Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

    • Offizieller Beitrag

    NRW: Wechselunterricht Klasse 1-4 +Abschluss (wie ist es da bei euch?), fast volle medizinische Maskenpflicht (mit kleinen Ausnahmen)


    Ich kenne schon Schulleiter, die dagegen rekonstruieren wollen.


    Kl.gr. Frosch


    Nachtrag: "dagegen" - gegen die Maskenpflicht. Nicht gegen den Wechselunterricht.

  • Sachsen: 1-4 GS und FöS mit Klassenleiterunterricht. Auch im Hort Feste Gruppen. Kolleg*innen der Risikogruppen sind schon seit letztem Jahr (mit Attest) im Distanzunterricht.


    Die Kindergärten und Krippen sind allerdings auch rappelvoll. Es finden zwar laut einer Umfrage des mdr etwa je 1/3 die Maßnahmen richtig/zu weitgehend/nicht weitgehend genug, aber wer arbeitet, gibt seine Kinder offenbar ab.

  • Jetzt kehren die Klassen genau am Wendepunkt der Infektionsentwicklung zurück, ich mache mal die nächste Vorhersage: Die Schulöffnung wird ein Fiasko werden und binnen 5 Wochen kassiert.

    Ich glaub es läuft eher darauf hinaus:

    "Jetzt sind bald Osterferien, bis dahin müssen wir Durchhalten und die Schulen offen lassen!

    ..... würden die Lehrer nicht so viel privat feiern wäre es nicht so schlimm"

    Man ersetze die Schuldzuweisung durch eine beliebige andere absurde Sache, die Lehrer angeblich tun und so Corona verbreiten. ;(

  • Eine Frage an die Corona-Vielleser:


    Kris hat mal einen tollen Link in den Faktenthread eingestellt, der zu Heatmaps führt, die für jeden Landkreis gesondert die Infektionszahlen und Inzidenzen nach Altersgruppen und Kalenderwochen zeigen. Leider werden sie seit Dezember nicht mehr aktualisiert. Das wäre aber jetzt besonders interessant. Die Daten stammen vom RKI. Eine Heatmap dieser Art für ganz Deutschland findet man. Kommt man auch an die Daten nach Alterskohorten für den Landreis? Wenn ja wie?

    Ja, das ist mir leider auch schon aufgefallen... Schade!

    War echt interessant, da nachzulesen!

  • Dass es so nicht weitergehen kann und eine Generation mit psychischen Störungen heranwächst, ist aber auch klar, oder?

    Danke! Das lag mir beim Lesen der ganzen Beiträge auch auf der Tastatur, Du warst schneller.


    Ich hab mal eine Frage an alle die, die den Lockdown, wie er aktuell ist. noch bis zum Sommer haben wollen:

    Wie genau soll sich davon eine Gesellschaft und die Wirtschaft davon erholen und wer bezahlt das alles?


    Nicht falsch verstehen: Ich habe durchaus Respekt vor dem Stachel-Virus, aber die Frage ist doch: Wie lange können wir das jetzt noch gesamtgesellschaftlich verantworten? Und was kosten uns die Folgen dieses Lockdowns?

  • Es wird so nicht weitergehen, wenn man Corona kontrolliert statt fröhlich weiter Mutationsbingo zu spielen. So weitergehen, wird es nur wenn wir aufgrund völlig ins blaue spekulierter Pseudogründe weiter jedes Lockdownergebnis vor die Wand fahren. Zahlen die die psychischen Schäden seriös beziffern und von der allgemeinen Ansteckungsangst und Pandemie abzugrenzen gibt es eh nicht, aber ich frage pro Forma trotzdem mal danach, ob solche vorliegen?

  • Es wird so nicht weitergehen, wenn man Corona kontrolliert statt fröhlich weiter Mutationsbingo zu spielen. So weitergehen, wird es nur wenn wir aufgrund völlig ins blaue spekulierter Pseudogründe weiter jedes Lockdownergebnis vor die Wand fahren. Zahlen die die psychischen Schäden seriös beziffern und von der allgemeinen Ansteckungsangst und Pandemie abzugrenzen gibt es eh nicht, aber ich frage pro Forma trotzdem mal danach, ob solche vorliegen?

    Keine Ahnung. Nur wenn ich von Menschen in Altenheimen lese, die wochenlang im Zimmer eingesperrt sind und das Essen nur durch die Tür geschoben bekommen, treibt es mir die Tränen in die Augen. Wäre ich in dem Alter würde ich sagen: Scheiß drauf, dann erwischt mich eben, aber so ist das Leben für mich nicht lebenswert.


    Können wir DAS verantworten?

    Außerdem geht es nicht nur um die Bezifferung psychischer Schäden (das dürfte m. E. schwierig werden), sondern auch um die Bezahlung der Kurzarbeit, der Sozialleistungen für pleitegegangene Einzelhändler, die Zuschüsse an Lufthansa, Tui und wie sie alle heißen, die kostenlosen Tests etc.

