Handelt es sich um eine Halbjahresinformation oder ein Zeugnis. Bei einer Information kannst du darauf verweisen, dass du im zweiten Halbjahr weiter einsammeln.

    Grundsätzlich ist das Bundesland interessant. In BW muss man die Schüler nicht nachschreiben lassen, daher ist es egal.

  • Es gibt doch keine Regelung, die besagt ich müsse für alle Schüler einer Klasse die gleiche Anzahl an Noten haben. Wir verstehen doch alle wie der Mittelwert funktioniert.

  • Bundesland wäre hilfreich? War es Sachsen-Anhalt?

    Bei uns ist eine Mindestanzahl an Noten vorgesehen aber keine Maximalanzahl. Es kann aus verschiedenen Gründen immer wieder vorkommen, dass manche Schüler eine Note mehr oder weniger haben als der Rest.

    Die Noten aus dem ersten Halbjahr verfallen ja auch nicht und am Ende des Schuljahres zum Jahreszeugnis gleicht es sich von der Notenanzahl dann auch meist insgesamt aus (kann in anderen Bundesländern oder Klassen die nur ein Jahr da sind oder in der Kursstuffe aber natürlich anders sein).


    Von daher gilt für mich in allen Fällen, mach dir keinen Stress, erkläre der Mutter, dass es sich im 2. HJ wieder ausgleicht.

    Zu 3. korrigiere alle und werte nur diejenigen, die du noch benötigst. Du könntest natürlich auch nur die korrigieren, die du benötigst aber zu meiner Schulzeit hätte es mich damals geärgert, wenn ich was abgegeben hätte und es wäre nicht korrigiert worden.

  • Handelt es sich um eine Halbjahresinformation oder ein Zeugnis. Bei einer Information kannst du darauf verweisen, dass du im zweiten Halbjahr weiter einsammeln.

    Grundsätzlich ist das Bundesland interessant. In BW muss man die Schüler nicht nachschreiben lassen, daher ist es egal.

    Sachsen-Anhalt.

    Nein, ums Halbjahr. Ist auch schon durch. Ich brauche nur Antworten, um beim nächsten Mal besser vorbereitet zu sein und weil ich bis jetzt nicht weiß, ob ich es richtig gemacht habe.


    Die Noten aus dem ersten Halbjahr verfallen ja auch nicht und am Ende des Schuljahres zum Jahreszeugnis gleicht es sich von der Notenanzahl dann auch meist insgesamt aus (kann in anderen Bundesländern oder Klassen die nur ein Jahr da sind oder in der Kursstuffe aber natürlich anders sein).

    Ja, war es.

    Was entgegnest du der Mutter, wenn sie sagt, dass es ja unfair wäre, dass ihr Kind eingesammelt wurde und das keine Gleichberechtigung ist?
    Ich verstehe sie schon, aber ich kann ja auch nicht ändern, dass ich kurz vor Notenschluss erkrankt bin.

    Das war eben höhere Gewalt.

    Zu 3. korrigiere alle und werte nur diejenigen, die du noch benötigst. Du könntest natürlich auch nur die korrigieren, die du benötigst aber zu meiner Schulzeit hätte es mich damals geärgert, wenn ich was abgegeben hätte und es wäre nicht korrigiert worden.

    Würdest du den SuS die schon abgegeben haben in diesem Fall freistellen, ob sie die Note wollen? Oder sieht das unprofessionell aus?

  • Zitat

    Elf Schüler haben 5 Noten, die restlichen nur 4. Was nun?

    Kann man über den Notenschluss hinweg gehen oder lässt man das in diesem Fall dann einfach so stehen?

    Das hatte ich noch nie anders. Bei Klassenarbeiten versuche ich schon, den Schülern die Möglichkeit zu geben, nachzuschreiben, nötig ist das aber nicht. Aber bei den sonstigen Leistungen ist es sehr unterschiedlich. Ich schreibe je nach Fach 2 bis 6 Tests im Halbjahr, da gibt es einzelne Schüler, die nur 3 von 6 Tests mitgeschrieben haben. So what? Die einzige Vorgabe ist, dass der Bereich Schriftliche Arbeiten und Sonstige Leistungen jeweils ungefähr zur Hälfte einfließt. Jemand, der nur eine Klassenarbeit geschrieben hat, kann eben nur diese eine Klassenarbeit in die Schriftlichen Arbeiten mitnehmen, die zählt dann dafür zu 100 % und für die Note insgesamt zu 50 %. Jemand mit 3 Klassenarbeiten hat eben mehr Noten, die zählen dann eben zusammen zu 50 %.

