• Finde die Vergleiche eines Foristen mit dem 3. Reich unterste Schublade. Im 3. Reich wurden Menschen außerhalb der Norm ermordet.

    Hier geht es darum, Menschen ohne Aufenthaltsrecht des Landes zu verweisen.

    Ansonsten lese ich die Streitgespräche aus der Distanz und sehe immer wieder die Muster, anderen etwas nicht gesagtes/ geschriebenes zu unterstellen, zu erniedrigen oder zu beleidigen. Für Lehrer unterste Schublade und schade für die Diskussionskultur unter gebildeten Personen.

  • Was auch daran liegt, dass man sich hinter dem Bildschirm sicher wähnt und weiß, dass so etwas von Angesicht zu Angesicht gar nicht oder anders ablaufen würde.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Was auch daran liegt, dass man sich hinter dem Bildschirm sicher wähnt und weiß, dass so etwas von Angesicht zu Angesicht gar nicht oder anders ablaufen würde.

    Ein vielschichtiger Hinweis. Anstand und Wahrhaftigkeit sind dabei im Widerstreit miteinander, ein zweischneidiges Schwert.

    Klarnamenpflicht im Internet kann Hemmschwellen aufbauen, wodurch Hass und Hetze eingedämmt werden.

    Gläserne Wahlurnen bei Referenden im Donbass sind die andere Seite der Medaille.

    Wann ist eine offene Diskussion wahrheitsstiftend und wann gefährlich?

  • Asylsuchende verursachen nach einer Auswertung von Abrechnungsdaten von 2018 übrigens 10% mehr Gesundheitskosten, als der Durchschnitt. Auch das ein Punkt, der langfristig nicht gut sein kann für ein System, das ohnehin unter Druck steht.

    Liegt das daran, dass diese Menschen durch Kriegserfahrungen, Flucht, Misshandlung und zuvor erlebter Mangelernährung ein höheres Erkrankungsrisiko besitzen als wir satten, geimpften und ärztlich bestens versorgten Mitteleuropäer?
    Die höheren Gesundheitskosten von Asylsuchenden unterschwellig als "Ausnutzen des Gesundheitssystems" umzudeuten, ist polemisch.

    Ich möchte auch den Vorschlag von Quittengelee unterstützen, diesen Thread wieder für Beiträge zum Thema der Überschrift zu nutzen und keinen Krieg gegen Migranten anzuzetteln :bitte:

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Er braucht ja auch gar nicht zurückzugehen, es reicht vollkommen aus, dass er sich ein anderes Land (Drittland) sucht, in dem er versucht seinen wirtschaftlichen Traum zu verwirklichen.

    Und unsere Nachbarländer werden damit sicher kein Problem haben ... dann schieben wir die Asylsuchenden in Europa immer im Kreis. Viel sinnvoller wäre eine zentrale Kartei. Asyl wird zentral entschieden. Wer keines bekommt ist überall raus.

    Der sich also gar nicht mehr in Deutschland aufhält? Aber ja, gerne können wir solche Leistungen weiter auszahlen, dann allerdings in Zukunft nur noch auf dem örtlichen Polizeirevier in bar. Dann wird die Person eben, sollte sie die auszahlung einfordern, bei selbiger direkt festgenommen und dem regulären Asyl-Verfahren zugeführt. Da bereits eine Asyl-Entscheidung vorliegt, geht es also direkt nach der Übergabe der ersten Zahlung in die Abschiebung und da ja nachweislich die Gefahr des Untertauchens besteht, bis zum Ausreiseflug ins gesicherte Auffanglager.

    Ich bin sofort dafür. Können wir auch für Bürgeldempfänger machen. Geldautomaten mit Fingerabdruck an jedem Arbeitsamt. Persönlich vorbeikommen und dann wird die Überweisung für die aktuelle Woche ausgelöst. Super Idee.

