Ich finde es selbst für die Sek1 fahrlässig, in einer Fremdsprache von 10-15 Minuten auszugehen...
War auch nicht ernst gemeint mit multiple choice, ich wollte mich nur auf die Herzchen beziehen, die manche Kollegin (natürlich) zeichnen würde.
Ich finde es selbst für die Sek1 fahrlässig, in einer Fremdsprache von 10-15 Minuten auszugehen...
War auch nicht ernst gemeint mit multiple choice, ich wollte mich nur auf die Herzchen beziehen, die manche Kollegin (natürlich) zeichnen würde.
oh, Quittengelee unsere Beiträge kamen zeitgleich, ich hatte deinen Beitrag nicht gesehen.
(und ja, ich male Herzchen. In Französisch, in WiPo, überall.
Auch kleine Doner-Symbole.
Und habe Stempel mit einem Fuchs (schlau) oder Schnecke (Zeig, was du kannst) und Aufkleber mit allen möglichen Tieren darauf, um zu zeigen, dass ich die Mappe geguckt habe.
Und nein, es ist kein Zeitverlust. Die 3 Sekunden sind Beziehungsarbeit, 9-Klässler fahren auf Herzchen unter einem Test ab.
Ich glaube, wir reden aneinander vorbei, er sprach von i-Punkten, die die perfektionistische Lehrerin in Form von Herzchen malt und damit die Arbeitszeit der anderen inflationiert. Wenn sie sich aber ein striktes Zeitlimit setzt, dann kann sie es auch schaffen, so effektiv zu arbeiten wir ihr Kollege.
Apropos Korrektur, ich wünsche euch möglichst viel Zeit für Sonnenschein und Eisgenuss am Wochenende liebe Korrekturkolleg*innen.
Bei dem, was du schilderst, kann die Konsequenz ja nur sein, die Unterrichtsplanung auf 0 runterzufahren. Sprich, 100% Einsatz fertigen Verlagsmaterials, keine Anpassungen und Individualisierungen, keine Differenzierung. Damit wiederum müsste sich dann allerdings ja durchaus gut Arbeitszeit einsparen lassen.
Und ich behaupte, dass jedes System, jedes (!), auch unseres, eures, das vom Frosch, das von Sissymaus, das von s3g4, Bolzbold, Quittengelee und allen anderen hier im Thread noch Potential bietet, um TZ Kollegen zu entlasten.
Wie schon einmal betont: mir ging es hier im Thread nur um die unverschämte Aussage, dass man als Schulleiter nur entlasten wolle. Dann würde es schon gehen.
Das man Teilzeitkräfte (aber auch Vollzeitkräfte) so weit möglich entlastet (ohne sich ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen, weil es vielleicht nicht reicht) ist eine andere Sache. Ich lade dich aber recht herzlich an meine Schule ein, damit wir uns das Entlastungspotential weiter anschauen können. (Ernst gemeint.)
Ich glaube, wir reden aneinander vorbei, er sprach von i-Punkten, die die perfektionistische Lehrerin in Form von Herzchen malt und damit die Arbeitszeit der anderen inflationiert. Wenn sie sich aber ein striktes Zeitlimit setzt, dann kann sie es auch schaffen, so effektiv zu arbeiten wir ihr Kollege.
Apropos Korrektur, ich wünsche euch möglichst viel Zeit für Sonnenschein und Eisgenuss am Wochenende liebe Korrekturkolleg*innen.
Nee, ich hatte dich schon richtig verstanden (und ihn auch).
Herzchen auf i, habe ich nie auch nur in Erwägung gezogen. schon ein Kreis hätte mir eine Standpauke eingebrockt. Meine Rebellion in der Schrift ist der Strich statt Doppelpunkt auf Buchstaben
(Oh mein Gott, es ist meine effiziente Seite!
)
mir ging es hier im Thread nur um die unverschämte Aussage, dass man als Schulleiter nur entlasten wolle. Dann würde es schon gehen.
Wenn du das bei mir herausgelesen hast, habe ich mich entweder missverständlich ausgedrückt oder du hast mich missverstanden. Wahrscheinlich beides ein bisschen. Du gehst nicht konkret auf den Stundenplan ein, aber zur Sicherheit: Ich hatte die Komplexität des Stundenplans schon in #284 anerkannt, bevor ich überhaupt in die richtige Diskussion eingestiegen bin.
