Bezahlt ihr eurer Klasse das Eis wenn ihr zur Eisdiele lauft?

  • Es gibt zweifelsfrei Menschen, die auch mit Bürgergeld perfekt haushalten können. Dazu gab es in der Vergangenheit durchaus Fallstudien. Es ist nicht unbedingt einfach, aber möglich. Jetzt gibt es aber Menschen, die grundsätzlich Probleme im Umgang mit Geld haben.

    Die Fallstudien hast du sicher genau gelesen und verfolgt und kannst uns alle zweifelsfreien Ergebnisse detailliert darlegen? Auch wie es ist, wenn man viele Jahre davon lebt und dann größere Kosten anfallen wie "Waschmaschine kaputt", "neuer Teppich fällig" "Winterschuhe zu klein"? Sparen ist dann logischerweise nicht möglich, von Urlaub ganz zu schweigen.

    Außerdem ist das nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass Leute wie du und Tom ungefragt das Geld anderer Menschen ausgeben mit irgend einer übergriffigen und arroganten Haltung. Ich kann ja mal von eurem Sold/Gehalt 500€ an einen guten Zweck spenden. Ihr hättet hinterher sogar noch ausreichend auf dem Konto und ich entscheide, welcher Zweck gut ist.

    Also selbst wenn die Eltern reich sind oder das Kind jeden Nachmittag einen Eisbecher bekommt, können Lehrkräfte nicht die Unterrichtszeit mit Eisdielenbesuchen füllen und vom Geld der Eltern 5€ oder auch nur 2€ ungefragt ausgeben. Zusätzlich ist es für arme Familien unverhältnismäßig viel Geld und besonders problematisch.

  • Ich habe zuvor geschrieben, dass ich keine Unterrichtszeit mit Eisdielenbesuchen fülle. Das ist in der heutigen Zeit auch gesellschaftlich nicht vermittelbar. Das Höchste der Gefühle wäre, eine Eisdiele unterwegs aufzusuchen, wenn wir eh schon auf einem Tagesausflug sind (und dann kann jede/r das Eis kaufen, für das er oder sie bereit ist zu zahlen), oder am allerletzten Tag vor den Sommerferien. Ich gehe davon aus, dass du an diesem Tag auch nicht mehr groß Unterricht machst, sondern allerhöchstens eine Einheit zum sozialen Lernen/Teambuilding/Persönlichkeitsentwicklung o.ä.

    Wenn es eine Klassenkasse gibt, dann sollte das Geld transparent und zielorientiert ausgegeben werden, da bin ich bei dir.

  • "Bescheidene Verhältnisse", nicht wirklich. Deine Eltern hätten nach heutiger Rechnung dann irgendwas um die 2750 € minimal gehabt, sofern du Einzelkind bist. Das ist sogenannte Kern-Mittelschicht (https://www.finanz.de/news/gehalt-mi…inkommen-10711/). (Ich habe übrigens 100% Bafög gehabt.)

    Mein Studium ist schon ein wenig länger her. Das Problem ist bei solchen Dingen, dass Du nie alle Fälle abdecken kannst. Ein guter Freund von mir hat volles Bafög bekommen. Die Eltern waren selbstständig und habe eine große Investition in die Firma so getimt, dass sie für ein paar Jahre steuerrechtlich Verlust gemacht haben. Obwohl sie ein eigenes Haus, Mercedes vor der Tür und dreimal Urlaub im Jahr hatten, waren sie offiziell pleite. Bei uns war es halt andersrum. Auf dem Papier hatten meine Eltern das Geld. In echt allerdings nicht. Und es lag weder an Schulden noch am schlechten Haushalten. Es lag einfach daran, dass manche Dinge nicht berücksichtigt werden (können). Die Einzelheiten gehen dich allerdings auch nichts an.

  • Die Fallstudien hast du sicher genau gelesen und verfolgt und kannst uns alle zweifelsfreien Ergebnisse detailliert darlegen? Auch wie es ist, wenn man viele Jahre davon lebt und dann größere Kosten anfallen wie "Waschmaschine kaputt", "neuer Teppich fällig" "Winterschuhe zu klein"? Sparen ist dann logischerweise nicht möglich, von Urlaub ganz zu schweigen.

    Wir reden hier nicht von einer Waschmaschine oder was auch immer. Wir reden von einer Kugel im Schuljahr. Ergo 1-2€ pro Monat für die Klassenkasse. Das sollte man schon bei der Grundsatzdiskussion berücksichtigen.

  • Außerdem ist das nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass Leute wie du und Tom ungefragt das Geld anderer Menschen ausgeben mit irgend einer übergriffigen und arroganten Haltung. Ich kann ja mal von eurem Sold/Gehalt 500€ an einen guten Zweck spenden. Ihr hättet hinterher sogar noch ausreichend auf dem Konto und ich entscheide, welcher Zweck gut ist.

    Also selbst wenn die Eltern reich sind oder das Kind jeden Nachmittag einen Eisbecher bekommt, können Lehrkräfte nicht die Unterrichtszeit mit Eisdielenbesuchen füllen und vom Geld der Eltern 5€ oder auch nur 2€ ungefragt ausgeben. Zusätzlich ist es für arme Familien unverhältnismäßig viel Geld und besonders problematisch.

