Ökologische Schule

  • Ein paar Kollegen und ich haben das Projekt "ökologische Schule" ins Leben gerufen - es läuft seit einem Jahr und
    geht Schritt für Schritt in die richtige Richtung.
    Angefangen hat alles mit der Mülltrennung fürs ganze Haus, jetzt kommen Plastikvermeidung, gesundes Schulkiosk
    und andere nachhaltige Aktionen dazu. Die Umsetzung verlangte ein einstimmiges Stimmungsbild im Kollegium, trotzdem
    ist die Umsetzung schwer und langwierig, aber es wird. Jetzt werden die Schüler mit ins Boot geholt, agieren selbst in kleinen
    Arbeitsgruppen und haben die Erlaubnis, eigene Projekte eigenständig durchzuführen.
    Z. B. das Projekt "Stromsparen im Klassenzimmer". Hierzu haben wir des Öfteren Treffen und besprechen regelmäßig die
    Fortschritte. Wie gesagt, kleinschnittig und langsam schreitet alles voran.


    Wenn es hier weitere gute Umsetzungsideen gibt (auch hinsichtlich der Frage, wie man Projekte am Laufen hält), dann gerne
    her damit! Wir waren letzten auf einer FoBi zum Thema "Projektmanagement" - da meinte der Fortbildner, dass es am schwierigsten ist,
    initiierte Projekte am Leben zu erhalten.


    VG, Fraggles


    ps. Rahmenbedingungen: 900 Schüler, 80 Kollegen, großes Reinigungsteam, Hausmeister, Gymnasium BW, altes Haus aus den Fünfzigern,
    technisch relativ modern ausgestattet

  • - Gibt es dafür vielleicht auch eine Art Gütesiegel eines Vereins? Sowas wie "Schule ohne Rassismus", es ist leichter, sich an konkrete Vorgaben zu halten und auch mit anderen gemeinsam sowas anzuleiern- Öffentlichkeitsarbeit und so.


    - Vielleicht habt ihr auch einen lokal aktiven Umweltschutz-Verein vor Ort, der euch mit Ideen unterstützen würde.


    - Gib auch mal "ökologische Schule" bei Google ein, dort findest du Schulen mit ausgeklügelten Programmen und Ideen...


    - Ich würde des weiteren versuchen, die Eltern mit ins Boot zu holen, z.B. durch extra Elternabend, da sind bestimmt Menschen mit guten Ideen dabei, die gerne gefragt werden.


    - lasst but not least: es ist immer sinnvoll, wenn die Schulleitung hinter einem Projekt steht, um ihm die nötige Präsenz und Wichtigkeit zu geben...

  • Bzgl "Gütesiegel" fällt mir die Auszeichnung Fair-Trade-Schule ein. Könnte was für euch sein. Ich weiß allerdings nicht, welche Bedingungen erfüllt werden müssen.


    Sonst: in der Anfangskonferenz Werbung machen und die engagierten Neuen abgreifen :P

  • Hm, ich weiß jetzt nicht genau, ob das in eure Richtung geht (und es hängt auch stark von der Lage ab), wir haben Schultiere (Ziegen, Schafe, Hühner, Bienen) und jeweils AGs dazu (vor allem für die unteren Klassen). Außerdem gibt es zahlreiche Projekte, in denen die nähere Umgebung eingebunden wird (z.B. Wald-Projekt in Zusammenhang mit dem örtlichen Förster usw.). Allerdings liegt meine Schule eher am Ortsrand und wir haben viel Grünfläche außen herum. Wir haben dafür auch eine Art Siegel samt Fördergelder erhalten (bzw. erhalten die Fördergelder für die verschiedenen Projekte weiterhin), aber ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, da das alles auch sehr regional geprägt ist.

  • Einfache Ideen (weil sie nur Geld kosten, aber keinem persönlich außer Organisation etwas abverlangen): Solaranlage (sowohl Photovoltaik als auch Solarthermie wären vermutlich sinnvoll). Gebäude dämmen, neue Fenster, solche Sachen. Wenn man das Gebäude dämmt, Wärmeschutz nicht vergessen! Zunehmend wird ja eher Hitze als Kälte unser Problem.


    Schwierige Ideen (schwierig, weil sie wehtun):
    - Selbstverpflichtung aller Lehrer und Schüler, die 5 km oder weniger weit von der Schule wohnen, mit dem Fahrrad zu kommen
    - Selbstverpflichtung, Geräte wie Handys und Computer mindestens 5 Jahre lang zu nutzen
    - der berühmte Veggie-Day (besser wäre es ja noch umgekehrt: Nur noch einmal pro Woche gibt es in der Schulmensa Fleisch)


    Also, wie leidensfähig seid Ihr? Soll ich mir da noch mehr ausdenken?

  • - Naherholungsgebiet entmüllen. (SchülerInnen und LehrerInnen, ggf. auch Eltern und andere Freiwille sammeln Müll auf und lassen ihn von der Müllabfuhr an einem Sammelpunkt abholen. Gibt auch nette Fotos für die Lokalpresse.)


    - Kleidertauschaktion (besser mit Nachbarschule)


    - Flohmarkt

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Einfache Ideen (weil sie nur Geld kosten, aber keinem persönlich außer Organisation etwas abverlangen): Solaranlage (sowohl Photovoltaik als auch Solarthermie wären vermutlich sinnvoll). Gebäude dämmen, neue Fenster, solche Sachen. Wenn man das Gebäude dämmt, Wärmeschutz nicht vergessen! Zunehmend wird ja eher Hitze als Kälte unser Problem.

    Sinnvoll aber ohne Schulträger schwer umzusetzen und da ist man ja meist nicht begeistert davon Geld auszugeben.

  • Einfache Ideen (weil sie nur Geld kosten, aber keinem persönlich außer Organisation etwas abverlangen): Solaranlage (sowohl Photovoltaik als auch Solarthermie wären vermutlich sinnvoll).

    Habe mal in Deinem Zitat rumgestrichen. Eine vernünftige Solaranlage amortisiert sich relativ zügig. Wenn man ( bzw. die Schüler) etwas persönlichen Einsatz bringen und man mit seinem Schulträger gut verhandelt, dann kann das sehr gut funktionieren.


    Beispiel: Seminarkurs konzipiert Anlage, Schule gründet mit Schulträger zusammen einen Verein, der bei der Schüler/Elternschaft Anleihen aufnimmt. Die refinanzieren sich dann über den Ertrag der Solaranlage.

  • Supertolle Ideen!
    Und auch vieles, was umsetzbar ist.
    Kopien reduzieren wir dank Elmo.
    Schwieriger ist es, die Schüler von ihrer Konsumhaltung wegzubekommen und diese z. B. in der Schule plastikfrei(er) agieren zu lassen, aber da sind wir einen großen Schritt weiter. Dank FfF...


    Die Links, die ihr mir habt zukommen lassen, schaue ich mir gleich mal an.

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