  • Und was kosten uns die Folgen dieses Lockdowns?

    Kürzlich las ich, dass der Lockdown 3,5 Mrd. pro Woche kostet.

    Bei der Bankenrettung 2008 haben wir für 500 Mrd. gebürgt. (Wir hatten damals Glück und mussten letztendlich effektiv nur ca. 80 Mrd. bezahlen.)

    Nimmt man mal den damals möglichen Betrag zur Grundlage, können wir uns den Lockdown 142 Wochen leisten, also etwas weniger als 3 Jahre! Das Geld ist also gesamtwirtschaftlich nur ein sekundäres Problem. Für den Einzelnen kann das natürlich ganz anders aussehen.


    Viel interessanter finde ich allerdings die Frage, was uns das Ganze kosten würde, wenn wir keinen Lockdown machen.

    Da gab es von Thunderf00t auf Youtube mal ein Video für die USA, wo er überschlagen hat, was Corona-Tote langfristig kosten, einfach weil sie nicht mehr da sind und für den Rest ihrer ursprünglichen statistischen Lebensspanne nicht mehr am BIP mitwirtschaften. Das war eine ziemlich heftige Summe.

  • Keine Ahnung. Nur wenn ich von Menschen in Altenheimen lese, die wochenlang im Zimmer eingesperrt sind und das Essen nur durch die Tür geschoben bekommen, treibt es mir die Tränen in die Augen. Wäre ich in dem Alter würde ich sagen: Scheiß drauf, dann erwischt mich eben, aber so ist das Leben für mich nicht lebenswert.


    Können wir DAS verantworten?

    Außerdem geht es nicht nur um die Bezifferung psychischer Schäden (das dürfte m. E. schwierig werden), sondern auch um die Bezahlung der Kurzarbeit, der Sozialleistungen für pleitegegangene Einzelhändler, die Zuschüsse an Lufthansa, Tui und wie sie alle heißen, die kostenlosen Tests etc.

    Das ist aber nur bei einem Ausbruch im Altersheim so (Isolierung der Kranken, damit sie nicht die andere noch gesunden alten anstecken). Nicht allgemein.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Dass es so nicht weitergehen kann und eine Generation mit psychischen Störungen heranwächst, ist aber auch klar, oder?

    Wegen der Schulschließungen oder wegen der Pandemie?

    Ist es für die Kinder besser, wenn wir den nächsten Lockdown haben und sie zu Hause eingesperrt sind, keine Freunde treffen können und ihre Freizeitaktivitäten nicht stattfinden? Dazu vielleicht noch Ängste, Krankheiten oder Todesfälle in der Familie/Bekanntenkreis?

    Oder ist es schlimmer, wenn sie von zu Hause lernen müssen?


    Das ist das gleiche Problem wie "Der Lockdown schadet der Wirtschaft".


    Um den Kindern zu helfen, müssen wir vor allem die Pandemie in Griff bekommen. Keinem Kind ist geholfen, wenn die Zahlen durch die Schulöffnungen nach oben gehen und sie möglicherweise Corona nach Hause tragen.


    Oder alleine Quarantäne. Weißt du eigentlich wie schlimm das für ein Kind ist? Wir haben Eltern, die ihr Kind alleine deswegen zu Hause lassen, weil sie nicht wollen, dass es (wieder) in Quarantäne muss, wenn es einen Fall in der Schule gibt. Dann lieber Distanzlernen und nachmittags 1-2 feste Freunde treffen.

  • Wenn die Alternative akute selbst- und Fremdgefährdung ist können wir das verantworten, ja.

    Und ich sage: Wenn solche Maßnahmen die Jahresgrenze überschreiten, dann Nein. Einige Monate halten das alle durch. Jahre? Eher nicht.


    Ich sitzen seit Dezember in meinen 4 Wänden fest, habe seitdem keine Freunde getroffen, konnte meine Oma kurz vor ihrem Tod nicht besuchen, habe einen depressiven, lustlosen 11-jährigen hier sitzen und eine demotivierte einsame Studierende. Ich glaube, ich schaffe das nicht mehr noch ein halbes Jahr. Und dabei gehts mir wirklich nicht besonders schlecht, aber es nagt an meiner Psyche. Wie mag es da Leuten gehen, die alleine leben?

  • Wenn die Alternative akute selbst- und Fremdgefährdung ist können wir das verantworten, ja. (Also die Maßnahmen im Allgemeinen, man sollte halt schauen keine unnötigen Härten aufzubürden, was durch schludriges Pandemiemanagement aber gerade droht).

    Welches Management schlägst Du denn vor? Alles zu lassen kann ja nicht die Lösung für immer sein.

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