unzufiedenstellende kurzfristig kommunizierte Unterrichtsverteilung

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      Tom123 schrieb:

      Vielleicht bin ich da auch etwas einseitig, weil ich auch bei uns den Stundenplan gemacht habe. Letztlich können wir nur vermuten, warum diese Situation entstanden ist. Es mag ja auch Gründe gegeben haben, dass es nun den TO getroffen hat. Aber letztlich muss ich als Lehrer damit rechnen.
      Das habe ich oben versucht zu thematisieren. Offensichtlich läuft dann aber an der Schule des TE etwas in der Kommunikation schief. Es gibt wenig Frustierenderes für den Durschnittslehrer, der freundlich nach einer Änderung des Stundenplans aus wichtigen Gründen fragt, als einen Stundenplanmacher, der nur mit den Schultern zuckt und "Ging nich' anders" murmelt.
      In so einem Fall wie dem hier beschriebenen muss der betrofffene Kollege noch bevor er den Stundenplan in den Händen hält zum Gespräch mit Schulleiter/Stundenplanmacher gebeten werden, wo man ihm die Situation erklärt, ihm deutlich macht, dass man sich seiner Situation bewusst ist (und die nicht ignoriert hat!) und mit ihm bespricht, wie diese notwendige Lösung denn für ihn erträglich umgesetzt werden kann. Das macht einen Riesenunterschied für die Akzeptanz solcher "Kröten" und wirkt sich ungemein auf die Stimmung im Kollegium aus.
      Natürlich sind der SL und der Stundenplanmacher dazu nicht verpflichtet. Sie können sich auch auf den Standpunkt stellen, dass der Stundenplan eine Dienstanweisung ist und gefälligst ausgeführt werden muss und dass man sich in dieser Position nicht erklären muss. Kann man machen, dann ist die Stimmung halt beschi***n. Und man ist in einer Leitungsposition gnadenlos fehlbesetzt.
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      Odysseus schrieb:

      Klar, muss man damit rechnen. Aber es ist doch recht kurzfristig, obwohl die Konstellation vorher der SL recht früh bekannt gewesen war.Ich habe im Vorfeld eine Betreuung organisiert, da ist aber ab 16 Uhr Feierabend. Mein Unterricht geht - u.a dank des Kurses - zweimal bis 16 Uhr.
      Ich schaffe es nicht den kleinen Mann pünklich abzuholen, sitze aber stattdessen vorher drei Hohlstunden ab. Man hat mir geraten, dass ich dann ja meinen Sohn (16 Monate) in den Hohlstunden abholen und zu Unterrichtsbeginn wieder - für eine Stunde - dorthin bringen kann. Empfinde ich als zermürbend und löst mein Abholproblem auch nicht.
      Groß-Eltern sind nicht vor Ort. Frau muss selbst - viel weiter weg - an besagten Tagen bis 16 Uhr arbeiten.
      Die Arbeit lässt sich stemmen, das Familienleben mit so einem Studnenplan eben nicht.
      Habe ich im Vorfeld auch kommuniziert.
      Dass ich jetzt die Reißleine ziehen muss (Ellternzeit/Teilzeit), liegt daher an dem Un-Willen mir planungstechnisch entgegenzukommen. Da machen beide Parteinen kein Gewinn dran.
      Bezüglich des Betreuungsproblems: Hast du ein Mangelfac? Ich habe mal von einem Fall gehört, wo diejenige ans Schulamt geschrieben hat, dass sie aufgrund der fehlenden Betreuungslage ihr Deputat reduzieren muss. Da hat sich das Schulamt wohl gekümmert und es gab einen Platz für den Schützling. Ansonsten hilft dir in deiner Lage vielleicht nur, früher zu gehen und Arbeitsaufträge für den Kurs dazulassen, oder dein Kind mit in den Unterricht zu bringen.
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      Frapper schrieb:

