Doch, natürlich lässt sich daran etwas ändern. Es können Forschungsgelder für seltene Krankheiten, für Gender-Medizin, für Frauenheilkunde/ Erkrankungen, die nur oder überwiegend Frauen betreffen, bereitgestellt werden, man kann dies verstärkt in die Aus- und Fortbildung setzen und man kann kommunizieren, dass es falsch war, ist und bleibt, diese Forschungen zu unterlassen und damit Menschen zu benachteiligen.
Und genau das passiert weltweit. Es ist nicht so, dass aus böser Absicht bestimmten Krankheiten weniger erforscht werden. Statt dessen werden besonders stark die Krankheiten erforscht, die viele Menschen betreffen. Das ist doch auch sinnvoll. Es gibt viele extrem seltene Krankheiten. Manche betreffen nur wenige einzelne Menschen in Deutschland. Manche weniger als 1.000 Menschen weltweit. Sollen wir dafür genauso viel Geld wie für die Krebsforschung bereitstellen? Oder wo setzen wir die Grenze?
Letztlich gibt es diverse staatliche und private Förderungsprogramme, um Gelder für die Erforschung von Krankheiten bereitzustellen, die zu wenig erforscht werden. Der allgemeine medizinische Fortschritt und Dinge wie KI etc. haben ebenfalls positive Effekte auf viele seltenen Krankheiten. Entsprechend hören sich deine Forderungen toll an, passen aber nicht in die Realität. Das BMG stellt dieses Jahr beispielsweise rund 10 Mio für die Erforschung von Krankheiten bereit, die nur Frauen betreffen.