    Aber bei dem anderen Sachen treffen halt Wunschvorstellungen auf Realität. Was machst Du denn mit Mohammed, wenn Syrien ihn nicht zurücknimmt? Außerdem habe ich die Aussage kritisiert, dass es nach 4 Wochen nichts mehr gibt. Bei Mohammed, der gut arbeiten kann, finden wir das sicherlich alle gut. Aber was ist wenn Mohammed weiblich ist und zwei kleine Kinder dabei hat. Auch sie bekäme dann wahrscheinlich kein Asyl. Lassen wir sie auch hungern?
    In der Theorie klingen viele Ideen erstmal super. Davon profitiert auch die AfD. Diese Sachen dann aber umzusetzen, ist eine ganz andere Sache.

    Und ich möchte auch nicht unser Grundgesetz und unsere Grundrechte opfern nur um nun eine härtere Asylpolitik durchführen zu können.

  • Sowas ist kein Automatismus; ein Mitgliedsstaat muss den Antrag stellen (hätten wir das gemacht?), dieser muss einstimmig beschlossen werden, und dann entscheidet jeder Staat wie er konkret handeln will (vom Beileidstelegramm bis zu Bodentruppen ist da alles möglich). ...

    Das stimmt natürlich, macht es aber m.E. nicht weniger brisant. Der Punkt ist doch, dass Russland (dafür spricht das meiste) in Deutschland einen Angriff verübt hat. Irgend eine Reaktion muss die Regierung früher oder später zeigen. Und wenn es Ignoranz ist, ist auch das eine Entscheidung, die Folgen haben wird.

  • Liegt das daran, dass diese Menschen durch Kriegserfahrungen, Flucht, Misshandlung und zuvor erlebter Mangelernährung ein höheres Erkrankungsrisiko besitzen als wir satten, geimpften und ärztlich bestens versorgten Mitteleuropäer?
    Die höheren Gesundheitskosten von Asylsuchenden unterschwellig als "Ausnutzen des Gesundheitssystems" umzudeuten, ist polemisch.

    Ist doch total egal, wo genau die Ursachen liegen. Man kann doch einfach sachlich anerkennen, dass Menschen in die Versorgungssysteme aufgenommen werden, die überdurchschnittlich Kosten verursachen und unterdurchschnittlich einzahlen. Du magst das gerne polemisch finden, ich habe allerdings nirgends etwas von "Ausnutzen" geschrieben. Faktisch gehen Flüchtlinge nachweislich seltener zum Arzt, als andere Bevölkerungsgruppen, es fallen aber höhere Kosten für insbesondere Krankenhausaufenthalte und Orthopädie an. Unterm Strich erhöht sich der Druck auf unsere Solidarsysteme. Ich denke, dass auch dieser Aspekt in der Debatte um Abschiebungen, Duldungen usw. berücksichtigt werden darf.

  • Und unsere Nachbarländer werden damit sicher kein Problem haben ... dann schieben wir die Asylsuchenden in Europa immer im Kreis. Viel sinnvoller wäre eine zentrale Kartei. Asyl wird zentral entschieden. Wer keines bekommt ist überall raus.

    Und wieso müssen Menschen, die bereits durch diese anderen Länder gereist sind, in denen sie nach gültiger Rechtslage nunmal ihren Antrag hätten stellen müssen, nun zwanghaft unser Problem sein?

  • Du magst das gerne polemisch finden, ich habe allerdings nirgends etwas von "Ausnutzen" geschrieben.

    Warum betonst du es dann ausdrücklich?

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    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Wieso endet die Menschenwürde eigentlich an der Grenze? im Grundgesetz steht das so nicht. Allein im mittlerern Osten zwischen Pakistan und Jordanien leben vermutlich mindestens 200 Mio Menschen unter dem deutschen Existenzminimum. Müssten wir Pakistan nicht eigentlich ein Angebot machen, für diese Menschen aufzustocken, sofern Deutschland gestattet wird, Beobachter zu entsenden, welche dann überwachen, ob die Anhebung auf das deutsche Niveau auch gewährleistet wird?

    Menschenwürde ist Menschenwürde, und in diesen Ländern ist es halt wirklich "beschissen". Das sollte unabhängig sein von der Fähigkeit, es nach Deutschland zu schaffen, was den hilfsbedürftigsten Menschen ja nur schwer möglich ist.

