Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Ich denke, in manchen Bereichen muss es einheitliche Regelungen geben. Umgang mit Abschlussprüfungen und gegenseitige Anerkennung der Abschlüsse beispielsweise.

    Wirst du auch nicht bekommen, denn in einigen Bundesländern ist das Abitur schon geschrieben, in anderen nicht.


    Also Anerkennung der Abschlüsse sollte eh einheitlich sein, aber auch da bekleckert sich Bayern noch nie mit Ruhm.

  • Irgendjemand schrieb schon, dass sich das ja nicht nur auf die Schule beschränkt, sondern auch der Weg zur Schule bedacht werden muss.

    Das ist m.E. ein ganz zentraler Punkt, der nicht genug betrachtet wird. Selbst, wenn die Klassen aufgeteilt werden und man die Pausen staffelt etc.: die SuS müssen ja erstmal zur Schule kommen und in vielen Fällen wird das mit dem ÖPNV sein. Wenn die Verkehrsbetriebe nicht plötzlich den Takt und die Zahl der Fahrzeuge verdoppeln (was logischerweise nicht funktioniert), werden tausende Schüler wieder gemeinsam mit AN und sonstigen Reisenden auf engstem Raum in Bussen und Bahnen unterwegs sein. Da hilft es nicht viel, wenn die Kontakte innerhalb der Schule reduziert werden. Ansteckungsketten können dann höchstens mithilfe einer App nachvollzogen werden.

  • Ich glaube die Frage ist auch, ob man das aus Sicht der Mutter oder der Lehrerin sieht. Klar wünschen sich manche Eltern von gesunden Kindern, das ihre Kinder endlich wieder zu Schule gehen können.


    Das aber alle als Risikopatienten betroffene Lehrkräfte zu Hause bleiben, wird in der Regel auch nicht klappen. Bei uns würde alleine durch das Alter ein Drittel des Kollegiums fehlen. Mal ganz davon abgesehen, dass schwere Verläufe auch bei jüngeren massive Spätschäden haben können.

    Dazu kommen noch die Eltern, deren Kinder Risikopatient sind oder die einfach nur ihr Kind lieber sicher zu Hause haben wollen. Will man Eltern ohne guten Grund zwingen ihrem Kind dem Risiko auszusetzen? Was ist wenn zu Hause Mama, Papa oder Oma Risikopatient sind?


    Letztlich bleibt Schule eine Großveranstaltung und es erschließt sich mir nicht, wie man Schulen öffnen kann, solange noch der Rest des Lebens still steht. Die Gefahr beim Kleidung Einkaufen, beim Friseur oder bei uns sogar in der Waschstraße ist doch kleiner als in der Schule.

  • Ein Mops kam in die Küche


    Und stahl dem Koch ein Ei.


    Da nahm der Koch die Kelle


    Und schlug den Mops zu Brei.



    Da kamen viele Möpse


    Und gruben ihm ein Grab


    Und setzten ihm ein’ Grabstein


    Worauf geschrieben stand:



    Ein Mops kam in die Küche

    Und stahl dem Koch ein Ei.

    Da nahm der Koch die Kelle

    Und schlug den Mops zu Brei.


    Da kamen viele Möpse

    Und gruben ihm ein Grab

    Und setzten ihm ein’ Grabstein

    Worauf geschrieben stand:


    Ein Mops kam in die Küche

    Und stahl dem Koch ein Ei.

    […]


    Ich glaube, bis zum 15. April muss ich den Thread mal ignorieren...

  • Letztlich bleibt Schule eine Großveranstaltung und es erschließt sich mir nicht, wie man Schulen öffnen kann, solange noch der Rest des Lebens still steht.

    Aber darum geht es doch, die Frage, womit man wieder anfängt zu öffnen und da denke ich eben, dass müssen eigentlich als erstes Kindergärten und Schulen sein, wenn auch evtl. auf freiwilliger Basis bzw. dann nur mit einem Teil der Schüler und Lehrer. Eines ist für mich jedenfalls vollkommen klar, es kann und darf keine einheitliche bundesweiter Regelung geben, weil der Virus sich nicht vereinheitlichen lässt.

