Verbeamtung Lehramt Hessen: Fragen zu Amtsarzt und Vorerkrankungen

  • Guten Tag zusammen,

    ich werde zum kommenden Semester in Hessen ein Lehramtsstudium (Englisch/Chemie) für die Sekundarstufe II (Gym) beginnen. Ich bin 37 und bereits seit etwa zehn Jahren berufstätig.

    Nun beschäftigt mich die Frage, wie meine gesundheitliche Vorgeschichte im Hinblick auf eine spätere Verbeamtung bewertet werden könnte.

    Vor etwa drei Jahren hatte ich erstmals eine Herzrhythmusstörung (Vorhofflimmern), die mittels Kardioversion behandelt wurde. Ein Jahr später trat das Problem erneut auf, woraufhin eine Ablation durchgeführt wurde. Seitdem bin ich beschwerdefrei, nehme keine Medikamente und habe keinerlei Einschränkungen.

    Im Rahmen der Ursachenforschung (insofern das überhaupt möglich ist) wurde außerdem eine Schlafapnoe (AHI ca. 34) festgestellt. Seitdem nutze ich ein CPAP-Gerät und habe die Erkrankung gut im Griff. Mein AHI liegt dauerhaft darunter (vereinzelnd mal 5... benutze das Gerät seit 1,75 Jahren, somit aussagekräftig).

    Natürlich mache ich mir Gedanken, ob ich unter diesen Voraussetzungen später überhaupt verbeamtet werden kann. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, sollte eine Verbeamtung grundsätzlich möglich sein, sofern die Situation stabil bleibt. Trotzdem bleibt eine gewisse Unsicherheit.

    Daher kam mir die Idee, bereits vor Studienbeginn einen Amtsarzt aufzusuchen, um eine erste Einschätzung zu erhalten. Mir ist allerdings nicht klar, ob so etwas überhaupt möglich ist und welche Kosten dabei entstehen würden. Außerdem weiß ich, dass solche Beurteilungen immer auch einen gewissen Ermessensspielraum enthalten und unterschiedliche Ärzte möglicherweise zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen.

    Unabhängig davon werde ich das Studium auf jeden Fall aufnehmen. Für mein persönliches Wohlbefinden würde mir eine professionelle Einschätzung aber etwas mehr Sicherheit geben.

    Ich habe bereits selbst und auch mithilfe von ChatGPT intensiv nach Erfahrungsberichten zu den Themen Verbeamtung, Vorhofflimmern, Ablation und Schlafapnoe gesucht. Leider finde ich kaum konkrete Berichte von Betroffenen. Die wenigen Informationen, die ich gefunden habe, deuten darauf hin, dass bei gut eingestellter Schlafapnoe und erfolgreicher Ablation ohne weitere Herzrhythmusstörungen einer Verbeamtung grundsätzlich nichts im Wege stehen sollte (gerne korrigieren, falls jemand was anderes weiß / denkt).

    Daher meine Fragen an euch:

    1. Hat jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen gesundheitlichen Vorgeschichte und der späteren Verbeamtung gemacht?
    2. Was haltet ihr von der Idee, bereits vor dem Studium eine amtsärztliche Einschätzung einzuholen?
    3. Muss man bei der amtsärztlichen Untersuchung grundsätzlich alle Erkrankungen und Behandlungen angeben, die man jemals hatte, oder bezieht sich das nur auf einen bestimmten Zeitraum (z.B. letzte X Jahre)?
    4. Was passiert, wenn man vor dem Referendariat einen negativen amtsärztlichen Bescheid erhält? Kann man das Referendariat trotzdem antreten oder ist das ausgeschlossen?

    Mein geplanter Zeitrahmen sieht aktuell so aus:

    • ca. 4,5 Jahre Studium (im best case)
    • anschließend etwa 3 bis 6 Monate bis zum Referendariatsbeginn (sofern ich direkt einen Platz erhalte)
    • danach 21 Monate Referendariat

    Ich freue mich über Meinungen, Erfahrungen und Hinweise.

    Vielen Dank!

  • ist die Altersgrenze in BW etwa so hoch, dass eine Verbeamtung überhaupt noch für dich möglich ist? Wenn ich im Netz nachsehe, steht da was von 42. das schaffst du doch gar nicht. Oder gibt’s Ausnahmen für Lehrer?

  • ist die Altersgrenze in BW etwa so hoch, dass eine Verbeamtung überhaupt noch für dich möglich ist? Wenn ich im Netz nachsehe, steht da was von 42. das schaffst du doch gar nicht. Oder gibt’s Ausnahmen für Lehrer?

    Ich sollte mit 43/44 mit allem durch sein und hätte dann in Hessen noch ein bisschen Puffer. Hier wird aktuell, wie von chilipaprika erwähnt, bis 50 verbeamtet.

  • Ach. Wie komme ich auf BW?
    Ok, hab irgendwie nicht ordentlich gelesen.


    Sorry.

    Gibt’s denn in Hessen keinen Quereinstieg? Könnte damit etwas schneller gehen.

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