    Das würde womöglich den kompletten Haushalt Deutschlands aufbrauchen, aber es geht halt ums Prinzip.

    Es gibt tatsächlich etwas zwischen "wir erschießen Menschen gleich an der Grenze" und "du persönlich finanzierst den Lebensunterhalt aller Menschen auf der ganzen Welt."

    Es gibt derzeit weltweit 120 Millionen Geflüchtete. Diese Menschen müssen irgendwo leben. Und nein, Deutschland nimmt nicht alle auf, die meisten von ihnen leben in Nachbarländern Jordanien, Libanon etc.

    Es ist doch eine Lebenslüge, sich sein Handy in China zusammenbauen zu lassen mit Erzen aus Afrika und die Jeans für 19 € aus Bangladesh, sein Haus mit Erdgas aus Peru oder Russland zu beheizen, sein Auto mit Erdöl aus Irak und Libyen zu betanken...

    Konsumieren, konsumieren, konsumieren, ich, ich, ich, aber dann die Zäune hochziehen, wenn es irgendwo einen Konflikt gibt, den westliche Staaten soundsooft direkt oder indirekt mitverursacht haben.

  • Um mal exemplarisch das Beispiel mit der Jeans aus Bangladesch aufzugreifen: Grundsätzlich könnte auch in Deutschland Kleidung produziert werden. Bekleidungstechniker (m/w/d) und Schneider (m/w/d) sind anerkannte Ausbildungsberufe. Wir haben derzeit rund 3 Mio. Arbeitslose und vor allem bei jungen Leuten zwischen 20 und 24 Jahren einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Umsetzung wäre also grundsätzlich kein Problem.

    Was ein Problem hingegen ist, ist dass die deutsche Politik durch den Mindestlohn die deutsche Textilproduktion unattraktiv gemacht hat. So erfolgt Design und Planung zwar in Deutschland, Produktion jedoch im günstigeren Ausland.

    Wir haben also einen Mindestlohn, der von den Unternehmen als zu teuer empfunden wird, und so durch Outsourcing umgangen wird.

    Möchte man (wegen Stärkung der nationalen Wirtschaftskraft oder Verkürzung der Lieferkette) mehr Produktion in Deutschland haben, müsste also diese finanziell lukrativer sein - und das wäre durch erheblichen Qualitätsvorsprung deutscher Waren oder Abschwächung der Wettbewerbsvorteile durch Erhebung von höheren Importzahlungen asiatischer Waren möglich. Würde eine Jeans nicht mehr 19€ kosten sondern 50€, müssten sich auch die Deutschen daran gewöhnen, seltener Kleidung zu kaufen oder an anderer Stelle Abstriche zu machen.

    Ach ja, und es hängen am Ende natürlich auch bangladeschische Arbeitsplätze dran. Ich weiß nicht, ob bei Ausfall des deutschen Absatzes innerasiatisch sich neue Absatzmärkte ergeben würden.

  • Und wieso müssen Menschen, die bereits durch diese anderen Länder gereist sind, in denen sie nach gültiger Rechtslage nunmal ihren Antrag hätten stellen müssen, nun zwanghaft unser Problem sein?

    Sie müssen nicht unser Problem sein. Sie sind aber in der Praxis ein Problem, wenn sie in Deutschland sind. Sie sind da. Sie gehen nicht freiwillig. Also müssen wir uns überlegen, was wir mit ihnen machen. Und die Lösung wir streichen ihnen einfach alle Zahlungen bringt nichts wie wir in Frankreich sehen.

  • Was ein Problem hingegen ist, ist dass die deutsche Politik durch den Mindestlohn die deutsche Textilproduktion unattraktiv gemacht hat. So erfolgt Design und Planung zwar in Deutschland, Produktion jedoch im günstigeren Ausland.

