• Womit du wieder sagst, dass alle AfD-Wählenden Neonazis sind.

    Hä?

    Nein, ich sage nicht, dass alle afd-Wähler Neonazis sind. Aber ich sage, dass alle Neonazis AFD-Wähler sind. (Kleiner Unterschied.)

    Wenn in Sachsen ausschließlich Neonazis leben würden, würden die garantiert die afd wählen. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass nicht auch andere Bevölkerungsgruppen die afd wählen, sprich: dass alle afd-Wähler Neonazis sind.

    In BW sind das halt zu einem großen Teil die von Kris genannten, in Schsen zieht es sich durch alle Bevölkerungsgruppen

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Natürlich wurde es so ausgedrückt und wird es immer wieder.

    Womit du wieder sagst, dass alle AfD-Wählenden Neonazis sind. Leute, merkt ihr nicht, wie unstimmig die Argumentation ist? Die AfD wird von vielen Menschen in ganz Deutschland gewählt. Selbst hier im Forum gibt es Unterstützer und hier haben alle mal eine Uni besucht. Weltweit wählen Menschen rechte Regierungen, was ist das für ein Trend? Als ob es in den USA irgend einem besser ginge, seit der rechten Regierung.

    Was passiert denn, wenn im September die AfD die absolute Mehrheit in Sachsen-Anhalt erhalten sollte. Schütteln dann wieder alle mit dem Kopf, wie dumm doch die Ostdeutschen sind und dann geht's mit dem Tagesgeschäft weiter? So wird's wohl kommen, aber ich finde es fahrlässig.

    Du reibst Dich an dieser Thematik sehr auf und wirkst frustriert! Du lässt Dich gedanklich sehr von 'Was...wenn...?' beherrschen und treiben.

    Lebst Du gerne in Sachsen-Anhalt? Wenn ja, bist Du, außerhalb von Schule und Lehrerforum, sozial und zivilgesellschaftlich (Kirche, Sozialverband, Jugendarbeit, Altenhilfe, Kommunalpolitik...) engagiert?8)

  • In Bayern haben bei den Kommunalwahlen am Wochenende aktuell 12 Prozent der Wähler die AfD gewählt. Soweit mir bekannt ist, kam nirgendwo ein OB-Kandidat oder Kandidat für den Landrat der AfD auch nur in die Stichwahl. Das ist immer noch ein anderes Wählerverhalten als bei Kommunalwahlen in Thüringen oder Sachsen.

  • Die größte Wählergruppe der AfD dürfte ja diejenige der Abgehängten sein und sie sind in Thüringen und Sachsen aus historischen und wirtschaftlichen Gründen leider höher als in BaWü. Anti-Extremismus-Prävention muss Demokratie-Arbeit sein, aber ernsthaft: Wenn ich nichts zu essen habe (oder _glaube_, dass es bald der Fall ist), dann setzt mein Gehirn bei Demokratieüberlegungen vielleicht aus.

  • Es sind die Kleinigkeiten des Alltags, die die Menschen verraten. Sorry für das mögliche Off-Topic.

    Gestern an der Supermarktkasse:
    Ein reiferes Paar (60+) war vor mir dran, gerade dabei zu bezahlen und unterhielt sich kurz mit der Kassiererin, die ungefähr ähnlich alt war. Das Thema war der Ramadan und der Bericht aus dem Kreis Kleve. Kommentar der Kassiererin: "das ist nicht mehr mein Land."

    Ich spürte tatsächlich einen kleinen Stich in mir drin, obwohl ich weder Moslem bin noch sonstwie mit dem Thema zu tun hatte - und obwohl ich sowas von deutsch bin, wenngleich ich nicht so aussehe. Da ich mitunter zunächst als Orientale (also böse formuliert einer von den "schlechten Migranten") gelesen werde, bevor ich den Mund aufmache, fühlte ich mich aus unerfindlichen Gründen angesprochen. Immerhin haben mich alle drei Personen klar gesehen.

    Für einen Moment habe ich überlegt, ob ich fragen soll, ob auch ich dazu beitrage, dass das nicht mehr das Land der Kassiererin ist. Aufgrund meiner schulischen Funktion und des Umstands, dass ich im Ort lebe und arbeite, habe ich mir das dann verkniffen. Ich merke aber, dass sich hier und da die Stimmung wandelt und ungehemmter über MigrantInnen gesprochen wird.