  • Das Szenario "Massenhafte Verbreitung in einer Schule in kürzester Zeit" ist ein Schauermärchen, für das es - zumindest in der hier geschilderten Form - keine belastbare Grundlage gibt.

    Natürlich können Infektionen in einer Gruppe vorkommen, wenn ein Schüler erkrankt in der Schule ist, wird er auch mit größerer Wahrscheinlichkeit andere anstecken. Aber hier wird ja so getan, als ob ein Schüler krank in die Schule kommt, in der ersten Doppelstunde 20 Mitschüler samt Lehrer ansteckt, der Lehrer steckt dann in der großen Pause 30 Kollegen an, etc ... und am Ende des Schultages gibt es 500 Infizierte.

    Es gibt eine Reihe bekannte "Superspreader Ereignisse". Praktisch alle davon haben mit irgend einer Feier zu tun - Karneval, Bierfest, Berliner Club. Es gibt Fälle mit größeren Gruppen (um die 10) an Infizierten in Schulgemeinschaften, meines Wissens immer im Zusammenhang mit Fahrten. Bei den "Superspreadern" werden auch nicht in kürzester Zeit hunderte angesteckt, sondern durch eine Person meist 20 oder 30 andere, die hohen Zahlen in der Folge sind dann entstanden, weil die Erkrankung anschließend noch 1 bis 2 Wochen unerkannt zirkuliert ist und die Infizierten in ihrem direkten Umfeld jeweils die durchschnittlichen weiteren 3 angesteckt haben.

  • Aber man hat doch am Anfang sofort die Schulen komplett geschlossen, wenn ein Verdacht da war. Heutzutage muss man doch bei den aktuellen Zahlen immer damit rechnen, dass irgendwo infizierte Kinder ohne Symptome in die Schule kommen. Uns es reicht doch, wenn ein Kind 5-6 weitere ansteckt. Das Ganze mit den exponentiellen Wachstum hatten wir doch schon.

  • Aber man hat doch am Anfang sofort die Schulen komplett geschlossen, wenn ein Verdacht da war. Heutzutage muss man doch bei den aktuellen Zahlen immer damit rechnen, dass irgendwo infizierte Kinder ohne Symptome in die Schule kommen. Uns es reicht doch, wenn ein Kind 5-6 weitere ansteckt. Das Ganze mit den exponentiellen Wachstum hatten wir doch schon.

    Die Schulen sind seit drei Wochen geschlossen, zu dem Zeitpunkt gab es etwa 10 000 entdeckte Infektionen. Und die angeblichen hochinfektiösen Kinder ohne Symptome hätte es damals auch schon geben müssen. Bis heute ist keine explosionsartige Verbreitung in einer Schulgemeinschaft bekannt, wenn du einen Fall kennst, wäre ich dir dankbar, wenn du das Beispiel verlinken könntest.

  • Aber man hat doch am Anfang sofort die Schulen komplett geschlossen, wenn ein Verdacht da war.

    Aber ein Verdacht war ja angeblich immer nur da, wenn man aus einem Risikogebiet kam, mehr Verdachtsfälle wurden doch weder zugelassen, noch getestet, das macht man ja inzwischen anders. So kann man eben nachverfolgen und entsprechend unter Quarantäne stellen.



    . Uns es reicht doch, wenn ein Kind 5-6 weitere ansteckt. Das Ganze mit den exponentiellen Wachstum hatten wir doch schon.

    Wenn man nachverfolgen kann, kommt es doch eben nicht zum exponentiellen Wachstum.

    • Offizieller Beitrag

    Natürlich können Infektionen in einer Gruppe vorkommen, wenn ein Schüler erkrankt in der Schule ist, wird er auch mit größerer Wahrscheinlichkeit andere anstecken. Aber hier wird ja so getan, als ob ein Schüler krank in die Schule kommt, in der ersten Doppelstunde 20 Mitschüler samt Lehrer ansteckt, der Lehrer steckt dann in der großen Pause 30 Kollegen an, etc ... und am Ende des Schultages gibt es 500 Infizierte

    Das Problem ist eher die schlechte Nachvollziehbarkeit.