    Ich schlage vor, den Mindestlohn an das Niveau von Burma anzugleichen, damit wir wieder konkurrenzfähig werden!
    In Burma (Myanmar) liegt der gesetzliche Mindestlohn bzw. der durchschnittliche Einstiegslohn für Textilarbeiterinnen umgerechnet bei etwa 0,35 € bis 0,50 € pro Stunde (bzw. ca. 2,50 € bis 4,00 € am Tag). (Die genannten Zahlen basieren lt. KI Gemini auf Berichten und Analysen internationaler Arbeitsrechtsorganisationen, Gewerkschaftsnetzwerke und Branchenstudien zum Textilsektor in Myanmar.

    BTW: Bei uns auf der Alb gibt es die Textilfirma Trigema. Die Firma zahlt ordentlich (über Mindestlohn), bietet den Beschäftigten eine Lebenseinstellung und den Kindern der Beschäftigten eine Garantie auf einen Ausbildungsplatz. Geht schon.

    Das Gewäsch, dass der Mindestlohn für den Niedergang der deutschen Industrie verantwortlich sei, kann ich nicht mehr hören.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
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  • Es gibt tatsächlich etwas zwischen "wir erschießen Menschen gleich an der Grenze" und "du persönlich finanzierst den Lebensunterhalt aller Menschen auf der ganzen Welt."

    Nee. "Alle Menschen auf der ganzen Welt" haben Menschenwürde. Bleibt sie der alleinige Maßstab, dürfen auch alle kommen.

    Damit es dieses "etwas" gäbe, müsste es ja definiert werden. Eine Zahl. Dann könnten Wähler entscheiden, ob diese Zahl richtig erscheint. Passiert aber nicht. Daher sind das leere Worte und es bleibt bei fehlender Begrenzung.

    Konsumieren, konsumieren, konsumieren, ich, ich, ich, aber dann die Zäune hochziehen, wenn es irgendwo einen Konflikt gibt, den westliche Staaten soundsooft direkt oder indirekt mitverursacht haben.

    Unser Konsum ist kein Gefallen, den uns diese Staaten gewähren. Überall auf der Welt westliche Schuld zu wittern ist ungefähr auf dem Nieveau von Schwurblern wie Lüders, Todenhöfer oder Wagenknecht.

  • Sie müssen nicht unser Problem sein. Sie sind aber in der Praxis ein Problem, wenn sie in Deutschland sind

    Und verhindern, dass alle reinkommen, würdest du auch nicht? Lässt das GG nicht zu.

    Sie sind da. Sie gehen nicht freiwillig.

    Woher hast du die Information, dass sie das nicht täten, wenn Zahlungen ausblieben?

    Also müssen wir uns überlegen, was wir mit ihnen machen. Und die Lösung wir streichen ihnen einfach alle Zahlungen bringt nichts wie wir in Frankreich sehen.

    Es bringt mehr Geld. Viele steuerzahlende Bürger könnten dies positiv sehen.

  • Aber bei dem anderen Sachen treffen halt Wunschvorstellungen auf Realität. Was machst Du denn mit Mohammed, wenn Syrien ihn nicht zurücknimmt?

    Geht ja vllt. von allein wenn er kein Geld mehr bekommt. Ansonsten Abschieben. Wenn Syrien ihn nicht nimmt, Entwicklungshilfe kürzen.

    Aber was ist wenn Mohammed weiblich ist und zwei kleine Kinder dabei hat. Auch sie bekäme dann wahrscheinlich kein Asyl. Lassen wir sie auch hungern?

    Du lässt sie doch auch hungern, wenn sie in Syrien ist.

  • Das stimmt natürlich, macht es aber m.E. nicht weniger brisant. Der Punkt ist doch, dass Russland (dafür spricht das meiste) in Deutschland einen Angriff verübt hat. Irgend eine Reaktion muss die Regierung früher oder später zeigen. Und wenn es Ignoranz ist, ist auch das eine Entscheidung, die Folgen haben wird.

    Das ist richtig. Man könnte jede Aktion an erweiterte Waffenlieferungen an die Ukraine koppeln. Eine Drohne schläft in Leizig ein --> 20 Taurus nach Kiew.

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