    Zitat

    Die anderen 12 sollten erfolgen, als ich unvorhergesehen erkrankte. Dann kommt der Notenschluss. Auch hier wieder ein Ungleichgewicht an Noten.

    Siehe oben, kein Problem nur aufgrund der Anzahl erhobener Noten.

  • Darf man denn generell unterschiedliche Arbeiten einsammeln?
    Wie mir von einer Kollegin zugetragen wurde, hat man sich darüber aufgeregt, dass ich unterschiedliche Aufgaben zu unterschiedlichen Themengebieten einsammle, weil das unfair wäre.

    Ironischerweise war es aber eine Kollegin, die mir das erst vorgeschlagen hat.

  • Darf man denn generell unterschiedliche Arbeiten einsammeln?
    Wie mir von einer Kollegin zugetragen wurde, hat man sich darüber aufgeregt, dass ich unterschiedliche Aufgaben zu unterschiedlichen Themengebieten einsammle, weil das unfair wäre.

    Ironischerweise war es aber eine Kollegin, die mir das erst vorgeschlagen hat.

    Als was werden denn diese eingesammelten Arbeiten gewertet?

    Bei schriftlichen Arbeiten frage ich alle ab, mündliche und Mitarbeitsnoten mache ich nicht von allen am gleichen Tag zum gleichen Thema.

    Sind sie von der Schwierigkeit vergleichbar?

  • Die Noten aus dem ersten Halbjahr verfallen ja auch nicht und am Ende des Schuljahres zum Jahreszeugnis gleicht es sich von der Notenanzahl dann auch meist insgesamt aus

    Das kommt auf das Bundesland an. In NRW z.B. sollen bei der Notenermittlung für das Jahreszeugnis die "Gesamtentwicklung" und die "Zeugnisnote im ersten Schulhalbjahr" (nicht die Einzelleistungen!) "berücksichtigt" werden. Faktisch wird die Leistung des zweiten Halbjahres ermittelt und dann mal geschaut, ob sie sich vom Halbjahreszeugnis nennenswert unterscheidet. Die Versetzungsentscheidung "beruht auf den Leistungen der Schülerin oder des Schülers im zweiten Schulhalbjahr". (APO-S I, §§21, 22)

  • Witzig von der Mutter, sich darüber aufzuregen, dass ihr Sohn eine Chance MEHR hatte, um seine Leistung zu zeigen.

    Ein wenig könnte ich es noch verstehen, wenn eine Mutter der anderen Schüler sich beschwert hätte, dass diese weniger Chancen hätten, auch wenn das trotzdem kein Problem wäre.

    Zieh dir den Schuh nicht an. Ich habe noch nie darauf geachtet, dass alle Schüler ganz genau gleich viele Noten hatten.

  • Bei Klassenarbeiten versuche ich schon, den Schülern die Möglichkeit zu geben, nachzuschreiben, nötig ist das aber nicht.

    An meiner Schule gibt es die Anweisung der SL, auf ein Nachschreiben möglichst zu verzichten wenn bereits zwei schriftliche Noten vorliegen oder diese Anzahl durch ausstehende Arbeiten im weiteren Verlauf des Halbjahres erreicht werden kann.

  • In Kursen, die ich nur zwei Stunden pro Woche habe, mache ich mir jede Woche eine Notiz zur sonstigen Mitarbeit. Da kommen natürlich auch immer unterschiedlich viele Einzelnoten zusammen, denn wer gefehlt hat bekommt natürlich auch keine Note. Mache fehlen mehrfach, manche nur einmal, und wiederum andere gar nicht. Wenn ich darauf achten müsste, dass alle dieselbe Anzahl an Noten da stehen hätten, könnte ich ja nur willkürlich irgendwelche Noten derjenigen, die stets da waren, streichen, oder nur Tage zählen, an denen jeder da war. Beides wäre doch einfach nur dämlich. Es ist mir also egal, ob die SuS gleich viele Einzelnoten da stehen haben oder nicht.