      Bezüglich des Betreuungsproblems: Hast du ein Mangelfac? Ich habe mal von einem Fall gehört, wo diejenige ans Schulamt geschrieben hat, dass sie aufgrund der fehlenden Betreuungslage ihr Deputat reduzieren muss. Da hat sich das Schulamt wohl gekümmert und es gab einen Platz für den Schützling.
      Ist das nicht illegal? Ich bin ja kein Jurist, aber für mich klingt das nach Korruption bzw. Vorteilsgewährung.
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      plattyplus schrieb:

      Und nein, generell finde ich es nicht ok etwaige Kinder/Elternzeiten etc. als Druckmittel zu benutzen.
      Die Wahrnehmung von Rechten wie dem der Elternzeit ist ja kein Druckmittel. Das muss die SL eben einfach pragmatisch und nüchtern zur Kenntnis nehmen und in die normale Unterrichtsplanung - die ja nun wirklich von unvorhergesehenen Ereignissen ist, je größer das System desto mehr davon - einbeziehen. Dieser ganzen Ballast von Hinterüberlegungen und subjektiven Befindlichkeiten ist wieder einmal die ungute Vermischung von professioneller und persönlicher Ebene, die der Professionalität von Schulen so schadet. Und das leider Gottes immer noch am schlimmsten im Primarbereich...

      Meiner bescheidenen Meinung nach werden wir alle für unsere Arbeit bezahlt und wir alle haben da unsere Arbeit zu leisten, wo uns der Betrieb hinstellt. Wenn mein Unterrichtseinsatz meinen persönlichen Vorlieben entspricht freue ich mich darüber, wenn nicht, ist das eben so. Auf Dauer tariert sich ohnehin alle Belastung aus. Mehr gibt es m.E. nicht dazu zu sagen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Meerschwein Nele ()

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      Ruhe schrieb:

      Trotzdem frage mich hier die ganze Zeit: Wenn man S2 - Lehrer am Gymnasium bzw. Berufskolleg ist, gehört es nicht dann zur normalen Arbeit (also zum Alltagsgeschäft) einen LK zu übernehmen?[...]
      Oder sehe ich das als Nicht - S2 - Lehrerin jetzt zu naiv?
      Nein. Das siehst du meiner Meinung nach (ich unterrichte ausschließlich Sek II und E-Phase) ganz richtig. Ich weiß auch nicht so wirklich, was an einem LK so ungeheuer viel an Mehrarbeit zu finden ist. Sicherlich hat man einen höheren Korrekturaufwand und natürlich hat man die Abiturprüfungen. Aber die hat man mit einem GK auch, wenn wohl auch nicht so viele. Andererseits sind viele LKs im fünften und sechsten Semester, nach dem Abgang der FHR-Absolventen, nicht mehr allzu groß. Die Überlegung, dass in den LKs leistungsstärkere Lerner sitzen, muss man cum grano salis nehmen. In Englisch ist das bei mir weniger der Fall als in Geschichte, dem Fach, das aus irgendeinem Grund als "schwierig" wahrgenommen wird. In den "Laberfächern" Pädagogik, Soziologie und Deutsch ist das ganz bestimmt nicht so.

      Und die Vorbereitung in den Ferien oder während des Semsters. Ach, gute Güte. Bei LKs und GKs haben wir fachwissenschaftlich nur zwei sehr gering voneinander abweichende Stufen von "trivial". Für den Lehrer sollte das keinen Unterschied machen und im Anforderungsprofil der prüfungsrelevanten Inhalte sind die Canonices fast deckungsgleich. Ich finde LKs bequemer zu unterrichten, weil man für nahezu die gleichen Inhalte fast doppelt zu viel Zeit hat.
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      Stundenplanmachen ist eine "Kunst". Da gibt es schon unterschiedliche Qualitäten in der Optimierung trotz Computerprogramm. Deswegen finde ich, kann man schon genau hinschauen bei der Planung, ob es da nicht doch noch eine Möglichkeit gibt.

