Ich habe morgen Nachmittag ein wahrscheinlich umfangreicheres Beratungsgespräch mit den Eltern eines 22-jährigen Vollzeitschülers.
Tenor: Sie tun ihrem Sohn keinen Gefallen damit indem sie versuchen alle Steine aus dem Weg zu räumen. Also wenn die Eltern Bewerbungen um Lehrstellen schreiben etc., dann ist das absolut kontraproduktiv. Ihr Sohn muss lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Da er für nächstes Jahr so eh keine Lehrstelle findet und nicht mehr schulpflichtig ist, werde ich ihm zu einem freiwilligen sozialen Jahr raten, möglichst soweit entfernt, dass er nicht abends nach Hause kommt und ihm nahelegen ggf. bei der Marine anzuheuern. Bei der Bundeswehr sollte er (zwangsweise) recht schnell selbstständig werden. Außerdem hat er so noch etwas Zeit darüber nachzudenken was er aus seinem Leben überhaupt machen will. Hauptberuf „Sohn“ funktioniert langfristig nicht.
Darfst Du überhaupt mit den Eltern über ihren Sohn reden? Hat er das erlaubt?
Und glaubst Du, dass die Eltern das aufgrund eines Gesprächs mit einem Lehrer einsehen, wenn sie 22 Jahre anders gehandelt haben?