Private Handynummer

  • Ich habe den Telefonanbieter und damit meine Handynummer gewechselt. Sagt mal, bin ich verpflichtet, diese neue Handynummer meiner Schule zu melden? Ich habe übrigens schon keine Festnetznummer mehr. Deswegen wäre das die einzige Telefonnummer.
    (P.S. Ich bin übrigens auch nicht in irgendwelchen Whatsapp-Gruppen der Schule, sondern bestehe gegenüber Kollegen, die mir was dienstliches per Whatsapp mitteilen wollen, dafür meine Dienst-E-Mail zu nutzen!)
    LG

  • Mh, aber in dem Beispiel haben die Angestellten doch die Festnetznummer an den AG herausgegeben. Du hast ja keine. Wie soll Dich der AG denn dann erreichen? Per Brief? Per Mail? Irgendwie müsste Dich doch die Schule auch mal erreichen können, meinetwegen in einem festgelegten Zeitfenster. Gabs bei Euch da Unstimmigkeiten und häufige Anrufe?

  • Wie jeder Arbeitnehmer bin ich dazu verpflichtet, während der Arbeitszeit für den Arbeitgeber erreichbar zu sein.
    Da kann er mich ansprechen.


    OK. Damit ich bei der Planung von Vertretungsstunden diese nicht beim Betreten des Schulhauses erfahre, hat unser Konrektor ein Zeitfenster von 6:30 bis 7:15 Uhr, in dem er mir außergewöhnliche Einsatzplanungen (und ich ihm spontane Krankmeldungen) übermitteln kann.


    Aber der Rest des Tages ist tabu.
    Und das ist gut so.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Nun, deine Arbeitszeit geht aber über die Unterrichtszeit hinaus. Ich verstehe, dass es Zeitfenster geben muss, aber dass man sich maximal bereiterklärt, kurz vor dem Unterricht und nachher gar nicht erreichbar zu sein, kann ich nicht ganz nachvollziehen.


    Bei uns ist das zum Glück kein Problem. Meine Schulleiterin hat meine Handynummer. Die ruft bisher höchst selten an. Wenn, dann weiß ich, es ist wichtig. Und wenn ich nicht drangehen kann, lasse ich es.

  • Da bliebe für mich aber eine Frage: Ja, meine Arbeitszeit ist mehr als die Unterrichtszeit und da sollte ich wohl auch dienstlich erreichbar sein (zu bestimmten Zeiten) ... aber bin ich überhaupt verpflichtet, ein Telefon / ein Handy zu haben, das für dienstliche Zwecke genutzt wird?


    Edit: Damit ich nicht missverstanden werden: Die Schule hat meine email Adresse UND meine Festnetznummer (die für jeden sichtbar im Telefonbuch steht). Es geht mir also nicht darum, dass ICH nicht erreichbar sein möchte, sondern um die grundsätzliche Frage.

  • Ich bin gerade so richtig froh darüber, an einer Schule zu sein, an der ich mir über sowas keine Gedanken machen muss.
    Die Schule hat alle meine Kontaktdaten. Auf dem Handy bin vor schätzungsweise 8 Jahren mal angerufen worden, da hatte ich eine Vertretungsstunde übersehen.
    Für Eltern habe ich allerdings eine Extranummer, die zu bestimmten Zeiten alle Anrufe automatisch abweist. Bis ich sie hatte, hatte ich zwar auch nur sehr wenige Elternanrufe, die waren dafür aber zu wirklich unverschämten Zeiten.

  • Hallo,


    ich bin kein Rechtsanwalt. Und eine korrekte Rechtsberatung kann nur ein Rechtsanwalt. Aber was wäre so schlimm wenn du zwei Handys oder besser Simkarten hast. Die erste ist halt nur von 6:30 Uhr bis z.B. 15 Uhr erreichbar.
    Damit ist das Problem doch erledigt. In der Zeit kann dich auch ein Elternteil erreichen. Ansonsten bist du halt nur für deine Freunde erreichbar. Handys mit zwei Simkarten gibt es heute wie Sand am Meer.

  • Hallo,


    ich bin kein Rechtsanwalt. Und eine korrekte Rechtsberatung kann nur ein Rechtsanwalt. Aber was wäre so schlimm wenn du zwei Handys oder besser Simkarten hast. Die erste ist halt nur von 6:30 Uhr bis z.B. 15 Uhr erreichbar.
    Damit ist das Problem doch erledigt. In der Zeit kann dich auch ein Elternteil erreichen. Ansonsten bist du halt nur für deine Freunde erreichbar. Handys mit zwei Simkarten gibt es heute wie Sand am Meer.

    Das mag vielleicht eine praktikable Lösung sein, die aber jedem privat zusätzliche Kosten verursacht. Würde ich ehrlich gesagt nicht einsehen.

  • Dein Mindset verstehe ich nicht. Dir ist doch bewusst das diese Diskussion "immer wieder" aufkommen wird. Eltern werden versuchen dich zu erreichen. Und wenn du da nicht am Steuer bist, passieren Dinge wie: Kollegin gibt Privatadressen anderer Lehrer an Schüler raus . Und dann wird sich "wieder" beschwert. Statt einfach im Aldi eine Alditalkkarte für 12 € zu kaufen und erreichbar zu sein.
    Ich verstehe diese Gruppe meiner Kollegen nicht. Ständig dieses querschlagen, und was für eine Energie da verschwendet wird. So viel negatives, ich könnte so nicht arbeiten oder leben.