    Also übergriffig bist Du. Wir reden hier nicht von 500 € sondern von 1-2 €. Eine Familie mit 2 Kinder erhält rund 1700 €. 2 € wären dann 0,11 % im Monat. Bei einer Besoldung von 4.000 € reden wir über 4,70 € und nicht über 500 €. Aber Du hast dich ja nur um den Faktor 100 verrechnet.
    Das Geld wird auch nicht für irgendwelche guten Zwecke ausgegeben sondern für das eigene Kind. Du kennst das anscheinend nicht aber normalerweise haben Eltern eine Verantwortung für ihr Kind. Deine Argumentation kannst Du sonst auf jede schulische Veranstaltung übertragen. Muss der Besuch des Weihnachtsmärchen sein? Das Kino? Das Buch im Deutschunterricht kann doch sicherlich durch ein paar Kopien ersetzt werden? Brauchen die Kinder wirklich den teuren Taschenrechner? Und Tuschkästen. Wenn ich keinen Wert auf den Kunstunterricht lege, will ich auch kein Geld für einen Tuschkasten ausgeben. Das finde ich übergriffig und arrogant!

    Am Ende ist es eigentlich nur eine Frage: Gehört es zur Schule dazu, dass man auch mal etwas nettes macht wie ein Eis essen gehen oder anderes oder soll sich Schule so wie von dir dargesteltt auf die reine Wissensvermittlung beschränken. Dass Du das an dem 1 € Kosten festmachst, ist lächerlich. Sagen wir doch direkt: Dir gefällt es nicht, wenn Lehrkräfte mit ihrer Klasse ein Eis essen gehen. Wahrscheinlich macht das eine Kolleg:in von dir und du bist jedes Mal sauer, dass Du jetzt als die böser dastehst.

  • Wir reden hier nicht von einer Waschmaschine oder was auch immer. Wir reden von einer Kugel im Schuljahr. Ergo 1-2€ pro Monat für die Klassenkasse. Das sollte man schon bei der Grundsatzdiskussion berücksichtigen.

    Wir reden davon, dass du meinst entscheiden zu können, was für andere viel Geld ist, wofür sie es auszugeben haben, wofür nicht und ob sie sparsam genug leben.

    Die Grundsatzdiskussion ist ja eben das: der Grundsatz. Denn dass alles, was es gibt, nach oben offen ist, haben wir gehört, manche sammeln 100€ pro Schuljahr ein.

  • Wir reden davon, dass du meinst entscheiden zu können, was für andere viel Geld ist, wofür sie es auszugeben haben, wofür nicht und ob sie sparsam genug leben.

    Die Grundsatzdiskussion ist ja eben das: der Grundsatz. Denn dass alles, was es gibt, nach oben offen ist, haben wir gehört, manche sammeln 100€ pro Schuljahr ein.

    Es ist eine Diskussion. Die Schulgesetzes der einzelnen Länder geben den Rahmen vor. Die Frage ist, ob es zur Schule dazu gehört. Bist Du schon mal in deinem Leben mit einer Klasse ins Weihnachtsmärchen oder ähnliches gegangen? Wo ist der Unterschied?

  • Klassenkasse gehört nicht zur Schule, die ist überall problematisch.

    Was das Weihnachtsmärchen damit zu tun hat, erschließt sich mir nicht, aber ich denke, es ist auch klar geworden, um was es ging.

  • Klassenkasse gehört [für Quittengelee u A.] nicht zur Schule, die ist überall [aus Sicht von Quittengelee u. A.] problematisch.

    Da du so gerne darauf hinweist, dass man nicht "man" schreiben soll, sondern von sich selbst sprechen soll, habe ich deine Aussage mal korrigiert.


    Und was das Weihnachtsmärkten damit zu tun hat: Tom will darauf hinweisen, dass man auch so Geld für schöne Sachen im Schulalltag (z.B. den Besuch eines Weihnachtsmärchens) einsammelt und will wissen, ob das auch nicht okay ist.


    Ich kenne es übrigens so, dass am Anfang des Schuljahres Geld eingesammelt wird, wovon dann die Schreibhefte eingekauft werden. Die kann man dann günstig kaufen und sie liegen immer in der Schule parat, wenn ein Kind ein neues Heft braucht.

    Und wenn man davon am Ende des Schuljahres noch Geld übrig hat, kann man davon auch mal ein Eis essen gehen. (Wobei ich Eis aus dem Supermarkt nehmen würde, denn für 1 € bekommt man heute ja keine Kugel mehr.)

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Meine Güte, hier geht's ja wieder ab! Müssen diese gegenseitigen Anfeindungen ("du bist übergriffig" - "nein, du" ...) inkl. solcher Mutmaßungen

    Wahrscheinlich macht das eine Kolleg:in von dir und du bist jedes Mal sauer, dass Du jetzt als die böser dastehst.

    wirklich sein? Das ist doch echt Kindergarten.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Da du so gerne darauf hinweist, dass man nicht "man" schreiben soll, sondern von sich selbst sprechen soll, habe ich deine Aussage mal korrigiert.

    Bargeld von SuS einzusammeln und zu verwalten ist in allen Bundesländern problematisch, da musst du mich nicht korrigieren.

    Zum Einsammeln von Geld für Ausflüge wurden schon 1000 Sachen geschrieben, das ist überhaupt nicht der Punkt.

  • Zum Einsammeln von Geld für Ausflüge wurden schon 1000 Sachen geschrieben, das ist überhaupt nicht der Punkt.

    Hm, doch. Geld für Ausflüge, die die Eltern bezahlen müssen, ist nichts anderes als der übrig gebliebene Euro fürs Eis. Oder - doch. Es ist was anderes. Denn die Beträge für solche Ausflüge sind in der Regel größer als die Klassenkasse.



    Bargeld von SuS einzusammeln und zu verwalten ist in allen Bundesländern problematisch, da musst du mich nicht korrigieren.

    In NRW sind treuhänderische Gelder (wie Klassenkassen) unter gewissen Umständen explizit erlaubt. (§95, Absatz 3, Schulgesetz)

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

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