• RosaLaune : Da kommt es wohl drauf an, ob die Sechstagewoche nur an einzelnen Schulen wäre oder flächendeckend. Und selbst dann hättest du ja noch einmal gegenüber Beamten (m/w/d) den Vorteil, dass du leichter den Einsatzort wechseln kannst.

  • Meine Nerven mögen es lieber, möglichst wenig Stunden am Tag zu unterrichten und dafür lieber über viele Tage zu strecken - ich würde freiwillig auch Samstag arbeiten 😊 Allerdings nur, wenn die Nachmittage dann auch wirklich konsequent frei und der Stundenplan freistundetrei wären.

  • Samstagsunterricht wäre in BW an allen Schulen alle zwei Wochen, eben an den offiziellen Schulsamstagen, möglich. Ich persönlich kenne keine Schule in BW, an der es aktuell Samstagsunterricht gibt. Aber einige Lehrer, die es von früher oder aus ihrer Zeit als Schüler noch kennen.

    Aus heutiger Sicht unvorstellbar, weil so viele Samstagsveranstaltungen (z.B. Fußballspiele der Jugendmannschaften oder andere Sportwettkämpfe, Konfirmandenunterricht,…) schon am Vormittag starten und in den letzten Jahren statt der 6-Tage-Woche eher die 4-Tage-Woche angedacht wurde.

    Aber als Schüler fand ich die kurzen Schultage mit nur zwei Doppelstunden sehr angenehm, und man hatte an den anderen Tagen zwei Stunden weniger, was weniger Nachmittagsunterricht bedeutete. Und Veranstaltungen für Schüler waren entweder nur an den anderen Wochenenden oder begannen eben später. Bei den Kollegen ist das natürlich abhängig von den eigenen Vorlieben und Familienverhältnissen.

    LG DFU

  • Ich glaube, dass Du da junge Menschen unterschätzt. Durch KI und Internet sind viele deutlich besser informiert. Und wenn ich weiß, dass ich als Berufsschullehrer eine Sechstagewoche habe, ist das sicherlich ein dickes Minus. Man könnte auch alternativ einfach ein anderes Bundesland wählen. Bei A13 für alle war doch das gleiche Probleme. Wenn Bundesland A besser zahlt, sind viele eher dort hin gegangen.

  • Es mag Einzelne geben, bei denen das von dir Beschriebene zutreffen mag, aber auf die Masse bezogen glaube ich das nicht. Dafür gibt es zu viele junge Menschen, die sich trotz Warnungen immer wieder für holprige Berufswege entscheiden, weil ihnen die angenommene Sinnstiftung durch Auseinandersetzung mit den zugehörigen Inhalten über alles geht.

  • Aus heutiger Sicht unvorstellbar, weil so viele Samstagsveranstaltungen (z.B. Fußballspiele der Jugendmannschaften oder andere Sportwettkämpfe, Konfirmandenunterricht,…) schon am Vormittag starten und in den letzten Jahren statt der 6-Tage-Woche eher die 4-Tage-Woche angedacht wurde.

    In Berlin kämpfen die Vereine auch ziemlich, weil eben doch diverse Schulen wieder auf 6_Tage verteilen wollen, weil es ja in kürzerer Zeit alles sein sollte.

  • Naja, es ist eine "Was wäre wenn..."-Fragestellung. Es würde mich sehr überraschen, wenn es tatsächlich eine Studie dazu gibt, wie junge Leute über die Ergreifung des Lehrberufs denken würden, wenn die Sechstagewoche (wieder) ausgeweitet werden würde.

  • Wir können es mal mit Fakten ausprobieren:

    https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfe…hl-wichtig-ist/

    "In der Studie wurde auch konkreter geschaut, welche Faktoren eine gute Arbeit (jetzt oder künftig) ausmachen. 63 Prozent der Befragten bewerten „eine gute Arbeitsatmosphäre“ als sehr wichtig. Danach folgen „eine gute Balance von Arbeit und Freizeit“ (57 Prozent) und die „Sicherheit des Arbeitsplatzes“ (56 Prozent)."

    Und zu deinem Argument der Sinnhaftigkeit:
    "Danach gefragt, was die 14- bis 29-Jährigen heute allgemein motiviert, gute Leistungen zu bringen, rangiert in der Trendstudie der Faktor „Geld“ (52 Prozent) mit Abstand ganz oben auf der Skala. Auch „Spaß“ (37 Prozent) und „Ziele erreichen“ (34 Prozent) spornt die jungen Befragten an. Erst danach folgen „Anerkennung“ (26 Prozent), „Etwas Sinnvolles tun“ (25 Prozent) sowie „Ehrgeiz“ und „Leidenschaft“ (23 Prozent)."

    Ich würde sagen, dass eine Sechs-Tage-Woche doch mit dem Wunsch einer guten Balance von Arbeit und Freizeit kollidiert.

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