    Diese Leute wählen womöglich (noch) nicht AfD, aber man spürt zunehmend, wohin wir uns in Deutschland entwickeln.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Nein, ich sage nicht, dass alle afd-Wähler Neonazis sind. Aber ich sage, dass alle Neonazis AFD-Wähler sind. (Kleiner Unterschied.)

    Elgtl. sind dem Gros tatsächlicher Neonazis das AfD-Programm und selbst etwaige hidden agenda (mit Abstand) wohl nicht extrem genug, fa ist noch einiges an Platz nach rechts im rechten Spektrum, insb. rechts außerhalb des demokratischen Spektrums. dmDa sollte man sich nicht vertun, wie divers (selbst innerhalb der Subkategorie Neonazis, die nur einen Teil der Rechtsexremen ausmachen) das Spektrum auch am Rand und darüber hinaus ist, wie weit es noch nach rechts gehen kann und für (in Relation) gemäßigt (und deshalb untragbar) man dort eine AfD noch finden kann... einfach mal die Fühler in entprechende (öffentlich zugängliche, ich rede nichtmal von hermetischen Gruppen im Geheimen) bubbles strecken.

    Der Rechts- und auch speziell der Rechtsextremismus-'Eisberg' ist recht (*scnr*) tief und es ist (glücklicherweise) bislang noch keiner Partei gelungen, das entsprechende Personenpotenzial zu bündeln.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (12. März 2026 14:18)

  • In Bayern haben bei den Kommunalwahlen am Wochenende aktuell 12 Prozent der Wähler die AfD gewählt. Soweit mir bekannt ist, kam nirgendwo ein OB-Kandidat oder Kandidat für den Landrat der AfD auch nur in die Stichwahl. Das ist immer noch ein anderes Wählerverhalten als bei Kommunalwahlen in Thüringen oder Sachsen.

    Weil ihr genug andere Parteien am rechten Rand habt. Die AfD hat in Bayern vielleicht NPD und REP abgelöst. In Sachsen und Sachsen-Anhalt löst sie anscheinend die CDU ab.

    Die Mär ist und bleibt: Deutschland hätte kein Problem mit Rechtsextremismus, nur Ostdeutschland habe eines.

    Selbst wenn es so wäre, was ich nach dem Verdoppeln des Ergebnisses in Ba-Wü eben stark anzweifle, ist Ostdeutschland halt seit ein paar Jahren wieder ordentliches Mitglied der BRD-GmbH. Haha.

    Ich mag nicht mehr hören bzw. lesen, dass es nur unser Schmuddelkinderproblem ist, von dem sich die alteingesessenen *hier beliebiges westdeutsches Bundesland einsetzen* distanzieren könnten.

  • Aber WO ist denn diese Mär, dass Deutschland kein Problem mit Rechtsextremismus hat, nur Ostedeutschland?
    Also in meiner Bubble, in meinem Kreis UND in meinem Unterricht wird sowas nicht kolportiert...

  • Zum Beispiel hier: Die AfD-Wählenden im Südwesten sind bloß Verschwörungstheoretiker etc., auf jeden Fall Leute, die man nicht so ernst zu nehmen braucht. Im Gegensatz zu Sachsen, wo ja richtiger Rassismus herrscht.

    Oder auch wenn es um Umzugsentscheidungen geht, war neulich schon mal Thema.

    Auf Instagram, nach jedem Wahlergebnis in Ostdeutschland.

  • Jetzt noch mal: welche Parteien am rechten RAND sollen das in Bayern sein? Hier gibt es außer der AfD keine rechtsextremen, verfassungsfeindlichen und antidemokratischen Parteien. Und nur, weil du es immer wieder behauptest, wird es nicht besser. Die Anzahl der Wähler, die z.B. bei Kommunalwahlen rechtsextrem wählt, ist in Thüringen und Sachsen signifikant höher als in Bayern. Quittengelee, ich wohne genau an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Ich verbringe meine Zeit da und dort. Das gesellschaftliche Klima ist in Bayern (noch) ein anderes. In Bayern gibt es keine Kneipen, wo AH-Schnitzel auf der Speisekarte stehen, hier tauchen keine Leute auf Kitafesten auf, die mit Hakenkreuzen tätowiert sind und keinen stört's. Und meine Schüler müssen keine Repressionen von Mitschülern an ihrer Schule fürchten, nur weil sie einen Regenbogenschnürsenkel tragen. Fahre ich die paar Kilometer weiter nach Thüringen, sieht die Sache anders aus.