Die Äußerungen, an denen ich mich gestört hatte, habe ich oben schon mal zusammengetragen, das wiederhole ich jetzt nicht. Grob zusammengefasst waren es die Äußerungen, die nach "Mehrarbeit gehört halt dazu" und "Ein freier Tag, mehr gibt der Deal nicht her" gehen. Ich habe immer betont, das es um das Gesamtpaket geht und eben darum, dann an anderer Stelle, also Abseits vom Stundenplan, möglichst viel Ausgleich zu schaffen. In diese Richtung gab es ja zuletzt auch ein wenig Annäherung und es ist eigentlich gar nichts anderes als das, was du hier schreibst:
Das man Teilzeitkräfte (aber auch Vollzeitkräfte) so weit möglich entlastet (ohne sich ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen, weil es vielleicht nicht reicht) ist eine andere Sache.
Deswegen bin ich ehrlich verblüfft, das du dich so ärgerst. Das war nicht meine Absicht, vor allem, da ich das Gefühl habe, das wir genau das gleiche meinen.
Ich lade dich aber recht herzlich an meine Schule ein, damit wir uns das Entlastungspotential weiter anschauen können. (Ernst gemeint.)
Ich glaube dir, das du das ernst meinst. Aber das wäre natürlich wenig zielführend. Ich bin mir sicher, es gibt ungenutztes Potential, einfach weil ich glaube, dass es dieses Potential in jedem System gibt. Ohne Ausnahme. Das ist damit auch keine Kritik daran, wie du deine Schule und dein Personal führst. Aber das erkennt natürlich jemand nicht, der von einer völlig anderen Schulart aus einem völlig anderem Bundesland kommt und weder die Abläufe noch die Vorgaben etc. kennt, nicht. Dafür hast du vermutlich ein Schulleitungsteam, einen Personalrat (bzw. bei euch ja Lehrerrat), vielleicht eine Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, vielleicht sowas wie eine "Steuergruppe Schulentwicklung" oder ähnliches. Die sind dafür besser geeignet. Und eigentlich vermute ich stark, dass du sowieso mit diesen Personenkreisen im ständigen Dialog bist.
Eine Einschränkung zu dem eben formulierten Gedanken. Manchmal ist natürlich Input von ganz außerhalb des Systems enorm zielführend. Ich kenne einen Schulleiter, der sich dreimal im Jahr mit einem Manager der Commerzbank trifft und Prozesse und Abläufe und auch zum Teil Einzelentscheidungen durchspricht. Er sagt, ganz häufig sind die Ideen und Tipps des Managers haaresträubend, weil einfach pädagogische Überlegungen völlig missachtet werden und Menschen in der freien Wirtschaft keine Vorstellung von den Sachzwängen des öffentlichen Diensts haben. Aber manchmal ist eine Perle dabei, die scheinbare Selbstverständlichkeiten völlig hinterfragen und aus ganz anderer Perspektive betrachten. Das kann ich mir gut vorstellen. Es sollte dann aber wohl jemand völlig außerhalb des Systems Schule sein.
Und noch eine andere Anekdote zum Thema "Blick von außen". Ich kenne einen anderen Schulleiter, grundständiges Gymnasium mit Oberstufe, der sehr bewusst sagt, dass er sich in den Prozess der Stundenplanung überhaupt nicht einmischt. Er will die Überlegungen und die Versuche, die gemacht werden, gar nicht hören. Aber es kontrolliert die fertigen Pläne und wenn es zu Planungen kommt, die ihm unzumutbar erscheinen, kann er durch diese Distanz viel freier sagen, dass das so nicht bleiben kann. Er will dann auch gar nicht hören, warum es anders nicht ging, sondern er will diesen objektiven Blick von außen behalten. Natürlich gibt es dann Situationen, da kann man nichts verbessern oder die Verbesserung führt zu inakzeptablen Verschlechterungen anderer Pläne. Aber es behauptet, erstaunlich häufig geht dann doch noch etwas, was das Team einfach nicht gesehen hat, weil es natürlich (!) in der Vielzahl der Sachzwänge betriebsblind geworden ist. Das fand ich immer sehr eindrucksvoll. Ich will aber nicht behaupten, dass sich das auf jedes System übertrgen lässt.
Man kann aber auch pragmatisch rangehen und sagen "Die Klausur muss in 10 Minuten korrigiert sein." - und dann schafft man das auch. Es ist einerseits Lebenszeit und andererseits muss man auch sagen, dass das Arbeitsergebnis ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch minimal besser wird und damit die Arbeit zunehmend ineffizienter - Stichwort "Pareto-Prinzip".
