Projektgelder privat vorschießen

  • an der Reisekostenabrechnung hinterher sitzt man mindestens 15 min, da ist mein Stundenlohn höher.

    Wäre ein gutes Praxisbeispiel, um aufzuzeigen, an welcher Stelle die bürokratischen Anforderungen von staatlicher Seite mal überdacht werden sollten. Es sollte niedrigschwelliger möglich sein, einen solchen Antrag zu stellen und genehmigt zu bekommen. Ein Beispiel wäre, dass jeder Fachbereich ein Budget pro Jahr bekommt und bis zur Erreichung der Budgetgrenze wird überhaupt nicht geprüft, sondern nur eingereicht und automatisch genehmigt.

    In einer idealen Wunschwelt müssten Lehrkräfte überhaupt nichts selbst bestellen oder kaufen, sondern es gäbe an jeder größeren Schule (an kleinen Schulen könnte es vielleicht die Lösung geben, dass eine solche Fachkraft für zwei Schulen zuständig ist) eine kaufmännische Assistenz, die solche Aufgaben übernimmt, sodass (um mal das Beispiel zu bedienen) Lehrkräfte gar nicht darüber nachdenken müssen, dass genug rote Stifte da sind, da die Assistenz diese rechtzeitig und in ausreichender Menge besorgt hat.

  • Kennt jemand noch eine andere als meine vorgeschlagene Lösung Rechnungslegung auf Schule oder Förderverein?

    ich erstelle eine Liste der benötigten Materialien und lasse die Sekretärin alles bestellen bzw. den Hausmeister einkaufen (und schleppen!! ;) ) fahren.
    Keinerlei Abrechnung für mich

    pingo, ergo sum

  • In einer idealen Wunschwelt müssten Lehrkräfte überhaupt nichts selbst bestellen oder kaufen, sondern es gäbe an jeder größeren Schule (an kleinen Schulen könnte es vielleicht die Lösung geben, dass eine solche Fachkraft für zwei Schulen zuständig ist) eine kaufmännische Assistenz, die solche Aufgaben übernimmt, sodass (um mal das Beispiel zu bedienen) Lehrkräfte gar nicht darüber nachdenken müssen, dass genug rote Stifte da sind, da die Assistenz diese rechtzeitig und in ausreichender Menge besorgt hat.

    Was für den Sachaufwandsträger den Vorteil hätte, dass Rabatte ausgehandelt werden können.
    Nachteil für die Lehrkraft: Es gäbe eine zusätzliche bürokratische Instanz, auf deren Reaktion gewartet werden muss.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Ich träume ja von einem digitalen Portal, mit dem man sowas zügig regeln kann. Regelmäßige Routinesachen wie Praktikumsbesuche sind voreingestellt, man gibt nur kurz die Adressen/Entfernung und den aktuellen Benzinpreis ein und hat am Ende des Prozesses direkt einen angezeigten Betrag, den man sich per Mausklick aufs eigene Konto auszahlen lässt. Meinetwegen noch mit Bestätigung/Freigabe durch die Schulleitung als Zwischenschritt, aber jedenfalls so, dass die Abrechnung und Kostenbegleichung tagesaktuell möglich ist. Überall, wo Kostenbelege erforderlich sein, kann der Beleg unkompliziert als Foto beigefügt werden, fertig.

    Aber wäre vermutlich alles zu einfach.

  • ich erstelle eine Liste der benötigten Materialien und lasse die Sekretärin alles bestellen bzw. den Hausmeister einkaufen (und schleppen!! ;) ) fahren.

    Alte Lehrerregel:
    Wenn du an der Schule ein angenehmes Leben willst, verscherze dir NIE die Sympathien von den beiden wichtigsten Personen:
    Der Sekretärin und dem Hausmeister.

