Schüler verstorben

  • Guten Morgen zusammen,

    vor zwei Tagen verstarb nach einem Verkehrsunfall ein Schüler unserer letzten Abschlussklasse. Ich habe ihn sehr sehr gerne unterrichtet wenn auch nicht als Klassenlehrerin sondern „nur“ in Physik.

    Dieser Fall ist für mich völlig neu und ich möchte niemandem auf die Füße treten. Daher die Frage, schreiben Lehrer persönliche Beileidskarten mit Geld? Oder wird „nur“ eine Beileidskarte von der Schule geschrieben in der alle unterschreiben?!

    Ich war am Unfallort und habe dort eine Kerze angezündet. Dies war mir ein Bedürfnis.

    Liebe Grüße und danke für die Antworten.

  • Das ist in der Tat sehr traurig. Besprich das doch am besten mal mit Deiner Schulleitung und den KollegInnen, die den Schüler unterrichtet haben. Falls da kein Konsens erzielt werden kann, kannst Du auch eine persönliche Beileidsbekundung übermitteln. Geld ist so eine Sache - das würde ich ggf. dann tun, wenn in der Traueranzeige um Spenden für Organisation XYZ gebeten wird.

  • Mach, was Du für richtig hältst. Wenn Du ein gutes Verhältnis zu dem Schüler hattest und vielleicht sogar die Eltern kennst, schreib ruhig eine Karte. Geld würde ich aber nicht reintun, das ist nach meinem Empfinden eher im persönlichen Umfeld üblich.

    The pen is mightier than the sword.

    - Edward Bulwer-Lytton

  • Sowas muss sehr schockierend und deprimierend sein.


    Ich würde mich auch mit den Kollegen absprechen, ob ihr zusammen etwas schreibt; wenn ich den betr. Schüler schon lange gekannt hätte, würde ich ggf. auch unabhängig davon persönlich etwas schreiben. Tröstende Worte sind das einzige, was man in dem Moment geben kann und was ein winziges bisschen hilft.


    Geld finde ich auch unangemessen, eher würde ich später Blumen am Grab ablegen.


    Fürchterlich, wenn so ein junger Mensch schon gehen muss. ;(

  • dem schließe ich mich an... Wenn ich das Bedürfnis habe, eine Karte zu schreiben, dann würde ich es machen. Vielleicht umhören, falls ich es eh lieber / auch in einer Gruppe gerne machen würde.
    Geld würde ich nur separat spenden bzw. in dem Kontext nicht.

  • Das ist wirklich schrecklich! Wir haben leider schon eine ganze Reihe Fälle in unserer Schule gehabt, wo Schüler*innen verstorben sind (auch während sie noch bei uns zur Schule gingen), und es geht mir immer sehr nahe, auch wenn ich diese Schüler*innen gar nicht kannte.


    ich würde mich auch kurz mit den Kolleg*innen absprechen, die diesen Schüler kannten und entweder gemeinsam oder nur du alleine eine Trauerkarte an die Eltern schicken.

  • Gerade jetzt kann man ja auch leider gar nicht mehr machen als eine Karte zu schreiben. Als das letzte Mal eine Schülerin gestorben ist (Krebs), war sie in der Woche vorher noch immer wenn es ging in der Schule und hat sich gewünscht, dass Lehrer und Schüler zur Beerdigung kommen und das so bunt wie möglich. Da hat ein Kollege dann (auf ihren Wunsch) von allen die wollten an die Kinderkrebshilfe gespendet.

    Aber wenn es so plötzlich passiert und gerade wenn Beerdigungen nicht möglich sind, würde ich es auch bei einer Karte belassen.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Ich habe leider auch mehrfache Erfahrung mit verstorbenen Schülerinnen und Schülern. Bei uns wurde immer von Seiten der Schule sozusagen offiziell eine Art Nachruf in der Zeitung geschaltet plus Beileidskarte mit Unterschriften aus dem Kollegium.

    Es spricht aber unabhängig davon nichts gegen eine persönliche Karte; es ist ja nun einmal sehr unterschiedlich, wie die Beziehung zur verstorbenen Person war. Geld wäre - da schließe ich mich den Meinungen an - irgendwie seltsam. Wenn es einen Spendenaufruf gibt, dann dort.


    Herzliche Grüße!

  • Passiert bei uns leider öfter.

    Wir richten einen Andachtsbereich mit Kondolenzbuch ein.

    Ein Teil des Kollegium geht zur Beerdigung.

    Wir setzen eine Nachricht auf unsere Homepage.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Ich habe leider auch bereits mehrfach solche Fälle gehabt. Es gab von Seiten der Schule aus eine Traueranzeige in der Zeitung, eine Beileidskarte vom Kollegium, eine Trauerfeier für die Jahrgangsstufe und einige Vertreter der Schule sind zur Beerdigung gegangen.

    Einige Kollegen haben zusätzlich noch selbst Karten geschrieben.

  • Generell ist das mit Geld in den Beileidskarten sehr regionsabhängig. hier ist es z.B. gar nicht üblich, aber alle Karten, die wir aus Westdeutschland, vorzugsweise Hamburg und Umgebung bekamen enthielten bei meiner Tante Geld (trotz Spendenaufruf in der Traueranzeige fürs Mädchenhaus) und das gerade von der älteren Generation.

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