Wie sollten die Ferien heißen

  • Auch der Beginn von Ostern ist unterschiedlich, ich habe Freunde, die Samstagabend in der katholischen Kirche zur Osternacht gehen und danach Ostern feiern, für andere ist Ostern erst Sonntagmorgen.

    Sonntage und Hochfeste beginnen am Abend des Vortages (mit der Vesper).

    Zumindest an Weihnachten sehen das auch evangelische Christen so. ;)

  • Ich glaube nicht, auch nicht mit einem oder zwei zugedrückten Augen.

    Zum einen gibt es den Begriff "Hochfest" und diese liturgischen Abstufungen der Feste und Festlegungen der Rituale nicht vergleichbar in den evangelischen Konfessionen,

    zum anderen ist es so, dass man unterschiedliche Möglichkeiten nutzen kann, dass man sich aber z.B. auch um die historische Stunde trifft, nicht am Vorabend.

    Gründonnerstag trifft man sich abends, manchmal mit gemeinsamem Essen,

    Karfreitag manchmal um 15 Uhr, manchmal morgens, in der Regel mit Abendmahl (ja, gerade da), ob es dabei (während des Abendmahls) Musik gibt, ist umstritten, aber Chöre singen am Karfreitag im Gottesdienst - ist ja schließlich ein besonders hoher Feiertag, den man besonders festlich begehen will, und auch die Orgel schweigt nicht. (Ich persönlich kann auch den fröhlichen Feiern in Lateinamerika etwas abgewinnen

    Karsamstag kenne ich als stillen Samstag, ohne Gottesdienst, Vorabendmessen kenne ich ohnehin nur aus katholischen Gemeinden.

    Ostern trifft man sich am Ostermorgen, wie die Frauen morgens zum Grab kamen, manchmal auch vor dem Sonnenaufgang, aber da symbolisiert der Sonnenaufgang dann die Auferstehung.

    Heilig Abend triftt man sich auch abends, die Weihnachtsgottesdienste sind dann am 25.+26.12.

    Insgesamt gibt es da keine einheitliche Liturgie, sondern den Ausdruck unterschiedlicher Schwerpunkte und Gestaltungsmöglichkeiten, die dennoch Gleiches feiern, und die Möglichkeit ökumenische Veranstaltungen zu teilen und auch immer wieder Neues auszuprobieren.

  • Das Jüdische Gymnasium nennt die christlich benannten Ferien Winter- und Frühlingsferien. https://einsteingymnasiumdus.de/wp-content/upl…ine_2025_NT.pdf

    Ich finde, die christlichen Feiertage sollten mehr wertgeschätzt werden, eine Woche zu Pfingsten, eine Woche Himmelfahrt, eine Woche zu Fronleichnam sind das Mindeste!
    ein paar Tage um den 1. Mai wären auch nicht schlecht.

    Hatten wir nicht vor ein paar Jahren mal eine Woche Pfingstferien in NRW?

  • Das war 2018. Wegen des Reformationsjubiläums 2017 war der Reformationstag am 31.10.2017 zusätzlich zu Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag. Weil beide Tage in den für NRW ungewöhnlich späten Herbstferien lagen, gab es die Woche nach Pfingsten, in die auch noch ein beweglicher Ferientag gelegt wurde komplett Ferien.

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • Auf dem AfD-Parteitag wurde der Antrag gestellt, zwei chrstliche Feiertage abzuschaffen und dafür die Sonnwendfeiern als gesetzliche Feiertage (wieder) einzuführen. Back to werweißwohin... Man riecht noch den Geist verbrannten Fleisches aus diesem Vorschlag.

    Nachdem jedoch Ostern IMMER am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang stattfindet - und daher im Kalender wandert, könnte man die Ferien ja - völlig ideologiefrei - als "Ferien anlässlich des Vollmondes nach dem Äquinoktikum" bezeichnen. Kurz und knackig: "Ferien an Volläquin" ;)

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    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Sonntage und Hochfeste beginnen am Abend des Vortages (mit der Vesper).

    In deiner Welt. Du, bei dir, die Leute, mit denen du zu tun hast, da wird das so gemacht. Andere Leute feiern anders Ostern oder gar nicht, Milliarden Menschen sind keine Christen, Vesper ist für viele eine Brotzeit. Bleib doch bitte bei dir, sprich per ich, Religion ist Privatvergnügen und sollte es immer bleiben, damit keine Menschen in ihrem Namen mehr sterben müssen. Das wäre mein Osterwunsch. Neben den Lindt-Hasen mit den schönen Glöckchen, die sollten nur noch fairtrade produziert werden, auf Lieferketten kommt es an.

  • Wolfgang Autenrieth : Wahrscheinlich ist unser deutsches Parteiensystem inzwischen so divers, dass man zu fast jeder politischen Position mindestens einen Politiker oder eine Politikerin einer relevanten Partei findet, der oder die eben jene Position vertritt.

    So forderte Gitta Connemann (CDU) bereits im Oktober die Streichung von christlich geprägten Feiertagen (Quelle). Wie auch in der CDU scheint es in der AfD unterschiedliche Positionen zu geben: Teile fordern ebenfalls die Streichung von christlich geprägten Feiertagen (siehe der von dir zitierte Landesverband), andere positionieren sich hingegen gegen eine etwaige Streichung (Quelle).

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