Ich bin mir unsicher, ob ich wirklich für den Lehrerberuf geeignet bin

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    Ich fand die ersten beiden Jahre nach dem Ref am stressigsten, gefolgt von jeweils dem ersten Jahr an einer neuen Schule (ich habe in 30 Jahren an 3 Schulen unterrichtet), erst danach würde ich die Refjahre ansiedeln und habe dies inzwischen auch oft von anderen gehört.

    Grund, der Welpenschutz im Referendariat fällt weg, Schüler behandeln oft Referendare "freundlicher", es fehlt aber anfangs noch die Erfahrung. Und an neuen Schulen testen SuS die Reaktion des Lehrers und man kennt selbst noch nicht die Gepflogenheiten der neuen Schule.

    Kurz, es wird besser.

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  • Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Ich werde noch ein bisschen dranbleiben und hoffe, dass sich meine Situation verbessern wird. Gerade in meiner ersten eigenen Klasse, die ich jetzt zwei Jahre (Jahrgang 9 und 10) hatte, ist so einiges rückblickend nicht gut gelaufen, weil ich am Anfang einfach komplett mit der Aufgabe überfordert war. Gerade im Bezug auf Klassenführung habe ich echt viel falsch gemacht, was sich später dann nur noch begrenzt ändern ließ. Nächstes Jahr bekomme ich eine neue Klasse als Klassenlehrerin. Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht?

  • Du bist aber mit Bezahlung des ersten Monats gestartet. D.h. wenn Du in Pension gehst, gibt es am Ende des letzten Monats nichts mehr.

    Falsch. Das Gehalt läuft weiter. Ist nur weniger. Und nennt sich dann "Ruhegehalt".
    Deshalb müssen wir das auch - im Gegensatz zur Rente - voll versteuern.

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  • ... Gerade in meiner ersten eigenen Klasse, die ich jetzt zwei Jahre (Jahrgang 9 und 10) hatte, ist so einiges rückblickend nicht gut gelaufen, weil ich am Anfang einfach komplett mit der Aufgabe überfordert war. Gerade im Bezug auf Klassenführung habe ich echt viel falsch gemacht, was sich später dann nur noch begrenzt ändern ließ. ...

    Ooooder weniger dramatisch ausgedrückt: einiges kannst du rückblickend positiv bewerten, anderes würdest du heute anders machen. Damals waren die Entscheidungen aber situationsangemessen für die Klasse und deine Erfahrungsstufe als Berufsneuling.

    Neunt- und Zehntklässler sind ja auch nicht erst seit gestern in der Schule und haben einen guten Eigenanteil an ihrem Verhalten.

    gute

    this

  • Bei mir ist die Pension für meinen ersten Monat auch am Monatsanfang überwiesen worden.

    War bei mir auch so. Es ging terminlich genauso weiter. Ein nahtloser Übergang. Schon 1-2 Monate vorher bekam ich die Berechnung der Pension aufgeschlüsselt mitgeteilt. Nur der Betrag und die zuständige Behörde haben sich geändert.

  • Falsch. Das Gehalt läuft weiter. Ist nur weniger. Und nennt sich dann "Ruhegehalt".
    Deshalb müssen wir das auch - im Gegensatz zur Rente - voll versteuern.

    Und wenn Du eine gute Altersvorsorge hast, bekommst Du auch sogar etwas mehr. Aber das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Das ist die Besoldung für den geleisteten Unterricht und das andere ist die Pension/Ruhegehalt. Da man im voraus bezahlt wird, gibt es nun mal keine Zahlung mehr am Ende des letzten Monats. Dass in der Regel dann die Pension startet und diese ebenfalls im voraus bezahlt wird, hat damit nichts zu tun. Aber letztlich ist doch die Aussage klar. Du wirst als Beamter im voraus bezahlt. Darum geht es doch...

  • Teacher1995 : Sieh die Erfahrungen mit deiner ersten Klassenleitung als Anlass zum Lernen! Niemand kann alles von Anfang an perfekt und es gibt Kollegen (m/w/d), die schon 20 Jahre im Beruf sind und sagen, dass sie sich immer noch weiterentwickeln. Classroom Management ist mitunter das Anspruchsvollste im Job, auch wenn das Thema in Studium und Vorbereitungsdienst vielleicht ein Modul unter vielen ausmacht. Ich bin weiß Gott auch nicht der Experte im Classroom Management und vieles musst du auch im Alltag einfach ausprobieren, um zu schauen, was für dich und deine Klasse(n) funktioniert. Mein Tipp wäre an der Stelle, dir noch vor der 1. Unterrichtsstunde im Schuljahr ein Konzept zu überlegen, wie du konkret vorgehen willst, sprich bei welchen Regeln möchtest du, dass sie im Unterricht Anwendung finden, und was passiert, wenn jemand gegen diese Regeln verstößt. Was passiert, wenn du eine Maßnahme verhängst und die Person sich weigert, dieser nachzukommen? Überlege dir hier ein aufeinander aufbauendes Konzept und dieses würde ich dann in der 1. Unterrichtsstunde vorstellen und auch ab dann anwenden. Du musst am Anfang konsequent sein, auch wenn die Schüler (m/w/d) anfangen wollen, zu diskutieren: "Ich habe aber nur...". Wenn, dann wird das nach dem Unterricht besprochen - im Unterricht ist keine Zeit dazu, die gesellschaftliche Erwartung ist, dass die Zeit nicht zum Diskutieren, sondern zur Wissensvermittlung genutzt wird. Wenn du das durchziehst, erreichst du etwas, was die nötige Basis ist, um überhaupt Inhalte zu vermitteln und Kompetenzen aufbauen lassen zu können, nämlich eine lernförderliche Atmosphäre.

    Einmal editiert, zuletzt von Gymshark (29. Mai 2026 22:27)

  • Mir wurde im Lauf der Zeit bewusst, dass es kein bestimmtes Rezept für bestimmte Situationen gibt, sondern vieles über Ausprobieren läuft. Was in der einen Klasse/Situation etc. funktioniert hat, ging bei der anderen daneben. Man sammelt in den ersten Jahren viele Erfahrungen, reibt sich an manchen Klassen und Situationen und wird dadurch eingeschliffen. Im Lauf der Zeit wird die Arbeit entspannter, weil man zunehmend Routine bekommt und auch gelassener wird, wenn man merkt, welche vielen gedachten schlimmen Dinge nicht geschehen. Ich habe mich in den ersten Jahren mit manchen Klassen auch schwer getan, habe dieses und jenes ausprobiert, bis ich nun weiß, was zu mir passt und was nicht.

    Deshalb: Kopf hoch! Wie du schreibst, hast du auch schon einiges positives erlebt und davon kannst du zehren, und das wird mit Sicherheit immer mehr.

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