Je länger ich als Anfänger korrigiert habe, desto schlechter wurden die Klausuren. Eine schnelle Korrektur ist also schülerfreundlich. Jetzt mache ich die Pomodoro-Taktik und es ist win-win für beide Seiten. Scheint so gewollt zu sein.
Dies sind Beispiele, du musst also nicht aufzählen, warum das alles an deiner Schule nicht geht.
Doch das mache ich gerne. Wenn ich nicht mehr Lehrkräfte habe, können sich auch nicht 2 Lehrkräfte eine Klasse teilen. Klar arbeiten wir auch als Team. Aber wenn fast jede Lehrkraft eine Klasse hat, hilft die Hälfte deiner Vorschläge nichts.
Ich habe dir ganz konkret unsere Situation geschildert. Es ist ziemlich arrogant, wenn Du es entweder nicht mal gelesen hast oder es ignoriert. Natürlich gibt es ganz viele wundervolle Ideen, die in einer Fantasiewelt funktionieren. Aber wir brauchen Ideen, die in echten Schulen funktionieren.
Auch das mit Klassenfahrt hilft doch kaum etwas. Erstmal gibt es eine offizielle Regelung, die ich schlecht ignorieren kann und außerdem fährt man maximal alle 4 Jahre einmal auf Klassenfahrt. Das bringt mir doch keine grundsätzliche Ermäßigung.
P.S. In Nds bekommst Du bei Klassenfahrten eine Entlastung von ungefähr der Mehrarbeit. Aber eine weiterführende Entlastung ist nicht vorgesehen. Momentan gibt es eine ganze Stunde pro Tag angerechnet.
Das ist einfach nicht richtig. Unbezahlte Mehrarbeit ist nicht Teil unseres Jobs. Egal wie viele Kollegen ihrem Dienstherrn Teile ihre Freizeit schenken. Mein Dienst beinhaltet in Vollzeit 41 Arbeitsstunden pro Arbeitswoche bzw 46 Arbeitsstunden pro Schulwoche, wenn ich mir alle Ferien arbeitsfrei halten möchte. Ähnlich ist es in allen Bundesländern.
Und wenn bei Teilzeitkräften die durch unteilbare Dienstpflichten anteilig größere Belastung nicht ausgeglichener werden kann, weil auch die Vollzeitkräfte keine Arbeitsstunden mehr übrig haben, dann müssen so viele nicht verpflichtende Aufgaben gestrichen werden bis es wieder in der Verfügbaren Gesamtarbeitskraft aller Kollegen leistbar ist.
Da sollte kein Lehrer sagen oder schreiben, dass Mehrarbeit regelmäßig dazu gehört!
...
Mit zu vielen Teilzeitkräften sind daher einfach nicht so viele Fahrten möglich.
Grundsätzlich sind deine Aussagen vollkommen legitim. Trotzdem gehört unbezahlte Mehrarbeit für die meisten Lehrkräfte zu mindestens an den Grundschulen dazu. Und ich habe schon x-Mal gesagt, dass ich jede Lehrkraft unterstütze, die sagt, dass sie etwas nicht macht, weil sie dann über ihre Stunden kommt. Das ist aber nun mal nicht die Realität. Und dann muss jede Lehrkraft selbst entscheiden, wo sie ihre Grenze setzt.
Extraaufgaben, die wir streichen könnten, haben wir eigentlich nicht. Es gibt nur wenige. Und das was wir machen wollen wir entweder oder wir brauchen es.
Klassenfahrten sind in Nds. sowieso freiwillig. Jeder kann ohne Nennung von Gründen einfach zuhause bleiben. Aber auch da ist es so, dass die Leute in der Regel fahren wollen. Ich persönlich weiß auch, dass unsere Klassenfahrt in der vierten unbezahlte Mehrarbeit für mich bedeutet. Aber ich freue mich auch, mit der Klasse, die ich vier Jahre hatte, nun gemeinsam einen tollen Abschluss zu gestalten. Meine persönliche Entscheidung.
Bei dem, was du schilderst, kann die Konsequenz ja nur sein, die Unterrichtsplanung auf 0 runterzufahren. Sprich, 100% Einsatz fertigen Verlagsmaterials, keine Anpassungen und Individualisierungen, keine Differenzierung. Damit wiederum müsste sich dann allerdings ja durchaus gut Arbeitszeit einsparen lassen.