    Beide haben Wichtigeres zu tun, als deine Stifte einzukaufen oder zu verwalten. Unser Hausmeister ist morgens um 6 Uhr in der Schule und kontrolliert, ob in der Nacht Beschädigungen erfolgt sind, räumt kaputte Flaschen weg und überstreicht Tags an den Wänden. Letzteres geschieht nur sehr selten, weil die Kids gemerkt haben, das die nächtliche Aktion keine Aufmerksamkeit erhalten hat :aufgepasst:
    Über den Tag führt er kleine Reparaturen durch oder verhandelt mit Handwerkern. Eigentlich wären seine 8 Stunden um 14 Uhr vorbei. Er ist jedoch um 18 Uhr der letzte, der noch schaut, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind, bei Elternabenden kann das auch 23 Uhr werden. Zudem ist er Chef der "Damen vom Reinigungsdienst" und Beschäftigungstherapeut für Schüler, die am Nachmittag eine Zusatzbetreuung "verordnet" wurde.
    Eigentlich sollte für die Hausmeister und für das Reinigungspersonal ein jährlicher Ehrentag eingerichtet werden :rose:

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Wir hatten neulich das Thema Praktikumsbesuche und ich nehme erstaunt zur Kenntnis, dss Kollegen dafür keine Dienstreise beantragen und keine Fahrtkosten abrechnen.

    ich beantrage das immer.
    mein vorheriger Sl meinte nur: "Sie sind recht reiselustig", was mir nur ein Grinsen entlockte.
    Will sagen, man muss sich nicht über alles aufregen. Ich halte es da mit den Ärzten: Lass die Leute reden.

    pingo, ergo sum

  • Wenn du an der Schule ein angenehmes Leben willst, verscherze dir NIE die Sympathien von den beiden wichtigsten Personen:
    Der Sekretärin und dem Hausmeister.

    auf keinen Fall :)

    bei uns sind jedoch Bestellungen für den Kunstbereich und/oder Projekttage/Projektwochen tatsächlich Aufgabe der Sekretärin, der ich zuarbeite.
    Und ich muss nichts schleppen. "Der Begriff Schleppen" schließt natürlich Rotstifte aus ;). Auch beim Aufhängen von Bildern muss ich als Kunstlehrerin keine gerahmten Bilder schleppen, da wäre der Hausmeister der Erste, der mich zurechtweisen würde.

    Ich weiß schon: wir haben den weltbesten Hausmeister ever:geschenk:

    pingo, ergo sum

  • Also immer wenn ich etwas für den Werkraum oder die Schulküche brauche kann ich auf Rechnung einkaufen fahren.

    Wir haben Kundenkarten bei dem örtlichen Baumarkt und dem Großmarkt.

    Die Rechnung gebe ich dann im Sekretäriat ab und die schauen dann an wen sie weiter geht. Ich finde es echt befremdlich, wenn du so viel in Vorkasse gehen sollst.

  • Ich weiß schon: wir haben den weltbesten Hausmeister

    Da habe ich zum Glück auch mal einen kennengelernt. Aber leider auch das genaue Gegenteil, es gibt "Facility Manager", die sogar weniger als Dienst nach Vorschrift machen.

  • Ganz so einfach ist das aber nicht. Die Stifte kaufe ich im Schreibwarengeschäft. Da kaufe ich i.R. nur für die Schule ein. Für Toner fahre ich zu so einem Drittanbieter. Der Baumarkt ist bei mir näher als die beiden. Da "Quatsch" zu schreiben, ist daher nicht passend. Am Ende muss jeder selbst wissen, wo er die Grenze zieht.

    Quatsch war deine Aussage

    wenn jeder alles als Dienstfahrt beantragen würde, würde die SL nichts anderes mehr machen

    Um irgendwelchen Kleinkram wie ein paar Rotstifte zu kaufen, kommt doch wohl niemand auf die Idee, das als "Dienstfahrt" anzusehen und einen entsprechenden Antrag zu stellen. Oder ist dir das irgendwo schon mal untergekommen?

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

    Einmal editiert, zuletzt von Humblebee (30. Mai 2026 15:18)

  • Das Argument, dass Sekretärin und Hausmeister schon ausgelastet seien, ist ein denkbar schwaches, denn niemand übernimmt im Zweifelsfall freiwillig Extraaufgaben - in keinem Berufsfeld. Indirekt wird dadurch vermittelt, dass im Gegenzug ja Lehrkräfte die Zeit dafür hätten - finde ich schwierig, auch weil sie bei dem Ganzen die größte Personalkostenstelle darstellen.

