"Fickt euch alle" finde ich in der Sache jetzt auch nicht unbedingt skandalös. Ein gezieltes Schießen gegen einzelne Lehrkräfte wäre daneben und unter der Gürtellinie, aber in die Breite gesprochen kann man das als Schule imo aushalten und als Äußerung einer gefrusteten Schülerin entsprechend verbuchen.
Schülerin hält fragwürdige Rede bei Abschlussfeier
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Warum wurde die Ex-Schülerin nicht von der Bühne geholt? Strafanzeige wäre das mindeste gewesen.
Das ist jetzt nicht die geschliffenste Rede, aber Strafbarkeit sehe ich da persönlich nicht.
Wenn an einer Schule irgendwo 33% durchfallen, dann gibt es eigentlich auch anderes zu tun, als eine Schülerrede zu verfolgen. Vor allem, wenn es um einen Abschluss geht, für den man quasi zweimal die Zulassung bekommen muss.... erst um überhaupt in die Oberstufe zu dürfen und dann um zur Prüfung zugelassen zu werden.
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In fast allen Threads der TE geht es um irgendwelche Feindbilder und Konflikte, die stark auf schwarz-weiß und wir gegen die reduziert werden, in diesem Fall ist das Feindbild halt die Schülerin und die Darstellung von deren Verhalten ist völlig überspitzt. In der Realität hat die Schülerin sich bei einigen Lehrkräften auch für die Unterstützung bedankt und keineswegs alle beschimpft.
Daran müssen wir uns jetzt hier nicht aufhängen, die allgemeine Rezeption des Vorgangs ist deutlich differenzierter und auch Ministerium und GEW haben sich dahingehend geäußert, dass die Probleme an der Schule aufgearbeitet werden müssen, die es ganz offensichtlich gibt.
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"Fickt euch alle" finde ich in der Sache jetzt auch nicht unbedingt skandalös. Ein gezieltes Schießen gegen einzelne Lehrkräfte wäre daneben und unter der Gürtellinie, aber in die Breite gesprochen kann man das als Schule imo aushalten und als Äußerung einer gefrusteten Schülerin entsprechend verbuchen.
Ich finde die Rede ganz gut. Hier wurde, wie schon geschrieben, keiner direkt angegangen und etwas Kritik und eine derbere Wortwahl müssen Lehrkräfte auch mal aushalten können. Zumal man der Fairness halber anmerken muss, dass auch einige Lehrkräfte in der Rede gelobt wurden. Immerhin kam damit mal etwas Schwung in die manchmal langweiligen Abifeiern.
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Na, wenn sie pfiffig ist, macht sie jetzt einen auf Bildungs-Influencerin oder geht gleich zu den Grünen.
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Schenkelklopfer!
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Sehe ich anders. Wenn jemand Unmut aufgestaut kann, dann kann er den auch rauslassen. Und bei einer Schülerin, deren Bildungslaufbahn so katastrophal geprägt war (Flüchtlingskrise, Corona) und für die die Zukunft bis auf 40 °C-Sommer wenig bietet, halte ich es auch für sehr verständlich, wenn sie da mal zurückfickt.
Nein, nicht in diesem Rahmen. Ist typisches ich-zentriertes ego-Verhalten. Da sitzen nämlich 2/3 des Jahrgangs die das Abi geschafft haben und sich einfach nur freuen wollen. Das wird jetzt dadurch total überschattet.
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Wenn an einer Schule irgendwo 33% durchfallen, dann gibt es eigentlich auch anderes zu tun, als eine Schülerrede zu verfolgen. Vor allem, wenn es um einen Abschluss geht, für den man quasi zweimal die Zulassung bekommen muss.... erst um überhaupt in die Oberstufe zu dürfen und dann um zur Prüfung zugelassen zu werden.
Die Schule einer mir nahestehenden Person ist eine Gesamtschule, welche gerade aus dem Aufbau raus ist. War vorher eine Hauptschule. Da wurde jeder die letzten Jahre der irgendwie gerade sitzen kann in die Oberstufe geschoben um die notwendigen Schülerzahlen zu erreichen. Wenn da dann hohe Durchfallquoten entstehen ist es absolut nicht verwunderlich und liegt sicher nicht an den Lehrkräften.
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Die Schule einer mir nahestehenden Person ist eine Gesamtschule, welche gerade aus dem Aufbau raus ist. War vorher eine Hauptschule. Da wurde jeder die letzten Jahre der irgendwie gerade sitzen kann in die Oberstufe geschoben um die notwendigen Schülerzahlen zu erreichen. Wenn da dann hohe Durchfallquoten entstehen ist es absolut nicht verwunderlich und liegt sicher nicht an den Lehrkräften.
An wem denn sonst? Wer hat denn den ungeeigneten SuS Noten gegeben, mit denen sie in die Oberstufe versetzt wurden, wer hat ihnen vermittelt, dass das eine gute Idee wäre und damit zu verantworten, dass nicht studienfähige SuS 2-3 Jahre ihres Lebens verschwendet haben, nur um irgendwo eine Statistik aufzufüllen? Hat das die Behörde angerufen und Noten verändert?
