Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • das Risiko für einen schweren Verlauf ist mit Impfung sehr gering, der Rest ist halt https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensrisiko

    Das mag zwar deine persönliche Meinung sein, ein Gericht wird das sicherlich weniger interessieren. Die Strafbarkeit ist nicht davon abhängig, wie Du das Risiko einschätzt. Wenn Du nachweislich jemanden ansteckst und dieser dadurch einen Schaden erleidet, hast du erstmal das Problem. Hier gibt es zum Beispiel deutlich bessere Infos:


    https://www.strafrechtsiegen.d…oerperverletzung-gegeben/


    https://sk-strafrecht.de/2020/…s-infektionsschutzgesetz/


    Das ist auch nicht coronaspezifisch:


    Der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 04. November 1988 – 1 StR 262/88 –) führt wörtlich aus:

    „Jedenfalls beginnt die Strafbarkeit des Täters dort, wo er kraft überlegenen Sachwissens das Risiko besser erfaßt als der sich selbst Gefährdende. So verhält es sich aber, wenn jemand, dem bekannt ist, daß er HIV-infiziert ist, geschlechtlich verkehrt mit einem anderen, den er von der Infektiosität und der mit seiner Ansteckung verbundenen Lebensgefahr nicht informiert hat.“

    Bezogen auf den Corona-Virus haftet damit derjenige, der von seiner Ansteckung oder zumindest von seiner erheblichen Gefährdung gewusst hat und dann, ohne die Menschen in seiner näheren sozialen Umgebung zu informieren, ungeschützt mit ihnen Kontakt hat.


    Dazu kommt natürlich auch noch die Frage von Schadensersatz.


    Am Ende ist es das natürlich alles schwierig. Die Frage wird die Nachweisbarkeit sein. Aber auch die Länder, die die Isolationspflicht aufheben wollen dafür auch andere Schutzmaßnahmen vorschreiben. Beispielsweise eine Masken- oder Abstandspflicht für positive.

  • Tom123 , ist das nicht alles unheimlich theoretisch? Wer symptomlos erkrankt, weiß nicht, dass er positiv ist. Wer Symptome hat und testet, wird wohl kaum zur Arbeit gehen. Wer Symptome hat und nicht testet, aber trotzdem zur Arbeit geht, steckt andere nicht wissentlich an. Es gibt also nur ein Szenario des Vorsatzes: jemand hat Symptome, testet sich und geht trotz positiven Tests zur Arbeit. Da ihn niemand zum Testen nötigt, spart er sich das aller Wahrscheinlichkeit nach. Oder er ist so krank, dass ihm nicht nach Arbeiten ist, dann ist er sowieso "abgesondert" zu Hause.

  • Andere Leute angesteckt haste vorher schon. Das scheinen einige hier nach 2 1/2 Jahren immer noch nicht auf dem Schirm zu haben.

  • Naja, ich finde schon, dass die Tests etwas bringen.

    Ich war letzte Woche in der Schule und habe mich dort getestet. Habe mich nur etwas erkältet gefühlt, wie immer um diese Jahreszeit.

    Test positiv, also wieder heim bzw. zum Arzt.

    Den Rest der Woche lag ich richtig fett flach. Hätte ich mich nicht getestet, hätte ich unterrichtet und vielleicht meine Schüler angesteckt.

    Also ich bin dankbar, dass es diese Tests gibt.

  • Naja, ich finde schon, dass die Tests etwas bringen.

    Ich war letzte Woche in der Schule und habe mich dort getestet. Habe mich nur etwas erkältet gefühlt, wie immer um diese Jahreszeit.

    Test positiv, also wieder heim bzw. zum Arzt.

    Den Rest der Woche lag ich richtig fett flach. Hätte ich mich nicht getestet, hätte ich unterrichtet und vielleicht meine Schüler angesteckt.

    Also ich bin dankbar, dass es diese Tests gibt.

    Wäre es dann "nur" die Erkältung oder ne Grippe gewesen, dann ist Anstecken wohl in Ordnung...

  • Wäre es dann "nur" die Erkältung oder ne Grippe gewesen, dann ist Anstecken wohl in Ordnung...

    Nein, aber lässt du dich mit leichten Symptomen krankschreiben? Also ganz ernsthafte Frage. Der Hals kratzt morgens oder die Nase ist zu, mit Otriven oder Tee mit Honig sind die Symptome behoben und du fühlst dich nicht krank. Gehst du zum Arzt oder zur Arbeit?

  • Tom123 , ist das nicht alles unheimlich theoretisch? ... Wer Symptome hat und testet, wird wohl kaum zur Arbeit gehen. ...