      @Odysseus: Ich würde dennoch eine Möglichkeit suchen, wie dein Sohn länger betreut werden kann. Gibt es denn keine Tagesmütter mehr, Bekannte mit gleichaltrigen Kindern oder nette Nachbarn, die dies gerne übernehmen? Oder gar einen Babysitter, der diese Stunde übernimmt? Kann deine Frau vielleicht ihre Arbeitszeit ändern? Irgendwie müsste sich doch eine Lösung auftun.
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      Meerschwein Nele schrieb:

      Dieser ganzen Ballast von Hinterüberlegungen und subjektiven Befindlichkeiten ist wieder einmal die ungute Vermischung von professioneller und persönlicher Ebene, die der Professionalität von Schulen so schadet. Und das leider Gottes immer noch am schlimmsten im Primarbereich...
      @ Meerschein Nele: Wie kommst du zu der Annahme, dass dies am schlimmsten im Primarbereich sei?
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      Odysseus schrieb:

      Ist natürlich gutes Recht! Es ärgert mich nur, dass ich es ausbaden soll. Fair ist das eben für mich nicht. Ich kenne die Abläufe und das Genehmigungsverfahren bei Elternzeit nicht.
      Verstehe nicht, was daran unfair ist. Es ist das gute Recht des Kollegen, EZ zu nehmen, wie ihm beliebt und wenn du EZ nehmen möchtest, dann ist es auch das deinige. Die Abläufe kann man sich ja anlesen.

      Klar, ärgerlich wenn man das Gefühl hat, man ist dem Chef egal, ich würde aber aufpassen, diesen Frust nicht auf den Kollegen zu übertragen!
      Ansonsten musst du halt ne Lösung für die Nachmittagsbetreuung finden. Ärger okay aber Drama sehe ich hier wirklich keins. 2x nachmittags Unterricht ist doch nicht zu viel verlangt :weissnicht:
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      Odysseus schrieb:

      Seph schrieb:

      Odysseus schrieb:

      Ist natürlich gutes Recht! Es ärgert mich nur, dass ich es ausbaden soll. Fair ist das eben für mich nicht. Ich kenne die Abläufe und das Genehmigungsverfahren bei Elternzeit nicht. Kann der Zeitraum nicht genehmigt werden? Muss der Personalrat zustimmen? Danke für Deine Rückmeldung zum Aspekt "dringende dienstliche Belangen". Das hilft mir.



      Die Genehmigungszeit (eher Anmeldefrist, demn Elternzeit muss nicht genehmigt werden, es ust ein Anrecht!) ist meist 7 Wochen.
      Allerdings kann es auch mal spontaner sein.
      Ein Kollege hat Elternzeit ab Geburt angemeldet (2 Monate). Das Kind kam 9 Wochen zu früh. Er war also unerwartet plötzlich weg und hat dann gleich 6 Monate genommen.
      Eine Kollegin hat sehr kurzfristig (wenige Tage) wieder Elternzeit genehmigt bekommen, als ihr Kind (schon knapp 4) schwer erkrankt ist.

      Das nur zur Information, wir wissen nicht, was bei dem Kollegen los war und ob das alles geplant oder spontan war.
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      Eine Kollegin war von einem Tag auf den anderen weg, weil sie endlich ein Adoptivkind bekommen hat. Kann also auch sehr kurzfristig gehen ;)

      Ein Freund hat übrigens auch mal „gedroht“, dass er entweder Elternzeit nimmt, oder zu zwei Unterrichtsstunden die Tochter mitbringt, da seine Frau wieder anfing zu arbeiten und sie den einen Nachmittag keine Betreuung hatten, weil sich die Stundenpläne überschnitten.
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.
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      Nach wie vor kann ich Odysseus Verärgerung verstehen. Und diese Verärgerung geht ja nicht in Richtung des Kollegen, der sein Recht in Elternzeit zu gehen wahrnimmt, sondern gegen die für ihn schwierige Situation mit der Betreuung seines Kindes. Hätte er Tennistraining und wäre deshalb motzig, gäbe es auch von mir nur ein Schulternzucken.

      Insbesondere die Hohlstunden und die fast überhebliche Idee des SL, den Kleinen in diesem Zeitraum abzuholen und dann woanders zu parken, zeugen von wenig Emphatie für junge Eltern. Es ist ja auch ein absehbarer Zeitraum, in dem darauf Rücksicht genommen werden könnte. In ein paar Jahren sind die Kids alt genug, um auch mal alleine zu Hause zu sein.