    Jemand, der im Büro arbeitet, kann sich schnell in Quarantäne setzen, wenn er weiß, dass sein Schichtspartner positiv diagnostiziert wurde.
    Bei einem Kind wird es widerum schwieriger.

    Aber ja: Fakt ist: es gibt keine Lösung. Denn die notwendigen "2 Monate Lock dowan Wuhan-Style" (Zitat MaiLab), die man bräuchte, um zu Phase 1 zurückzukehren, sind eh nicht möglich.

  • och pepe ...


    Ein Ei kam in die Küche,

    und stahl dem Mops den Koch,

    danahm der Mops den Löffel

    und schlug ins Ei ein Loch.


    Da kamen viele Eier,

    sprangen in die Schüssel rein,

    und wurden zu nem Omelette,

    das sollte lecker sein...



    auf jeden Fall kreativer als der ganze Spekulatius...


    Also... der Löwenanteil meiner Fächer ist nicht sinnvoll digital zu unterrichten. Von daher - ich möchte meine Kurse wieder "live". Natürlich in einem sinnvollen Rahmen. Und - ob ich keine Angst vor Corona habe? Nein verdammt noch mal. Ich habe bisher nix, und ich habe ein stabiles Immunsystem, vielleicht bin ich ja ein wenig bekloppt... ich werde sicher nicht provokant alles "anlecken", aber ich denke nicht, dass es mich umbringen würde... ich bin kein Risikopatient, und mW auch keinen regulären Kontakt zu solchen.

    Vor allem hoffe ich aber, dass endlich aussagekräftigere Ergebnisse und auch ei Mittel "gegen Corona" erhältlich werden.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Miss Jones: Das Loch ist aber nicht im Ei, sondern im Eimer...

    Ein Loch ist im Eimer, Karl Otto,

    Karl Otto, ein Loch ist im Eimer, Karl Otto, ein Loch!

    Verstopf es oh Henri, oh Henri,

    Oh Henri, verstopf es oh Henri, machs dicht!

    Ja, wo mit den Karl Otto, Karl Otto,

    Karl Otto, womit denn Karl Otto, Karl Otto, womit?

    Mit Stroh, oh.... (ich hör ja schon auf), geht auch ewig weiter und dreht sich im Kreis.

    :pfeifen:

  • Ich könnte noch Rolf Zuckowski beisteuern: Es ist rot, Elfriede...

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    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Bis heute ist keine explosionsartige Verbreitung in einer Schulgemeinschaft bekannt, wenn du einen Fall kennst, wäre ich dir dankbar, wenn du das Beispiel verlinken könntest.

    Ich hatte, als es zu den Schulschließungen kam und einige große Panik hatten, hier im Thread gefragt, ob auch nur ein Fall einer Übertragung im normalen Schulbetrieb (also nicht Klassenfahrt) bekannt wäre. Man konnte mir damals nicht einmal einen einzigen Fall verlinken; mir ist auch nach wie vor keiner bekannt.

  • Ich hatte, als es zu den Schulschließungen kam und einige große Panik hatten, hier im Thread gefragt, ob auch nur ein Fall einer Übertragung im normalen Schulbetrieb (also nicht Klassenfahrt) bekannt wäre. Man konnte mir damals nicht einmal einen einzigen Fall verlinken; mir ist auch nach wie vor keiner bekannt.

    Wie viele andere Fälle außer der üblichen Rückkehr aus Risikogebieten sind dir denn bekannt? Also mir ist kein einziger Fall bekannt, wo ich den genauen Infektionsweg kenne bzw. der im Internet veröffentlicht wurde. Kannst du Fälle verlinken, wo jemand sich im Kino angesteckt hat? In der Regel wird doch so etwas nicht veröffentlicht. Es geht ja auch nicht um Superspreader. Mir geht es darum, dass Schulen stärker als andere Orte zur Verbreitung beitragen. Und wir werden doch davon ausgehen können, dass ein infiziertes Kind durchaus mehrere weitere ansteckt? Das reicht doch schon. Da brauchst du keine 200 Fälle. Die kommen schon von alleine hinterher.