    Auch Vokabeltests lasse ich nicht nachschreiben. Ich schreibe meist 6-10 Tests pro Halbjahr. Ob da jemand einen Test verpasst oder nicht, ist egal: in der Regel ist klar erkennbar, wer die Vokabeln immer top, so lala oder gar nicht lernt. Dafür brauche ich dann auch keine 10 Beweise, es reichen mir auch acht. Das erkläre ich den SuS (und bei Nachfragen Eltern) auch so und diese können es auch nachvollziehen.

    Also: Gleichbehandlung ist nur bei gleichen Umständen möglich, die hier eben nicht vorlagen. Schicksal, die Mutter darf sich gerne wieder abregen und du entspannt auf das zweite Halbjahr blicken, ohne den Druck, da irgendetwas ausgleichen oder beim nächsten Mal anders handhaben zu müssen.

    Warum Trübsal blasen, wenn man auch Seifenblasen kann?

  • Darf man denn generell unterschiedliche Arbeiten einsammeln?
    Wie mir von einer Kollegin zugetragen wurde, hat man sich darüber aufgeregt, dass ich unterschiedliche Aufgaben zu unterschiedlichen Themengebieten einsammle, weil das unfair wäre.

    Ironischerweise war es aber eine Kollegin, die mir das erst vorgeschlagen hat.

    Spätestens bei notwendigen Nachschreibarbeiten ist das unumgänglich, unterschiedliche Aufgabenstellungen zu verwenden. "Unfair" ist das mit Sicherheit nicht.

  • Unfair ist immer alles das, was vermeintlich dem eigenen Kind nicht nutzt.
    Bei allen Kindern, die die erwartete Note (in der Regel hoffentlich durch entsprechende Leistung) bekommen haben, würde das mit Sicherheit keine Elternbeschwerde nach sich ziehen. (Bei zu guten Noten erst recht nicht...)

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Mir wurde von zwei Kollegen vorgehalten, dass es unfair wäre Aufgaben zu zwei unterschiedlichen Themengebieten einzusammeln, da es dann ja zu unterschiedlich wäre.

    Mit anderen Worten: Es wurde sich daran hochgezogen, dass eine Schülergruppe dann benachteiligt wird, wenn den einen Algebra besser liegt und anderen Geometrie (als Beispiel gesagt)

    In Kursen, die ich nur zwei Stunden pro Woche habe, mache ich mir jede Woche eine Notiz zur sonstigen Mitarbeit. Da kommen natürlich auch immer unterschiedlich viele Einzelnoten zusammen, denn wer gefehlt hat bekommt natürlich auch keine Note.

    Das mache ich nicht mehr. Ist mir persönlich viel zu aufwendig.

    Bei uns wird extrem auf den Nachschreibeterminen herum geritten, die man fieser Weise extra auf die achte Stunde am Freitag gelegt hat. Und wehe ein Schüler ist dann nicht da.

    Ich persönlich halte es für übertrieben, denn wie an meinem Beispiel kann ja auch der Extremfall eintreten, dass ich krank werde oder die Schüler länger krank sind. Ob das wirklich eine Strafe ist, wenn man den Termin zur 8. Stunde ansetzt, sei noch dahin gestellt. Ich halte es für Unsinn. Bin einmal auch fast skalpiert worden, als ich einen Schüler in der Stunde nachschreiben ließ und nicht am Freitag. Er war eben im Krankenhaus und konnte nichts dafür.

    Und sein wir mal ehrlich: Was bitte hat es für einen Mehrwert fürs Ergebnis, wenn jemand abgekämpft nach 7 Stunden Schule noch einen Test schreibt? Das ist doch Schikane.

    Zitat

    Als was werden denn diese eingesammelten Arbeiten gewertet?

    Die eingesammelten Arbeiten sind Einzelnoten.

  • Mir wurde von zwei Kollegen vorgehalten, dass es unfair wäre Aufgaben zu zwei unterschiedlichen Themengebieten einzusammeln, da es dann ja zu unterschiedlich wäre.