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Die Schule einer mir nahestehenden Person ist eine Gesamtschule, welche gerade aus dem Aufbau raus ist. War vorher eine Hauptschule. Da wurde jeder die letzten Jahre der irgendwie gerade sitzen kann in die Oberstufe geschoben um die notwendigen Schülerzahlen zu erreichen. Wenn da dann hohe Durchfallquoten entstehen ist es absolut nicht verwunderlich und liegt sicher nicht an den Lehrkräften.
Natürlich. An wem soll es sonst liegen? Ultimativ sitzen die Lehrer in der ZK-Konferenz und winken die Leute doch bis dahin durch.
Entweder man nimmt keine ungeeigneten Leute auf oder man muss den Unterricht so anpassen, dass sie das Bildungsziel auch erreichen können. Alles andere halte ich für unehrlich.
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Wie hoch das nach oben ging ist mir nicht bekannt. Da die Hauptschulen politisch nicht mehr gewollt sind würde es mich jedenfalls nicht wundern, wenn es da im Hintergrund entsprechende Anweisungen an die Schulleitung gegeben hat. Die hat jedenfalls Druck auf die Lehrkräfte ausgeübt entsprechende Zahlen zu erreichen.
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Ich versuche meinen Schülern zu vermitteln, dass jeder für seinen Erfolg selbst verantwortlich ist und nicht die Schuld für Misserfolg auf andere (Lehrer, Eltern....) a geschoben werden kann.
Grundsätzlich gehe ich auch zu Beginn eines Fachs oder Lernfeld auf die gesetzlichen Vorgaben ein, so dass meine Schülern sich auch eigenständig vorbereiten können.
Wem dann meine Art nicht passt, darf sich gerne ohne mich den Stoff aneignen.
Zusätzlich gehe ich auf die Prüfungsvorgaben ein. Wer dann noch durchfällt, darf nicht dem Lehrer die Schuld geben.
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Meinungsfreiheit ist die Recht die eigene Meinung frei äußern und nicht die Pflicht andere Meinungen zu wiederholen.
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Jedes Jahr auf's Neue kommt die Kritik auf, dass das Abitur "verschenkt" werde, die Noten zu gut ausfallen und zu viele Schüler (m/w/d), denen die Hochschulreife formal zugesprochen wird, faktisch nicht hochschulreif sind. Am Ende lässt sich diese Tendenz nur durchbrechen, indem zur Leistungsfeststellung wieder konsequent die curricularen Maßstäbe angesetzt werden. Dort heißt es ja immer "Die Schüler (m/w/d) können...". Und wenn die Schüler (m/w/d) etwas im Rahmen einer Leistungsfeststellung nicht können, dann wurde das Lernziel nicht erreicht und die Leistung ist nicht mehr im ausreichenden Bereich.
Dass so viele Schüler (m/w/d) dann ausgerechnet in den Abschlussprüfungen durchfallen, also kurz vor knapp, ist natürlich ungünstig - ein Durchfallen während der Kursphase wäre da noch verkraftbarer gewesen. Daher wäre die Frage, die sich mir stellt, ob zuvor wirklich die curricular vorgesehenen Inhalte vermittelt wurden und die im Rahmen der Unterrichtseinheiten festgestellten Leistungen realistisch, das heißt entsprechend der curricularen Lernziele, bewertet wurden.
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Und auch hier - bitte schließen!
Thema von einem Troll eröffnet, um Unfrieden zu stiften! -
Wie hoch das nach oben ging ist mir nicht bekannt. Da die Hauptschulen politisch nicht mehr gewollt sind würde es mich jedenfalls nicht wundern, wenn es da im Hintergrund entsprechende Anweisungen an die Schulleitung gegeben hat. Die hat jedenfalls Druck auf die Lehrkräfte ausgeübt entsprechende Zahlen zu erreichen.
Sorry, aber das sind die Standardfloskeln, die man immer hört, wenn Lehrkräfte rechtfertigen wollen, dass sie zu gute Noten verteilen und sich damit selber das Leben leicht machen, weil man sich unheimlich viele Diskussionen über Noten mit Schülern und Eltern spart.
Auf kaum einen Berufsstand kann man vom rechtlichen Stand weniger Druck ausüben, als auf verbeamtete Lehrkräfte bei der Notengebung. Jede Lehrkraft ist verantwortlich dafür Noten gewissenhaft, korrekt und auf Basis der gesetzlichen Grundlage zu geben, da kann der Schulleiter sich auf den Kopf stellen.
Ist aber von vielen gar nicht gewollt, viele Lehrkräfte sind dankbar, wenn man sich das Leben leicht machen und irgendeinem imaginären Druck nachgeben kann. Ich hab es an anderer Stelle schon mal geschrieben: bezahlt werden wollen, wie eine Führungskraft, Verantwortung tragen wollen, wie der Hausmeister.
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