    Wenn Du die Diskussion nachliest, ging es ja gerade um das Ende der Isolierungspflicht und um die Frage, ob ich dann einfach zu Arbeit gehen kann. Es gibt auch eine Reihe von Menschen, die sich regelmäßig testen. Entweder sie arbeiten in einem entsprechenden Beruf oder sie besuchen Menschen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern. Auch gibt es durchaus Menschen, die sich auch ohne Pflicht regelmäßig testen. Die Frage war nun, ob man dann einfach in Zukunft positiv aber ohne Symptome zur Arbeit geht.


    Die Durchsetzbarkeit sehe ich auch kritisch. Aber das ist in vielen anderen Bereichen auch so. Wie viele Ladendiebstähle erwischt man wirklich? 1%? Bei uns parken die Eltern jeden den Rettungsweg zu interessiert auch keinen. Bei uns auf dem Land gibt es etliche, die regelmäßig mit zu viel Alkohol abends nach Hause fahren. Wenn ich da auf einer Feier bin, fahre mit noch mit dem Auto nach Hause. Also nicht besoffen aber halt wahrscheinlich mehr als 0,3/0,5 Promille. Ist zwar auch weniger geworden aber gilt oft als Kavaliersdelikt. Und natürlich laufen auch jetzt Leute mit positiven Test herum. Teilweise auch aus Unwissenheit, dass sie sich isolieren müssen. Aber deswegen bleibt das alles doch trotzdem verboten.

  • Es gibt auch eine Reihe von Menschen, die sich regelmäßig testen. Entweder sie arbeiten in einem entsprechenden Beruf oder sie besuchen Menschen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern. Auch gibt es durchaus Menschen, die sich auch ohne Pflicht regelmäßig testen. Die Frage war nun, ob man dann einfach in Zukunft positiv aber ohne Symptome zur Arbeit geht.

    Diese Menschen gehen natürlich nicht positiv zur Arbeit. Sie haben Gründe, warum sie testen. Das Szenario, dass alle Arbeitnehmer*innen jeden Morgen auf ihre Kosten testen und dann einige heimlich zur Arbeit gehen, obwohl sie positiv sind, um andere wissentlich zu infizieren, das halte ich für Quark.

  • Wäre es dann "nur" die Erkältung oder ne Grippe gewesen, dann ist Anstecken wohl in Ordnung...


    Wäre es dann "nur" die Erkältung oder ne Grippe gewesen, dann ist Anstecken wohl in Ordnung...

    Natürlich nicht. Ich trage ja auch Maske.


    Aber wie Quittengelee schrieb, kann man doch nicht bei jedem Halskratzen (ist seit Kindheit meine Schwachstelle) daheim bleiben.


    Zudem denke ich, dass Corona ansteckender ist als ein Schnupfen.

  • Zudem denke ich, dass Corona ansteckender ist als ein Schnupfen.

    Nein. Das SARS-CoV2 Virus kommt, wie einige andere Erkältungsviren aus der Coronafamilie. Die sind gleichermaßen ansteckend.

  • Aber dennoch ist das Risiko, durch Covid einen schweren Verlauf oder Langzeitfolgen zu haben, höher als bei einem banalen Schnupfen.


    Nochmal zurück zum Ende der Isolationspflicht: Das ist ja nun kein Freifahrtschein für Infizierte, munter durch die Gegend zu springen und andere anzustecken. Sie dürfen arbeiten, wenn sie symptomfrei sind (und da hoffe ich einfach mal auf vernünftige Entscheidungen, und dass man nicht mit Leuten diskutieren werden muss, ob "das bisschen Husten" oder "die leicht erhöhte Temperatur" nun ein Symptom ist oder nicht), aber sie dürfen auch dann nur mit Maske arbeiten!

    Und deshalb kann dann auch keiner sagen, sie hätten vorsätzlich jemanden angesteckt, denn wenn sie sich vernünftig verhalten, durchgehend Maske tragen und diese nur im Freien mit Abstand abnehmen, dann ist das Ansteckungsrisiko durchaus minimiert.

  • Ja, ich glaube es dir, und ich bin sicher, es laufen zudem einige positiv getestete Leute (Selbsttest) einfach so draußen rum, aus diversen Gründen; keine Lust auf Isolation, man kann im Job nicht fehlen, man nimmt den Test nicht ernst. Natürlich handeln diese Leute unvernünftig, fahrlässig oder wie man es nennen mag!!! Keine Frage!!!

    Aber das meinte ich gar nicht. Ich meinte, wenn alle Leute die Regeln zum Ende der Isolationspflicht vernünftig einhalten, dann handeln sie nicht verantwortungslos. Das schrieb ich ja oben, mehr nicht.

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