    Was heißt denn "Aufgaben zu zwei unterschiedlichen Themengebieten einzusammeln"? Um was für eine Art "Aufgaben" geht es denn eigentlich? Falls es um Aufgaben in einer Klassenarbeit/Klausur oder einem Test geht: Ja, wenn es tatsächlich um unterschiedliche Themengebiete geht, die du dort abgefragt hast, finde ich das tatsächlich auch etwas unfair. Man lässt als Lehrkraft doch normalerweise eine Klassenarbeit/Klausur/Test auch für "Nachschreiber*innen" zum selben Themengebiet schreiben wie die Original-KLA.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Was heißt denn "Aufgaben zu zwei unterschiedlichen Themengebieten einzusammeln"? Um was für eine Art "Aufgaben" geht es denn eigentlich? Falls es um Aufgaben in einer Klassenarbeit/Klausur oder einem Test geht: Ja, wenn es tatsächlich um unterschiedliche Themengebiete geht, die du dort abgefragt hast, finde ich das tatsächlich auch etwas unfair. Man lässt als Lehrkraft doch normalerweise eine Klassenarbeit/Klausur/Test auch für "Nachschreiber*innen" zum selben Themengebiet schreiben wie die Original-KLA.

    Wir reden von Stundenaufgaben, die bearbeitet werden.

    Keine LKs, keine Klausuren.


    Beispiel: Ich sammle in Mathe Aufgaben zum Thema Algebra von 12 SuS ein und von den anderen 12 SuS zum Themengebiet Geometrie. Man kann es auf jedes andere Fach übertragen. In Deutsch: 12 SuS geben zum Thema Interpretation ab, 12 andere zur Erörterung.

    Leider habe ich dazu extrem unterschiedliche Angaben von verschiedenen Kollegen bekommen.

    Die einen sagen, dass sie das so regelmäßig auch machen. Andere behaupten, es wäre unfair.

    Ich habe für mich mittlerweile die Konsequenz gezogen diese Einsammelgeschichte nicht mehr zu machen. Das birgt mir zu viel Konfliktpotenzial, auf das ich keine Lust habe.

    Würde mich aber dennoch interessieren wie es andere handhaben.

  • Hm, ok, dazu kann ich nichts sagen. Ich kenne keine BBS-Lehrkraft, die das so handhabt - mich selber eingeschlossen. Ich sammle zwar z. B. im Englischunterricht zum Ende der Doppelstunde manchmal "summaries" oder "comments" ein, die meine SuS während des Unterrichts verfasst haben, aber a) sammle ich dann nicht nur einige sondern die Arbeitsergebnisse aller SuS ein (wobei mir natürlich auch immer freiwillig etwas abgegeben werden kann, damit ich "drübergucke"), und b) bewerte/benote ich diese Arbeitsergebnisse nicht. Wie gesagt: Solch' ein Vorgehen ist mir auch im Kollegium und von BBS-Lehrkräften anderer Schulen nicht bekannt.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Dadurch entsteht eben ein Ungleichgewicht an Noten.

    Aber es gibt durchaus Kollegen, die das hier auch so handhaben. Und andere, die es verteufeln. Auch wenn mich rein rechtlich interessieren würde, ob ich das darf.

  • Hm, ok, dazu kann ich nichts sagen. Ich kenne keine BBS-Lehrkraft, die das so handhabt - mich selber eingeschlossen. Ich sammle zwar z. B. im Englischunterricht zum Ende der Doppelstunde manchmal "summaries" oder "comments" ein, die meine SuS während des Unterrichts verfasst haben, aber a) sammle ich dann nicht nur einige sondern die Arbeitsergebnisse aller SuS ein (wobei mir natürlich auch immer freiwillig etwas abgegeben werden kann, damit ich "drübergucke"), und b) bewerte/benote ich diese Arbeitsergebnisse nicht. Wie gesagt: Solch' ein Vorgehen ist mir auch im Kollegium und von BBS-Lehrkräften anderer Schulen nicht bekannt.

    Finde ich gut, dass du das so machst. Die Schüler sollten beim Erarbeiten des Stoffes erst einmal die Gelegenheit haben, unbelastet ohne Notendruck sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es ist schön, wenn die Lehrkraft sich die Zeit nimmt, sich die Übungsbeispiele anzuschauen und Rückmeldung zu geben.

    In der Grundschule sucht man immer wieder alternative Möglichkeiten der Notengebung. Was ich z.B. direkt benotet habe, waren z.B. in Sachkunde bei Versuchen Versuchsbeschreibungen, Zeichnungen, Vermutungen. Doch das konnte man so oder so nicht lernen. Dazu habe ich aber immer alle Arbeiten der Schüler eingesammelt.

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