Liebe Kollegen und Kolleginnen,
ich befinde mich aktuell in der Mitte meiner Referendariatszeit und man könnte meinen das Ende ist in Sicht, also bin ich optimistisch gestimmt, aber so ist es nicht.
Ich fühle mich unglaublich überlastet. Als angehende Förderschullehrkraft müssen wir so viel differenzieren, dass ich teilweise 5-6 verschiedene Arbeitsblätter erstelle, noch extra Aufgaben dazu für die SuS die gänzlich aus dem Raster fallen und neben dran das Schreiben der Berichte und der Druck durch die Unterrichtsbesuche. Ich kann nicht mehr. Mir platzt regelmäßig die Zündschnurr ich schreie meinen Mann an oder mache vor Wut etwas kaputt. Ich erkenne mich selbst nicht wieder und das macht mir Angst!
Meine Mentoren sind lieb und versuchen mich zu unterstützen, doch die Rückmeldungen nach den Unterrichtsbesuchen sind vernichtend. Ich soll zum Beispiel noch mehr differenzieren, wo ich doch jetzt schon fast jedem eine Extraaufgabe gebe. Ich soll den Sprechanteil minimieren, doch meine SuS können kaum Sätze bilden oder gar sprechen. Ich verstehe die Kritik/Kriterien, aber vieles ist in meiner Lerngruppe kaum umsetzbar und zu allem Übel hat mich meine Schulleitung auf dem Schirm, welche ebenfalls an meiner Notengebung beteiligt ist.
Gibt es hier Menschen denen es ähnlich ging? Ich fühle mich so allein damit... Was hat euch geholfen?