Jaein. Ich denke schon, dass bei der Mehrheit der Lehrkräfte die Unterrichtsvorbereitung auf schnell und effektiv ausgelegt ist. Es gibt sicherlich Wochen, wo ich 2 Tage Elternsprechtag habe und am nächsten Tage die nächste Seite im Buch machen. Es gibt aber auch Wochen, wo wir uns nachmittags treffen und gemeinsam ausführlich die nächste Sachunterrichtseinheit planen, Aufgaben verteilen und Material erstellen. Natürlich setzen wir auch viel fertiges Material ein. Es gibt inzwischen ein so breites Angebot von hochwertigem Material, dass ich auch noch selbst anpassen kann. Warum sollte ich das nicht nutzen? Individualisierung und Differenzierung kommt hinzu. Mit ein paar Jahren im Dienst, geht es das recht zügig. Aber tatsächlich fallen gerade unsere Förderschulkinder oft durchs Raster. Die machen dann die nächste Seite, weil man weder in der Vorbereitung noch im Unterricht selbst die Zeit hat, sich wirklich mit Ihnen auseinanderzusetzen.
Mann muss ja auch mal überlegen, über was wir reden. Die Arbeitszeitstudie kam bei uns auf rund 2 h zu viel pro Woche. Dann haben wir 100 Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Jahr. Das ist nicht schön, bringt mich jetzt aber auch nicht um.
P.S. In Nds bekommst Du bei Klassenfahrten eine Entlastung von ungefähr der Mehrarbeit. Aber eine weiterführende Entlastung ist nicht vorgesehen. Momentan gibt es eine ganze Stunde pro Tag angerechnet.
Berlin z.B. zahlt Teilzeitkräfte während einer Klassenfahrt dann auch voll, das macht Sinn und ist auch nur gerecht, denn eine wirkliche Entlastung dafür kann es einfach nicht geben, wenn ich also genauso belastet bin wie der Vollzeitkollege, möchte ich auch das Geld haben, was er hat ![]()
100 Stunden findet du okay?! Wäre das das Ergebnis meiner Arbeitszeiterfassung, würde ich eine Überlastungsanzeige stellen und darin darauf hinweisen, dass angesichts der ausgeschöpften Arbeitszeit leider keinerlei individuelle Förderung und Differenzierung mehr stattfinden kann. Planungstreffen am Nachmittag und Material erstellen fielen als erstes raus.
Die Arbeitszeitstudie kam bei uns auf rund 2 h zu viel pro Woche. Dann haben wir 100 Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Jahr. Das ist nicht schön, bringt mich jetzt aber auch nicht um.
Bei uns kam die Arbeitszeitstudie auf soviel Mehrarbeit (bei mir persönlich waren es 119h im Jahr bei Teilzeit, also keinen Urlaubstag nehmen können als Vergleich!), dass die Anzahl der Stunden in die nicht mehr zulässige Höhe pro Tag geht bzw. die gesundheitsgefährdende.
Das ist ein Hinweis darauf, dass da dringend was geändert werden muss.
Die Darstellung auf 2 h pro Woche ist stark verkürzt und lediglich ein Mittelwert, natürlich gab es auch in NDS individuell ganz andere Ergebnisse und schlechtere Werte für Teilzeitkräfte. Zudem wurden die Studiendaten vor 10 Jahren erhoben, als die Gym-Lehrkräfte eine Stunde mehr arbeiten sollten.
Da fing die Umsetzung der Inklusion gerade erst an, aufsteigend von Klasse 1 und 5, der Ganztag war an vielen Schulen noch nicht umgesetzt.
Bei Klassenfahrten gibt es pro vollem Tag eine Entlastungsstunde. Warum das die Mehrarbeit abbildet, verstehe ich nicht. Wenn ich diese Stunden abhängen will, muss ich zuvor ein Betreuungsangebot erstellen und hinlegen, das kommt zur Mehrarbeit hinzu.
Berlin z.B. zahlt Teilzeitkräfte während einer Klassenfahrt dann auch voll, das macht Sinn und ist auch nur gerecht, denn eine wirkliche Entlastung dafür kann es einfach nicht geben, wenn ich also genauso belastet bin wie der Vollzeitkollege, möchte ich auch das Geld haben, was er hat
Gibt es in Niedersachsen auch aber nur für angestellte Lehrkräfte. Bei Beamten zählt es zu den Dienstpflichten und soll ausgeglichen werden. Auch so ein Schwachsinn wo jemand mal gegen klagen sollte...
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