    Ich sehe die Beschaffung von Schulmaterialien durchaus im (möglichen) Aufgabenbereich einer Sekretariatsfachkraft; es muss nur seitens der Schulleitung (in Absprache mit dem Kostenträger) entsprechend als Aufgabenverantwortung formuliert werden. Und sollte die Beschaffung von Schulmaterialien so zeitintensiv sein, dass die Sekretariatsfachkraft es innerhalb der vorgegebenen Zeit nicht schafft (Was ich mir nicht vorstellen kann, aber wer weiß...), diese zu erfüllen, kann die Einstellung einer zweiten Fachkraft angedacht werden. Ich kenne durchaus Schulen mit drei Sekretariatsfachkräften - an großen berufsbildenden Schulzentren könnten es bisweilen sogar noch mehr sein.

  • Quatsch war deine Aussage

    Um irgendwelchen Kleinkram wie ein paar Rotstifte zu kaufen, kommt doch wohl niemand auf die Idee, das als "Dienstfahrt" anzusehen und einen entsprechenden Antrag zu stellen. Oder ist dir das irgendwo schon mal untergekommen?

    Du schriebst doch, dass Du für sämtliche Dienstfahrten einen Antrag stellen sollst? Ich sehe da ehrlicherweise keinen großen Unterschied, ob ich zum Baumarkt, zum Schreibwarenhandel oder zur Bücherei fahre. Einen Unfall auf der Fahrt kann ich immer haben. Nach deiner Logik sollte ich auch für die Rotstifte eine Dienstreise beantragen.

  • Ich glaube, es ist eher Schulträgerspezifisch oder vielleicht sogar Schulleitungsspezifisch.

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • So mache ich das für den Technikunterricht:

    Holz --> Holzhandlung

    Werkzeug --> lokalen Industriezulieferer oder Profi-Werkzeugladen für Handwerker

    Farben --> Farbzulieferer für Maler/Lackierer

    Kunststoff --> lokaler Industriezulieferer

    Metall --> lokaler Stahlhandel für die Gewerbebetriebe

    Baustoffe --> Baustoffhandel


    Das hat den Vorteil, dass es erstens billiger ist und zweitens immer ein Kauf auf Rechnung möglich ist, weil gewerblich.

    Bei Bedarf kann ich auch eine Anlieferung buchen (und natürlich bezahlen).


    Der Grundfehler ist, auf die Privatkundengeschäfte zu setzen. Auch wenn das verständlich ist, weil man die aus dem privaten Bereich kennt.

    Falls du in der Elternschaft Gewerbetreibende hast, frag die mal, wo ihre Betriebe einkaufen. Eventuell spenden die sogar eurer Material.


  • Soviel Geld gibt es schlicht und ergreifend bei uns nicht, dass jeder überall hinfahren und Unterrichtsmaterial kaufen kann :weissnicht:

    Das erklärt vielleicht endlich mal, warum manche Kolleg*innen immer wieder privat Geld ausgeben und andere das nicht nötig haben, weil sie alles überall besorgen können!

  • Wir bekommen für Werken für 6 Klassenstufen etwa 150€ pro Schuljahr, die wir verbraten dürfen. Dass Schulküche, Werken etc. eine Karte in die Hand gedrückt bekommen, um im Laden ihrer Wahl Farben, Werkzeuge, Metalle und Lebensmittel beliebig auf Rechnung der Schule/Stadt kaufen zu können -was für viele selbstverständlich zu sein scheint- ist für mich unvorstellbar.

  • Deine Antwort verstehe ich nicht. Quittengelee

    Die teuerste Einkaufsmöglichkeit ist der Baumarkt oder ein anderes Privatkundengeschäft.

    Wir bzw. die Stadt erhält beim Baumarkt Prozente.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

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