  • Die Schulen sind seit drei Wochen geschlossen, zu dem Zeitpunkt gab es etwa 10 000 entdeckte Infektionen. Und die angeblichen hochinfektiösen Kinder ohne Symptome hätte es damals auch schon geben müssen. Bis heute ist keine explosionsartige Verbreitung in einer Schulgemeinschaft bekannt, wenn du einen Fall kennst, wäre ich dir dankbar, wenn du das Beispiel verlinken könntest.

    Was ist das denn für eine krude Logik?! Denkst du man dröselt in den Medien genau auf, wann und wo welche Infektion stattgefunden hat? So nach Supermarktinfektionen, Fitnessstudioinfektionen und Schulinfektionen?


    Nenne mir bitte eine vernünftige Erklärung aus infektionsbiologischer Sicht, warum die Bedingungen in der Schule (extreme Nähe, extreme Menschenmassen, extremes Risiko von Tröpfcheninfektion wegen des Redens) kein erhöhtes Risiko darstellen sollten.

    Dein Argument mit der fehlenden Nennung der Startpunkte der Infektion in den Medien ist halt so schwach wie nur irgendmöglich.

    Ich sehe gerade, Plattenspieler argumentiert auch so verquer. Man merkt, dass ihr keine Naturwissenschaften studiert habt.

    Die Kausalität zwischen Medienpräsenz und tatsächlichen Faktoren, die zu einer Infektion führen, ist einfach..... keine Worte. :autsch:

    Ich hab noch so ein Ding für euch! In den Medien wurde gar nicht erwähnt, dass Leute mit einem Aluhut auf dem Kopf krank geworden sind. Es ist also noch nicht sicher, dass der Aluhut nicht vielleicht doch ein Schutz ist!

    Ich hatte, als es zu den Schulschließungen kam und einige große Panik hatten, hier im Thread gefragt, ob auch nur ein Fall einer Übertragung im normalen Schulbetrieb (also nicht Klassenfahrt) bekannt wäre. Man konnte mir damals nicht einmal einen einzigen Fall verlinken; mir ist auch nach wie vor keiner bekannt.

  • Man merkt, dass ihr keine Naturwissenschaften studiert habt.

    Readingkompetenz. (Tipp: links unter dem Namen)


    Niemand redet davon, jede einzelne Infektion zu verorten, niemand redet davon, dass in Schulen kein Infektionsrisiko bestehen würde. Natürlich besteht das und es wird auch einzelne Infektionen in Schulen gegeben haben.

    Es gibt eine große Anzahl bekannter größerer Infektionsgeschehen die auch in den Medien ausführlich diskutiert wurden. Kein einziges davon hat in einer Schule stattgefunden. Es ist natürlich auch nicht auszuschließen, dass es ein erhöhtes Infektionsrisiko in Schulen gibt, aber die derzeitige Evidenzbasis liefert keine Hinweise für diese Behauptung. Ich stelle auch keine Theorien darüber auf, warum das so ist, ich stelle lediglich fest, dass es so ist.

    Du kannst uns gerne Gegenbeispiele nennen, das wäre produktiver als deine "jeder der nicht meiner Meinung ist, ist doch offenkundig bescheuert"-Rhetorik.

  • PS: Die reale Datenlage spricht zB ganz eindeutig gegen die Durchführung von Volksfesten. Sie spricht ganz eindeutig gegen die Eröffnung von Clubs und Bars.

    Bei Restaurants wird es schon dünn, beim Einzelhandel ebenso.


    Das heißt nicht, dass die Maßnahmen von Mitte März falsch oder überzogen waren. Die Faktenlage war zu dem Zeitpunkt auch dünn und die Bedrohungslage dramatisch. Je mehr man aber auswerten und analysieren kann, was im März passiert ist, um so mehr ist die Politik auch in der Pflicht, zukünftige Entscheidungen auf Basis von Fakten zu treffen und nicht auf Basis von "Es könnte ja sein und vorsichtshalber machen wir mal..."

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