  • Dein Mindset verstehe ich nicht. Dir ist doch bewusst das diese Diskussion "immer wieder" aufkommen wird. Eltern werden versuchen dich zu erreichen. Und wenn du da nicht am Steuer bist, passieren Dinge wie: Kollegin gibt Privatadressen anderer Lehrer an Schüler raus . Und dann wird sich "wieder" beschwert. Statt einfach im Aldi eine Alditalkkarte für 12 € zu kaufen und erreichbar zu sein.
    Ich verstehe diese Gruppe meiner Kollegen nicht. Ständig dieses querschlagen, und was für eine Energie da verschwendet wird. So viel negatives, ich könnte so nicht arbeiten oder leben.

    Moin!


    Ich verstehe dein Mindset nicht. Weil Eltern mich privat erreichen möchten, sollte ich mir auf eigene Kosten ein Diensthandy anschaffen, denn sonst werden irgendwelche Kollegen sich nicht an den Datenschutz halten und einfach meine Privatdaten rausgeben? Und dann beschwere ich mich auch noch, obwohl ich ... was? Selber Schuld bin? Ich sehe es anders herum. So lange es Lehrer gibt, die ihre Privatdaten an Eltern herausgeben, werden Eltern dies auch von anderen Lehrern selbstverständlich verlangen.


    Es gibt eine Schultelefonnummer, häufig eine Dienst E-Mail, die meisten Lehrer bieten eine wöchentliche Sprechstunde an, es gibt einen Schülerplaner oder Hausaufgabenhefte zur Kommunikation und inzwischen gibt es sogar SchoolFox, welches man morgens über den Browser eines Schulrechners abrufen könnte. Das sollte doch reichen.


    Darum ging es allerdings hier gar nicht, sondern darum, ob der Arbeitgeber die Privatnummer benötigt.

  • Bei dem Thema gibt es wie immer zwei Seiten:
    Eine Schule, die einen immer in unmöglichen Zeiten zum Dienst verpflichtet bzw. "belästigt", ohne auf privates etc zu achten.
    Und eine Schule, die in vernünftigem Rahmen und zu vernünftigen Zeiten im Rahmen der Dienstzeit (in NRW 41 Stunden+) mit seinem von ihm bezahlten Personal in Kontakt treten möchte, da das Personal keinen festen Arbeitsplatz hat.


    Meine Schule gehört zum Glück zur zweiten Kategorie. Von daher habe ich keine Bedenken, meine Handynummer herauszugeben.


    Wer hier nach Diensthandy/-telefon schreit, sollte sich mal klar machen, was das heißt. Da ja hier immer nach der freien Wirtschaft geschaut wird: Das heißt auch, dass man damit immer erreichbar ist. Und einfach nicht dran gehen, geht nun mal nicht, sonst ist man seinen Posten schneller los, als man ihn bekommen hat. Ich bekomme solche Anrufe ständig mit, wenn wir im Urlaub sind. Das dürfte sich bei Lehrern ja nochmal schlimmer auswirken, da diese in der Regel keinen angemeldeten Urlaub haben.


    Arbeitet man in der ersten Kategorie Schule, hilft ein Beschluss der Gesamtkonferenz. Bei uns gibt es den für die Vertretungsplaner, damit diese nicht nachts angerufen werden.

  • Wer hier nach Diensthandy/-telefon schreit, sollte sich mal klar machen, was das heißt. Da ja hier immer nach der freien Wirtschaft geschaut wird: Das heißt auch, dass man damit immer erreichbar ist. Und einfach nicht dran gehen, geht nun mal nicht, sonst ist man seinen Posten schneller los, als man ihn bekommen hat.

    naja wir haben Klassenhandys, darauf bin ich nicht immer erreichbar, sondern nur wenn ich in der Schule bin. Das Handy bleibt immer in der Schule. Klappt prima so.


    Ansonsten ja meine Schulleitung und enge Kollegen haben meine private Handynummer.

  • Ich möchte natürlich erreichbar sein. Schon innerhalb der Schule hat man bei uns oft keine Chance, jemanden zu finden, wenn man nicht anruft oder eine Whatsapp schreibt. Es ist nervig, wenn man eine dringende Frage hat und erreicht den Kollegen nicht. Kann sein, er kann grad nicht. Aber aus Prinzip nicht erreichbar sein?


    Erreichbar sein gibt mir Freiheit: Ich weiß, wenn etwas Dringendes ist, kann man anrufen. Ansonsten habe ich meine Ruhe und kann in den Garten gehen, ohne dass es hinterher heißt: Piksieben, wo in aller Welt waren Sie denn?


    Aber man kann sich das Leben auch selbst schwer machen.

  • Wer hier nach Diensthandy/-telefon schreit, sollte sich mal klar machen, was das heißt. Da ja hier immer nach der freien Wirtschaft geschaut wird: Das heißt auch, dass man damit immer erreichbar ist. Und einfach nicht dran gehen, geht nun mal nicht, sonst ist man seinen Posten schneller los, als man ihn bekommen hat. Ich bekomme solche Anrufe ständig mit, wenn wir im Urlaub sind. Das dürfte sich bei Lehrern ja nochmal schlimmer auswirken, da diese in der Regel keinen angemeldeten Urlaub haben.


    Bei uns heißt das dank Dienstvereinbarung, dass wir in sen Kernzeiten (7.30 bis 15 Uhr) per Diensthandy erreichbar sind. Alles, was darüber hinausgeht ist freiwillig.
    [/quote]


    Allerdings fiel unsere Schule auch vor der Diensthandyzeit sowieso schon in Deine Kategorie 2.

  • Ich bin sehr froh an einer Schule zu arbeiten, die ein Klima hat, indem ich selbstverständlich meine neue Nummer dem Sekretariat melden würde und in keinster Weise eine "Belästigung" zu unmöglichen Zeiten zu befürchten habe.

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