  • Zum Beispiel hier: Die AfD-Wählenden im Südwesten sind bloß Verschwörungstheoretiker etc., auf jeden Fall Leute, die man nicht so ernst zu nehmen braucht. Im Gegensatz zu Sachsen, wo ja richtiger Rassismus herrscht.

    Ich habe das Gefühl, du liest Sachen rein, die nicht so geschrieben wurden.
    Die Erklärung, dass es Verschwörungstheoretiker oder Arbeitslosigkeitsängstliche, ist eine wissenschaftliche Erklärung. Trotzdem wählen die Leute Nazis und fördern sie.
    Aus der Politikwissenschaft und aus der Presse (nicht die Bild und nicht "Instagram") kenne ich diese Erklärungsansätze GENAUSO für den Osten. Der Unterschied ist eher, es hat im Osten früher angefangen und mangels Reaktion haben sich viele dem Leitbild angeschlossen (und schießen sich in diesen Rechtsextremismus rein). Das droht jetzt in allen westlichen BL auch. Auf meinem Weg zum Bahnhof gibt es eine große AfD-Flagge in einem Garten und ein bisschen weiter in einem anderen Haus am Fenster auf der ganzen Scheibe. Das ist mir persönlich egal, ob die Person Angst vor Ausländern oder Jobverlust hat. Da ist die Identifikation so groß, das sind Nazis. Ja, auch im Westen eines westlichen BL.

    Oder auch wenn es um Umzugsentscheidungen geht, war neulich schon mal Thema.

    Wenn Menschen sachlich erklären, dass es ein Gegenargument für eine Entscheidung sein kann, finde ich nicht, dass es Stimmungsmache oder Diskriminierung wäre. Ich war Ende der 90er in Dresden und habe dort einige Menschen mit "negativem Verhalten Ausländer*innen gegenüber" kennengelernt / gesehen, tatsächlich hat es doch (in Kombi mit weiteren Infos) vier Jahre später gereicht, meine Zulassung für Leipzig, nicht anzunehmen. Mir machte es Angst. Vielleicht grundlos, ich habe durch die Hochschulpolitik ganz tolle Menschen in Chemnitz, Leipzig, Dresden, Potsdam kennengelernt. Und viele davon waren in der Antifa und viele davon wurden genauso viel / genauso wenig verkloppt wie in meiner schönen westlichen Unistadt.

  • Bezüglich der AfD besteht Hoffnung - es gibt bereits Parteiaustritte.
    https://www.der-postillon.com/2026/02/nicht-…chtsextrem.html
    :gruss:

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  • Ich merke aber, dass sich hier und da die Stimmung wandelt und ungehemmter über MigrantInnen gesprochen wird.

    Diese Leute wählen womöglich (noch) nicht AfD, aber man spürt zunehmend, wohin wir uns in Deutschland entwickeln.

    Das ist im Ruhrgebiet schon seit Jahren sehr deutlich zu spüren. Und es hat stichhaltige Gründe, die man endlich ernst nehmen und angehen muss, statt sich in Gutmenschmanier über Wahlergebnisse in Wahlkreisen zu empören, die die volle Breitseite aller Fehlentwicklungen abkriegen.

  • Es gibt stichhaltige Gründe, warum die Stimmung kippt. Einige wählen dann eben AfD.

    Und das hat in einer Region, die seit Jahrzehnten von Multikulturalismus geprägt ist, nichts mit grundsätzlicher Fremdenfeindlichkeit und Nazi-Attitüden zu tun.

  • Du auch, das macht der obligatorische Smiley am Ende, so unlocker.

    Zur AfD-Thematik habe ich mich doch gar nicht geäußert, wenn ich mich recht erinnere!

    Kann es sein, dass Du einiges projizierst? Was mir auch auffällt, dass ich dauernd 'Quittengelee...Quittengelee ... Quittengelee...' lese. Du hast neben der Schule auch ein Leben außerhalb des Forums?8)

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